Das Ich-bin-ich-Programm
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- Charlotte Morgenstern
- vor 10 Jahren
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1 Das Ich-bin-ich-Programm Selbstwertstärkung im Kindergarten Das Programm basiert auf dem Salutogenese-Modell von Aaron Antonovsky und fördert das Selbstwert- und Zugehörigkeitsgefühl von Kindern. Eine Eisbärin und ein Elefant begleiten die Kinder während der Ich bin ich - Tage. Sie üben gemeinsam, die eigenen Stärken zu erkennen und zu nutzen, mit der eigenen Person und den anderen Kindern rücksichtsvoll umzugehen sowie Konflikte gewaltfrei zu lösen. Zielstellung Förderung eines positiven Selbstwertgefühls und des Wohlbefindens der Kinder. Förderung des Zugehörigkeitsgefühls, des Sich-Wohlfühlens in der Gruppe. Erwerb von Konfliktlösefähigkeiten und Stressbewältigungsstrategien, um Belastungen besser bewältigen zu können. Inhalt Das Programm besteht aus acht Modulen mit jeweils zwei bis sechs Gesundheitstagen. Jeder Tag kann nach Ermessen der Erzieherin geplant werden; in der Regel nimmt er ein bis zwei Stunden in Anspruch. Modul 1: Körpererfahrung und Entspannung Ziele: Einführung in das Programm; Kennen lernen der Rituale; Erproben erster Entspannungsübungen; Bewunderung des menschlichen Körpers; Erkennen der Einmaligkeit jedes einzelnen Kindes. Motto: Mein Körper ist mein Haus und darin fühle ich mich wohl. Tag 1: Unser Ich-bin-ich-Tag (Einführung) Tag 2: Ich entspanne mich Tag 3: Meine Hände und meine Füße Tag 4: Das bin ich.
2 Modul 2: Bewegung Ziele: Erleben des Wertes von Bewegung für das Wohlbefinden; Erfahren der Wirkung von Berührung am eigenen Körper; Ausprobieren verschiedener Bewegungsformen und Rhythmen; Spüren der Körperreaktion beim Tanzen. Motto: Ich bin fit und stark. Tag 1: Die Reise nach Afrika Tag 2: Die Reise zum Nordpol Tag 3: Bei Emil zu Hause Tag 4: Die Reise mit dem Heißluftballon. Modul 3: Kommunikation Ziele: Erlernen und üben des aktiven Zuhörens; Entwicklung von Kommunikationsfähigkeiten. Motto: Wir sprechen und spielen gern miteinander. Tag 1: Ich höre dir zu Tag 2: Ich vertraue dir. Modul 4: Kreatives Spielen Ziele: (Wieder)entdecken von Freude an Kinderspielen als Alternativen zum Fernsehen; Anregen der Fantasie und die Umsetzung eigener Spielideen. Motto: Was wir alles spielen können, um Spaß zu haben. Tag 1: Mein Teich Tag 2: Wir denken uns ein neues Spiel aus. Modul 5: Selbstreflexion Ziele: Erkennen und Nutzen der eigenen Stärken; Wahrnehmen der Einzigartigkeit jedes Kindes; Reflektieren über die eigene Familie und auseinandersetzen mit der Vielfalt von Familienformen und Familienkulturen. Motto: Ich bin Ich. So wie ich bin, bin ich okay. Tag 1: So bin ich Tag 2: So bin ich, so bist du Tag 3: Ich und meine Familie (Teil I) Tag 4: Ich und meine Familie (Teil II).
3 Modul 6: Gefühle Ziele: Wahrnehmen eigener Gefühle; Erkennen und respektieren der Gefühle anderer Kinder; Erleben unterschiedlicher Gefühle und reflektieren über deren Bedeutung; Herausarbeiten der Akzeptanz aller Gefühle. Motto: Ich erkenne und achte meine und deine Gefühle. Tag 1: Ich bin glücklich Tag 2: Ich bin traurig Tag 3: Ich bin wieder glücklich Tag 4: Die Welt der Gefühle Tag 5: Manchmal habe ich Angst Tag 6: Alle meine Gefühle sind wichtig, aber nicht alle sind schön. Modul 7: Konflikte und Konfliktlösung Ziele: Erproben von unterschiedlichen Konfliktlösungen; Äußern von Gefühlen bei Konflikten; Erkennen der Folgen von Gewalt und das Üben von gewaltfreien Lösungen. Motto: Jeder ist anders. Ich akzeptiere dich so, wie du bist. Tag 1: Lass mich spielen Tag 2: Ich kann das besser Tag 3: Sei nicht so gemein Tag 4: Tu mir nicht weh. Modul 8: Ernährung Ziele: Entwicklung von Bewusstsein über das eigene Essverhalten; Austausch über Essgewohnheiten; Erarbeiten des Zusammenhangs von Essverhalten und Wohlbefinden; Erleben von Freude am gemeinsamen Essen. Motto: Wir essen gern gemeinsam, und wir essen viel Obst und Gemüse. Tag 1: Was ich gerne esse Tag 2: Wir essen und feiern gerne gemeinsam. Organisation und Durchführung Das Programm ist vor allem für Kinder zwischen fünf und sieben Jahren, die in ein bis zwei Jahren eingeschult werden, konzipiert. Das Programm stellt Ablaufpläne und die dazu benötigten Materialien bereit. Die Vorschläge sollen eine Anregung sein, sie können jederzeit nach eigenen Ideen und Vorstellungen modifiziert werden. Die einzelnen Gesundheitstage sind so vorbereitet (Arbeitsblätter, Kopiervorlagen, Abbildungen), dass keine spezifische Qualifizierung notwendig ist. Der Verein KESS e.v. bietet jedoch für Erzieher/innen und Lehrer/innen Unterstützung an ( (e) kinder.de).
4 Rituale sind ein wichtiger Bestandteil der Ich bin Ich -Tage. Dazu gehören: Die regelmäßige Durchführung (möglichst einmal pro Woche) Die beiden Projektmaskottchen der Elefant und die Eisbärin Das Projektlied Die Entspannungsübung Abschiedsritual Das kleine Tschüss Die Gesundheitsmappe Während der Ich bin Ich -Tage wird die Kommunikation der Kinder untereinander gefördert. Ein wichtiges Ziel ist dabei die Unterstützung von Selbsttätigkeit und Selbsterfahrung, so sind z.b. Rollenspiele in den Ablauf eingebaut, damit sich die Kinder in die zu behandelnde Situation oder in andere Personen hineinversetzen können. Insgesamt soll das Programm von positiven Gefühlen begleitet sein, um das Vertrauen der Kinder in die eigenen Möglichkeiten zu stärken und den Lernerfolg zu unterstützen. Eltern werden als Partner gebraucht, die Zielstellung des Förderprogramms kann am besten in gemeinsamer Arbeit erreicht werden. Der Elternkurs Ohne Eltern geht es nicht kann begleitend zum Kinderprogramm den Eltern angeboten werden. Dazu bietet KESS e.v. Moderatorenschulungen an. Literaturtipps Antonovsky, A. (1997). Salutogenese. Zur Entmystifizierung der Gesundheit. Tübingen: dgvt- Verlag. Krause, Ch./Hannich, H.-J./Stückle, C./Widmer, C./Rohde, C./ Wiesmann, U. (2000). Selbstwert stärken - Gesundheit fördern: Unterrichtsvorschläge für das 1. und 2. Schuljahr. Donauwörth: Auer. Krause, Ch./Stückle, C./Widmer, C./ Wiesmann, U. (2001). Selbstwert stärken Gesundheit fördern. Unterrichtsvorschläge für das 3. und 4. Schuljahr. Donauwörth: Auer. Krause, Ch./Wiesmann, U./Hannich, H.-J. (2004). Subjektive Befindlichkeit und Selbstwertgefühl von Grundschulkindern. Lengerich: Pabst Science Publishers. Krause, Ch. (2009). Das Ich-bin-ich-Programm. Selbstwertstärkung im Kindergarten mit Pauline und Emil. Berlin: Cornelsen Scriptor. Unter Mitarbeit von Greco, S./Pütt- Ivetic,L./Schneevoigt, R./Walczyk., J. Krause, Ch./Lorenz, R.-F. (2009). Was Kindern Halt gibt. Salutogenese in der Erziehung. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. Krause, Ch. (2011). Mit Blick auf die Ressourcen. Selbstwertstärkung für Kinder. klein&groß, 02-03/11, Krause, Ch. (2012). Wie erfolgreich ist Gesundheitsförderung in Bildungseinrichtungen? Implementierung und Evaluierung von Gesundheitsförderprogrammen für Kindergarten
5 und Grundschule. Göttinger Beiträge zur erziehungswissenschaftlichen Forschung, Nr. 33, Pädagogisches Seminar der Georg-August-Universität Göttingen. Krause, Ch. (2012). Ohne Eltern geht es nicht! Handbuch zur Durchführung eines Elternkurses im Rahmen von Gesundheitsförderung. 2.überarb. Auflage. Heckenbeck: Verlag Gesunde Entwicklung.
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Ich bleibe cool UND ZEIGE DIR MEINE KALTE SCHULTER! Einführung: Jeder Schüler demonstriert der Klasse kurz seine kalte Schulter 4. Sozialform: Einzelarbeit Technik: Zeichnen und freies Schreiben Aufgabe:
