Inklusion am Berufskolleg
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- Lilli Eberhardt
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1 Inklusion am Berufskolleg Schuljahr Inklusion bedeutet, die Partizipation eines jeden einzelnen Individuums im Rahmen seiner Fähigkeiten und Ressourcen in einer subjektzentrierten Bildungsplanung und -umsetzung im Sozialraum anzustreben.
2 Was ist sonderpädagogischer Förderbedarf? Sonderpädagogischer Förderbedarf liegt dann vor, wenn die allgemeine Schule trotz zusätzlicher differenzierender Maßnahmen nicht in der Lage ist, auf die Lernbedürfnisse einzelner Schülerinnen und Schüler einzugehen und deshalb zusätzlich gezielte Maßnahmen zur Diagnostik, Intervention und Evaluation erforderlich sind." (U. Heimlich, Joachim Kahlert (Hrsg.), Inklusion in Schule und Unterricht, S. 19) Sonderpädagogischer Förderbedarf umschreibt somit individuelle Förderbedürfnisse in der Erziehung und im Unterricht. Sonderpädagogischer Förderbedarf wird von unterschiedlichen Faktoren bestimmt und ist vielfältig beeinflussbar. Körperliche oder kognitive Beeinträchtigungen und Behinderungen sowie soziale und wirtschaftliche Belastungen und Benachteiligungen können zu Verzögerungen oder Einschränkungen in der Entwicklung führen und einen sonderpädagogischen Förderbedarf zur Folge haben. Sonderpädagogischer Förderbedarf ist individuell unterschiedlich ausgeprägt und kann immer in einem oder mehreren n vorliegen.
3 Erster Teil Sonderpädagogischer Förderung 1. Abschnitt Grundlagen Änderungen in der AO-SF 2 Orte und Schwerpunkte der sonderpädagogischen Förderung (1) Orte der sonderpädagogischen Förderung sind 1. die allgemeinen Schulen (allgemeinbildende Schulen und Berufskollegs), (2) Schwerpunkte der sonderpädagogischen Förderung sind 1. Lernen ( 4 Absatz 2), 2. Sprache ( 4 Absatz 3), 3. Emotionale und soziale Entwicklung ( 4 Absatz 4), 4. Hören und Kommunikation ( 7), 5. Sehen ( 8), 6. Geistige Entwicklung ( 5), 7. Körperliche und motorische Entwicklung ( 6).
4 Lern- und Entwicklungsstörungen ( 4 Absatz 1) Exkurs Lernen Sprache Emotionale und soziale Entwicklung sind erhebliche Beeinträchtigungen im Lernen, in der Sprache sowie in der emotionalen und sozialen Entwicklung sie bedingen oder verstärken sich häufig wechselseitig können zu einen Bedarf in mehr als einem dieser führen
5 Förderschwerpunkt Lernen ( 4 Absatz 2) Exkurs...ein Bedarf steht, wenn Lern- und Leistungsausfälle schwerwiegender, umfänglicher und langandauernder Art sind Lernschwierigkeiten (exemplarisch): in der Aneignung u. Durchdringung, im behalten u. speichern in der Vernetzung u. Transfer
6 Förderschwerpunkt Sprache ( 4 Absatz 3) Exkurs...ein Bedarf besteht, wenn Störungsbilder (exemplarisch): der Gebrauch der Sprache nachhaltig gestört und mit erheblichen subjektiven Störungsbewusstsein sowie Beeinträchtigung in der Kommunikation verbunden ist Sprech-/ Sprachstörung Stimmstörung Redestörung Kommunikationsstörung
7 Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung ( 4 Absatz 4) Exkurs...ein Bedarf besteht, wenn sich ein Schüler der Erziehung so nachhaltig verschließt oder wiedersetzt, dass er im Unterricht nicht gefördert werden kann die eigene Entwicklung oder die der Mitschüler gestört oder gefährdet wird
8 Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung ( 5 ) Exkurs...ein Bedarf besteht, wenn das schulische Lernen im Bereich der kognitiven Funktionen und in der Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit dauerhaft und hochgradig beeinträchtigt ist Äußerungsformen (exemplarisch): unterdurchschnittliche Verarbeitung kognitiver Prozesse Probleme in der sozialen Adaption
9 Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung ( 6 ) Exkurs...ein Bedarf besteht, bei erheblichen Funktionsstörungen des Stütz- und Bewegungssystems, Schädigung von Gehirn, Rückenmark, Muskulatur oder Knochengerüst Phänomenologie (exemplarisch): Epilepsie Cystische Fibrose (Mukoviszidose) Fehlfunktion von Organen oder schwerwiegenden psychischen Belastungen infolge andersartigen Aussehens
10 Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation ( 7 Abs. 1 bis 3 ) Exkurs...ein Bedarf besteht, wenn das schulische Lernen beeinträchtigt wird auf Grund von Gehörlosigkeit Schwerhörigkeit Phänomenologie (exemplarisch): Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung erhebliche Beeinträchtigung in der Sprech- und Sprachentwicklung, im kommunikativen Verhalten und im Lernverhalten
11 Förderschwerpunkt Sehen ( 8 Abs. 1 bis 3 ) Exkurs...ein Bedarf besteht, wenn das schulische Lernen beeinträchtigt wird auf Grund von Blindheit Sehbehinderung
12 Erster Teil Sonderpädagogischer Förderung 3. Abschnitt Gemeinsame Bestimmungen für die Bildungsgänge Änderungen in der AO-SF 19 Verfahren und Förderung in der Sekundarstufe II (1) Sonderpädagogische Förderung aufgrund eines Verfahrens nach den 11 bis 15 endet spätestens 1. mit dem Ende der Vollzeitschulpflicht oder 2. nach einem Schulbesuch von mehr als zehn Schuljahren mit dem Erwerb eines nach dem zehnten Vollzeitschuljahr vorgesehenen Abschlusses, soweit in den folgenden Absätzen nichts anderes bestimmt ist.
13 Erster Teil Sonderpädagogischer Förderung 3. Abschnitt Gemeinsame Bestimmungen für die Bildungsgänge Änderungen in der AO-SF 19 Verfahren und Förderung in der Sekundarstufe II (2) Im Förderschwerpunkt Lernen und Emotionale und soziale Entwicklung entscheidet die Schulaufsichtsbehörde über einen Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in der Sek II allein dann, wenn die Schülerin oder der Schüler nach der Wahl der Eltern ein Berufskolleg als Förderschule besuchen soll
14 Erster Teil Sonderpädagogischer Förderung 3. Abschnitt Gemeinsame Bestimmungen für die Bildungsgänge Änderungen in der AO-SF 19 Verfahren und Förderung in der Sekundarstufe II (3) Die sonderpädagogische Förderung (Lernen und Emotionale und soziale Entwicklung) endet in BK s mit der Schulpflicht in der Sek II Ausnahme: bei Teilnahme an einer von der Bundesagentur für Arbeit bewilligten Rehabilitationsmaßnahme zum Erwerb eines ersten Berufsabschluss in einem Berufsausbildungsverhältnis besucht der Schüler, die Schülerin weiterhin ein BK ein Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung gilt als festgestellt ein Verfahren nach findet nicht statt
15 Erster Teil Sonderpädagogischer Förderung 3. Abschnitt Gemeinsame Bestimmungen für die Bildungsgänge Änderungen in der AO-SF 19 Verfahren und Förderung in der Sekundarstufe II (4) Beim förmlich festgestellten Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung wird ohne neues Verfahren sonderpädagogisch gefördert solange Schulpflicht besteht oder die Berechtigung zum Besuch einer Schule nach 19 Abs. 9 SchG NRW erfolgt die Beschulung bis zu drei Jahren in der AV der Schulbesuch dient als Vorbereitung auf eine Erwerbstätigkeit eine Förderung erfolgt solange ein Berufsausbildungsverhältnis besteht
16 Erster Teil Sonderpädagogischer Förderung 3. Abschnitt Gemeinsame Bestimmungen für die Bildungsgänge Änderungen in der AO-SF 19 Verfahren und Förderung in der Sekundarstufe II (5) Beim förmlich festgestellten Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation, Sehen, Körperlich und motorische Entwicklung wird ohne neues Verfahren sonderpädagogisch gefördert solange ein Berufsausbildungsverhältnis besteht, das sie oder er nach dem Ende der Schulpflicht begonnen hat.
17 Erster Teil Sonderpädagogischer Förderung 3. Abschnitt Gemeinsame Bestimmungen für die Bildungsgänge Änderungen in der AO-SF 19 Verfahren und Förderung in der Sekundarstufe II (6) Für die Beendigung der sonderpädagogischen Förderung oder den Wechsel des Förderschwerpunkts in der Sekundarstufe II gilt 18. Werden bei den n Hören und Kommunikation, Sehen, Körperlich und motorische Entwicklung Anhaltspunkte für einen Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung erstmals zu Beginn oder während der Zeit des Schulbesuchs in der Sekundarstufe II festgestellt, ist gemäß den 11 bis 16 zu verfahren.
Verfahren und Förderung in der Sekundarstufe II ( 19 Ausbildungsordnung Sonderpädagogische Förderung)
Absatz 1 (1) Sonderpädagogische Förderung aufgrund eines Verfahrens nach den 11 bis 15 endet spätestens 1. mit dem Ende der Vollzeitschulpflicht oder 2. nach einem Schulbesuch von mehr als zehn Schuljahren
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