Gemeindebrief September 2016
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- Astrid Neumann
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1 Foto: GZD, Naumburg Juli 2016
2 Gemeindebrief September 2016 Liebe Gemeinde, lieber Leser, liebe Leserin!... 3 Gottesdienste... 7 Kindergottesdienst... 8 Einladung zum Konfirmandenkurs Lieder der Reformation Aus dem Gemeindeleben Starthilfetreffen Freude und Leid in der Gemeinde Neue Lutherbibel Ein Rückblick und ein Ausblick - Kirchenkonsultation im April Friedenskonferenz in Osaka Einladung zum Glaubenskurs Termine Werden Sie Mitglied Beitrittserklärung... 27
3 September Liebe Gemeinde, lieber Leser, liebe Leserin! Eine Liebeserklärung. Sie steht im Alten Testament - und das ist mehr als eine Bemerkung am Rande, denn manch einer möchte das Alte Testament nicht als heilige Schrift sehen, weil der Gott des Alten Testaments nicht mit der Botschaft Jesu auf einen Nenner gebracht werden könne. Natürlich gibt es noch andere Diskussionen darüber, wie das Alte Testament zu lesen und verstehen sei, aber darauf gehe ich lieber ein anderes mal ein. Jetzt möchte ich mit Ihnen nach dem Gott des Alten Testaments fragen, und was er mit der Botschaft Jesu zu tun hat. Denn das ist für Ihre eigene Bibellese von Bedeutung, also wie Sie Texte des Alten Testaments für Ihr religiöses Leben fruchtbar machen und deuten wollen. Wen meint Gott in Jer 31,3? Gott spricht: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. Das Wort Gottes, nicht umsonst nennen wir so auch die Heilige Schrift, und auch Jesus Christus selber wird das Wort Gottes genannt, hat ein Prophet mit dem Namen Jeremia empfangen. Er hat es dann an das Volk Gottes weitergesagt. Damals war das Volk Gottes das Volk Israel und es hatte gerade eine Katastrophe erlebt. Um genau zu sein, hat es einen Krieg, Deportationen und schwere Unterdrückungen über sich ergehen lassen müssen. Zu dem Zeitpunkt, als Gott seine Botschaft Jeremia gegeben hatte, war das Volk Israel immer noch nicht frei. Es war wehrlos und allein gelassen von früheren Verbündeten und Gott. Das Volk Gottes lag am Boden, viel im Land war zerstört. Wie ist es dazu gekommen? Politisch und militärisch hat sich Gottes Volk an die falschen Verbündeten gebunden, im religiösen Bereich ging es mit einer Mischung des Glaubens an Gott mit den Göttern und Bräuchen der umliegenden Völker einher. Letztlich hatte sich das auserwählte Volk fast bis zur Unkenntlichkeit verändert und angepasst, schlechte Sitten aufgenommen, gute vergessen, die Geschichten, wo es herkam und was Gott im Leben seines Volkes bewegt
4 4 Kreuzkirche hatte waren verstaubt und wurden kaum noch erzählt. Es war schlicht nicht mehr es selbst, und war so zum Spielball der großen Mächte im Alten Orient geworden. Diese fruchtlosen politisch-militärischen Bündnisse und die schädigenden Einflüsse auf die Gesellschaft führten in letzter Konsequenz in die Katastrophe, die Jeremia eine Strafe Gottes nennt. Auch wenn uns heute die Vorstellung einer solchen Strafe Gottes fremd geworden ist, hat sie ihren Sinn: dem Unheil wird ein Sinn gegeben, anstatt es bloß als schrecklichen Zufall zu verstehen. Bei all dem ruft Jeremia das Volk dazu auf, nicht in den anderen Völkern aufzugehen und die eigenen Wurzeln zu vergessen, so dass das Volk Gottes letztendlich tatsächlich ausgelöscht werden würde. Die Rede von der Strafe Gottes und dass sich das Volk Israel immer wieder darauf besonnen hat, wo es eigentlich herkommt und welchen Weg Gott mit seinem Volk gegangen ist bietet den Grund, warum Israel die Zeit überdauert hat. Für uns Christen ist das von besonderer Bedeutung, zum einen natürlich, weil Jesus Jude war und ohne Judentum hätte es auch keinen Jesus gegeben, zum anderen, weil Israel das Alte Testament durch die Jahrhunderte hindurch bewahrt hat. Also die heilige Schrift, die Jesus gelesen und ausgelegt hat, um von Gott zu sprechen. Wer mehr im Buch Jeremia liest, erfährt, dass Gott ein Ende der Unterdrückung durch die Besatzer und Freiheit verspricht dies wird letztendlich so eintreten. Gott spricht: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. Was meinen Sie, haben diese Worte mehr als nur das Ohr der Israeliten erreicht? Die Liebeserklärung gilt jedem Mitglied von Gottes Volk, damals wie heute. Und so wie damals stellt sich heute die Frage, erreichen diese Worte mehr als nur das Ohr? Für das eigene religiöse Leben ist es ausgesprochen wichtig, wann man das Wort Gottes hört. Ein und dieselben Worte können an einem Tag kalt lassen, und dann an einem anderen Tag tief ins Herz treffen und bewegen, trösten und aufbauen. Das ist in jeder Beziehung so, nicht nur in der Beziehung mit Gott. Ein ich liebe dich wird in manchen Momenten für das ganze Leben Bedeutung haben, verändern, wer man ist und wie man lebt, in anderen Momenten verwehen solche Worte wie Schall und Rauch auch wenn es sich um dieselben Menschen handelt. Es gibt bestimmt einige sinnvolle und gute Möglichkeiten, wie man sein religiöses Leben gestalten kann, oder anders gesagt, das Hören auf Gott gestalten kann: zu festen Zeiten alleine, aber auch gemeinsam beten und singen, Predigten ausfindig machen, durchlesen und anhören (im Internet z.b. auf Youtube oder Soundcloud), Gespräche darüber führen, was Gott im eigenen Leben und vom Gegenüber gerade bewirkt, und last, but not least: sich in Liebestaten üben. Die Bibel zu lesen oder einen Gottesdienst zu besuchen, führe ich hier jetzt nicht
5 September auch noch auf, das versteht sich ja von selbst. Auch wenn man die Liste bestimmt weiterführen könnte und sollte: ein festes Rezept dafür, wie man nun Gottes Wort hört, und zwar so, dass es tief ins Herz trifft, gibt es nicht. Das ist auch gut so, es gibt zu viele Bereiche in unserem Leben und unserer globalisierten Gesellschaft, die wir genau kontrollieren und manipulieren können. Aber das führt zu oft ins Unheil. Glauben und Unglauben können wir nicht nach Wunsch herstellen. Es gibt zwar historische und soziologische Erklärungen, warum in manchen Gebieten so wenige Christen leben: im Osten Deutschlands kann man das z.b. mit dem damaligen Kommunismus erklären. Manche Lebensgeschichte lässt sich psychologisch beleuchten. Da wird womöglich aus der Familiensituation verständlich, warum ein Mensch keine Christin oder kein Christ sein will, auch wenn dieser Mensch in einem christlichen Umfeld aufgewachsen ist. Aber religiös betrachtet liegt der Grund für Glauben und Unglauben in Gottes freiem Willen: Gott berührt, wann er es für richtig hält und wie er es tun möchte. Eine religiöse Einstellung, die zu dieser Erkenntnis passt, ist das vertrauensvolle Warten darauf, dass sein Wort mehr als nur das Ohr berührt. Denn vertrauensvolles Warten hat einen wichtigen Anteil im religiösen Leben, weil es dabei hilft, dass eine gewisse Ruhe und ein Frieden einkehrt. Warten und die
6 6 Kreuzkirche Hände falten, durchatmen und Pause machen, ohne den Druck und die Spannung, die wir sonst spüren, wenn wir etwas von jemandem erwarten. Das kann, es muss jedoch nicht mit einem besonderen Gefühl oder einem Wunder belohnt werden. Ähnlich ist es, wenn man sich daran erinnert, dass Gottes Wort schon einmal bedeutsam geworden ist. Auch das Erinnern hat eine ähnliche religiöse Qualität wie vertrauensvolles Warten und ermöglicht, zur Ruhe und zum Frieden Gottes zurück zu kehren. Nicht umsonst fasst die christliche Botschaft den Kern allen religiösen Lebens in der Liebesbotschaft Gottes zusammen. Denn mit ihr werden die wunderschönen und lebenswichtigen religiösen Erfahrungen aufs kürzeste auf den Punkt gebracht. Gottes Liebe treibt Unruhe, Angst und Unfrieden aus; die liebevolle Beziehung zu ihm sagt den Glaubenden, wer sie wirklich sind: seine geliebten Kinder. So, wie man damals jedes Mitglied von Gottes Volk fragen konnte, kann man heute fragen: wo kommst du her und wer hat dein Herz erreicht? Wenn Sie, liebe Leserin und lieber Leser, diese Fragen beantworten, wird wohl neben einem bedeutsamen Gespräch auch eine Antwort darauf gefunden werden, wer Sie sind. Wenn Sie davon erzählen können, dass Sie vertrauensvoll darauf warten, dass Sie Gottes Wort berührt, dann sind Sie ein religiöser Mensch. Wenn Sie sogar davon erzählen können, dass Gottes Wort Sie berührt hat, dann haben Sie religiöse Erfahrungen gemacht. Die können darin liegen, dass die Erkenntnis Ihr Herz erreicht hat, wie Gott Sie durch die vielen Begebenheiten Ihres Lebens hindurch zu der Person gemacht hat, die Sie sind. Wie Sie durch die vielen Momente Ihres Lebens hindurch seine Güte und Liebe erfahren haben. Das macht Sie nicht zwangsläufig zu einem besseren Christen oder einer besseren Christin, aber zu jemandem, der darüber nachdenken sollte, wann die richtige Zeit und wo der richtige Ort ist, davon zu erzählen. Ihr Vikar Ferdinand Kenning
7 September Gottesdienste in der Kreuzkirche, falls nicht anders angegeben 4. September 15. So. n. Trinitatis Irdische Güter Uhr Gottesdienst mit Kindergottesdienst Samstag, 10. September Zeig uns den Weg Uhr Ökumenischer Gottesdienst zum Schulbeginn in der DSTY 11. September 16. So. n. Trinitatis Starker Trost Uhr Gottesdienst mit Abendmahl 18. September 17. So. n. Trinitatis Glaube als Sieg Uhr Gottesdienst 25. September 18. So. n. Trinitatis Das wichtigste Gebot Uhr Gottesdienst mit Abendmahl und Kindergottesdienst 2. Oktober Erntedankfest Danken können Uhr Gottesdienst mit Abendmahl und Kindergottesdienst Im Anschluss an die Gottesdienste in der Kreuzkirche laden wir jeden Sonntag zum Gespräch bei Kaffee, Tee und Gebäck ein. Sie sind herzlich willkommen! Über Kuchenspenden dazu freuen wir uns.
8 8 Kreuzkirche Kindergottesdienst An mehreren Sonntagen im Monat findet parallel zum Gottesdienst ein Kindergottesdienst statt: am 4.9., am und am Eingeladen sind Kinder ab dem Kindergartenalter. Wir feiern kindgerecht Gottesdienst, erzählen biblische Geschichten, singen, beten, malen, basteln und spielen. Einladung zum Ökumenischen Gottesdienst zum Schulbeginn Nach den langen Ferienwochen beginnt nun das neue Schuljahr und der Schulalltag wieder. Ein neuer Lebensabschnitt liegt vor uns in diesem Schuljahr: der Wechsel in eine neue Klasse, eine neue Schule, ein fremdes Land das kann einen schon verunsichern. Aber wir sind nicht allein! Wir gehören zusammen und wir sind beschützt. Gott breitet seine Liebe und seinen Segen über uns aus und zeigt uns Wege, die wir gehen können. Das wollen wir feiern mit einem SCHULGOTTESDIENST Zeig uns den Weg am Samstag, dem 10. September um 11 Uhr in der Aula der Deutschen Schule Tokyo-Yokohama
9 Kinderseiten September
10 10 Kreuzkirche Einladung zum Konfirmandenkurs Jedes Jahr mit Beginn des neuen Schuljahres werden in unserer Gemeinde junge Menschen auf die Konfirmation vorbereitet, die dann im folgenden Frühjahr stattfindet. Wir treffen uns ein- bis zweimal im Monat (samstags oder sonntags) zum Konfirmandenunterricht in der Kreuzkirche (Pfarrhaus) in Gotanda. Außer dem Unterricht gibt es noch andere Aktionen, die wir gemeinsam vorbereiten und unternehmen: Beim Adventsbasar am Samstag vor dem 1. Advent betreuen die Konfirmanden mit ihren Eltern immer den Waffelstand und schenken Früchtepunsch aus, wir gestalten einen Konfi-Gottesdienst und im Winter (Januar oder Februar) fahren wir gemeinsam zu einem Konfi-Wochenende. Der Unterricht zur Vorbereitung auf die Konfirmation, der sogenannte Konfi- Kurs, beginnt im September. Das Informationsgespräch für Eltern und Konfirmanden findet am Sonntag, dem 11. September um 12 Uhr (nach dem Gottesdienst) statt. Dort erfahren Sie/erfahrt Ihr alle Einzelheiten zum Konfi- Kurs sowie alle Termine bis zur Konfirmation im Mai oder Juni Voraussetzung zur erfolgreichen Teilnahme am Konfikurs ist die Bereitschaft: sich mit seinen Fähigkeiten und Begabungen, seinen Fragen und Engagement einzubringen regelmäßig am Unterricht teilzunehmen (die Eltern rufen im Pfarramt an, wenn der Sohn /die Tochter verhindert ist) kontinuierlich den Gottesdienst zu besuchen (2x pro Monat) und dort auch kleine Aufgaben zu übernehmen Die Konfirmandinnen und Konfirmanden sollten zur Konfirmation im Mai oder Juni 2017 das 14. Lebensjahr erreicht haben und selbständig zum Konfi-Kurs kommen können. Die Familie des Konfirmanden bzw. mindestens ein Elternteil muss Mitglied unserer Gemeinde sein. Auch noch nicht Getaufte können mitmachen, eine Taufe kann jederzeit während des Konfirmandenjahres oder spätestens im Konfirmationsgottesdienst erfolgen. Das Anmeldeformular zum Konfirmandenkurs finden Sie auf unserer Website:
11 Lieder der Reformation September
12 12 Kreuzkirche Aus dem Gemeindeleben Herzliche Glückwünsche! Geburtstage Herbert Wilhelm Sabine Peters Malte Müller Hartwig Sonderhoff Akemi Wunderlich Amélie Lechtape Judith Müller Martin Stoll Ivar Johansson Mirja Müller Naoko Nolting Christian Schmitz Sie sind neu in Tokyo, in Japan? Dann herzlich willkommen! Wir, die Evangelische Gemeinde deutscher Sprache Tokyo-Yokohama, begrüßen Sie sehr herzlich und hoffen, dass Sie sich nach den vorangegangenen Strapazen, die mit einem Umzug nach Japan verbunden sind, hier schnell wohlfühlen. Wir wünschen Ihnen, dass Sie bei Ihrem Neubeginn in diesem fremden und zugleich faszinierenden Land vielen netten Menschen begegnen, durch die Sie sich bald zu Hause fühlen können. Als Kirchengemeinde stehen wir Ihnen zur Seite und werden Ihnen, soweit es uns möglich ist, bei Fragen und Probleme gerne helfen. In unserer Gemeinde gibt es verschiedene Begegnungsmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene - einen ersten Eindruck davon finden Sie in dieser Ausgabe des Gemeindebriefes. Wir freuen uns auf einen Kontakt mit Ihnen und laden Sie herzlich zu unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen ein. Einen guten Start wünscht Ihnen auch im Namen des Gemeindekirchenrates Pfarrerin Gabriele Zieme-Diedrich Wir begrüßen unser neues Mitglied sehr herzlich! Herrn Bernhard Glück
13 Starthilfetreffen September
14 14 Kreuzkirche Freude und Leid in der Gemeinde Getauft wurde Elias Böttger am 12. Juni 2016 in der Kreuzkirche. Konfirmiert wurden Leonard Musahl, Konstantin Boltze, Jakob Knecht und Sophie Boltze am 5. Juni 2016 in der Kreuzkirche. Wir trauern um Dr. Frederick de La Trobe, geb. am 17. September 1928 in Baden-Baden, verstorben am 3. August 2016 in München.
15 September Neue Lutherbibel 2017 Nach über 30 Jahren erscheint die Lutherbibel in einer neuen Überarbeitung - pünktlich zum Jubiläum "500 Jahre Reformation". Auf der Suche nach einer Übersetzung, die wissenschaftlich präzise und zugleich sprachlich treffend ist, hat auch Luther seine Bibelübersetzung immer wieder geprüft und überarbeitet. Auf eine sich verändernde Sprache Rücksicht zu nehmen und den Text immer wieder am aktuellen Stand der Forschung auszurichten, entspricht also den ureigenen Übersetzungsprinzipien des Reformators. Die revidierte Lutherbibel 2017 als die vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland empfohlene Bibelübersetzung folgt diesem Grundsatz. Alle biblischen Texte einschließlich der Apokryphen wurden umfassend geprüft und, wenn nötig, überarbeitet. Die Änderungen am Text folgten dabei drei grundlegenden Kriterien: 1. Genauigkeit Die Treue gegenüber dem Ausgangstext ist das zentrale Anliegen der Revision. So wurde die gesamte Bibel anhand der hebräischen und griechischen Urtexte überprüft. Nicht zuletzt die Funde von Qumran haben im 20. Jahrhundert die Erkenntnisse der biblischen Textforschung erheblich vorangebracht. Häufig lässt sich heute die Überlieferung eines Textes mit größerer Exaktheit bestimmen. An anderen Stellen wiederum haben neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu Fortschritten in der Textauslegung geführt. 2. Verständlichkeit Sprache unterliegt einer ständigen Entwicklung. So haben im Lauf der letzten Jahrzehnte einzelne Begriffe ihre Bedeutung gewandelt oder sind aus dem allgemeinen Wortschatz verschwunden. Missverständliche und unverständliche Begriffe der Bibelübersetzung von 1984 wurden für die Lutherbibel 2017 behutsam angepasst. 3. Luthersprache Nach den Versuchen im 20. Jahrhundert, die Bibel nach Martin Luther zu modernisieren, ist es ein Anliegen der Revision 2017, das Profil Lutherbibel wieder zu schärfen. Im Verlauf der letzten Überarbeitungen wurden vielfach ohne inhaltliche Notwendigkeit sprachliche Modernisierungen vorgenommen, die die kernige Sprache des Reformators verstellen. 4. Ergänzung Neben den eigentlichen Bibeltexten wurden auch sämtliche Begleittexte und Informationen gründlich überprüft und überarbeitet. Dazu gehören die verschiedenen Zwischenüberschriften, die Sacherklärungen, Landkarten und angegebenen Parallelstellen. Quelle: Die Lutherbibel 2017 erscheint zum Reformationstag 2016, der offizielle Verkaufsstart in Deutschland ist der 19. Oktober Wenn Sie ein Exemplar (vor-)bestellen möchten, melden Sie sich bitte bei Pfrn. Gabriele Zieme-Diedrich.
16 16 Kreuzkirche Kirche und Diakonie - Lebendiger Glaube und tätige Nächstenliebe Ein Rückblick und ein Ausblick - Kirchenkonsultation im April 2016 Als deutschsprachige Gemeinde im Ausland sind wir zwar selbständig, verstehen uns aber nicht als Insel. Außer der Verbindung zur EKD stehen wir z.b. auch in engem Kontakt mit der deutschsprachigen katholischen Gemeinde St. Michael, mit der wir mehrmals im Jahr gemeinsam feiern. Auch zur japanischen Kirche besteht Kontakt, wenn auch weit weniger - das ist vor allem auch ein sprachliches Problem. Wie die meisten von Ihnen bereits wissen, bin ich als Pfarrerin Mitglied eines Arbeitskreises des Japanischen Christenrats, dem sog. Deutschlandkommitee. In diesem Arbeitskreis geht es vor allem um die ökumenischen Beziehungen zu Partnerkirchen in Deutschland und in der Schweiz. In diesem Frühjahr wurde diese Partnerschaft intensiviert durch eine Deutsch- Schweizer-Japanische Kirchenkonsultation. Delegierte verschiedener Arbeitsbereiche der EKD (u.a. Margot Käßmann), der Diakonie Deutschland sowie des Schweizer Kirchenbundes trafen sich mit Vertretern verschiedener japanischer Kirchen. Es ging vor allem um das Thema Reformationsjubiläum und Diakonie. Durch Gottesdienste, Vorträge, Besuche in Gemeinden und in verschiedenen Projekten, sowie in intensiven Gesprächen ist während der Konsultation deutlich geworden, dass die theologischen Erkenntnisse der Reformation für das diakonische Handeln in Japan, Deutschland und der Schweiz bis heute sehr aktuell sind. Diakonie ist, das haben beide Seiten bekräftigt, unverzichtbare Lebensäußerung der Kirche. Margot Käßmann sagte dazu: Evangelischer Glaube will nie bei sich bleiben, sondern in der Welt wirken. Für uns Deutsche klingt das vielleicht etwas banal, denn durch die Art der Organisation von Kirche und Diakonie in Deutschland scheint es zur Selbstverständlichkeit geworden. Die Situation in Japan ist aber eine andere. Nur ca. 1-2% der Bevölkerung sind Christen. Kirchliche Strukturen sind völlig anders als bei uns, es gibt keine Kirchensteuer. Das Prinzip der Finanzierung von Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen funktioniert ähnlich wie bei Freikirchen - alles kommt aus freiwilligen Spenden und Abgaben. Diakonische Betätigungsfelder hier in Japan sind z.b. Menschen, die mit Beeinträchtigungen leben und Menschen mit einem anderen kulturellen Hintergrund (ethnische Minderheiten), die im Alltag Ausgrenzungen und Diskriminierungen ausgesetzt sind. Es geht darum, mit ihnen gemeinsam Lebensperspektiven sowie Partizipationsformen zu finden, sie also am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Es gibt auch ein Problem mit Armut. Menschen, die aus verschiedenen Gründen ihr geordnetes, normales Leben verloren haben, schämen sich oft sehr, dies zuzugeben und um Hilfe und Unterstützung zu bitten. Das liegt z.t. an
17 September der japanischen Mentalität, z.t. an der Gesellschaft, für die Erfolg, Leistung und soziales Prestige viel bedeuten. Hier leisten die Kirchen gemeinsam mit anderen humanitären Organisationen sowie den Kommunen schon sehr gute Arbeit zur Wiedereingliederung der von extremer Armut Betroffenen. In der von der Atomkatastrophe 2011 betroffenen Region Fukushima haben die Teilnehmer der Konsultation erfahren, wie die Politik versucht, Angst zu bekämpfen, aber die Gründe für die Angst bewusst verschleiert. Wir haben eine Art Bürgerinitiative ( Mütter gegen Verstrahlung ) besucht und erlebt, wie diese von einer kleinen Kirchengemeinde vor Ort sehr aktiv und tatkräftig unterstützt wird. Wir waren uns schnell einig: Als Kirche ist es unsere Aufgabe, an solchen Punkten widerständig zu sein und uns zusammen mit den betroffenen Menschen für eine transparente Aufklärungspolitik einzusetzen. In der Abschlusserklärung der Deutsch-Japanischen Konsultation hieß es u.a.: Wir halten es für notwendig, dass kirchlich-diakonische Arbeit eine besondere Aufmerksamkeit für die ungesehenen Menschen aufbringt, ihre Perspektiven ins Gespräch bringt und sich anwaltschaftlich für sie stark macht. Und mir ist einmal mehr deutlich geworden: So verschieden unser Leben in Japan und Deutschland auch sein mag, bedingt durch die großen kulturellen u.a. Unterschiede, so gleich lautet doch der Auftrag, den wir als Christen haben - wo auch immer in der Welt wir leben. Darum ist es gut, miteinander verbunden zu bleiben, durch Austausch von Informationen, durch Gespräche und nicht zuletzt durch s Gebet. Wir gehören zusammen durch den Heiligen Geist, der uns alle in seine Gemeinschaft ruft! Gabriele Zieme-Diedrich
18 18 Kreuzkirche Margot Kundschafter Käßmann der Wirklichkeit Konferenz der Auslandspfarrer der EKD in Bad Boll Gottesdienst zur Eröffnung der Auslandspfarrkonferenz Foto: EKD/Michael Schneider Sie sind für uns Kundschafter der Wirklichkeit, Sie sind für uns die Tür zur Welt, mit diesen Worten begrüßte der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, die Pfarrerinnen und Pfarrer, die die EKD in deutschsprachige evangelische Gemeinden im Ausland entsendet, im Gottesdienst zur Eröffnung der Auslandspfarrkonferenz in Bad Boll. Der Ratsvorsitzende würdigte den Blick von außen, den die Auslandspfarrerinnen und -pfarrer in die EKD einbringen. Damit leisteten sie einen wichtigen Beitrag dafür, die Diskussion innerhalb der EKD anschlussfähig zu halten an die vielen Kontexte und Gesprächsfäden in der Welt. Aus rund 50 Städten - von Sydney bis Washington, von Santiago (Chile) bis St. Petersburg, von Pretoria bis Peking - sind rund 90 Pfarrerinnen und Pfarrer, die in deutschsprachigen evangelischen Gemeinden Dienst tun, zur Auslandspfarrkonferenz angereist. Die EKD lädt alle zwei Jahre ein zu diesem Treffen. In seiner Predigt hob Bedford-Strohm die Vielfalt hervor, die die Anwesenden aus fünf Kontinenten repräsentierten, und verwies gleichzeitig auf das Band, das alle verbindet: Jesus Christus. Aus Gnade seid ihr selig geworden durch den Glauben - diese Worte aus dem Epheserbrief seien ein großes Befreiungsprogramm, das die Reformatoren vor 500 Jahren wieder in den Mittelpunkt gerückt hätten. Das habe auch angesichts des heutigen Leistungsdrucks nichts an Aktualität verloren: Der Himmel ist uns bereits geschenkt. Wir müssen ihn uns nicht verdienen, sagte der Ratsvorsitzende. Bedford-Strohm rief die Auslandspfarrer dazu auf, diese gnadengegründete Leichtigkeit des Seins zum Reformationsjubiläum 2017 stark zu machen und in die Welt zu tragen - und dabei die Verständigung und Zusammenarbeit mit anderen Konfessionen zu suchen. Er hob die gute ökumenische Abstimmung beim Begehen des Reformationsjubiläums 2017 hervor. Dirk Stelter/EKD 90 Auslandspfarrer und -pfarrerinnen Foto: EKD/Michael Schneider
19 Friedenskonferenz in Osaka September Die Politik der Abe Regierung wird, wie die Politik anderer Regierungen in demokratischen Ländern auch, von oppositionellen Gruppen immer wieder kritisiert. Besonderer Widerstand bildet sich jedoch, wenn die Frage aufkommt, welche Rolle Japan als militärischer Bündnispartner spielen darf und soll. Um die Gefährdung für den Frieden durch die Politik der Abe Regierung zu diskutieren und die Bedenken zu formulieren hatte der religiöse Teil der japanischen Friedensbewegung nach Osaka eingeladen. Im buddhistischen Minami-Mido-Tempel der Shinshu-Otani ha-sekte fand vom 7. bis 9. Juni dieses Jahres die 5. Weltweit Interreligiöse Konferenz zu Artikel 9 der Japanischen Friedensverfassung statt. Als Stellvertreter der EKD und der Kreuzkirche bin ich zu der Konferenz gefahren, und möchte Ihnen einige Eindrücke schildern. Zum Hintergrund Ausgehend von Artikel 9 der Verfassung wurde diskutiert. Hier im Wortlaut: 第九条日本国民は 正義と秩序を基調とする国際平和を誠実に希求し 国権の発動たる戦争と 武力による威嚇又は武力の行使は 国際紛争を解決する手段としては 永久にこれを放棄する 二前項の目的を達するため 陸海空軍その他の戦力は これを保持しない 国の交戦権は これを認めない Die Übersetzung auf Deutsch: Art. 9.1 In aufrichtigem Streben nach einem auf Gerechtigkeit und Ordnung gegründeten internationalen Frieden verzichtet das japanische Volk für alle Zeiten auf den Krieg als ein souveränes Recht der Nation und auf die Androhung oder Ausübung von Gewalt als Mittel zur Beilegung internationaler Streitigkeiten..2 Um das Ziel des vorhergehenden Absatzes zu erreichen, werden keine Land-, See- und Luftstreitkräfte oder sonstige Kriegsmittel unterhalten. Ein Recht des Staates zur Kriegführung wird nicht anerkannt. Artikel 9 ist 1947 in Kraft getreten. Er wurde bisher so ausgelegt, dass Japan keine Armee unter Waffen zu halten hat. Lediglich Selbstverteidigungsstreitkräfte wurden erlaubt, was sich in Größe, Bewaffnung und Zweck der Einheiten widerspiegelte. Wie der Name schon sagt, waren die Selbstverteidigungsstreitkräfte ausschließlich für den Zweck bestimmt, sich im Falle eines Angriffes auf Japan selbst verteidigen zu können. Die Abe Regierung interpretierte Artikel 9 jedoch neu, sodass im Falle eines Angriffs auf Verbündete Japans die Selbstverteidigungsstreitkräfte in Kämpfe
20 20 Kreuzkirche geschickt werden dürften. Die Neuinterpretation hin zu einem kollektiven Verteidigungsrecht wurde von den USA begrüßt, stieß jedoch auf Unmut von Seiten Chinas, Süd Koreas und natürlich der Friedensbewegung. Nach dem erneuten Wahlsieg Abes, aber auch schon davor, hat sich die Frage gestellt, ob die Regierung noch weitergehen und anstreben wird, Artikel 9 ganz aus der Verfassung streichen zu lassen, um militärisch weiter aufzurüsten. Eindrücke von der Tagung Während der Tagung in Osaka wurde auf die Gefahren von militaristischen und nationalistischen Tendenzen der Abe-Politik hingewiesen und deren Unverträglichkeit mit dem ursprünglichen Wortlaut und Sinn der Verfassung Japans. Dass die Konferenz im Minami Mido-Tempel der Shinshu-Ha-Sekte stattfand, hat erlaubt, Zeremonien und Gebeten für den Frieden dieser buddhistischen Richtung beizuwohnen. Neben Vorträgen und Diskussionen auf Englisch, Koreanisch und Japanisch sowie deren Simultanübersetzung waren ganz verschiedene Beiträge und Programmpunkte sehr eindrücklich. Weil besonders seit Ende des 2. Weltkrieges Japans Politik und Gesellschaft aus koreanischer Perspektive sehr sensibel wahrgenommen wird, machten wir einen Ausflug in die sogenannte Korea Town Osakas. Hierbei wurde auch die nicht unproblematische Situation und Geschichte der koreanischen Minderheit in Japan beleuchtet. Inwiefern sich nationalistische Bestrebungen in der Gesellschaft Japans heute äußern wurde anschaulich durch einen Besuch der koreanischen Grundschule. Nach einem Rundgang durch die Schule gab es ein Gespräch mit Lehrern und der Direktorin der Schule. Sie erzählten vom Arbeitsalltag, aber auch von den Hassreden mit fremdenfeindlichen Inhalten, deren Opfer die koreanische Minderheit in Japan immer wieder wird. Eine spezielle Hassrede wurde morgens, während die Schulkinder ihren Weg zur Schule machten, direkt vor den Toren der Grundschule gehalten, was die Kinder selbstverständlich in Angst versetzte und Eltern und Lehrern große Sorgen bereitete. Die Geschichte der koreanischen Minderheit im Anschluss an den 2. Weltkrieg wurde durch ein Ein-Personen-Schauspiel anschaulich gemacht und hat mich und viele andere Teilnehmenden sehr beeindruckt. Ein weiterer bedeutender und bewegender Moment der Konferenz war die Besprechung von Verbrechen und Schuld Japans und japanischer Soldaten während des 2. Weltkrieges. Dem Vortrag von Noriyuki Hino, einem buddhistichen Priester, lag das Interesse zugrunde, aus der deutschen Geschichte und deren Aufarbeitung für den Umgang mit Verbrechen und Schuld Japans zu lernen. Er nahm Bezug auf Pfarrer Martin Niemöller ( ). Im Anschluss an seinen Vortrag habe ich einen Aufsatz der EKD-Asienreferentin Claudia Ostarek vorgelesen, der noch einmal die Verbrechen an den Sexsklavinnen, euphemistisch Comfort
21 September Women genannt, zur Sprache brachte, und das Thema Schuld und Aufarbeitung aus deutscher Perspektive behandelt hat. Da beide Vorträge sich ergänzten, kam eine spannende Diskussion auf, sowohl über die Rolle der Kirchen in Deutschland und Japan, als auch der buddhistischen Sekten, mit Blick auf Schuldbekenntnisse und Aufarbeitung von Schuld nach dem 2. Weltkrieg. Hierbei hat sich der interreligiöse und internationale Charakter der Konferenz segensreich ausgewirkt. So konnten Missverständnisse und Unklarheiten über die Aufarbeitung und den Stand der Diskussion in Deutschland beseitigt und einvernehmlich aus religiöser Perspektive über die Bedeutung von Schuldeinsicht, -bekenntnis und Frieden nachgedacht werden. Bei der Erarbeitung einer gemeinsamen Stellungnahme versammelten sich die Teilnehmenden in Arbeitsgruppen, je nach Sprache in einer englischen, japanischen und koreanischen Gruppe. Ein schriftlich formuliertes Schuldbekenntnis von japanischen Teilnehmenden wurde den koreanischen Teilnehmerinnen und Teilnehmern überreicht und zu Beginn der Arbeitsphase in der koreanischen Gruppe verlesen. Dies muss ein sehr bewegender Moment gewesen sein, denn es wurde später im Plenum von Koreanern erzählt, dass das Schuldbekenntnis mit Applaus, Tränen und Freuderufen aufgenommen wurde. Die aus dieser Arbeitsphase entstandene Stellungnahme der 5. Internationalen interreligiösen Konferenz zu Artikel 9 der japanischen Friedensverfassung finden sie im Internet ( Den Abschluss der Konferenz bildete ein gemeinsamer Friedensmarsch durch Osaka. Dabei trugen die Teilnehmenden ihre religiösen Gewänder, ich ging im Talar. So haben wir für den Frieden geworben und etwas Aufmerksamkeit in der Stadt erregt. Ferdinand Kenning Und er wird richten unter den Heiden und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. (Jes 2, 4) Soldaten und Waffen werden nicht mehr gebraucht. (Bussetsu Muryo Jukyo Sutra) Anzeige Deutsch sprechende, fachkundige japanische Reiseleiterin begleitet kleine Gruppen und Einzelpersonen durch Tokyo und Japan während Ihres Aufenthaltes. Termine und Honorar nach Vereinbarung. Kontakt über Telefon oder Mail: [email protected]
22 22 Kreuzkirche Einladung zum Glaubenskurs Liebe Gemeinde! Seit Anfang Mai bin ich in Tokyo in der Kreuzkirche und freue mich sehr, hier sein zu können. Nachdem ich die Gemeinde - und die Gemeinde mich - ein wenig kennen lernen konnte, möchte ich nun ein Projekt einbringen, das ich während meiner Ausbildung kennen gelernt habe. Vielleicht haben Sie schon mal von Glaubenskursen gehört. Das sind, wie der Name schon sagt, Kurse, bei denen ganz verschiedene Bereiche des Glaubens angesprochen und diskutiert werden. Es gibt viele unterschiedliche Glaubenskurse. Ein Modell mit dem Namen Kaum zu glauben habe ich in meiner Vikariatsgemeinde in Wuppertal durchgeführt. Nun möchte ich mit Ihnen den Glaubenskurs Emmaus durchführen. Glaubenskurse sind besondere Gelegenheiten, den eigenen Glauben zu vertiefen und die Fragen und Zweifel, denen man begegnet, zu besprechen. Neben Input-Referaten wird es Zeit für Gespräche und Diskussionen geben. Im Anschluss werden wir gemeinsam essen und die jeweilige Einheit ausklingen lassen. Emmaus bietet sich für Menschen an, die sich für den Glauben interessieren. Das bedeutet, für erfahrene und unerfahrene Christinnen und Christen ebenso wie für Menschen, die sich in den Glaubensfragen noch nicht endgültig entschieden haben. Herzlich eingeladen sind alle Interessierten, egal, ob Sie schon oder noch nicht Mitglieder der Kreuzkirche sind. Geben Sie diese Einladung also gerne an Freunde und Bekannte weiter. Ein erstes kurzes Treffen (ca. 20 Min.) für weitere Informationen, und um einen Termin festzulegen, der vielen die Teilnahme ermöglicht, findet nach dem Gottesdienst am 25. September um 12:00 Uhr statt. Für Anmeldungen und Fragen erreichen Sie mich auch unter folgender adresse: [email protected] Ich freue mich darauf, mit Ihnen diesen Kurs durchzuführen. Ferdinand Kenning
23 September Frauenfrühstück... zusammensitzen, frühstücken, sich austauschen, diskutieren... am Dienstag, dem 20. September 2016 ab 9.30 Uhr Luther, Calvin und die anderen: Die Reformation und ihre Folgen Wie gehabt: Einmal im Monat wollen wir uns treffen, gemeinsam Kaffee und/oder Tee trinken, gesund und lecker frühstücken sowie miteinander ins Gespräch kommen. Unser Thema diesmal (und beim nächsten FrauenFrühstück am 18. Oktober) hat mit dem Reformationsjubiläum zu tun. Dass die Reformation des 16. Jahrhunderts und damit die Existenz des Protestantismus in der Gegenwart mit Martin Luther begannen, gehört allgemein zum Wissensstand. Aber nicht nur Martin Luther war bedeutend für die tiefgreifenden kirchlichen und gesellschaftlichen Umbrüche damals. Wir wollen uns den großen Reformatorengestalten als Persönlichkeiten mit je eigenem theologischem Profil nähern, um mehr über sie und ihre Anliegen zu erfahren. Es geht dabei auch um die Vielfalt reformatorischer Ansätze, die den protestantischen Pluralismus der Moderne hervorgebracht haben. Herzlich willkommen zu diesem Vormittag! Anmeldungen sind erwünscht, aber nicht Voraussetzung zur Teilnahme. Das Frühstück wird vorbereitet, wir bitten um einen kleinen Obolus zur Deckung der Unkosten.
24 24 Kreuzkirche
25 September Termine in der Kreuzkirche, falls nicht anders angegeben Datum Zeit So Gottesdienst mit Kindergottesdienst Mo Kantoreiprobe (Start nach der Sommerpause) Sa Ökumenischer Gottesdienst zum Schulbeginn in der DSTY So Gottesdienst mit Abendmahl Informationsgespräch für Eltern und Konfirmanden Mo Kantoreiprobe Di GKR-Sitzung So Gottesdienst Mo Kantoreiprobe Di FrauenFrühstück So Gottesdienst mit Abendmahl und Kindergottesdienst Vorbesprechung Glaubenskurs Mo Kantoreiprobe So Erntedank-Gottesdienst mit Abendmahl und Kindergottesdienst
26 26 Kreuzkirche Werden Sie Mitglied in der Evangelischen Gemeinde Deutscher Sprache Tokyo-Yokohama Die Evangelische Gemeinde Deutscher Sprache Tokyo-Yokohama besteht seit Sie ist eine Freiwilligkeitsgemeinde, d.h. Mitglied wird man nur durch schriftliche Beitrittserklärung. Die Gemeinde finanziert sich ausschließlich aus den Mitgliedsbeiträgen und Spenden nicht aus der deutschen Kirchensteuer! Pro Familie oder Haushalt fällt ein gemeinsamer Beitrag an, dessen Höhe das Mitglied selbst festlegt. Jeder getaufte Christ ist willkommen, Mitglied zu werden, mit welchem Beitrag auch immer. Unser Budget ist bei sparsamster Haushaltsführung so angelegt, dass wir pro Beitragszahler von etwa Yen pro Monat ausgehen. Darüber hinaus sind Spenden jederzeit willkommen! Beiträge sollen jeweils am 1. April und 1. Oktober eines Jahres, entweder bar an das Pfarramt, oder als Überweisung auf folgendes Konto bezahlt werden: Bank of Tokyo-Mitsubishi-UFJ, Toranomon Branch futsuu kooza Doitsugo Fukuin Kyokai, Konto Nr 東京三菱 UFJ 銀行 虎ノ門支店独逸語福音教会 ( 普 ) Wenn Sie im ATM einzahlen: Bitte tragen Sie Ihren Namen ein!
27 Beitrittserklärung September Hiermit melde ich mich (und meine Familie) für die Dauer meines (unseres) Aufenthaltes in Japan in der Evangelischen Gemeinde Deutscher Sprache Tokyo-Yokohama an. Für die Gemeindekartei gebe ich folgende Daten bekannt: Name, Vorname geboren getauft Konfession am* in am in Anschrift: Telefon: Fax: Mobiltelefon: Ich bin bereit, einen monatlichen Beitrag von Yen zu bezahlen. Datum: Unterschrift: Der Gemeindebrief soll an mich (uns) per nach Hause geschickt werden. Post * Die Geburtstage dürfen im Gemeindebrief erwähnt werden. nein
28 Evangelische Gemeinde Deutscher Sprache K r e u z k i r c h e Tokyo Yokohama Pfarrerin Gabriele Zieme-Diedrich Kita Shinagawa Shinagawa-ku Tokyo Japan Telefon/Fax (03) [email protected] Gemeindebrief Redaktion: Gestaltung: Gabriele Zieme-Diedrich ([email protected]) Cornelia Musashi ([email protected]) Kreuzkirche Texte und Grafiken aus Gemeindebrief - Magazin für Öffentlichkeitsarbeit Fotos: Boltze, Zieme-Diedrich u.a.
Predigt zu allein die Schrift und allein aus Gnade am Reformationstag 2017
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