Wundererde der Indios Terra preta

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1 SÜDWESTRUNDFUNK SWR2 Wissen Manuskriptdienst Wundererde der Indios Terra preta Autorin: Jantje Hannover Redaktion: Udo Zindel Regie: Felicitas Ott Sendung: Dienstag, 11. Oktober 2011, SWR2, 8.30 Uhr Bitte beachten Sie: Das Manuskript ist ausschließlich zum persönlichen, privaten Gebrauch bestimmt. Jede weitere Vervielfältigung und Verbreitung bedarf der ausdrücklichen Genehmigung des Urhebers bzw. des SWR. Mitschnitte auf CD von allen Sendungen der Redaktion SWR2 Wissen/Aula (Montag bis Sonntag 8.30 bis 9.00 Uhr) sind beim SWR Mitschnittdienst in Baden-Baden für 12,50 erhältlich. Bestellmöglichkeiten: 07221/ Kennen Sie schon das neue Serviceangebot des Kulturradios SWR2? Mit der kostenlosen SWR2 Kulturkarte können Sie zu ermäßigten Eintrittspreisen Veranstaltungen des SWR2 und seiner vielen Kulturpartner im Sendegebiet besuchen. Mit dem kostenlosen Infoheft SWR2 Kulturservice sind Sie stets über SWR2 und die zahlreichen Veranstaltungen im SWR2-Kulturpartner-Netz informiert. Jetzt anmelden unter 07221/ oder swr2.de SWR 2 Wissen können Sie ab sofort auch als Live-Stream hören im SWR 2 Webradio unter oder als Podcast nachhören:

2 Pieplow Wir sind hier in der Grundsatzabteilung des Bundesumweltministeriums im Referat Umwelt und Wirtschaft und in dem Zusammenhang beschäftige ich mich mit innovativen Ansätzen zum Schließen von Stoffkreisläufen, und bin dort vor paar ein Jahren auf dieses Phänomen der Terra preta gestoßen, der Terra preta do indio das ist portugiesisch und heißt übersetzt: Indianerschwarzerden, und Schwarzerden sind bekanntermaßen die fruchtbarsten Böden, die wir als Menschen kennen. Und das besondere an der Terra preta ist, dass es menschengemachte, fruchtbare Böden sind, die heute noch in Regionen des Amazonas existieren, obwohl das Wissen seit 500 Jahren verloren gegangen ist. Ansage: Wundererde der Indios Terra preta. Eine Sendung von Jantje Hannover. Ende des 19. Jahrhunderts hatten Forscher im Regenwald Amazoniens teils meterdicke fruchtbare Schwarzerden entdeckt Hinterlassenschaften der ebenso einfachen wie genialen Abfallwirtschaft prähistorischer Indianervölker. Die Funde waren weit mehr als archäologische Entdeckungen: Die Schwarzerde der Amazonas-Indianer könnte so denken Wissenschaftler heute zur Lösung der drängendsten Probleme der Menschheit beitragen: Schwarzerde speichert z.b. das Treibhausgas CO2 und wirkt damit dem Klimawandel entgegen. Sie stabilisiert den Wasser- und Nährstoffhaushalt von Böden und kann erodierte und nutzlos gewordene Äcker auf der ganzen Welt wieder fruchtbar machen. Damit kann Terra preta dazu beitragen, die derzeit sieben Milliarden Menschen auf der Erde zu ernähren. Und wenn man Wege fände, Schwarzerde im großen Stil herzustellen, könnte das die Abfallwirtschaft weltweit revolutionieren. Die Geschichte der Entdeckung von Terra preta beginnt mit einem haarsträubenden Abenteuer: Im Jahr 1541 quält sich ein bizarres Heer den Ostabfall der Anden, im heutigen Ecuador, herab: 350 gepanzerte spanische Reiter und Fußsoldaten, 4000 indianische Sklaven, Tausende Schweine als lebender Vorrat und eine Herde Lamas als Lasttiere. Vor ihnen dehnt sich der größte tropische Urwald der Erde: das Amazonasgebiet, noch gänzlich unentdeckt. Irgendwo dort soll das legendäre Goldland El Dorado liegen, so hatten gefangen genommene Indianer berichtet. Nach einer monatelangen Odyssee im Dschungel Amazoniens treffen die halb verhungerten Überlebenden auf einen riesigen Fluss. Unter unsäglichen Mühsalen bauen sie ein Schiff. Conquistador Francisco de Orellana übernimmt das Kommando, und knapp sechzig Getreue und er fahren als erste Europäer den Amazonas hinab, auf der ebenso wahnwitzigen wie fruchtlosen Suche nach dem sagenhaften Goldland. Der Dominikanermönch Gaspar de Carvajal notiert damals: Zitator: In der Nacht hörten wir Trommeln, es klang von weit her. Da war die Freude groß. Denn wir waren in bewohntes Land vorgedrungen und müssten nun nicht an Hunger sterben. Orellana behauptete nach seiner Rückkehr, er und seine Getreuen hätten an den Ufern Städte mit Hundertausenden von Einwohnern gesehen. Doch spätere Expeditionen fanden am Amazonas und seinen Nebenflüssen nirgendwo Spuren so großer 2

3 Siedlungen. Der Conquistador wurde von Zeitgenossen der Lüge bezichtigt. Und bis vor wenigen Jahrzehnten waren auch Wissenschaftler der Ansicht, dass es in tropischen Urwäldern unmöglich größere Ansiedlungen von Menschen gegeben haben kann. Wenn man den Regenwald so sieht, wie er im Fernsehen gezeigt wird, dann ist das eine wuchernde, üppige grüne Hölle, in Anführungszeichen, der Direktor des Botanischen Gartens in Berlin, Professor Albert-Dieter Stevens hat früher in Amazonien geforscht: Wenn man aber sich den Boden anguckt, auf dem dieser Urwald wächst, dann ist der absolut durchlässig für Nährstoffe, ein sehr sehr armer Boden aus alten mineralischen Gesteinen, die über Jahrmillionen verwittert sind, dort sind also kaum noch Nährstoffe, und wenn man diesen Regenwald abhackt und verbrennt, dann werden diese Nährstoffe, auch der Kohlenstoff, der in den Pflanzen gebunden ist, sofort ausgewaschen, der Boden ist wie ein Sieb. Ein Boden also, auf dem jeder Versuch, Gemüse oder Getreide anzubauen, schon nach wenigen Jahren scheitern muss. Keine gute Voraussetzung, um im Amazonasbecken große Städte zu errichten. Doch dann entdeckten Forscher Ende des 19. Jahrhunderts ausgerechnet hier Gebiete mit fruchtbarster Schwarzerde Terra preta. Manche dieser Fundstellen sind nur einen Hektar, andere bis zu 350 Hektar groß. Und überall in der Schwarzerde finden sich Tonscherben und Holzkohle Beweise menschlicher Ansiedlung. Zunächst vermuteten die Forscher, dass die Indianer sich einfach dort angesiedelt hatten, wo die fruchtbare Erde vorkam. Verschiedenste Theorien wurden erdacht, wie Terra preta auf natürliche Art entstanden sein könnte. Gleichzeitig zerbrachen sich Archäologen die Köpfe über die zahllosen Tonscherben im Boden: die Indianer hätten bei religiösen Ritualen Keramikgefäße zerschlagen, vermutete man. Andere dachten, die Scherben stammten von riesigen Urnenfeldern. Dann schließlich erkannten Wissenschaftler, dass Indianer die fruchtbare Erde selbst produziert hatten. Einer von ihnen war der Agraringenieur Alfons Krieger, der an der Urnentheorie Zweifel hatte: Krieger Das Merkwürdige ist, dass sie häufig unten ein Loch haben, und das war unsere Theorie, dass das so Art Kompostklos waren der Indios, wo sie ihre Abfälle rein geschmissen haben. Also 200 bis 300 Liter große Tongefäße, ein Deckel haben sie auch dazu gehabt, um auch ein Klo zu haben in der Wildnis, wo keine Tiere, keine Fliegen, keine Schlangen reinkommen. Unsere Theorie war, dass sie ein sehr gutes Abfallmanagementsystem hatten, direkt an der Hütte die Gefäße, Tatsächlich standen vor wohl jeder Hütte der großen, prähistorischen Siedlungen am Amazonas solche gewaltigen, amphorenartigen Tongefäße, in die die Indianer konsequent alle Abfälle warfen: Obst- und Gemüsereste, Muschelschalen, Knochen, Gräten, die Exkremente von Menschen und Tieren und dazu noch verkohlte 3

4 Holzstückchen aus den Feuerstellen. Wenn man Holzkohlestaub auf Kot oder verrottende Abfälle streut, so weiß man heute und so wusste man damals dann bindet das den Geruch. So haben die Amazonas-Indianer verhindert, dass die Gefäße in der tropischen Schwüle unerträglich stinken. Doch sie kannten gleich zwei Verfahren der Geruchsbindung, erzählt Haiko Pieplow: Aus der Analyse von historischen Landnutzungsmethoden weltweit sind wir darauf gekommen, das die Menschen schon seit Jahrhunderten ein anderes spannendes Verfahren nutzen zur Konservierung von Biomasse. Das ist die Milchsäurefermentierung. Wir kennen das in Deutschland als Sauerkrautherstellung. Fäkalien enthalten viele Milchsäurebakterien. In den Komposttoiletten der Amazonas- Indianer kam also unter Luftabschluss ein natürlicher Fermentationsprozess in Gang: Wenn man den Holzkohleeffekt plus die Milchsäurefermentierung zusammen denkt und damit experimentiert, wird man sehr schnell feststellen, dass es möglich ist, dadurch sehr fruchtbare Kultursubstrate zu erzeugen. Worum westliche Industrienationen seit Jahrzehnten ringen, nämlich Abfälle als Rohstoffe zu erkennen und wiederzuverwerten das war für die prähistorischen Kulturen Amazoniens offenbar selbstverständlich. Mit ihrem ebenso einfachen wie genialen System schafften sie es, all ihre Abfälle in fruchtbaren Boden zu verwandeln, und das ausgerechnet in einer Gegend, die von Natur aus extrem unfruchtbare Böden hat. Die reichen Ernten ihrer Terra preta, des schwarzen Goldes der Erde, hat den Indianervölkern wahrscheinlich einen Lebensstandard ermöglicht, von dem europäische Bauern des Mittelalters nur träumen konnten. Tragischer Weise gingen diese Völker dann durch Krankheiten zugrunde, die Europäer wie Francisco de Orellana und seine Gefährten eingeschleppt hatten. Doch mit ihrer Terra preta haben sie der heutigen Menschheit ein unschätzbares Erbe hinterlassen. Bis heute bauen Kleinbauern auf diesen Jahrtausende alten Böden Amazoniens Papayas, Bohnen, Reis und Maniok an, mit größerem Erfolg als auf den umliegenden, brandgerodeten Urwaldflächen. Der Bodenkundler Haiko Pieplow meint: Das Spannende für uns im Bundesumweltministerium ist eigentlich der Frage nachzugehen wie es möglich war, dass mit Zunahme der Bevölkerung auch die Bodenfruchtbarkeit zugenommen hat. Weil das ein wichtiger Aspekt für die Zukunft ist, denn bekanntermaßen wird die Weltbevölkerung wachsen, wir werden zunehmend in Städten leben. Dort wird sich eine der großen Herausforderungen stellen: wie können wir diese Menschen ernähren? Seit etwa zehn Jahren erforschen Wissenschaftler in Deutschland systematisch die fruchtbaren Schwarzerden Amazoniens. Der Boden- und Abwasserexperte Joachim Böttcher hat mittlerweile bereits ein industrielles Herstellungsverfahren für Terra preta 4

5 entwickelt und zum Patent angemeldet. Seine Firma PalaTerra verkauft ihre Schwarzerde-Produkte bisher vor allem an Privatleute in Rheinland-Pfalz, die damit ihre Gärten düngen und den Boden verbessern. Denn Terra preta speichert nicht nur Nährstoffe sondern auch Wasser: Böttcher Wir haben in den letzten Jahren herausgefunden, dass wir mit Terra preta in den Böden sehr, sehr gute Erfolge erzielen können, einmal natürlich für die Erträge auf der Fläche. Wir können also auf dem Quadratmeter relativ mehr produzieren, wir haben kürzere Vegetationsperioden, weniger Gefahr mit Dürren und Vorsommertrockenheit, also mit witterungsbedingten, klimabedingten Folgeerscheinungen. Das heißt also der Landwirt oder der Gartenbauer kann wesentlich sicherer, er kann mehr produzieren, und man könnte sogar dahin kommen, dass man neben den Nahrungsmitteln auch noch Energiepflanzen auf der gleichen Fläche herstellt, weil man effektiv weniger Fläche braucht um die Nahrungsmittel herzustellen. Terra preta unterscheidet sich von anderen Böden vor allem durch den hohen Anteil an Holzkohle. Sie entsteht, wenn Holz oder anderes, auch feuchtes Material wie Laub, Äste und Rasenschnitt, unter Luftabschluss verschwelt wird ein Verfahren, das man Pyrolyse nennt. Im Gegensatz zur Verbrennung bleibt bei der klimaschonenden Pyrolyse das in der Biomasse gespeicherte CO2 zu großen Teilen gebunden. Holzkohle verwittert kaum und ihre poröse Struktur ist im Boden sehr vorteilhaft, erklärt Haiko Pieplow: Pieplow: Das muss man sich so vorstellen, dass diese Poren wie ein Schwamm wirken, mit Wasser gefüllt sind, in diesem Wasser sich dann Nährstoffe an den Oberflächen der Holzkohle sich anlagern, dort wiederum so genannte Biorasen aufwachsen, das heißt Bakterien und Pilze, die dann wieder dafür sorgen, dass sehr viel Biomasse, sowohl tote wie lebendige, an diese Holzkohlepartikel gebunden werden. Diese Aktivierung bewirkt, dass die Biomasse dauerhaft im Boden erhalten bleibt. Forscher aus den USA und Australien haben bereits die "schwarze Revolution" ausgerufen. Sie rechnen vor, dass die Treibhausgas-Emissionen weltweit um zehn bis zwanzig Prozent gesenkt werden könnten, wenn ein Drittel der globalen Ernterückstände zu Holzkohle verschwelt würde. Terra preta ist deswegen für uns eine interessante Innovation, die möglicherweise die Landnutzung des 21 Jahrhunderts revolutionieren kann, weil es eines der wenigen Verfahren ist, mit dem man CO2 aus sphäre ziehen kann und langfristig im Boden einlagern kann. Die Firma PalaTerra hat ihren Sitz am Hengstbacherhof, einem Weiler im rheinlandpfälzischen Donnersbergkreis. 5

6 Daum: Hier befinden wir uns auf der weltweit ersten Palaterranalage, die Terra preta Substrat im industriellen Maßstab herstellen kann. Andree Daum ist Produktentwickler bei Palaterra. Sein Arbeitsplatz liegt etwas versteckt hinter einem zum Firmensitz umgebauten Bauernhaus. Die Palaterra- Produktionsanlage ist in einem Glasbau untergebracht, der an ein Gewächshaus erinnert. Anlagenführer Bernd Rahm versetzt gerade Rasenschnitt, Laub und gehäckselte Äste auf dem Platz vor der Anlage mit Holzkohle. In der Firma wurde lange herum probiert, aus welchen Materialien der Region sich die beste Terra preta herstellen lässt. Grünschnitt war das Ergebnis, sagt Andree Daum, also vor allem Gras und Äste. Daum: Grünschnitt aus einer kommunalen Grünschnitt-Sammelstelle hier aus der Gegend, also wenn Sie hier den Berg hinauf gucken, 500 m Luftlinie entfernt. Die prähistorischen Amazonas-Indianer benötigten nur amphorenförmige Tongefäße, um Terra preta herzustellen. In der industriellen Anlage am Hengstbacherhof durchlaufen die Rohstoffe vier Stadien in fünf verschiedenen Kammern, bis sie zu Schwarzerde werden. Andree Daum öffnet die Verschlusskappe eines Schlauchs und legt das Ende auf einen Haufen leicht verrotteter Äste und Blätter in der ersten der Kammern. Ein schwarzer Brei quillt heraus und verteilt sich auf dem Grünschnitt, der etwa hüfthoch aufgeschichtet ist. Der Schlamm Abfall aus einer Biogasanlage in der Nähe enthält Nährstoffe, der die Verrottung des Grünschnitts voran treibt: Daum: Dieser erste Prozessschritt dauert eine Woche, das ganze Material wird dann per Radlader in die Rottemiete gegeben. Während der so genannten Rotte in der zweiten Kammer geschieht dasselbe wie in einem Komposthaufen: Bakterien lassen die Biomasse verfaulen und vergären und dabei entsteht Hitze: Das hat eben den Zweck der Hygienisierung, dass keimfähige Samen und Pflanzenteile und Salmonellen und sonstige pathogene Keime abgetötet werden. 6

7 Dann werden die Mikroorganismen reingebracht, und das ganze Material per Radlader hier verdichtet in der Fermentationsmiete. Da ist eben wichtig, dass kein Sauerstoff im Fermentationskörper noch vorhanden ist, das Ganze wird wie eine Silage abgedeckt, dass anaerobe Bedingungen herrschen, Durch die Fermentation verwandelt sich die Biomasse innerhalb von zwei Wochen in ein erdähnliches Gemisch. Das muss jetzt nur noch getrocknet und gesiebt werden dann ist die moderne Terra preta fertig. Siebanlage Bernd Rahm wirft die Siebmaschine an klumpige, schwarze Brocken der Erde laufen über ein Förderband, grobe Teile werden aussortiert. Was fein genug ist, wird in Zehn- Liter Beutel verpackt und an Privatkunden verkauft oder an Forschungsinstitute, die damit experimentieren. Schon bald will PalaTerra auch Gartencenter beliefern, dafür ist bereits eine deutlich größere Anlage in Planung. Aber auch in der Bundeshauptstadt wird bereits Terra preta hergestellt. Im Herbst 2010 startete im Botanischen Garten in Berlin das erste Projekt, das Terra preta in der Praxis erproben soll. Unter der wissenschaftlichen Leitung der Freien Universität Berlin sollen die vielen Tonnen Pflanzenabfälle des Parks in fruchtbare Schwarzerde verwandelt werden, erklärt der Direktor des botanischen Gartens Albert-Dieter Stevens: Stevens: Dieses Projekt hat auch ganz direkt einen Bezug zum Erhalt unserer Natur, auch der Pflanzen, durch das Schließen von Stoffkreisläufen, die wir hier in diesem Modellprojekt untersuchen wollen. Der Botanische Garten hat große Mengen organisches Material, die jedes Jahr anfallen: das sind Blätter, das ist Grasschnitt, das sind Zweige, aus den Gewächshäusern und dem Freiland, das sind über Kubikmeter jedes Jahr. Der Botanische Garten gab bisher viel Geld aus, um die Kubikmeter Äste und Pflanzenreste, die jedes Jahr hier anfallen, abholen und deponieren zu lassen. Gleichzeitig mussten für weiteres, gutes Geld tonnenweise Gartenerden und Substrate zugekauft werden, um die Beete zu pflegen und zu düngen. Inzwischen steht im Keller des Wirtschaftsgebäudes eine kleine Anlage, um aus dem eigenen Grünschnitt Terra preta zu machen. Aber neben dem Kreislauf an Biomasse will man hier noch einen ganz anderen Kreislauf von tatsächlich globaler Bedeutung schließen den Kohlenstoffkreislauf, erklärt Professor Albert Dieter Stevens. Die Rohmaterialien für den Kompost enthalten auch CO2, Kohlenstoff, und die CO2 Problematik ist ja in aller Munde. Wir als Botanischer Garten haben uns auch als Ziel gesetzt, möglichst in naher Zukunft CO2 neutral zu werden, das heißt keine CO2 Überschüsse zu erzeugen, sondern wo möglich CO2 zu fixieren. Und das wird durch die Terra preta Technologie möglich sein, dazu beizutragen. 7

8 Terra preta speichert den Kohlenstoff dort, wo er hingehört: in den Böden statt in der sphäre. Amazonas-Indianer haben so bereits vor Hunderten von Jahren das praktiziert, was man inzwischen Kreislaufwirtschaft nennt. Und westliche Industrienationen können von der ebenso einfachen wie genialen Abfallwirtschaft der prähistorischen Völker vieles lernen. Bahnhof Am Hamburger Hauptbahnhof läuft seit wenigen Jahren ein Modellprojekt, das die Abwassersysteme weltweit revolutionieren könnte. So, wir sind in der Männertoilette, das sind wasserfreie Urinale, diese arbeiten mit einer Membrane. Wir fahren hier absolut wasserfrei, haben getrennte Leitungen, der Urin wird getrennt erfasst. Peter-Nils Grönwall arbeitet für die Hamburger Landesbehörde für Stadtentwicklung und Umwelt im Bereich Abwasser. Damit ist er auch für die Toilette zuständig, die unauffällig am Ausgang des Bahnhofs liegt. Auch beim großen Geschäft, erzählt er, wird in der Bahnhofstoilette Wasser gespart: Diese Toiletten, eine ist offen dort, hat eine 3,5 Liter Spülung, das ist auch sehr neu, wir sind die ersten, die das praktiziert haben, und das funktioniert bestens. Aus den Exkrementen der Bahnhofstoilette will man in Hamburg künftig Terra preta herstellen und weniger Spülwasser erleichtert die Trennung der Inhaltsstoffe. Dass man Trinkwasser durch Toiletten jagt, um Fäkalien und Urin zu kilometerweit entfernten Kläranlagen zu spülen, gilt vielen Experten heute als eine zivilisatorische Fehlentwicklung. Mit den Kläranlagen wollte man in den Sechzigerjahren die verseuchten Flüsse vor dem Umkippen bewahren, erklärt Abwasserexperte Joachim Böttcher: Die wurden überfrachtet mit Nährstoffen, teilweise auch mit Pestiziden, und dann hat man überlegt, wie löst man dieses Problem. Dann wurden erst die Kläranlagen gebaut, in Kläranlagen ist das eben so, dass da die Abwässer aller Art reinlaufen, das heißt in großen Einzugsgebieten haben wir da auch problematische Abwässer wie Schwermetalle, Medikamentenrückstände, Mikroschadstoffe usw., diese werden in den Kläranlagen mehr oder weniger nur vermischt. Bisher muss der nährstoffhaltige Schlamm aus Kläranlagen mit hohem Energieaufwand verbrannt und die Schlacke deponiert werden, weil sie mit Schadstoffen belastet ist. Gleichzeitig produzieren Chemiefirmen in energieaufwendigen Verfahren stickstoffhaltigen Kunstdünger ein Widersinn. 8

9 Wer effizient mit Ressourcen umgehen will, müsste den Schlamm aus Kläranlagen weitgehend schadstofffrei kriegen und zum Düngen nutzen. Dann wäre der Kreislauf geschlossen. Genau das ist die Motivation hinter dem Modellprojekt am Hamburger Hauptbahnhof. Peter-Nils Grönwall führt in den Untergrund: Wir befinden uns unter Straßenniveau, und rechts und links von diesen Anlagen werden Rolltreppen ja noch geführt, so hier ist das Herzstück. Wie Sie hören, läuft da ein Gerät, da oben ist der Kugelhahn, dort läuft das Abwasser, der Kugelhahn springt an, wenn Feststoffe kommen, trennt diese Feststoffe, die fallen hier in diesen Separator, und über diesen Separator wird das hier rein ins Fass geleitet und dort findet die Feststoffsammlung statt. Sprecher Damit Interessierte beobachten können, wie umweltfreundliche Sanitärsysteme funktionieren, sind die Abwasserrohre am Hamburger Hauptbahnhof zum Teil aus Glas. Reste von Toilettenpapier rauschen vorbei, die feste Fracht wurde schon zuvor durch den Kugelhahn abgeschieden. Das Projekt wird von der TU-Hamburg-Harburg begleitet. Ralf Otterpohl forscht hier im Bereich nachhaltige Wassertechnologie. Der Professor beugt sich über eines der Fässer im Keller, in dem die Feststoffe gesammelt werden. Der Inhalt wird regelmäßig mit Holzkohle bestreut, die zuvor mit Milchsäurebakterien und Hefepilzen geimpft wurde die moderne Version des Jahrhunderte alten Verfahrens aus Amazonien: Otterpohl: Das Material ist unheimlich trocken, obwohl es aus einer Spültoilette kommt, irgendwie stichfest, bisschen säuerlicher Geruch, aber überhaupt kein Fäkalgeruch mehr, obwohl das hier schon ein paar Wochen steht, und das machen eben diese Milchsäurebakterien. Die Hamburger Stadtverwaltung will im Laufe der nächsten Jahre sämtliche öffentliche Toiletten mit wassersparender Spülung ausstatten und das Schwarzwasser genannte Abwasser als Terra preta zum Düngen städtischer Grünanlagen nutzen. Otterpohl: Der wesentliche Punkt für neue Abwasserkonzepte ist halt die Trennung von Toilette und dem restlichen Abwasser, da kann man auch mit Vakuumtoiletten arbeiten, die haben sehr wenig Spülwasser, dadurch kann man das Schwarzwasser konzentriert halten und dann hat man verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Die erste Idee war mit Biogasanlagen da Energie draus zu machen und den Rest als Flüssigdünger zu verwenden, jetzt untersuchen wir andere Pfade noch, um in Richtung Terra preta Kompost zu gehen auch mit dem Material, was jetzt aus Vakuumtoiletten kommt. 9

10 Das könnte auch in Entwicklungsländern funktionieren. Ralf Otterpohl versucht schon lange, sinnvolle Sanitärsysteme für die Länder des Südens zu entwickeln. Mehr als zwei Milliarden Menschen in aller Welt müssen ihre Notdurft immer noch am Straßenrand oder auf unhygienischen Plumpsklos verrichten und gleichzeitig fehlen auf den Feldern ihrer Länder Nährstoffe und die Ernten gehen zurück: Da gibt es jetzt eine ganze Menge Entwicklungen, wo man relativ einfache Toiletten baut, die mit wenig Geld herzustellen sind, wo man dann auch die Wiederverwendung der Inhaltstoffe ermöglicht. Wir sind da dran, die Holzkohle mit Milchsäurebakterien anzureichern, so dass man einfach nach der Benutzung, wie man sonst den Spülknopf drückt, einfach so ein Schäufelchen einer Mischung, Holzkohle, bisschen Kalk und diese Bakterien, möglichst noch ein bisschen Steinmehl da rein gibt, und das ist eigentlich sehr gut machbar, wie man aus vielen Projekten weiß. Sprecher In vielen Regionen der Erde wird laufend kostbare Ackerkrume vom Wind verblasen, vom Regen fortgeschwemmt oder durch zu intensive Landwirtschaft ausgezehrt, eine Entwicklung, die Ernährungsexperten große Sorgen bereitet. Bei der Revitalisierung solcher verarmten, ausgelaugten Böden, z.b. in Afrika, Südasien oder Lateinamerika, können organische Abfälle und menschliche und tierische Exkremente als Ausgangsstoffe von Terra preta wahre Wunder wirken, meint z.b. Joachim Böttcher: Die fallen ja weltweit regelmäßig an, überall da, wo Menschen leben, aber es gibt viele Biomassen, an die man gar nicht denkt, wir haben in jeder Region Europas und aller Welt biogene Reststoffe, das sind Erntereste aus der Landwirtschaft, irgendwelche Gehölze aus der Landespflege, tierische Abfälle, Stallmist, Pferdemist, es gibt Unmengen auf der Welt an Olivenkernen, -schalen, Sonnenblumenschalen, die im Moment nicht sinnvoll genutzt wird. Meistens passiert damit eher das Gegenteil, dass sie zu Umweltbelastungen führen. Durch die Terra preta Technologie sind wir in der Lage, genau diese Biomassen, die erstmal keiner haben will zu einem hochwertigen Produkt zu verarbeiten, mit dem wir langfristig und nachhaltig die Böden verbessern können. Knapp zwei Zentner Biomasse pro Woche sammelt allein Peter-Nils Grönwall von der Hamburger Stadtverwaltung im Keller unter der Bahnhofstoilette. Wenn alles läuft wie geplant, sollen sie schon bald zu Terra preta verarbeitet die Parks und Grünanlagen der Hansestadt verschönern helfen. Die prähistorischen Indianer-Völker Amazoniens lassen grüßen. *** 10

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