MORE-Programm der JKU
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- Silke Hochberg
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1 Linz, Dezember 2015 MORE-Programm der JKU 1. Zielsetzung Die Johannes Kepler Universität Linz beteiligt sich an der MORE-Initiative der UNIKO. 1 Durch MORE sollen Möglichkeiten geschaffen werden, dass Flüchtlinge mit Hochschulberechtigung Lehrveranstaltungen an Universitäten besuchen können, um ihre Sprachkenntnisse und Fähigkeiten weiterzuentwickeln verbunden mit dem Ziel, einen Zugang zu einem Studium zu eröffnen Angebot der JKU 3 An der JKU wurden im Wintersemester 52 More-Studierende aufgenommen. Für sie wurden zwei zusätzliche Deutschkurse eingerichtet, in einem Kurs wird auf A1-Niveau, also für AnfängerInnen, unterrichtet, in einem weiteren Kurs auf A2-Niveau, der bereits etwas fortgeschrittene Erkenntnisse voraussetzt. Der A1-Kurs wird von 26 Studierenden besucht, der A2- Kurs von 20. Sechs MORE- Studierende konnten bereits in weiterführende Deutschkurse aufgenommen werden. Für sie kann angenommen werden, dass sie bald das für ein Studium erforderliche Sprachniveau B2+ 4 erreichen. Abb. 1: Deutschniveau der MORE-Studierenden Für dieses Studium ist eine erneute Prüfung der Zulassung erforderlich, da für das MORE-Verfahren ein vereinfachtes Verfahren angewendet wurde. 3 Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf Ende November
2 Kursbegleitend können im Selbstlernzentrum 5 des Zentrums für Fachsprachen und Interkulturelle Kommunikation die Sprachkenntnisse vertieft werden. Auch die Universitätsbibliothek stellt - wie für alle Studierenden - Lern- und Unterrichtsmaterial im Präsenzbetrieb und online unentgeltlich zur Verfügung und bietet Lernräume an. 3. Sozio-Demographie der JKU MORE-Studierenden Der Großteil der JKU-MORE-Studierenden kommt aus den Kriegsgebieten Syrien, Irak und Afghanistan (siehe Abbildung 2). Etwa 60% sind bis 26 Jahre alt, die restlichen älter. Das Alter streut von 17 bis 39 Jahren. Das männliche Geschlecht dominiert, immerhin ist es aber gelungen, vier MORE-Studentinnen zu gewinnen. Abb. 2: Herkunftsland der MORE-Studierenden Die Mehrheit der MORE-Studierenden hat im Heimatland ein Studium begonnen oder abgeschlossen. 23 MORE-Studierende können bereits einen Hochschulabschluss vorweisen, dabei sehr häufig in naturwissenschaftlichen oder technischen Fächern, wie Computer Science. 17 haben mit einem Studium begonnen
3 4. Sozio-Demographie der JKU MORE-Studierenden Der Großteil der JKU-MORE-Studierenden kommt aus den Kriegsgebieten Syrien, Irak und Afghanistan (siehe Abbildung 2). Etwa 60% sind bis 26 Jahre alt, die restlichen älter. Das Alter streut von 17 bis 39 Jahren. Das männliche Geschlecht dominiert, immerhin ist es aber gelungen, vier MORE-Studentinnen zu gewinnen. Abb. 2: Herkunftsland der MORE-Studierenden Die Mehrheit der MORE-Studierenden hat im Heimatland ein Studium begonnen oder abgeschlossen. 23 MORE-Studierende können bereits einen Hochschulabschluss vorweisen, dabei sehr häufig in naturwissenschaftlichen oder technischen Fächern, wie Computer Science. 17 haben mit einem Studium begonnen. Universitätsabschluss, davon 23 Hochschulberechtigung / College 12 Computer Science/Computer Systems 4 Begonnenes Studium 17 / Informatic Engineering Business Administration / 2 Civil Engineering 2 Management Agrar Engineering 1 English Literature 2 Bank- und Versicherungswirtschaft 1 Wirtschaft 2 Biologie/Zoologie 1 Architektur 1 Economics 1 Arts and Humanities 1 English Literature 1 Astrophysik 1 Chemie 1 Computer Science 1 Engineering/Mechanik 1 Law 1 Industrial Engineering 1 Petrolium Engineering 1 Industrial Management 1 Physik 1 Internationale Wirtschaftsbeziehungen 1 Politikwissenschaften 1 Islam- und Arabischlehrer 1 Psychologie 1 Islamwissenschaften 1 Public Health 1 Journalismus 1 Geisteswissenschaften 1 Law 1 Gesamt 52 Maschinenbau 1 Mathematische Wissenschaften 1 Medizin 1 3
4 Entsprechend dem oberösterreichischen Integrationskonzept streuen die Wohnorte weit. Ein Studierender z.b. kommt aus Kopfing, einer von Arbing und ein weiterer reist von Haslach an der Mühl an. Bis auf einen Studenten befinden sich alle MORE- Studierenden in der Grundversorgung. D.h., dass sie ihren Lebensunterhalt ohne Unterkunft mit 165,- im Monat 6 bestreiten müssen. Nach Zukunftsplänen befragt, möchten die meisten baldmöglichst mit einem Studium beginnen. Abb. 3: Wohnort der MORE-Studierenden 5. Buddies Mitglieder der Johannes Kepler Universität (sowohl Studierende als auch MitarbeiterInnen) unterstützen MORE-Studierende als Buddies bei der Integration in den Unialltag, helfen beim Vertiefen der neu erworbenen Deutschkenntnisse und unternehmen gemeinsame Freizeitaktivitäten. Abb. 4: Buddy-Treffen am Abb. 5: Buddy-Treffen am
5 6. MORE-Team An der JKU hat sich ein ehrenamtliches JKU-More-Kernteam herausgebildet, das sich regelmäßig trifft und sich die anstehenden Aufgaben aufteilt. Dem Team gehören an: Dekan Johann Bacher, Katharina Ben Salah (Mitarbeiterin Lehr- und Studienservices), Alexander Grömmer (ÖH), Rebecca Haselbacher (Leiterin Lehr- und Studienservices), Markus Isack (ÖH), Prof. in Nicole Kronberger, Sonja Matzinger (Mitarbeiterin am Institut für Psychologie und Pädagogik), Isabella Ortner (Mitarbeiterin Lehr- und Studienservices), Prof. Reinhold Priewasser und Prof. in Erna Szabo. Das Team wird tatkräftig unterstützt vom Zentrum für Fachsprachen und Interkulturelle Kommunikation und der Universitätsbibliothek. 7. Spendenkonto Zur finanziellen Unterstützung der MORE-Studierenden wurde ein Spendenkonto eingerichtet. Das Spendenkonto lautet: MORE-Spendenkonto: "Spenden" IBAN: AT / BIC: RZOOAT2L Johann Bacher 5
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