Erfahrungsbericht Spring 2011 UC Riverside

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1 DHBW MANNHEIM Erfahrungsbericht Spring 2011 UC Riverside Dominik Harz & Daniel Kokoschka International Business Information Technology (B.S.) 4. Semester

2 Vorbereitung Man kann in einem kleinen Bericht wie diesem hier leider nur sehr grob zusammenfassen, welche neuen Erfahrungen man in Kalifornien sammeln konnte. Für uns war die Zeit an der UC Riverside großartig und jeder der die Chance bekommt, sollte sich für ein Auslandssemester bewerben. Bei der Entscheidung, an welche Universität oder Hochschule ihr wollt, kann euch dieser Bericht vielleicht helfen. Um ein Studium im Ausland absolvieren zu können muss man erst einmal die Zustimmung der jeweiligen Firma einholen, da sie den Aufenthalt genehmigen müssen. Nachdem diese erste Hürde genommen ist, muss man sich um die Kurse an der UC Riverside kümmern. An der Austauschuniversität muss man die Kurse entsprechend der Kurse an der DHBW belegen. Das Finden der einzelnen Kurse gestaltete sich teilweise sehr schwierig. Die Extension Kurse, die in etwa Abendkursen für Erwachsene entsprechen, lassen sich noch relativ einfach finden. Die Academic Kurse, also die Kurse an der richtigen Universität, sind etwas schwerer herauszufinden. Doch nach einiger Suche konnten alle Kurse passend zu denen an der DHBW gefunden werden. Nachdem unser Studiengangsleiter den Kursen nach kleinen Nachkorrekturen zugestimmt hat, konnte die Bewerbung abgeschickt werden. Gleichzeitig dazu musste man sich um eine Wohnung dort kümmern. Wir haben uns dazu im International Village der UC Riverside beworben. Diese wollen dafür eine einmalige Gebühr und versprechen einem dafür ein geräumiges Zimmer und eine vollausgestattete geteilte Küche. Als letztes muss man sich noch um das Visum kümmern, wofür man sich durch einen langwierigen Onlineprozess kämpfen muss. Danach steht noch ein persönlicher Besuch in Frankfurt beim Konsulat an. Außerdem muss man das Visum und das Sevis Fee extra bezahlen. Studium Das Studium an der UC Riverside macht sehr viel Spaß. Um es kurz zusammenzufassen: Man hat weniger Stress als an der DHBW, lernt dabei viel und man hat ein Studentenleben. Viele an der DHBW werden das Gefühl wohl kennen sich nicht an einer richtigen Uni zu befinden. An der UC Riverside hat man einen sehr großen Campus mit etlichen Studenten. Zwischen den Vorlesungen hat man genügend Zeit entweder auf den vielen Grünanlagen zu entspannen, in das Fitnessstudio zu gehen oder aber im HUB zu entspannen. Der HUB ist ein zentrales Gebäude auf dem Campus in dem sich mehrere Fastfood-Restaurants und ein Café befinden. Außerdem gibt es dort

3 eine große Aufenthaltslounge mit diversen Spielmöglichkeiten. WLAN gibt es auf dem ganzen Campus. Das Studium selbst kommt einem erst mal relativ viel vor, da man praktisch alle 2 Wochen ein Quiz schreibt, diverse Hausarbeiten abzugeben hat und in der Mitte des Quarters in den meisten Fächern eine Midterm schreibt. Dadurch ist man aber eben auch gezwungen sich mit den Themen zu beschäftigen und lernt so relativ regelmäßig und hat immer nur kleinere Mengen zu bearbeiten. Dadurch staut es sich nicht alles bis zur finalen Klausur an. Außerdem setzt sich die Endnote aus vielen Teilen zusammen, sodass man sich durchaus einen Aussetzer erlauben darf. Generell sind die Prüfungen aber sehr gut zu bewältigen und die Hausarbeiten geben bereits volle Punktzahl, wenn man jede Aufgabe bearbeitet hat. Die Dozenten nehmen sich außerdem Zeit für ihre Studenten und sind im Regelfall gut über Mail zu erreichen. Die Academic Kurse an der Uni sind im Regelfall größer als an der DHBW und haben je nach Kurs um die 70 Studenten. Hierbei kann man gut in Kontakt mit amerikanischen Studenten kommen. Die Extension Kurse sind meist sehr kleine Kurse und haben ca Studenten. Diese sind allerdings entweder ebenfalls ausländische Studenten oder aber Amerikaner, die nach dem Beruf oder während dessen sich abends weiterbilden wollen. Diese Kurse sind auch weniger akademisch als an der Uni und eher praktisch orientiert. Aufenthalt In Kalifornien gibt es sehr viel zu entdecken. Über Wüste, Wälder, schneebedeckte Berge und Strände kann man so ziemlich jede Landschaftsform entdecken. Allerdings braucht man für größere Ausflüge auf jeden Fall ein Auto. Für unter 25 jährige ist es allerdings relativ teuer und schwierig ein Auto zu bekommen. In Riverside selbst ist es eher etwas ruhiger. Es gibt durchaus Studentenpartys, aber Clubs sollte man eher nicht erwarten. Wer gerne in Clubs geht kann nach Hollywood fahren (ca. 1 Stunde mit dem Auto) dort findet man im Umkreis von 1km bestimmt um die 10 Clubs und mehrere Bars. Die Clubs sind deutlich teurer als die Bars, man muss schon mit mindestens $20 Eintritt rechnen. Die amerikanische Feierhochburg ist aber natürlich Las Vegas. Der Trip von Riverside aus dauert ca. 4 Stunden ist aber absolut lohnenswert. In Vegas gibt es die vielen berühmten Casinos zu erleben und mehrere Clubs. Außerdem kann man Ausflüge zum Hoover Staudamm und zum Grand Canyon machen.

4 Wer die tollen National Parks in Kalifornien erleben will, der sollte entweder den Sequoia and Kings National Park besuchen oder aber den Yosemite National Park. Ich selbst war zusammen mit einem Freund im Yosemite drei Tage auf Backpacking Tour durch die Wildness, was eine wahnsinnig gute Erfahrung war. Die Landschaft ist einzigartig und so viel unberührte Natur erlebt man in Deutschland wohl nicht mehr. Man sollte den Trip aber im Voraus planen, da man entsprechende Ausrüstung braucht (bekommt man im Student Recreation Center) und eine Wilderness Permit (kann man auf der Homepage des Yosemite beantragen).außerdem sollte man sich vorher über den Zustand der einzelnen Trails informieren, da diese selbst Ende Mai noch sehr zugeschneit sein können. Wir sind den zweiten Tag auch nur in 3 bis 4m hohem Tiefschnee gelaufen, also muss man entsprechende Ausrüstung mitnehmen. Die Ranger weisen einen darauf aber hin, wenn man einen nicht begehbaren Trail buchen will. In Los Angeles selbst gibt es auch einiges zu entdecken. An Venice Beach findet man die meisten alternativen Lebensausteiger und Skater. In Santa Monica gibt es den großen Pier inklusive Achterbahn und Riesenrad darauf. Long Beach hat eine unendliche Zahl an Beach Volleyball Feldern und in Hollywood kann man auf dem Wlak of Fame schlendern. Nur den Süden der Stadt sollte man meiden, da es in Inglewood und Skid Row nicht allzu sicher ist. Das Wohnen in Riverside im International Village haben wir als nicht so toll empfunden. Die Räume sind doch sehr klein und, was aber typisch für Amerika ist, man hat immer einen Roommate. Wenn man sich gut versteht ist das kein Problem, es ist aber eine Umgewöhnung für uns, da die meisten doch ihr eigenes Zimmer haben, selbst wenn man in einer WG wohnt. Für die Einzelzimmer sind die Preise nochmal deutlich höher. Die Wohnung ist nicht gut ausgestattet, die Möbel erinnern doch stark an eine Jugendherberge, bei deutlich höheren Preisen. Es gab außerdem keine Kleiderbügel und Mülleimer in den Zimmern. Solche Sachen müssen extra gekauft werden. Leider gab es während wir da waren auch wöchentlich ein Feueralarm, da die Rauchmelder extrem empfindlich sind.

5 Persönliche Wertung Insgesamt gesehen hat uns das Auslandssemester ausgesprochen gut gefallen. Bis auf das Wohnen im International Village würden wir es jedem uneingeschränkt auch so empfehlen. Das Studium empfanden wir als relativ stressfrei, obwohl wir anstatt der empfohlenen 3 Kurse 6 belegt haben. Die Arbeit ist gut zu bewältigen und man hat das Wochenende eigentlich immer frei. An den Wochenenden sollte man versuchen aus Riverside raus zu kommen, da es dort nicht so viel zum anschauen gibt. Man kann Ausflüge nach Los Angeles, San Diego oder Malibu machen. Wer das ganze Wochenende unterwegs sein möchte kann auch weiter weg gehen, nach San Francisco, Las Vegas oder in einen der National Parks wie Yosemite oder Sequoia. Wer nach Mexiko möchte, muss das mit der UC Riverside abklären, da es dort bestimmte Auflagen für das Studentenvisum gibt. Wer im Frühlingssemester geht kann außerdem noch ganz zu Beginn die letzten Spring Break Partys mitnehmen und so gleich in das amerikanische Studentenleben starten. Die Kalifornier sind generell sehr locker drauf und kontaktfreudig. Alles in allem eine tolle Erfahrung, die wir jedem empfehlen würden!

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