Datenlogger STL 200/400/800
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- Busso Frank
- vor 9 Jahren
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1 Einspeisemanagement V 1.0 DE Datenlogger STL 200/400/800 Erweiterung Installationshandbuch Einspeisemanagement 1
2 Einspeisemanagement Inhaltsverzeichnis 1 Einspeisemanagement Einleitung Grundlagen Passwortschutz aktivieren Wirkleistungsbegrenzung einrichten Menüpunkt Deaktiviert Menüpunkt 70 Prozent-Festabregelung Menüpunkt Ferngesteuert (nur Suntrol PM Modelle) Blindleistungssteuerung einrichten Menüpunkt Deaktiviert Menüpunkt Fester Verschiebungsfaktor cos (Phi) Menüpunkt feste Blindleistung in Var Menüpunkt variabler Verschiebungsfaktor cos (Phi) über Kennlinie P/P n Punkt-Kennlinie Punkt-Kennlinie Menüpunkt variable Blindleistung über Kennlinie Q(U) (Nur STL800 PM) Punkt-Kennlinie Punkt-Kennlinie Menüpunkt steuerbarer Verschiebungsfaktor cos (Phi) (Nur Suntrol PM) Vernetzung (Nur STL800 PM) Installation Hardware PM Schnittstelle und Klemmstecker Variante 1 4 Relais Variante 2 2 Relais Variante 3 4 Relais mit Überlast Variante 4 3 Relais
3 Einspeisemanagement 1 Einspeisemanagement 1.1 Einleitung Die Suntrol PM Datenlogger Funktion setzt sich aus den Komponenten Wirkleistungsreduzierung und Blindleistungsregelung zusammen. Somit bietet Suntrol Datenlogger die Möglichkeit, alle Anforderungen des EEG 2012 in diesen Bereichen umzusetzen. Das EEG schreibt vor, dass bestimmte Energieerzeugungsanlagen über eine technische Einrichtung zur Wirkleistungsreduktion und/oder Blindleistungsregelung verfügen müssen. Die eigentliche Steuerung der Wirk- und Blindleistung erfolgt bei PV-Anlagen durch den/die Wechselrichter. Die Steuerung der Wechselrichter erfolgt durch den Suntrol Datenlogger. Um zu einem bestimmten Zeitpunkt die in einem Verteilernetz angeschlossenen Erzeugungsanlagen zu steuern, setzen die Netzbetreiber Fernwirktechnik ein. Die dezentralen Energieanlagen können von einem zentralen Punkt aus gesteuert werden. Dazu müssen diese Anlagen mit einem Rundsteuer-empfänger gekoppelt werden. Beim Übertragungskanal der Signale des Netzbetreibers zum Empfänger gibt es zwei Varianten Klassische Rundsteuertechnik Signale werden auf Netzspannung aufmoduliert und über das Stromnetz übertragen Funkrundsteuertechnik Signale werden per Funk über spezielle Langwellenkanäle übertragen Welche Technik jeweils zum Einsatz kommt, liegt in der Hoheit des jeweiligen Netzbetreibers. Die vom Netzbetreiber ausgesendeten Steuersignale werden vom Rundsteuerempfänger in potentialfreie Signalkontakte umgesetzt und können über den Suntrol PM Datenlogger ausgewertet werden. Für die Steuerung der Wirk- und Blindleistung werden getrennte Rundsteuerempfänger eingesetzt. An Suntrol PM Geräte können bis zu zwei Rundsteuerempfänger angeschlossen werden. 1.2 Grundlagen Die Menüpunkte im Bereich Einspeisemanagement können bei unterschiedlichen Modellen unterschiedlich viele Unterpunkte enthalten. Viele Funktionen sind auch bei Suntrol Datenlogger ohne PM Schnittstelle verfügbar. Im Folgenden finden Sie jeweils Hinweise, bei welchen Geräten diese Menüpunkte nicht verfügbar sind. Hinweis Alle im Folgenden beschriebenen Funktionen sind ab Firmware 2.7 verfügbar 3
4 Einspeisemanagement Dialog aufrufen Im Menü Konfiguration/Erweitert/Einspeisemgmt. wählen Im rechten Bereich wird das folgende Fenster angezeigt: Der Dialog zum Einspeisemanagement gliedert sich in die Abschnitte Aktivierung Passwortschutz ( Kapitel 2) Wirkleistungsbegrenzung ( Kapitel 3) Blindleistungssteuerung ( Kapitel 4) Vernetzung mehrerer Suntrol Datenlogger ( Kapitel 5) 4
5 Passwortschutz aktivieren 2 Passwortschutz aktivieren Die Einstellungen im Punkt Einspeisemanagement können sich auf das Verhalten der Wechselrichter auswirken. Um den Zugriff auf diese Optionen vor unsachgemäßer Konfiguration zu schützen, muss der Bereich mit einem Passwort geschützt werden. Feld zur Aktivierung des Passwortschutzes Durch Eingabe des Standardpassworts PM lässt sich dieser Passwortschutz deaktivieren. Somit sind die Konfigurationsmöglichkeiten im Bereich Einspeisemanagement für den Nutzer aktiv und können gespeichert werden. Ohne Eingabe des Passworts steht der Speichern -Button im Menü Einspeisemanagement nicht zur Verfügung. Dies wird durch den Hinweis Einstellungen gesperrt. Passwort-Eingabe erforderlich am Ende der Seite angezeigt. Hinweis Wir empfehlen dem Installateur mit dem Kunden die Reichweite der Einstellungen im Bereich Einspeisemanagement zu besprechen, das Konfigurationsmenü per Passwort zu sperren und ein individuelles Passwort zu vergeben. Neben der Aktivierung durch Eingabe des Passworts muss unter Konfiguration/Intern/System ein neues individuelles Passwort vergeben werden. Passwortvergabe für Einspeisemanagement 5
6 Wirkleistungsbegrenzung einrichten 3 Wirkleistungsbegrenzung einrichten Dieser Menüpunkt bietet die Möglichkeit, verschiedene Varianten der Wirkleistungsreduzierung zu konfigurieren. Hinweis Welche Art der Wirkleistungsreduzierung bei einer konkreten PV-Anlage vorgehalten werden müssen, richtet sich nach der Leistung der Anlage und nach deren Errichtungszeitpunkt und sind im EEG 2012, der Niederspannungs- und Mittelspannungsrichtlinie geregelt. Der Planer bzw. Errichter Ihrer Anlage oder der jeweilige Netzbetreiber kann Auskunft über die Art und Weise der Wirkleistungsreduzierung geben. Menü Wirkleistungsbegrenzung bei PM Geräten 3.1 Menüpunkt Deaktiviert Wenn dieser Menüpunkt ausgewählt ist, ist die Wirkleistungsbegrenzung deaktiviert. Dies entspricht dem Auslieferungszustand des Suntrol Datenloggers 3.2 Menüpunkt 70 Prozent-Festabregelung Durch Aktivierung dieses Menüpunkts werden der/die Wechselrichter fest auf 70% der maximalen AC Leistung geregelt. Als Referenzwert wird die unter dem Menüpunkt Konfiguration/Basis/Wechselrichter eingegebene Maximale AC Leistung herangezogen. Hinweis Wenn diese Option aktiviert ist, wird die Änderung der Maximalen AC Leistung der Wechselrichter unter Konfiguration/Basis/Wechselrichter gesperrt. Durch Eingabe des Passworts unter Konfiguration/Erweitert/Einspeisemgmt. wird dieser Schutz für berechtigte Benutzer aufgehoben. 6
7 Wirkleistungsbegrenzung einrichten 3.3 Menüpunkt Ferngesteuert (nur Suntrol PM Modelle) Diese Option ist zu wählen, sollte die Wirkleistungsreduzierung ferngesteuert durch den Netzbetreiber erfolgen. Um dies realisieren zu können, wird ein Rundsteuerempfänger benötigt. Welche Art von Rundsteuerempfänger zum Einsatz kommt, liegt in der Hoheit des jeweiligen Netzbetreibers. Die vom Netzbetreiber ausgesendeten Steuersignale werden vom Rundsteuerempfänger in potentialfreie Signalkontakte umgesetzt und können über die digitale PM Schnittstelle der Suntrol PM Modelle ausgewertet werden. Durch Auswahl des Menüpunkts Ferngesteuert erweitern sich die Einstellungsmöglichkeiten. Im rechten Bereich wird das folgende Fenster angezeigt. Konfigurationsmenü für ferngesteuerte Wirkleistungsbegrenzung Abschnitt Schnittstelle Je nach Suntrol werden hier die Schnittstellen für die Kommunikation mit den angeschlossenen Wechselrichtern angezeigt. Diese Liste kann je nach verwendetem Modell auch weniger Einträge enthalten. Wählen Sie die entsprechende Schnittstelle oder Schnittstellen aus, an welcher der/die zu regelnden Wechselrichter angeschlossen sind. 7
8 Wirkleistungsbegrenzung einrichten Abschnitt Regelung der Wechselrichter Über diese Option kann die Wirkleistungsregelung aktiviert werden. Diese Option ermöglicht es die Konfiguration vorzunehmen und diese per Mausklick zu einem späteren Zeitpunkt zu aktivieren oder zu deaktivieren. Abschnitt Kanal- und Leistungseinstellungen Die Relaisausgänge des Rundsteuerempfängers werden mit dem PM Eingang des Suntrol Datenloggers verbunden. Dadurch können die Signale des Netzbetreibers vom Suntrol Datenlogger ausgewertet werden. Schematische Darstellung eines Rundsteuerempfängers mit drei Relais und Kopplung mit den digitalen Eingängen des Suntrol PM In der Praxis kommen verschiedene Rundsteuerempfänger mit unterschiedlich vielen Relais und unterschiedlichen Signalcodierungen zum Einsatz. Die Konfigurationsmatrix der Suntrol PM bietet daher maximale Flexibilität es lassen sich alle bekannten Varianten konfigurieren. Rundsteuerempfänger verfügen in der Regel über 2 bis 5 Relais. Die Zuordnung der einzelnen Relaiszustände zu bestimmten Reduzierungsstufen wird vom jeweiligen Netzbetreiber vorgegeben und anhand dieser Matrix im Suntrol hinterlegt. So können die angeschlossenen Wechselrichter auf die vorgegebenen Reduzierungsstufen geregelt werden. In der Grundeinstellung werden 4 Stufen angezeigt. Über das + Zeichen lässt sich diese Liste um weitere Stufen erweitern. Für jede Stufe wird die Eingangssignalkombination und ein Wert für die Leistung in % eingetragen. Im Kapitel 6 dieses Handbuchs sind einige Beispiele von Rundsteuerempfängern, deren Kopplung mit Suntrol PM Datenlogger und die entsprechende Konfigurationsmatrix aufgeführt. Relais schließen bei Stufe 4 (Nur STL800 PM) Durch Auswahl dieser Funktion wird das potentialfreie Steuerrelais des STL800 PM bei aktiver Stufe 4 geschlossen. 8
9 Wirkleistungsbegrenzung einrichten Das Relais darf mit maximal 24 V DC und 5A belastet werden. Ein 230 V Verbraucher muss über ein weiteres Lastrelais geschaltet werden. Bitte beachten Sie das entsprechende Kapitel im Installationshandbuch Im Beispiel ist Stufe 4 auf 0% definiert. Soll eine individuelle Reduzierungsstufe per Relais signalisiert werden, ist diese Eingangskombination auf Stufe 4 zu konfigurieren. Relais schließen bei Leistungsbegrenzung (Nur STL800 PM) Wählen Sie diese Option, um jegliche Leistungsbegrenzung per Relaisausgang zu signalisieren. Das Relais darf mit maximal 24 V DC und 5A belastet werden. Ein 220 V Verbraucher muss über ein weiteres Lastrelais geschaltet werden. Bitte beachten Sie das entsprechende Kapitel im Installationshandbuch bei Änderung der Leistungsbegrenzung Hinweis (* diese Funktion ist vom jeweiligen Provider abhängig) Option wählen um per über jegliche Leistungsänderung informiert zu werden. Hierzu wird die unter Konfiguration/Erweitert/ eingegebene adresse verwendet. max. Änderung Leistung: Eine ruckartige Absenkung oder Erhöhung der Wirkleistung könnte sich langfristig negativ auf Wechselrichter auswirken. Über das Feld max. Änderung Leistung wird vorgegeben, wie hoch die maximale prozentuale Leistungsänderung pro Zeitintervall (15 Sekunden) ist. Dieser Wert bezieht sich auf die Leistungsreduzierung, wird aber auch beim Hochfahren der Anlage nach Leistungsreduzierung verwendet. 9
10 Blindleistungssteuerung einrichten 4 Blindleistungssteuerung einrichten Dieser Menüpunkt bietet die Möglichkeit verschiedene Varianten der Blindleistungssteuerung zu konfigurieren. Hinweis Welche Art der Blindleistungsregelung bei einer konkreten PV-Anlage vorgehalten werden muss, richtet sich nach der Leistung der Anlage und nach deren Errichtungszeitpunkt und ist im EEG 2012, der Niederspannungs- und Mittelspannungsrichtlinie geregelt. Der Planer bzw. Errichter Ihrer Anlage oder der jeweilige Netzbetreiber kann Auskunft über die Art und Weise der Blindleistungsregelung geben. Über den Suntrol können verschiedene Optionen für die Blindleistungssteuerung ausgewählt werden: Deaktiviert fester Verschiebungsfaktor cos (Phi) feste Blindleistung in Var variabler Verschiebungsfaktor cos (Phi) über Kennlinie P/Pn variable Blindleistung über Kennlinie Q(U) (nur STL800 PM) steuerbarer Verschiebungsfaktor cos (Phi) (nur Suntrol PM) 4.1 Menüpunkt Deaktiviert Wenn dieser Menüpunkt ausgewählt ist, ist die Blindleistungssteuerung deaktiviert. Dies entspricht dem Auslieferungszustand des Suntrol Dataloggers. 4.2 Menüpunkt Fester Verschiebungsfaktor cos (Phi) Sollte der Netzbetreiber einen festen Sollwert vorgeben, ist diese Option zu aktivieren. Durch Auswahl dieser Option ergeben sich weitere Einstellungspunkte. Im rechten Bereich wird das folgende Fenster angezeigt: 10
11 Blindleistungssteuerung einrichten Konfigurationsmöglichkeiten bei festem Verschiebungsfaktor Cos (Phi) Abschnitt Schnittstelle Je nach Suntrol Datenlogger werden hier die Schnittstellen für die Kommunikation mit den angeschlossenen Wechselrichtern angezeigt. Diese Liste kann je nach verwendetem Modell auch weniger Einträge enthalten. Wählen Sie die entsprechende Schnittstelle oder Schnittstellen aus, an welcher der/die zu regelnden Wechselrichter angeschlossen sind. Abschnitt Cos (Phi) Über diese Matrix ist es möglich, einen festen Cos (Phi) für bestimmte Zeiträume vorzugeben. Müssen im Tagesverlauf unterschiedliche Verschiebungsfaktoren eingehalten werden, können diese hier konfiguriert werden. In der Spalte ab (Uhrzeit) wird die jeweilige Start-Zeit definiert. In der Spalte Cos (Phi) kann der ab dieser Start-Zeit einzuhaltende Verschiebungsfaktor Cos (Phi) vorgegeben werden. In der Spalte induktiv wird durch einen Haken ein induktiver und kapazitiver Cos (Phi) gewählt. Der Haken setzt den Cos (Phi) auf induktiv. Wenn ein bestimmter Cos (Phi) für 24 Stunden eingehalten werden muss, darf nur in der ersten Zeile die Uhrzeit 00:00 sowie der Cos (Phi) eingetragen werden. Die anderen Zeilen müssen ebenfalls mit 00:00 Uhr gefüllt bleiben. 11
12 Blindleistungssteuerung einrichten 4.3 Menüpunkt feste Blindleistung in Var Sollte der Netzbetreiber einen absoluten Wert der Blindleistung in Var vorgeben, ist diese Option zu aktivieren. Durch Auswahl dieser Option ergeben sich weitere Einstellungspunkte. Im rechten Bereich wird das folgende Fenster angezeigt: Konfigurationsmöglichkeiten bei fester Blindleistung in Var Abschnitt Schnittstelle Je nach Suntrol werden hier die Schnittstellen für die Kommunikation mit den angeschlossenen Wechselrichtern angezeigt. Diese Liste kann je nach verwendetem Modell auch weniger Einträge enthalten. Wählen Sie die entsprechende Schnittstelle oder Schnittstellen aus, an welcher der/die zu regelnden Wechselrichter angeschlossen sind. Abschnitt Blindleistung Über diese Matrix ist es möglich, einen festen Blindleistungswert in Var für bestimmte Zeiträume vorzugeben. Müssen im Tagesverlauf unterschiedliche Blindleistungen eingehalten werden, können diese hier konfiguriert werden. In der Spalte ab (Uhrzeit) wird die jeweilige Start-Zeit definiert. In der Spalte Blindleistung Var kann die ab dieser Start-Zeit einzuhaltende Blindleistung vorgegeben werden. In der Spalte induktiv wird durch einen Haken induktive und kapazitive Blindleistung gewählt. Der Haken setzt die Blindleistung auf induktiv. 12
13 Blindleistungssteuerung einrichten Wenn eine bestimmte Blindleistung in Var für 24 Stunden bereitgestellt werden muss, darf nur in der ersten Zeile die Uhrzeit 00:00 sowie Wert in Var eingetragen werden. Die anderen Zeilen müssen ebenfalls mit 00:00 Uhr gefüllt bleiben. 4.4 Menüpunkt variabler Verschiebungsfaktor cos (Phi) über Kennlinie P/P n Diese Option ist zu wählen, wenn der Netzbetreiber die Anpassung des Cos (Phi) anhand einer P/P n Kennlinie fordert. Bei der Kennlinie P/P n wird das Verhältnis von momentan vorliegender Wirk-(P) und Nennleistung (P n ) gebildet und diesem Wert ein durch die Kennlinie definierter Cos (phi) zugeordnet. Konfigurationsmöglichkeiten variabler Verschiebungsfaktor anhand 2-Punkt-Kennlinie Abschnitt Schnittstelle Je nach Suntrol Datenlogger werden hier die Schnittstellen für die Kommunikation mit den angeschlossenen Wechselrichtern angezeigt. Diese Liste kann je nach verwendetem Modell auch weniger Einträge enthalten. 13
14 Blindleistungssteuerung einrichten Wählen Sie die entsprechende Schnittstelle oder Schnittstellen aus, an welcher der/die zu regelnden Wechselrichter angeschlossen sind. Abschnitt Kennlinientyp Über diesen Menüpunkt kann eine vom Netzbetreiber vorgegebene Kennlinie hinterlegt werden. Grundsätzlich wird hier zwischen 2- und 4-Punkt-Kennlinie unterschieden Punkt-Kennlinie Durch die Auswahl 2-Punkt-Kennlinie besteht die Möglichkeit eine Kennlinie anhand von 2 Punkten zu definieren. Die Kennlinien-Grafik stellt beispielhaft eine mögliche Kennlinie dar. Die Beispiel-Kennlinie ändert sich durch die Eingabe von Werten nicht. Die in den Feldern A und B eingetragenen Werte entsprechen nicht der Beispiel-Kennlinie. Die vom Netzbetreiber vorgegebenen Punkte werden über die Eingabefelder bei Punkt A und B im Suntrol definiert. Die pro Zeile eingegebenen Werte beschreiben den jeweiligen Punkt auf der Kennlinie. Nach der Eingabe der Werte Speichern klicken. 14
15 Blindleistungssteuerung einrichten Punkt-Kennlinie Konfigurationsmöglichkeiten variabler Verschiebungsfaktor anhand 4-Punkt-Kennlinie Durch die Auswahl 4-Punkt-Kennlinie besteht die Möglichkeit eine Kennlinie anhand von 4 Punkten zu definieren. Die Kennlinien-Grafik stellt beispielhaft eine mögliche Kennlinie dar. Die Beispiel-Kennlinie ändert sich durch die Eingabe von Werten nicht. Die in den Feldern A-D eingetragenen Werte entsprechen nicht der Beispiel- Kennlinie. Die vom Netzbetreiber vorgegebenen Punkte werden über die Eingabefelder bei Punkt A bis D im Suntrol definiert. Die pro Zeile eingegebenen Werte beschreiben den jeweiligen Punkt auf der Kennlinie. Nach der Eingabe der Werte Speichern klicken. 15
16 Blindleistungssteuerung einrichten 4.5 Menüpunkt variable Blindleistung über Kennlinie Q(U) (Nur STL800 PM) Diese Option ist nur für Anlagen relevant, die direkt auf Mittelspannungsebene einspeisen. Um diese Funktion realisieren zu können, wird neben einem STL800 PM der Suntrol Utility Meter (Lieferbar im 1. Quartal 2012) benötigt. Mit Hilfe des Suntrol Utility Meters kann die Netzspannung auf Mittelspannungsebene (20kV) gemessen werden. Der Suntrol Utility Meter wird über den RS485 Bus mit dem Suntrol gekoppelt und im Rahmen der Wechselrichtererkennung eingerichtet. Schematischer Aufbau variable Blindleistungsbereitstellung per Q(U) Funktion Bei dieser Option wird die Blindleistung der an den STL800 PM angeschlossenen Wechselrichter anhand der gemessenen Spannung am Einspeisepunkt geregelt. 16
17 Blindleistungssteuerung einrichten Konfigurationsmöglichkeiten bei Kennlinie Q(U) anhand 2-Punkt-Kennlinie Abschnitt Schnittstelle Je nach Suntrol Datenlogger werden hier die Schnittstellen für die Kommunikation mit den angeschlossenen Wechselrichtern angezeigt. Diese Liste kann je nach verwendetem Modell auch weniger Einträge enthalten. Wählen Sie die entsprechende Schnittstelle oder Schnittstellen aus, an welcher der/die zu regelnden Wechselrichter angeschlossen sind. Abschnitt Kennlinientyp Über diesen Menüpunkt kann eine vom Netzbetreiber vorgegebene Kennlinie hinterlegt werden. Grundsätzlich wird hier zwischen 2- und 4-Punkt-Kennlinie unterschieden. 17
18 Blindleistungssteuerung einrichten Punkt-Kennlinie Wenn der Netzbetreiber eine 2-Punkt-Kennlinie vorgibt, muss dieser Menüpunkt ausgewählt werden. Die Kennlinien-Grafik stellt beispielhaft eine mögliche Kennlinie dar. Die Beispiel-Kennlinie ändert sich durch die Eingabe von Werten nicht. Die in den Feldern A und B eingetragenen Werte entsprechen nicht der Beispiel-Kennlinie. Die vom Netzbetreiber vorgegebenen Punkte werden über die Eingabefelder bei Punkt A und B im Suntrol Datenlogger definiert. Die pro Zeile eingegebenen Werte beschreiben den jeweiligen Punkt auf der Kennlinie. Nach der Eingabe der Werte Speichern klicken. Menüpunkt Maximale Scheinleistung der Erzeugungsanlage In diesem Feld muss die maximale Scheinleistung der gesamten Erzeugungsanlage einzutragen. Menüpunkt Uc In diesem Feld wird die vereinbarte Netzspannung im Mittelspannungsnetz des Netzbetreibers eingetragen. Dieser Wert wird vom Netzbetreiber vorgegeben. In der Regel entspricht die Netzspannung auf Mittelspannungsebene V. Menüpunkt UNS Die einzutragende Referenzspannung ist abhängig vom verwendeten Messfühler. Beim Suntrol Utility Meter ist die Werkseinstellung 100,0 V Punkt-Kennlinie Wenn der Netzbetreiber eine 4-Punkt-Kennlinie vorgibt muss dieser Menüpunkt ausgewählt werden. Die Kennlinien-Grafik stellt beispielhaft eine mögliche Kennlinie dar. Die Beispiel-Kennlinie ändert sich durch die Eingabe von Werten nicht. Die in den Feldern A-D eingetragenen Werte entsprechen nicht der Beispiel- Kennlinie. Die vom Netzbetreiber vorgegebenen Punkte werden über die Eingabefelder bei Punkt A bis D im Suntrol definiert. Die pro Zeile eingegebenen Werte beschreiben den jeweiligen Punkt auf der Kennlinie. Nach der Eingabe der Werte Speichern klicken. Menüpunkt Maximale Scheinleistung der Erzeugungsanlage In diesem Feld muss die maximale Scheinleistung der gesamten Erzeugungsanlage einzutragen. Menüpunkt Uc In diesem Feld wird die vereinbarte Netzspannung im Mittelspannungsnetz des Netzbetreibers eingetragen. Dieser Wert wird vom Netzbetreiber vorgegeben. In der Regel entspricht die Netzspannung auf Mittelspannungsebene V. 18
19 Blindleistungssteuerung einrichten Menüpunkt UNS Die einzutragende Referenzspannung ist abhängig vom verwendeten Messfühler. Beim Suntrol Utility Meter ist die Werkseinstellung 100,0 V. 4.6 Menüpunkt steuerbarer Verschiebungsfaktor cos (Phi) (Nur Suntrol PM) Diese Option ist zu wählen, sollte die Blindleistungsbereitstellung ferngesteuert durch den Netzbetreiber geregelt werden. Um dies realisieren zu können, wird ein Rundsteuerempfänger benötigt. Welche Art von Rundsteuerempfänger zum Einsatz kommt, liegt in der Hoheit des jeweiligen Netzbetreibers. Die vom Netzbetreiber ausgesendeten Steuersignale werden vom Rundsteuerempfänger in potentialfreie Signalkontakte umgesetzt und können über die digitale PM Schnittstelle der Suntrol PM Datenlogger ausgewertet werden. Durch Auswahl des Menüpunkts steuerbarer Verschiebungsfaktor ändern sich die Einstellungsmöglichkeiten. Im rechten Bereich wird das folgende Fenster angezeigt. Konfigurationsmenü für ferngesteuerte Wirkleistungsbegrenzung 19
20 Blindleistungssteuerung einrichten Abschnitt Schnittstelle Je nach Suntrol werden hier die Schnittstellen für die Kommunikation mit den angeschlossenen Wechselrichtern angezeigt. Diese Liste kann je nach verwendetem Modell auch weniger Einträge enthalten. Wählen Sie die entsprechende Schnittstelle oder Schnittstellen aus, an welcher der/die zu regelnden Wechselrichter angeschlossen sind. Abschnitt Relais Anhand dieser Matrix können bestimmte Verschiebungsfaktoren cos (Phi) für bestimmte Relaiszustände der Rundsteuerempfänger definiert werden. In der Grundeinstellung werden 4 Stufen angezeigt. Über das + Zeichen lässt sich diese Liste um weitere Stufen erweitern. Für jede Stufe wird die Eingangssignalkombination und ein Wert für den Verschiebungsfaktor Cos (Phi) eingetragen. Im Kapitel 6 dieses Handbuchs sind einige Beispiele von Rundsteuerempfängern, deren Kopplung mit Suntrol PM und die entsprechende Konfigurationsmatrix aufgeführt. Abschnitt Variabler Verschiebungsfaktor Besteht die Forderung, dass der Netzbetreiber die Blindleistungssteuerung per Rundsteuerempfänger auf einen bestimmten Cos (Phi) und auf die Anpassung des Cos (Phi) anhand einer Kennlinie regeln kann, muss der gewünschten Stufe der variable Verschiebungsfaktor per Kennlinie zugewiesen werden. Die gewünschte Stufe ist im Feld einzugeben. Achtung bei der Kombination von zwei Rundsteuerempfängern. Sollte der Rundsteuerempfänger für die Wirkleistungsreduzierung eine binäre Signalcodierung (2 Relais für 4 Reduzierungsstufen) verwenden, muss eine Signalrückführung über den Rundsteuerempfänger für die Blindleistung durch den Einbau von Dioden verhindert werden. 20
21 Vernetzung (Nur STL800 PM) 5 Vernetzung (Nur STL800 PM) Um das Einspeisemanagement für große Anlagen zu verwirklichen, besteht die Möglichkeit den STL800 PM in einem Netzwerk mit mehreren STL800 zu betreiben. Funktion Die Signale des Rundsteuerempfängers werden am STL800 PM (Master) empfangen und an die angeschlossenen Wechselrichter per RS 485 Bus verteilt. Zusätzlich können die Schaltbefehle des Energieversorgers vom STL800 PM (Master) an weitere STL800 weitergegeben werden, die dann Ihrerseits die angeschlossenen Wechselrichter regeln. Für diesen Vorgang wird der STL800 PM (Master) mit bis zu 9 STL800 (Slave) per Netzwerk (RJ45 Verkabelung) verbunden. Konfiguration Im STL800 PM (Master) werden die IP Adressen der angeschlossenen STL800 (Slave) eingegeben und gespeichert. Es erscheinen automatisch zusätzliche Zeilen für mehr als 2 Slaves. Felder zur Eingabe der IP-Adressen der STL800 (Slave) Nach einem Neustart der STL800 (Slave) erscheint unter Konfiguration/Erweitert/Einspeisemanagement der neue Menüeintrag Ferngesteuert. Die Konfiguration des Einspeisemanagement, der an diesem Slave Suntrol Datenlogger angeschlossenen Wechselrichter wird wie in Kapitel 3.3 beschrieben konfiguriert. 21
22 Vernetzung (Nur STL800 PM) Prinzipieller Aufbau zur Steuerung von Großanlagen 22
23 Installation Hardware 6 Installation Hardware Die Netzbetreiber haben sich nicht auf eine einheitliche Signalisierung über Rundsteuerempfänger geeinigt. Im Folgenden finden Sie beispielhaft einige Varianten mit der jeweiligen Verkabelung und der Konfiguration in der Suntrol Firmware. Alle Beispiele beziehen sich auf den Bereich Wirkleistungsreduzierung. Die Rundsteuerempfänger für Blindleistung sind nach demselben Muster zu konfigurieren. Hinweis Die im Folgenden aufgeführten Anschlussbeispiele sind Vorgaben verschiedener Netzbetreiber. Die Bezeichnungen der Relais in den Schaltplänen und in der Konfigurationsmatrix des Suntrol Datenlogger können abweichen. Sollten Ihnen weitere Verschaltungsbeispiele vorliegen, freut sich unser Support über diese Informationen per an [email protected] Achtung, bei der Kombination von zwei Rundsteuerempfängern. Sollte der Rundsteuerempfänger für die Wirkleistungsreduzierung eine binäre Signalcodierung (2 Relais für 4 Reduzierungsstufen) verwenden, muss eine Signalrückführung über den Rundsteuerempfänger für die Blindleistung durch den Einbau von Dioden verhindert werden. 6.1 PM Schnittstelle und Klemmstecker Der Anschluss der Relaiskontakte der Rundsteuerempfänger an den Suntrol Datenlogger erfolgt über die 6-polige PM Schnittstelle an der Oberseite des Suntrol PM Datenloggers. PM Schnittstelle an der Oberseite der Suntrol PM Modelle 23
24 Installation Hardware Pinbelegung 6 Poliger Klemmleistenstecker Um größtmögliche Flexibilität zu ermöglichen, können die vom Netzbetreiber vorgegebenen Reduzierungsstufen und deren Signalisierung am Rundsteuerempfänger über maximal vier digitale Eingänge vom Suntrol ausgewertet werden. Pin Belegung Beschreibung 1 +5 V Für Wirkleistungssteuerung 2 D_In_1 Stufe 1 3 D_In_2 Stufe 2 4 D_In_3 Stufe 3 5 D_In_4 Stufe V Für Blindleistungssteuerung 6.2 Variante 1 4 Relais Vorgaben Stufe K1 K2 K3 K4 Leistung 1 Ein Aus Aus Aus 100% 2 Aus Ein Aus Aus 60% 3 Aus Aus Ein Aus 30% 4 Aus Aus Aus Ein 0% Verkabelung Rundsteuerempfänger und Verknüpfung mit PM Eingängen 24
25 Installation Hardware Verbindung PM Klemmstecker mit Rundsteuerempfänger Pin Belegung Beschreibung V 2 D_IN_1 Stufe 1 (100%) 3 D_IN_2 Stufe 2 (60%) 4 D_IN_3 Stufe 3 (30%) 5 D_IN_4 Stufe 4 (0%) V Reserviert für Blindleistungssteuerung Konfiguration Weboberfläche Rundsteuerempfänger und Verknüpfung mit PM Eingängen 25
26 Installation Hardware 6.3 Variante 2 2 Relais Vorgaben Stufe K5 K6 Leistung 1 Aus Aus 100% 2 Ein Aus 60% 3 Aus Ein 30% 4 Ein Ein 0% Verkabelung Rundsteuerempfänger und Verknüpfung mit PM Eingängen Verbindung PM Klemmstecker mit Rundsteuerempfänger Pin Belegung Beschreibung V 2 D_IN_1 K5 geschaltet 3 D_IN_2 K6 geschaltet V Reserviert für Blindleistungssteuerung 26
27 Installation Hardware Konfiguration Weboberfläche 6.4 Variante 3 4 Relais mit Überlast Vorgaben Stufe K5 K6 Leistung 1 Aus Aus 100% 2 Ein Aus 60% 3 Aus Ein 30% 4 Ein Ein 0% Überlast Überlast-Relais ein 0% Betrieb Betreib-Relais ein 0% Verkabelung Rundsteuerempfänger und Verknüpfung mit PM Eingängen Verbindung PM Klemmstecker mit Rundsteuerempfänger 27
28 Installation Hardware Pin Belegung Beschreibung V 2 D_IN_1 Stufe 2 (60%) 3 D_IN_2 Stufe 3 (30%) 4 D_IN_3 Überlast (0%) 5 D_IN_4 Betrieb (0%) V Reserviert für Blindleistungssteuerung Konfiguration Weboberfläche Die Funktion Überlast aus wurde in dieser Konfiguration auf der Stufe 4 konfiguriert. Dies hat den Vorteil, dass bei der Funktion Überlast aus das Relais des Suntrol Datenloggers geschlossen wird. Durch dieses Relais lassen sich andere Ansteuerungen realisieren. 6.5 Variante 4 3 Relais Vorgaben Stufe K2 K3 K4 Leistung 1 Aus Aus Aus 100% 2 Ein Aus Aus 60% 3 Aus Ein Aus 30% 4 Aus Aus Ein 0% 28
29 Installation Hardware Verkabelung Rundsteuerempfänger und Verknüpfung mit PM Eingängen Verbindung PM Klemmstecker mit Rundsteuerempfänger Pin Belegung Beschreibung V 2 D_IN_1 Stufe 2 (60%) 3 D_IN_2 Stufe 3 (30%) 4 D_IN_3 Stufe 4 (0%) V Konfiguration Weboberfläche 29
30 30 Installation Hardware
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