ANGST- UND PANIKSTÖRUNGEN

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1 FRAGEBOGEN ZU ANGST- UND PANIKSTÖRUNGEN IBL BERATUNG LUZERN

2 FRAGEBOGEN ZU ANGST- UND PANIKSTÖRUNGEN Der folgende Angst Test kann Ihnen erste Hinweise liefern, ob Sie möglicherweise unter einer Angsterkrankung leiden. Wenn Ihre Antworten darauf hindeuten, dass dies der Fall ist, beachten Sie das Kapitel Therapie. Dort finden Sie neben effektiven Tipps für den Hausgebrauch auch Anhaltspunkte, wann es sinnvoll ist, sich an einen Therapeuten zu wenden und welche Therapien effizient sind. Wenn Sie sich in diesem Fragebogen nicht wieder finden, aber unter Ängsten leiden, sollten Sie Ihren Hausarzt konsultieren oder den Rat eines Psychotherapeuten einholen. Fragebogen zu Angst- und Panikstörungen 2010_04 Notieren Sie alle Symptome unter denen sie gegenwärtig leiden, indem sie rechts im zutreffenden Feld ein Kreuz machen. Treffen Sie die Unterscheidung, ob die Symptome bei Ihnen attackenartig, d.h. sehr heftig aber zeitlich begrenzt, oder über Tage, Wochen und Monate andauernd und langanhaltend auftreten. Wo beides zutrifft ist es auch möglich in beiden Feldern ein Kreuz zu machen. Gruppe A 1 Nervosität, innere Unruhe oder dauerndes Angetriebensein 2 allgemeine Ruhelosigkeit, Gefühl sich nicht entspannen zu können 3 psychische Anspannung, innere Alarmbereitschaft 4 leichte Ermüdbarkeit 5 Konzentrationsschwierigkeit, Leeregefühl im Kopf oder Blackout aus Angst 6 Schwächegefühl 7 übermässige Muskelspannung, Muskelschmerzen, Spannungskopfschmerzen 8 Mundtrockenheit 9 unangenehme Empfindungen im Oberbauch oder im Brustbereich 10 Kribbeln oder Taubheitsgefühl attackenartig langandauernd Gruppe B 11 Herzrasen, Herzklopfen oder Herzstolpern 12 Hitzewallungen oder Kälteschauer 13 Beklemmungsgefühle 14 Zittern, Beben 15 Benommenheit oder Schwindelgefühle 16 Schwitzen 17 Schmerzen in der Brust 18 Atemnot 19 Todesangst 20 Angst vor Kontrollverlust (aufgrund attackeartiger Symptome) 21 Angst ohnmächtig zu werden (aufgrund attackeartiger Symptome) 22 Gefühl, alles um Sie sei unwirklich wieder mehr leben 2/5

3 23 Gruppe C diffuse Befürchtungen, dass ein Unglück eintreffen könnte (z.b. dass einem Angehörigen oder Ihnen selbst etwas Schlimmes zustossen könnte) 24 die häufige Erfahrung, dass Sie sich umsonst oder übertrieben grosse Sorgen machen 25 Einschlafstörungen oder andere Stresssymptome wegen anhaltenden Besorgnissen Gruppe D Panikgefühle oder Fluchtgedanken wenn Sie sich bestimmten Dingen nähern (z.b. Insekten, Schlangen oder anderen Tieren, Spritzen, Blut etc.) Panikgefühle oder Fluchtgedanken wenn Ihnen ganz bestimmte Situationen kurz bevorstehen (z.b. Gondelfahrt, Flug, Gewitter etc.) Beklemmungs- oder Panikgefühle wenn Sie an die Angst auslösenden Situationen oder Dinge denken 29 verstärktes Panikgefühl, wenn Sie mit diesen Dingen oder Situationen konfrontiert werden Gruppe E 30 Angst, sich auf öffentliche Plätze zu begeben 31 Angst vor Menschenmengen (z.b. Supermarkt) 32 Angst vor Reisen und Entfernung von Zuhause 33 Delegieren von Angst auslösenden Aufgaben 34 Rückzug, Reduktion sozialer Kontakte Gruppe G 35 Konzentrationsschwierigkeiten 36 Leeregefühl im Kopf 37 Lernblockaden, das Gefühl sich den Lernstoff nicht merken zu können 38 dauerndes Ablenken vom Lernen 39 Lernen oder Prüfungen sind nur Möglich mit Hilfe von Beruhigungsmitteln, stimulierenden Mitteln oder Alkohol 40 Versagensangst 41 Angst, sich zu blamieren 42 Furcht vor prüfender Betrachtung durch andere Menschen 43 Angst öffentlich zu sprechen 44 Angst vor Begegnungen mit dem anderen Geschlecht 45 die Tendenz diesen gefürchteten Situationen auszuweichen wieder mehr leben 3/5

4 Punktetotal der Gruppen 2010_04 Zählen Sie alle markierten Felder in den Gruppen A bis G und notieren Sie die Summen in dieser Tabelle. Dies wird Ihnen die nachfolgende Auswertung erleichtern. attackenartig langandauernd A B C D E G Total Gruppe A Total Gruppe B Total Gruppe C Total Gruppe D Total Gruppe E Total Gruppe G Auswertung zum Fragebogen Angst- und Panikstörungen 2010_04 1. Verdacht auf generalisierte Angststörung (diffuse und anhaltende Angstgefühle) falls folgendes zutrifft: Mindestens 5 Symptome aus der Gruppe A und B und 2 aus der Gruppe C. Die Symptome sind mehrheitlich als langanhaltend markiert. Sie leiden zudem unter andauernden (mind. 6 Monate) anhaltenden Befürchtungen oder Ängsten über alltägliche Dinge, über die sich andere Menschen normalerweise keine Sorgen machen. 2. Verdacht auf Panikstörung falls folgendes zutrifft: Gleichzeitiges, attackeartiges Auftreten von mindestens 4 Symptomen aus der Gruppe B. Wiederkehrende Angst- oder Panikanfälle überkommen Sie aus heiterem Himmel ohne einen für Sie ersichtlichen Grund. Die Symptome werden als sehr bedrohlich erlebt. 3. Verdacht auf Phobie falls folgendes zutrifft: Gleichzeitiges Auftreten von mindestens 4 Symptomen aus der Gruppe B und 2 Symptome aus der Gruppe D. 4. Verdacht auf Agoraphobie (Platzangst) falls folgendes zutrifft: Mindestens 5 Symptome aus den Gruppen A und B (davon mind. 2 aus der Gruppe B) und mindestens 2 Symptome aus der Gruppe E. 5. Verdacht auf soziale Phobie (Angst von anderen Menschen bewertet zu werden) falls folgendes zutrifft: Mindestens 4 Symptome aus den Gruppen A und B und mindestens 3 Symptome aus der Gruppe G. 6. Verdacht auf Prüfungsangst und Lernblockaden falls folgendes zutrifft: Mindestens 4 Symptome aus den Gruppen A und B und mindestens 3 Symptome aus der Gruppe G. Die Ängste stehen in direktem Zusammenhang mit aktuellen oder zukünftigen Prüfungsereignissen. wieder mehr leben 4/5

5 Hinweise Es gilt zu beachten, dass Angst in begründeten Situationen ein normales Gefühl ist. Auch hat jeder Mensch eine andere Belastungsgrenze. Angststörungen können in Betracht gezogen werden, wenn es sich um wiederkehrende oder anhaltende Angstzustände handelt, wo störende Ängste oder Panik- Reaktionen unangemessen auftreten. Es handelt sich also um unrealistische oder übertriebe Ängste vor Dingen, vor denen andere Menschen normalerweise haben. Im Verhältnis zur realen Situation ist die Angstreaktion zu häufig, zu stark oder zu lange andauernd. Angst kann auch als Symptom verschiedener psychischer Beschwerden wie zum Beispiel Depressionen, Zwängen und Sucht oder als Folge von Gehirnverletzungen, Stoffwechselstörungen usw. auftreten. wieder mehr leben 5/5

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