Teamorganisation mit Primary Nursing
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- Horst Hase
- vor 9 Jahren
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1 Thorsten Bücker Teamorganisation mit Primary Nursing Ein systemischer Organisationsentwicklungsansatz im Krankenhaus
2 Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über abrufbar. ISBN-10: ISBN-13: Thorsten Bücker Schulstraße Westerkappeln Thorsten Bücker ist Krankenpfleger, Pflegefachkraft im mittleren Leitungsbereich und cand. Dipl.-Pflegewirt (FH). Neben seiner klinischen Leitungstätigkeit arbeitet er als freiberuflicher Dozent in der Aus-, Fort- und Weiterbildung und als Berater für Führungskräfte in der Pflege Schlütersche Verlagsgesellschaft mbh & Co. KG, Hans-Böckler-Allee 7, Hannover Alle Rechte vorbehalten. Das Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der gesetzlich geregelten Fälle muss vom Verlag schriftlich genehmigt werden. Die im Folgenden verwendeten Personen- und Berufsbezeichnungen stehen immer gleichwertig für beide Geschlechter, auch wenn sie nur in einer Form benannt sind. Ein Markenzeichen kann warenrechtlich geschützt sein, ohne dass dieses besonders gekennzeichnet wurde. Satz: PER Medien+Marketing GmbH, Braunschweig Druck und Bindung: Druckhaus»Thomas Müntzer«GmbH, Bad Langensalza
3 Inhalt Vorwort Der problemorientierte Ansatz Die neuen Rahmenbedingungen für Krankenhäuser Beitragssatzstabilität Finanzierungssystem der Krankenkassen Haushaltslage der Bundesländer DRG-Entgeltsystem Ein Lösungsweg aus dem Dilemma Literatur Theoretische (Vor)Überlegungen Der systemische Blick Einführung in die allgemeine Systemtheorie Zentrale Elemente der Systemtheorie Das Krankenhaus als»autopoietisches«system Die Teamorganisation Grundlegendes zur Aufbau- und Ablauforganisation Die (Aufbau)Organisation als soziales System Kommunikation über Strukturen: Teamorganisation Primary Nursing Prozessorganisation (Ablauforganisation) Primary Nursing: ein pflegerischer Prozess Literatur Organisationsentwicklung Grundsätzliche Überlegungen Systemische Organisationsentwicklung (OE) OE-Merkmale Grundelemente der OE Der systemische OE-Prozess Teamentwicklung als OE-Interventionsmaßnahme Teamentwicklung auf der Ebene des Subsystems Gruppe Teamentwicklung auf der Systemebene der Organisation Umsetzung der Teamentwicklung Literatur
4 Inhalt 4 Das Konzept der Teamorganisation mit Primary Nursing Konzeptdesign Begriff Aufbau- und Ablaufstrukturen Rolle Systemtheoretisches Pflegemodell für das Primary Nursing: Pflege nach Roy Theoretische Einführung in die Pflege nach Roy Der pflegerische Prozess nach Roy Zentrale Aufgabe: Pflegequalitätsentwicklung und Case Management in der Pflege Qualitätsentwicklung in der Pflege Pflegerisches Case Management Literatur Umsetzung des Konzeptes im Rahmen der Organisationsentwicklung im Krankenhaus Prozessbezogene Umsetzung nach Antoni Setting Vorphase Diagnosephase Entwicklungsphase (Evaluation) Stabilisierungsphase Projektmanagement Kostenanalyse Literatur Diskussion Nachteilige Faktoren Positive Faktoren Resümee Register
5 Vorwort Während einer mündlichen Prüfung im Studienfach Pflegemanagement an der KFH Osnabrück ist mir während einer interessanten und kontroversen Diskussion mit meinen Prüferinnen sehr deutlich geworden, wie wichtig jetzt neue Konzepte für Krankenhäuser sind, mit denen sich die innerbetrieblichen Systeme optimieren lassen. Krankenhäuser sind Dienstleistungsunternehmen. Sie müssen sich im DRG-System und hinsichtlich der gesetzlichen Qualitätsansprüche behaupten und sind zudem einer starken Konkurrenz ausgesetzt. Es ist für kein Krankenhaus einfach, eine Nische in diesem Markt zu finden und dauerhaft zu halten. Die neuen Anforderungen verunsichern aber alle Beteiligten und überfordern sie auch. Es herrscht ein gesteigerter Beratungsbedarf, dessen zentraler Punkt die Organisationsentwicklung pflegerischer bzw. interdisziplinärer Prozesse im Krankenhaus ist. Wichtig ist dabei, dass dies aus einer systemorientierten Betrachtungsweise heraus geschieht. Vor allem die Pflege muss jetzt ihren Beitrag leisten. In vielen Kliniken hat sich inzwischen gezeigt, dass unter ärztlichen und betriebswirtschaftlichen Einflüssen zwar Einsparungen und Umstrukturierungen (vor allem im Personalbereich) erfolgten. Aber diese Änderungen waren kurzfristig, linear und eher funktional, der Erfolg eher selten. Der hohe Kosten- und Leistungsdruck, der auf den Krankenhäusern lastet, zwingt zu einem Umdenken und zu einem mittel- bis langfristigen Erfolgsansatz. Genau hier kommt das Pflegemanagement ins Spiel. Hier können Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie im systemischen Kontext sowohl die Effizienz als auch die Effektivität verbessert werden können. Ein interessantes Konzept innerhalb der Organisationsentwicklung (OE) stellt die Teamorganisation mit Primary Nursing dar. Teamorganisation mit Primary Nursing ist ein interdisziplinäres Organisationsentwicklungskonzept. Medizin und Pflege haben ihren zentralen Stellenwert und bilden miteinander eine zukunftsweisende, prozessoffene und DRG-konforme Plattform. Dieses systemische Konstrukt kann u. a. von der Pflege initiiert und entwickelt werden. Über die Umsetzung berichtet dieses Buch. Es ist so aufgebaut, dass jeder Beitrag für sich gelesen werden kann. Über die Verknüpfung wird der Leser konzentrisch auf den Lösungsweg geführt. Für viele aus dem Bereich der Pflege, aber auch für die Mediziner ist dieser neue Ansatz der Teamorganisation befremdlich. Altbewährtes zählt nicht mehr, Rollen werden neu definiert. Die Vormachtstellung der Mediziner könnte schwinden. Doch der bisherige Weg kann im DRG-System nicht weiter verfolgt werden, in der klinischen Praxis muss ein Umdenken stattfinden, um auf die neuen Rahmenbedingungen flexibel reagieren zu können. Teamorganisation mit Primary Nursing ist ein solcher neuer Weg. 7
6 Vorwort Meiner Ehefrau, Britta Bücker, danke ich für ihre liebevolle Unterstützung. Ohne die gedanklichen Impulse und kritischen Reflexionen der Lehrkräfte der KFHN Osnabrück, Frau Professorin V. Koch, Frau Dozentin U. Schöniger sowie Herrn Professor Dr. P. Kaiser wäre diese Arbeit so nicht entstanden. Hier zeigt sich wieder einmal, dass ein (pflege)wissenschaftlicher Diskurs im Kontext des Pflegemanagements überaus fruchtbar sein kann. Westerkappeln, Mai 2006 Thorsten Bücker 8
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