Funktionale GUI-Programmierung in Haskell mit Grapefruit
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- Kevin Kerner
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1 Funktionale GUI-Programmierung in Haskell mit Grapefruit Brandenburgische Technische Universität Cottbus Lehrstuhl Programmiersprachen und Compilerbau Haskell in Leipzig 2, Juli 2007
2 GUI-Programmierung in Haskell Grapefruit GUI-Programmierung in Haskell heute in der Praxis imperative Bibliotheken mit etwas funktionalem Flair: Gtk2Hs wxhaskell und andere daher nur unzureichende Nutzung der Vorteile von Haskell
3 GUI-Programmierung in Haskell Grapefruit Rein funktionale GUI-Programmierung Forschung zu rein funktionaler GUI-Programmierung seit über 15 Jahren viele Bibliotheken: fortschrittliche Konzepte umgesetzt i.a. nicht für den produktiven Einsatz geeignet viele Projekte auch wieder eingeschlafen
4 Grapefruit-Entwicklungsziele GUI-Programmierung in Haskell Grapefruit Aufgreifen bewährter Ideen und Entwicklung neuer Techniken Praxistauglichkeit natives Look-and-Feel Plattform für Forschung zu Spezifikation und Verifikation grafischer Oberflächen
5 Eckdaten zur Entwicklung GUI-Programmierung in Haskell Grapefruit Entwicklung seit Ende Februar 2007 an der BTU Cottbus derzeitige Entwickler: (wissenschaftlicher Mitarbeiter) Matthias Reisner (Student) momentaner Stand: zentrale Konzepte umgesetzt noch sehr kleine Auswahl an GUI-Komponenten
6 Architektur Einführung GUI-Programmierung in Haskell Grapefruit Anwendung Gtk2Hs-Adapter Grapefruit-Kern Gtk2Hs GTK+ Nutzung des Gtk2Hs-Toolkits als Basis Trennung von allgemeinem und toolkitspezifischem Code (Portierung auf andere Toolkits geplant)
7 Beispiel: Mastermind TM -ähnliches Spiel Codebreaker 1243 Add Hinzufügeknopf aktiv, wenn gültige Kombination im Eingabefeld beim Drücken dieses Knopfes Einfügen der Kombination in die Versuchsliste Anzeige stellt immer Versuche zusammen mit Feedbacks dar Spielfeld ist aktiv, wenn die Versuchsliste nicht den Code enthält
8 GUI-Programmierung in Grapefruit zeitliche Abläufe als First-Class-Objekte: Ereignisströme Signale Netzwerke miteinander kommunizierender GUI-Komponenten: Arrows Effizienz durch datengetriebene Implementierung
9 Ereignisströme Einführung Definition Ein Ereignisstrom ist eine Folge von Ereignissen, wobei folgendes gilt: Intuition Jedes Ereignis tritt zu einer bestimmten Zeit auf. Jedes Ereignis transportiert einen Wert. data EventStream value = EventStream [(Time, value)]
10 Funktionen zur Arbeit mit Ereignisströmen (Auswahl) mempty :: EventStream value mappend :: EventStream value EventStream value EventStream value fmap filter scan :: (value1 value2) (EventStream value1 EventStream value2) :: (value Bool) (EventStream value EventStream value) :: accu (accu eventvalue accu) (EventStream eventvalue EventStream accu)
11 Signale Einführung Definition Ein Signal ist eine Zuordnung von Werten zu Zeitpunkten, beschreibt also zeitabhängige Werte. Intuition data Signal value = Signal (Time value)
12 Funktionen zur Arbeit mit Signalen (Auswahl) signal :: value EventStream value Signal value ( $ ) :: (value1 value2) (Signal value1 Signal value2) lifta2 :: (value1 value2 value3) (Signal value1 Signal value2 Signal value3) sample :: EventStream () Signal value EventStream value
13 Arrows Einführung Intuition Arrows sind Komponenten mit je einer Eingabe und einer Ausgabe, welche miteinander vernetzt werden können, um neue Arrows zu formen.
14 Arrowklassen (Auswahl) für uns wichtige Arrowklassen: Basisklasse Arrow mit Methoden pure, ( ) und first Subklasse ArrowLoop mit Methode loop Zweck der Methoden: pure für Konstruktion effektloser Arrows ( ), first und loop für Konstruktion zusammengesetzter Arrows
15 Konstruktion zusammengesetzter Arrows first loop
16 Arrow-Syntax (vereinfacht) proc-ausdrücke für komfortable Konstruktion von Arrows: proc input do output 1 arrow 1 input 1.. output n arrow n input n returna output rec-blöcke zur Darstellung von Arrows mit Zyklen
17 Beispielcode: Eingabekomponente in Codebreaker (vereinfacht) proc () do guess guessinputfield () sendreq addbutton isok $ guess returna sample sendreq guess
18 Umsetzung dynamischer Oberflächen Dynamikkomponente: erhält zeitabhängige Collection von Komponenten als Eingabe enthält immer genau die Elemente der aktuellen Collection Probleme bei der Verwendung von Signalen: linearer Zeitaufwand für Aktualisierungen keine Elementidentitäten Lösung durch spezielle Containersignal-Typen: gegenwärtig für Listen implementiert: data ListSignal element
19 Erzeugung elementarer Listensignale Konstruktion durch Initalwert und Ereignisstrom mit Änderungen: listsignal :: [element ] EventStream (Change element) ListSignal element data Change element = Addition Int element Removal Int Move Int Int
20 Weitere Funktionen zur Arbeit mit Listensignalen (Auswahl) elem length :: element ListSignal element Signal Bool :: ListSignal element Signal Int reverse :: ListSignal element ListSignal element filter sort :: (element Bool) (ListSignal element ListSignal element) :: Ord element ListSignal element ListSignal element
21 Effizienz von Listensignalen Platzaufwand: O(1) bzw. O(n log n) Zeitaufwand: für Initialisierung: O(1) bzw. O(n log n) für Aktualisierung: O(1), O(log n) bzw. O ( ) log 2 n
22 Zusammenfassung problemnahe Beschreibung von Oberflächen: Beschreibung zeitlicher Abläufe als zentrales Konzept Arrows und Arrow-Syntax zur Beschreibung der Interaktion von Komponenten trotzdem effiziente Umsetzung: datengetriebene Implementierung
23 Ausblick Einführung größere Auswahl an Komponenten weitere Containersignaltypen weitere Adapter Model-View-Controller-Prinzip sich kontinuierlich verändernde Signale Grafik (animiert, ggf. interaktiv) Einbindung externer Objekte (z.b. Dateisystem) Klangsynthese
24 Schluss Einführung weiterführende Ressourcen: Grapefruit-Homepage unter Kontaktierung des Autors unter Danke für die Aufmerksamkeit! Fragen?
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