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1 Schlussprüfung 2010 büroassistentin und büroassistent Schulisches Qualifikationsverfahren 1 EBA wirtschaft und gesellschaft Serie 2/2 Lösungen Kandidatennummer Name Vorname Datum der Prüfung und Bewertung Erreichte / Maximum Buchhaltung / 34 Kaufmännisches Rechnen / 16 Betriebskunde / 22 Rechtskunde / 9 Staatskunde / 19 Total / 100 Prüfungsnote Die Experten Zeitrahmen: 60 Minuten Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Büroassistentinnen und Büroassistenten EBA und die Zentralprüfungskommission schulischer Teil haben das uneingeschränkte Recht, diese Aufgabe für Prüfungs- und für Übungszwecke zu verwenden. Eine kommerzielle Verwendung bedarf der Bewilligung des Autors, des Inhabers des Urheberrechtes.

2 2 wirtschaft und gesellschaft Inhalt Buchhaltung (34 ) 3 1. Bilanz (20 ) 3 2. Kontenführung (14 ) 4 Kaufmännisches Rechnen (16 ) 5 3. Dreisatz-, Prozent- und Währungsrechnen (11 ) 5 4. Zinsrechnen (5 ) 6 Betriebskunde (22 ) 7 5. Steuern (4 ) 7 6. Umweltsphären (6 ) 7 7. Versicherungen (12 ) 8 Rechtskunde (9 ) Verträge (9 ) 10 Staatskunde (19 ) Staatsgewalten und Parteien (12 ) Wahlverfahren und Volksrechte (7 ) 12 anhang 14

3 Wirtschaft und Gesellschaft Buchhaltung 3 Buchhaltung 1. Bilanz 20 Die alphabetisch geordneten Bilanz- und Erfolgskonten aus dem Hauptbuch der Einzelunternehmung J. Geier, Musikgeschäft, weisen am 31. Dezember 2009 folgende Salden auf: Abschreibungen chf Mobilien chf Bankguthaben chf Personalaufwand CHF Darlehensschuld chf Post chf Debitoren chf Raumaufwand chf Eigenkapital chf? Sonstiger Betriebsaufwand CHF Fahrzeuge chf Vorrat Instrumente CHF Hypothek chf Vorrat Noten chf Immobilien chf Vorrat CDs chf 980 Kasse chf Warenaufwand chf Kreditoren chf Warenertrag chf W werbeaufwand chf Erstellen Sie die gut gegliederte Schlussbilanz (nach Gewinnverteilung) vom 31. Dezember Unterteilen Sie die Aktiven in Umlauf- und Anlagevermögen und die Passiven in Fremd- und Eigenkapital; Zwischentotale und Gesamttotale sind erforderlich, das Eigenkapital ist zu berechnen. Aktiven schlussbilanz vom passiven Umlaufvermögen fremdkapital Kasse kreditoren Post Darlehensschuld Bankguthaben hypotheken Debitoren Vorrat Instrumente Vorrat Noten Vorrat CDs Eigenkapital Anlagevermögen Eigenkapital Mobilien Fahrzeuge Immobilien Konto fehlend oder auf falscher Seite der Bilanz oder in der falschen Hauptgruppe: 2 Zwischensumme fehlend oder falsch, Bilanzsumme fehlend oder falsch: 2 Reihenfolge innerhalb UV und FK falsch: je Fehler 1 Punkt (Reihenfolge innerhalb der Vorratspositionen beliebig); fehlender oder fehlerhafter Bilanzkopf: 1 Punkt

4 4 wirtschaft und gesellschaft Buchhaltung 2. Kontenführung 14 Führen Sie das Kreditorenkonto der Einzelunternehmung J. Geier, Musikgeschäft, für den Monat April Tragen Sie bei jedem Geschäftsfall den korrekten Betrag in der Vorlage ein, schliessen Sie das Konto Ende April ab und eröffnen Sie dieses am 1. Mai wieder. Kreditorenkonto Datum Text Betrag soll haben Eröffnung (Anfangsbestand), CHF Unser Lieferant F. Rick schickt uns eine Rechnung von CHF für eine lieferung von Trompeten Wir schicken eine Trompete wegen eines Mangels zurück und erhalten eine Gutschrift von CHF (siehe ) Wir kaufen in der Garage ein neues Auto gegen Rechnung für CHF Wir begleichen unsere Restschuld bei f. Rick per Bank (vergleiche und ) Wir erhalten für unser neues Auto einen Rabatt von 10% (siehe ) Wir begleichen eine fällige Rechnung über chf unter Abzug von 2% Skonto per Bank. Verbuchen Sie den Skontoabzug und die Zahlung Abschluss Wiedereröffnung Korrekturanweisung: Je Zeile 1 Punkt für die korrekte Zahl in der korrekten Spalte. Zusätzliche für korrekte Prozentrechnungen: Geschäftsfall vom 28.04: 1 Punkt für den richtigen Betrag Geschäftsfall vom 29.04: 1 Punkt, sofern beide Beträge richtig berechnet Zusätzlicher Punkt in der Abschlusszeile: 1 Punkt für den korrekten Saldo

5 Wirtschaft und Gesellschaft Kaufmännisches Rechnen 5 Kaufmännisches Rechnen 3. Dreisatz-, Prozent- und Währungsrechnen Hinweise zu den Aufgaben 3 und 4: e Alle Teilaufgaben können unabhängig voneinander gelöst werden. e Bei jeder Aufgabe muss der Lösungsweg angegeben werden. e Wenn nichts anderes angegeben ist, runden Sie auf zwei Stellen nach dem Komma, bei CHF auf 5 Rappen. Korrekturhinweis: Rundungsfehler 1 Punkt, aber in den Aufgaben 3 und 4 zusammen maximal 2 Ein Kino in Basel verlangt von seinen Kundinnen und Kunden folgende Eintrittspreise: Normaleintritt chf 18. Eintritt für Kinder und Jugendliche CHF 14. a) Sandra, 21-jährig, geht pro Jahr 20-mal ins Kino. Lohnt sich in ihrem Fall der Kauf eines Jahresabonnements (unbeschränkte Anzahl Eintritte) für CHF 400. zuzüglich einer Gebühr von CHF 20.? Geben Sie zu Ihrer Rechnung einen kurzen Antwortsatz x 18 = 360 CHF (2 P) Antwortsatz: 20 Kinobesuche zum Normaleintritt sind billiger als der Erwerb des Jahresabonnements. (1 P) Lösungsweg: beliebig b) Das Kino bietet für Familien einen Spezialpreis von CHF 55. für zwei Erwachsene und zwei Kinder an. Welchen Rabatt in Franken und Prozenten gewährt der Kinobetreiber mit dem Familienpaket gegenüber dem Kauf von einzelnen Tickets? 3 Preis Familie ohne Familienpaket = = 64 (1 P) Rabatt in CHF = = 9 CHF (1 P) Rabatt in Prozenten: 9 64 x 100 = 14,06% (1 P)

6 6 wirtschaft und gesellschaft Kaufmännisches Rechnen c) Der Filmverleiher aus den USA erhält eine monatliche Gebühr in Höhe von CHF per Banküberweisung. Ermitteln Sie, welche Gutschrift der Verleiher in USD erhält, wenn die Überweisung von der Basler Kantonalbank vorgenommen wird und bei dieser die folgenden Kurse gelten: 5 Devisen noten Währung Abkürzung Kauf Verkauf Kauf Verkauf US-Dollar USD x = USD Korrekturhinweis: korrekter Kurs 2, Berechnung 3 4. Zinsrechnen Allen Teilaufgaben liegt die deutsche Zinsusanz zugrunde. a) Bestimmen Sie die Anzahl Zinstage bis (2) b) Ein Ehepaar nimmt im Jahr 2009 für 225 Tage einen Kredit auf. Ende Jahr belastet die Bank das Konto der Eheleute mit CHF für die fälligen 3% Zinsen. Wie hoch ist der von den Eheleuten aufgenommene Kredit? 3 K = ( x 100 x 360) (3 x 225) = CHF Korrekturhinweis: Korrekt in die Formel eingesetzt 2, Ausrechnung 1 Punkt

7 Wirtschaft und Gesellschaft Betriebskunde 7 Betriebskunde 5. Steuern 4 Kreuzen Sie nur die richtigen Aussagen an. Auf einem Lottogewinn von CHF 100. werden 35% Verrechnungssteuer abgezogen. Steuerprogression heisst, dass immer der gleiche Prozentsatz vom Einkommen besteuert wird. Die Mehrwertsteuer ist eine Konsumsteuer. Indirekte Steuern sind abhängig vom Einkommen. mx m mx m Korrekturhinweis: Je richtiger Zeile (mit oder ohne Kreuz) 1 Punkt 6. Umweltsphären 6 Ordnen Sie die folgenden Entwicklungen aus dem Umfeld eines Süssgetränkeherstellers durch Ankreuzen der richtigen Umweltsphäre zu. Entwicklung Technologische Umweltsphäre Soziale Umweltsphäre Ökonomische Umweltsphäre Ökologische Umweltsphäre a) Das Bundesamt für Gesundheit startet eine m m X m m Werbeaktion gegen zuckerhaltige Lebensmittel. b) Die Banken senken die Zinsen für Kredite. m m m X m c) Auf dem Markt ist eine neue Abfüllanlage erhältlich. m X m m m Korrekturhinweis: Je richtigem Kreuz 2

8 8 wirtschaft und gesellschaft betriebskunde 7. Versicherungen a) Anhand der Lohnabrechnung für den Monat April hat Hans Müller festgestellt, dass ihm für verschiedene Versicherungen total 14,85% vom Bruttolohn abgezogen worden sind. Geben Sie drei Versicherungen an, für die der Arbeitgeber einen Lohnabzug vorgenommen hat. Vervollständigen Sie dazu die Tabelle. Ein Beispiel ist bereits eingesetzt. 6 Abkürzung Ausgeschriebene Bezeichnung IV Invalidenversicherung AHV alters- und Hinterlassenenversicherung eo erwerbsersatzordnung ALV arbeitslosenversicherung An Stelle einer der oben angegebenen Versicherungen kann auch NBU und Nichtberufsunfallversicherung ODER PK und Pensionskasse eingesetzt werden. Jede vollständig korrekte Zeile ergibt 2.

9 Wirtschaft und Gesellschaft Betriebskunde 9 b) Ordnen Sie in den folgenden Beispielen die Versicherung zu, die für den entsprechenden Schaden aufkommen muss. Geben Sie die genaue Bezeichnung an, also z.b. nicht nur Haftpflicht, sondern welche Haftpflichtversicherung. 6 Ein rücksichtsloser Snowboarder rammt auf der Skipiste einen Skifahrer so stark, dass dieser einen Beinbruch erleidet. Versicherung: Privathaftpflichtversicherung Bei einem Sturz vom Fahrrad verletzt sich ein Lehrling und muss sich in ärztliche Behandlung begeben. Versicherung: NBU (Nichtberufsunfallversicherung) Unfallversicherung genügt nicht Beim Autofahren missachten Sie ein Vortrittsrecht und verursachen dadurch einen Auffahrunfall, bei dem zwei andere Fahrzeuge beschädigt werden. (Das eigene Fahrzeug erleidet keinen Schaden.) Versicherung: Motorfahrzeughaftpflichtversicherung Frau Müller besucht mit ihrem 6-jährigen Sohn ihre Nachbarin. Der 6-jährige Sohn zerschlägt dabei mit seinem Tennisball eine antike Vase. Versicherung: Privathaftpflichtversicherung Während Sie in den Ferien sind, wird in Ihre Wohnung eingebrochen. Verschiedene Gegenstände werden gestohlen. Versicherung: Hausrat- ODER Diebstahl- ODER Mobiliarversicherung Ein schweres Unwetter hat das Dach Ihres Hauses beschädigt. Zahlreiche Ziegel müssen ersetzt werden. Versicherung: Gebäudeversicherung Korrekturhinweis: Je richtiger Versicherung 1 Punkt, die angegeben Abkürzungen genügen.

10 10 wirtschaft und gesellschaft rechtskunde Rechtskunde 8. Verträge 9 Bearbeiten Sie die Rechtsfälle wie folgt: Beantworten Sie mit Hilfe der OR-Artikel im Anhang die folgenden Fragen mit Ja oder Nein und geben Sie jeweils eine kurze Begründung. Geben Sie den zutreffenden OR-Artikel an. 1. Ein Arbeitnehmer muss wegen eines Grossauftrags Überstunden leisten. m X Ja m Nein Da eine Kompensation mit Freizeit nicht möglich ist, zahlt ihm der Chef einen Zuschlag von 1 /3 des Lohnes. Ist das ausreichend, wenn es keine schriftliche Vereinbarung über die Bezahlung von Überstunden gibt? Begründung: (1 P) Zuschlag von einem Viertel (1 P) genügt bereits. (1 P) OR-Artikel: 321c (1 P) 2. Eine Arbeitnehmerin im zweiten Dienstjahr ist im sechsten Monat schwanger. m Ja m X Nein Die Arbeitgeberin kündigt ihr auf Ende des Monats mit einer zweimonatigen Kündigungsfrist. Ist das zulässig? Begründung: (1 P) Kündigung zur Unzeit, da Schwangerschaft (1 P) OR-Artikel: 336c (1 P) 3. Eine Mieterin ist mit ihrer Miete in Rückstand, die Vermieterin kündigt m Ja m X Nein mit sofortiger Wirkung. Ist das zulässig? (1 P) Begründung: Nachfrist von mindestens 30 Tagen nötig. (1 P) OR-Artikel: 257d (1 P)

11 Wirtschaft und Gesellschaft staatskunde 11 Staatskunde 9. Staatsgewalten und Parteien a) Ergänzen Sie die folgende Tabelle mit den entsprechenden Bundesbehörden. 4 Gewalt Behörde anzahl Sitze Exekutive Bundesrat 7 Legislative Nationalrat 200 Ständerat 46 b) Welche Partei stellt im Moment wie viele Bundesrätinnen / Bundesräte? Erstellen Sie eine Liste mit den Parteiabkürzungen und geben Sie für jede Partei die Anzahl der Vertreter/innen an. 5 Partei Anzahl Bundesräte FDP 2 SP 2 SVP 1 BDP 1 CVP 1 Korrekturhinweis: Je richtiger Zeile 1 Punkt

12 12 wirtschaft und gesellschaft Staatskunde c) Im Folgenden finden Sie Aussagen von drei politischen Parteien: FDP, SP und Grünen. Ordnen Sie die Aussagen der richtigen Partei zu! 3 Aussage Das Schliessen der vorhandenen Lücken im sozialen Netz ist nötig und möglich. Dabei denken wir insbesondere an die tendenziell Armen. Die Schweiz ist eines der reichsten Länder der Welt und kann sich eine gute Sozialpolitik leisten. Unsere Partei verfolgt eine Politik, die dem einzelnen Bürger die Freiheit zur persönlichen Entfaltung gibt, ihm aber auch ein hohes Mass an Eigenverantwortung überträgt. Schwerpunkte unserer Politik sind unter anderem: Ausstieg aus der Atomenergie, Klimaschutz, Biolandwirtschaft statt Gentechnik, Umlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene. partei SP FDP Grüne 10. Wahlverfahren und Volksrechte a) Bei der Wahl eines neuen Bundesrates gibt es 246 Stimmberechtigte. 7 legen ihren Wahlzettel leer ein und 5 Wahlzettel sind ungültig. Es gilt das absolute Mehr. Wie viele Stimmen muss der neue Bundesrat mindestens erhalten, um gewählt zu sein? Geben Sie den Lösungsweg an. 4 Eingelegte Wahlzettel 246 Leere Wahlzettel 7 ungültige Wahlzettel 5 = gültige Wahlzettel 234 Absolutes Mehr = 118 Korrekturhinweis: Je Fehler 1 Punkt

13 Wirtschaft und Gesellschaft staatskunde 13 b) Ergänzen Sie die Lücken im untenstehenden Text zu den Wahlverfahren und Mehrheiten. 3 Das Beim Proporz Majorz -verfahren wird auch als Verhältniswahl bezeichnet. -verfahren ist dagegen häufig ein zweiter Wahlgang nötig. Wenn es bei einer Wahl genügt, mehr Stimmen, als der beste Konkurrent oder die beste Konkurrentin erhalten zu haben, dann spricht man vom relativen Mehr.

14 14 wirtschaft und gesellschaft anhang Anhang OR-Artikel zu Aufgabe 8 (Seite 10) 3. Zahlungstermine Art 257c Der Mieter muss den Mietzins und allenfalls die Nebenkosten am Ende jedes Monats, spätestens aber am Ende der Mietzeit bezahlen, wenn kein anderer Zeitpunkt vereinbart oder ortsüblich ist. 4. Zahlungsrückstand des Mieters Art 257d 1 Ist der Mieter nach der Übernahme der Sache mit der Zahlung fälliger Mietzinse oder Nebenkosten im Rückstand, so kann ihm der Vermieter schriftlich eine Zahlungsfrist setzen und ihm androhen, dass bei unbenütztem Ablauf der Frist das Mietverhältnis gekündigt werde. Diese Frist beträgt mindestens zehn Tage, bei Wohn- und Geschäftsräumen mindestens 30 Tage. 2 Bezahlt der Mieter innert der gesetzten Frist nicht, so kann der Vermieter fristlos, bei Wohn- und Geschäftsräumen mit einer Frist von mindestens 30 Tagen auf Ende eines Monats kündigen. IV. Überstundenarbeit Art 321c 1 Wird gegenüber dem zeitlichen Umfang der Arbeit, der verabredet oder üblich oder durch Normalarbeitsvertrag oder Gesamtarbeitsvertrag bestimmt ist, die Leistung von Überstundenarbeit notwendig, so ist der Arbeitnehmer dazu soweit verpflichtet, als er sie zu leisten vermag und sie ihm nach Treu und Glauben zugemutet werden kann. 2 Im Einverständnis mit dem Arbeitnehmer kann der Arbeitgeber die Überstundenarbeit innert eines angemessenen Zeitraumes durch Freizeit von mindestens gleicher Dauer ausgleichen. 3 Wird die Überstundenarbeit nicht durch Freizeit ausgeglichen und ist nichts anderes schriftlich verabredet oder durch Normalarbeitsvertrag oder Gesamtarbeitsvertrag bestimmt, so hat der Arbeitgeber für die Überstundenarbeit Lohn zu entrichten, der sich nach dem Normallohn samt einem Zuschlag von mindestens einem Viertel bemisst.

15 Wirtschaft und Gesellschaft Anhang Kündigung zur Unzeit a. durch den Arbeitgeber art 336c 1 Nach Ablauf der Probezeit darf der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis nicht kündigen: a. während die andere Partei schweizerischen obligatorischen Militär- oder Schutzdienst oder schweizerischen Zivildienst leistet, sowie, sofern die Dienst - leistung mehr als elf Tage dauert, während vier Wochen vorher und nachher; b. während der Arbeitnehmer ohne eigenes Verschulden durch Krankheit oder durch Unfall ganz oder teilweise an der Arbeitsleistung verhindert ist, und zwar im ersten Dienstjahr während 30 Tagen, ab zweitem bis und mit fünftem Dienstjahr während 90 Tagen und ab sechstem Dienstjahr während 180 Tagen; c. während der Schwangerschaft und in den 16 Wochen nach der Niederkunft einer Arbeitnehmerin; d. während der Arbeitnehmer mit Zustimmung des Arbeitgebers an einer von der zuständigen Bundesbehörde angeordneten Dienstleistung für eine Hilfsaktion im Ausland teilnimmt. 2 Die Kündigung, die während einer der in Absatz 1 festgesetzten Sperrfristen erklärt wird, ist nichtig; ist dagegen die Kündigung vor Beginn einer solchen Frist erfolgt, aber die Kündigungsfrist bis dahin noch nicht abgelaufen, so wird deren Ablauf unterbrochen und erst nach Beendigung der Sperrfrist fortgesetzt. 3 Gilt für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses ein Endtermin, wie das Ende eines Monats oder einer Arbeitswoche, und fällt dieser nicht mit dem Ende der fortgesetzten Kündigungsfrist zusammen, so verlängert sich diese bis zum nächstfolgenden Endtermin.

16 16 notenskala N note , , , , ,

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