Von TryEngineering -
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- Ute Bösch
- vor 9 Jahren
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1 Von TryEngineering - Im Mittelpunkt dieser Lektion In dieser Lektion geht es darum, wie die Form eines Schiffsrumpfs seine Geschwindigkeit und sein Stabilitätspotenzial beeinflussen kann. Die in Teams arbeitenden Schüler und Schülerinnen planen auf Papier ihren eigenen Schiffsrumpf und bauen diesen dann mit Styropor und anderen alltäglichen Materialien. Die Teams prüfen sämtliche Rumpfkonstruktionen, sagen voraus, welcher Rumpf die längste Strecke zurücklegen wird, und testen ihr Design auf Wasser, wobei sie als Antrieb ein einfaches Kraftmessgerät oder ein Gummiband verwenden. Die Teams beurteilen alle Rumpfkonstruktionen, analysieren ihre Resultate und stellen sie der Gruppe vor. Zusammenfassung dieser Lektion In der Lektion Rumpftechnik wird untersucht, wie sich die Form eines Schiffsrumpfs auf Leistung und Stabilität von Schiffen und Booten auswirkt. Die Schüler und Schülerinnen konstruieren, bauen und testen ihr eigenes Rumpfdesign, sagen die Leistung der verschiedenen, von ihnen entwickelten Formen voraus und tragen der Gruppe ihre Ergebnisse vor. Altersstufen Ziele Die Schüler und Schülerinnen sollen etwas über Konstruktionstechniken lernen. Die Schüler und Schülerinnen sollen etwas Design und Konstruktion von Schiffen lernen. Die Schüler und Schülerinnen sollen etwas über das Arbeiten in Gruppen (Teamarbeit) lernen. Erwartete Ergebnisse zum Vorteil der Lernenden Als Ergebnis dieser Aktivität sollten die Schüler und Schülerinnen ein Verständnis der folgenden Konzepte entwickeln: Schiffs- und Schiffbautechnik Konstruktionstests Problemlösung Teamarbeit Rumpftechnik Seite 1 von 16
2 Aktivitäten dieser Lektion Die Schüler und Schülerinnen lernen, wie die Form eines bestimmten Produkts, z. B. eines Schiffsrumpfs, seine Leistung beeinflussen kann. Die Schülerteams konstruieren ihren eigenen Schiffsrumpf zuerst auf Papier und dann aus Styropor, sagen voraus, welche Strecke ihr Schiff und andere auf einem einfachen Wasserlauf zurücklegen werden, testen die Schiffe und werten die Ergebnisse aus. Die Schülerteams beurteilen ihre eigene Arbeit und die ihrer Klassenkameraden und tragen ihre Beobachtungen dann der ganzen Klasse vor. Ressourcen/Materialien Ressourcendokumente für Lehrer (liegen bei) Schülerarbeitsblätter (liegen bei) Ressourcenblätter für Schüler (liegen bei) Abstimmung auf Lehrpläne Siehe das beiliegende Lehrplan-Abstimmungsblatt. Weiterführende Websites TryEngineering () Einführung in die Schifffahrtsarchitektur ( ITEA Standards for Technological Literacy: Inhalte für das Technologiestudium ( Nationale Standards für die Wissenschaftsausbildung ( in englischer Sprache. Literaturempfehlungen Ship Construction for Marine Students (ISBN: ) Ships and Science: The Birth of Naval Architecture in the Scientific Revolution, (ISBN: ) Introduction to Naval Architecture (ISBN: ) Optionale Schreibaktivität In den letzten 20 Jahren hat sich die rechnergestützte Modellerstellung zu einem nicht mehr wegzudenkenden Teil von technischen Konstruktionen entwickelt. Schlage einige mögliche Gründe für die Beliebtheit dieses Hilfsmittels vor und gib an, inwiefern die Modellerstellung auf einem Computer Konstruktion und Design unterstützen kann. Rumpftechnik Seite 2 von 16
3 Für Lehrer: Abstimmung auf Lehrpläne Hinweis: Alle Unterrichtspläne dieser Serie sind mit den vom National Research Council veröffentlichten und von der National Science Teachers Association unterstützten National Science Education Standards (Lernziele in den Naturwissenschaften) und darüber hinaus mit den Standards for Technological Literacy (Standards für technische Bildung) der International Technology Education Association oder den Principles and Standards for School Mathematics (Grundsätze und Standards für den Mathematikunterricht) des National Council of Teachers of Mathematics abgestimmt. National Science Education Standards, 5. bis 8. Klasse (10-14 Jahre) INHALTSSTANDARD A: Wissenschaft als Erkundung Als Ergebnis dieser Aktivitäten sollten die Schüler und Schülerinnen Folgendes entwickeln: Zur Durchführung einer wissenschaftlichen Erkundung notwendige Fähigkeiten Verständnis wissenschaftlicher Erkundungen INHALTSSTANDARD B: Naturwissenschaft Als Ergebnis ihrer Aktivitäten sollten die Schüler und Schülerinnen ein Verständnis des Folgenden entwickeln: Bewegungen und Kräfte Energieübertragung INHALTSSTANDARD E: Wissenschaft und Technologie Als Ergebnis von Aktivitäten in den Klassenstufen 5-8 sollten alle Schüler und Schülerinnen Folgendes entwickeln: Fähigkeiten zu technologischen Designs Verständnis von Naturwissenschaft und Technologie INHALTSSTANDARD F: Wissenschaft in persönlichen und sozialen Perspektiven Als Ergebnis dieser Aktivitäten sollten die Schüler und Schülerinnen ein Verständnis des Folgenden entwickeln: Wissenschaft und Technologie in der Gesellschaft INHALTSSTANDARD G: Geschichte und Wesen der Wissenschaft Als Ergebnis dieser Aktivitäten sollten die Schüler und Schülerinnen ein Verständnis des Folgenden entwickeln: Wissenschaft als menschliches Bestreben National Science Education Standards, 9. bis 12. Klasse (14-18 Jahre) INHALTSSTANDARD A: Wissenschaft als Erkundung Als Ergebnis dieser Aktivitäten sollten die Schüler und Schülerinnen Folgendes entwickeln: Zur Durchführung einer wissenschaftlichen Erkundung notwendige Fähigkeiten Verständnis wissenschaftlicher Erkundungen INHALTSSTANDARD B: Naturwissenschaft Als Ergebnis ihrer Aktivitäten sollten die Schüler und Schülerinnen ein Verständnis des Folgenden entwickeln: Bewegungen und Kräfte Rumpftechnik Seite 3 von 16
4 Für Lehrer: Abstimmung auf Lehrpläne (Fortsetzung) Wechselwirkung zwischen Energie und Materie INHALTSSTANDARD E: Wissenschaft und Technologie Als Ergebnis dieser Aktivitäten sollten die Schüler und Schülerinnen Folgendes entwickeln: Fähigkeiten zu technologischen Designs Verständnis von Naturwissenschaft und Technologie INHALTSSTANDARD F: Wissenschaft in persönlichen und sozialen Perspektiven Als Ergebnis dieser Aktivitäten sollten die Schüler und Schülerinnen ein Verständnis des Folgenden entwickeln: Wissenschaft und Technologie angesichts örtlicher, nationaler und globaler Herausforderungen INHALTSSTANDARD G: Geschichte und Wesen der Wissenschaft Als Ergebnis dieser Aktivitäten sollten die Schüler und Schülerinnen ein Verständnis des Folgenden entwickeln: Wissenschaft als menschliches Bestreben Standards für technische Bildung alle Altersstufen Wesen der Technologie Standard 1: Die Schüler und Schülerinnen müssen ein Verständnis der Eigenschaften und des Wirkungskreises von Technologie entwickeln. Standard 2: Die Schüler und Schülerinnen müssen ein Verständnis der Kernkonzepte der Technologie entwickeln. Standard 3: Die Schüler und Schülerinnen müssen ein Verständnis der Beziehungen innerhalb verschiedener Technologien und der Verbindungen zwischen Technologie und anderen Studiengebieten entwickeln. Technologie und Gesellschaft Standard 4: Die Schüler und Schülerinnen müssen ein Verständnis der kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen von Technologie entwickeln. Standard 7: Die Schüler und Schülerinnen müssen ein Verständnis des Einflusses von Technologie auf die Geschichte entwickeln. Design Standard 8: Die Schüler und Schülerinnen müssen ein Verständnis von Designattributen entwickeln. Standard 9: Die Schüler und Schülerinnen müssen ein Verständnis von Konstruktionsdesigns entwickeln. Standard 10: Die Schüler und Schülerinnen müssen ein Verständnis der Funktion der Fehlersuche, der Forschung und Entwicklung, von Erfindungen und Innovationen und der Experimentierung bei der Problemlösung entwickeln. Rumpftechnik Seite 4 von 16
5 Für Lehrer: Abstimmung auf Lehrpläne (Fortsetzung) Fähigkeiten für eine technologische Welt Standard 11: Die Schüler und Schülerinnen müssen die Fähigkeit zur Anwendung des Designprozesses entwickeln. Die geplante Welt Standard 18: Die Schüler und Schülerinnen müssen ein Verständnis von Transporttechnologien sowie die Fähigkeit zu deren Auswahl und Nutzung entwickeln. Rumpftechnik Seite 5 von 16
6 Für Lehrer: Ressourcen für Lehrer Ziel dieser Lektion In dieser Lektion geht es darum, wie die Form eines Schiffsrumpfs seine Geschwindigkeit und sein Stabilitätspotenzial beeinflussen kann. Die in Teams arbeitenden Schüler und Schülerinnen planen auf Papier ihren eigenen Schiffsrumpf und bauen diesen dann mit Styropor und anderen alltäglichen Materialien. Die Teams prüfen sämtliche Rumpfkonstruktionen, sagen voraus, welcher Rumpf die längste Strecke zurücklegen wird, und testen ihr Design auf Wasser, wobei sie als Antrieb ein einfaches Kraftmessgerät oder ein Gummiband verwenden. Die Teams beurteilen alle Rumpfkonstruktionen, analysieren ihre Resultate und stellen sie der Gruppe vor. Lektionsvorgaben Die Schüler und Schülerinnen sollen etwas über Konstruktionstechniken lernen. Die Schüler und Schülerinnen sollen etwas Design und Konstruktion von Schiffen lernen. Die Schüler und Schülerinnen sollen etwas über das Arbeiten in Gruppen (Teamarbeit) lernen. Materialien Ressourcenblatt für Schüler Schülerarbeitsblätter Materialien für den Bau eines Wasserlaufs im Klassenzimmer: langer, wasserdichter Behälter, z. B. ein Blumentrog oder ein Dachrinnenabschnitt mit anmontierten Endabschlüssen; ein einfaches Kraftmessgerät (das man z. B. von Delta Education zum Preis von ca. US$ 6 erstehen kann) oder Materialien zum Bau eines Antriebssystems (Gummiband, Maßband, Kartonpapier, Befestigungsteile); Maßband zum Messen der von den Booten zurückgelegten Strecke. Ein Materialsatz pro Schülergruppe: Hartstyroporblöcke von gleicher Größe, Schneidwerkzeuge (Plastik- oder andere Messer), wahlweise auch verschiedene Klebebandprodukte, die das Absorbieren von Wasser verhindern. (Wahlweise können die Schüler und Schülerinnen ihre Boote/Schiffe auch mit Zahnstochern, Papier, Folie usw. ausschmücken.) Verfahren 1. Zeigen Sie den Schülern die verschiedenen Informationsblätter für Schüler. Diese können in der Klasse gelesen oder als Hausaufgabe des vorausgegangenen Abends zum Lesen Rumpftechnik Seite 6 von 16
7 Für Lehrer: Ressourcen für Lehrer (Fortsetzung) aufgegeben werden. Bilden Sie Gruppen zu 2 bis 3 Schülern und stellen Sie jeder Gruppe einen Materialsatz zur Verfügung. Geben Sie jedem Team einen Namen. 2. Erklären Sie, dass die Schüler und Schülerinnen jetzt ein Ingenieurteam sind, das eine neue Rumpfkonstruktion für ein Schiff entwickeln muss. Ihr Design wird anschließend getestet, um festzustellen, welches auf Wasser die längste Strecke zurücklegen wird, ohne instabil zu werden. 3. Die Schüler und Schülerinnen besprechen und entwickeln einen Plan für ihren Rumpf, den sie dann auf Papier ausarbeiten. 4. Als Nächstes bauen die Schüler und Schülerinnen den von ihnen entworfenen Rumpf, indem sie einen Styroporblock auf ihre Konstruktionsspezifikationen zurechtschneiden. (Sicherheitshinweis: Zum Schneiden von hartem Styropor eignen sich Plastikmesser. Zur Wahrung der Sicherheit kann es erforderlich sein, diese Arbeit unter Aufsicht ausführen zu lassen, oder sie kann von den Lehrern selbst erledigt werden, die in diesem Fall als Werftpersonal fungieren und das Styropor nach den Anweisungen der Schülerteams zurechtschneiden.) 5. Anschließend prüfen die Schülerteams alle zu testenden Rumpfkonstruktionen und versuchen, die von ihnen zurückgelegte Strecke vorauszusagen. (Dies kann auch im Rahmen einer Hausaufgabe erledigt werden, damit während der Unterrichtsstunde mehr Zeit für andere Aktivitäten zur Verfügung steht.) 6. Der Lehrer sollte den Wasserlauf bauen; hiervon wird nur ein einziger benötigt. Füllen Sie einen Trog oder einen an beiden Enden abgeschlossenen Dachrinnenabschnitt mit Wasser und kleben Sie ein Kraftmessgerät oder eine ähnliche Vorrichtung an einem Ende fest. Markieren Sie die Länge des Wasserlaufs mit einem Maßband oder anderen Markierungen, damit ersichtlich ist, wie weit die Schiffe kommen. Um ein einheitliches Verfahren zu gewährleisten, werden die Tests von einem Lehrer durchgeführt. Testen Sie jedes Schiff mit verschiedenen Antriebsstärken ziehen Sie das Gummiband bis zu den Markierungen 3, 6 und 8 zurück, um zu beobachten, wie sich der Rumpf bei verschiedenen Schubkräften verhält. Die Schüler und Schülerinnen tragen die Ergebnisse jedes Tests ein und notieren die angelegte Spannung (Größe des Rückzugs des Gummibands) und die beobachtete Stabilität. 7. Jede Schülergruppe bewertet ihre Ergebnisse, füllt ein Auswertungs- /Reflexionsarbeitsblatt aus und trägt der Klasse ihre Erkenntnisse vor. Rumpftechnik Seite 7 von 16
8 Für Lehrer: Ressourcen für Lehrer (Fortsetzung) Tipps Seien Sie besonders vorsichtig, wenn die Kinder die Styroporblöcke auf das gewünschte Design zuschneiden. Weisen Sie jedem Team einen Namen oder eine Nummer zu, den bzw. die das Team dann zur Identifizierung des Schiffs während des Tests auf den Rumpf schreibt. Benötigte Zeit Zwei bis vier 45-Minuten-Sitzungen Rumpftechnik Seite 8 von 16
9 Ressource für Schüler: Schiffs- und Meerestechnik Was tun Schiffs- und Schiffbauingenieure? Schiffs- und Schiffbauingenieure sind mit Design, Konstruktion und Instandhaltung von Schiffen, Booten und damit in Zusammenhang stehenden Ausrüstungen befasst. Sie planen und überwachen den Bau aller möglichen Wasserfahrzeuge, von Flugzeugträgern bis zu U-Booten und von Segelbooten bis zu Riesentankern. Schiffbauingenieure arbeiten am Grunddesign von Schiffen, also u. a. an Rumpfform und Stabilität. Schiffsingenieure arbeiten an Antrieb, Steuerung und anderen Schiffssystemen. Schiffs- und Schiffbauingenieure wenden Kenntnisse aus zahlreichen Wissensgebieten auf das gesamte Entwurfs- und Herstellungsverfahren für alle Wasserfahrzeuge an. Arten von Wasserfahrzeugen Schiffs- und Schiffbauingenieure konstruieren und erproben eine breite Vielfalt von Wasserfahrzeugen, u. a.: Handelsschiffe Öl-/Erdgastanker, Frachtschiffe, Massengutfrachter, Containerschiffe Passagier-/Fahrzeugfähren, Kreuzfahrtschiffe Kriegsschiffe Fregatten, Zerstörer, Flugzeugträger, Amphibienfahrzeuge usw. U-Boote und andere Unterwasserfahrzeuge Eisbrecher Offshore-Bohrplattformen, Stahlhalbtaucher Hochgeschwindigkeitsfahrzeuge Luftkissenboote, Mehrrumpfboote, Tragflächenboote usw. Arbeitsboote Fischerboot, Plattform- Versorgungsboot, Schleppboot, Lotsenboot, Rettungsboot usw. Jachten, Motorboote und andere Freizeitboote. Wie wichtig sind Tests und Erprobungen? Wissenschaftler und Ingenieure verwenden Testsysteme zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit von Ausrüstungen aller Art, bevor diese gebaut werden. Diese Tests können viele verschiedene Formen annehmen, z. B. Windkanaltests, Computersimulationen, Modellerstellungen und die Fertigung von Prototypen. Um die Leistungsfähigkeit eines Seefahrzeugs vorhersagen zu können, interessieren sich Schiffbau- und Schiffsingenieure besonders für die Form des Rumpfes. Verschiedene Anwendungen erfordern Rumpftechnik Seite 9 von 16
10 Ressource für Schüler: Schiffs- und Meerestechnik (Fortsetzung) verschiedene Rumpfkonstruktionen. Der Katamaran, um ein Beispiel zu nennen, ist eine Art Boot, das aus zwei Rümpfen besteht, die mit einem Tragdeck miteinander verbunden sind. Der Katamaran erreicht eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit als Segelschiffe mit einem einzigen Rumpf. Rumpftechnik Seite 10 von 16
11 Ressource für Schüler: Rumpfformen Einzelrumpf Ein Einzelrumpfschiff besitzt, wie der Name schon sagt, nur einen Rumpf. Dies ist die meistverbreitete Art von Wasserfahrzeugen. Einzelrumpfschiffe liegen häufig sehr tief im Wasser. Unterseeboote Alle kleinen, modernen Untersee- und Tauchboote, aber auch die ältesten, haben einen einzigen Rumpf. Bei größeren Unterseebooten gibt es jedoch verschiedene Ansätze. Alle schweren U-Boote der sowjetischen Marine wurden mit einer Doppelrumpfstruktur gebaut, während ihre US- Gegenstücke Einzelrumpfausführungen sind. Der Doppelrumpf eines Unterseebootes unterscheidet sich vom Doppelrumpf eines Schiffes. Der Außenrumpf, der für die eigentliche Form des U-Bootes verantwortlich ist, wird auch als Leichtrumpf bezeichnet. Katamaran Ein Katamaran ist eine Art Boot, das aus zwei Rümpfen besteht, die mit einem Tragdeck miteinander verbunden sind. Katamarane können Segel- oder Motorboote sein. Der Katamaran wurde von den Paravas erfunden, einer Fischergemeinde an der Südküste von Tamil Nadu in Indien. Katamarane wurden schon im 5. Jahrhundert von der Chola- Dynastie der Tamilen auf ihren Eroberungsfeldzügen in Südostasien, also in Burma, Indonesien und Malaysia, benutzt. Trimaran Ein Trimaran ist ein Mehrrumpfboot, das aus einem Hauptrumpf (vaka) und zwei kleineren Außenrümpfen (amas) besteht, die mit seitlichen Verstrebungen (akas) mit dem Hauptrumpf verbunden sind. Das Design und die Namen der einzelnen Trimaran-Komponenten leiten sich von dem ursprünglichen proa ab, das von den Ureinwohnern der Pazifikinseln entwickelt wurde. Die ersten Trimarane wurden vor fast 4000 Jahren von eingeborenen Polynesiern gebaut, von denen noch heute ein Großteil der üblichen Terminologie stammt. Coracle Ein Coracle ist ein kleines, leichtes Boot, das hauptsächlich in Wales und in Teilen von West- und Südwestengland benutzt wird, aber auch in vielen anderen Regionen Großbritanniens anzutreffen ist. Die ovale und einer Walnusshälfte sehr ähnliche Struktur besteht aus einem Rahmen aus abgeschnittenen und miteinander verflochtenen Weidengerten, die mit Weidenrinde zusammengebunden Rumpftechnik Seite 11 von 16
12 Ressource für Schüler: Rumpfformen (Fortsetzung) werden. Die Struktur hat einen flachen Boden ohne Kiel, der das Gewicht des Bootes und seiner Ladung gleichmäßig über die gesamte Konstruktion verteilt und die eine geringere Wassertiefe erfordert meist nur ein paar Zentimeter, wodurch das Boot sich ideal für Flüsse und Bäche eignet. Rumpftechnik Seite 12 von 16
13 Schülerarbeitsblatt: Rumpftechnik und Tests Ihr seid ein Team von Ingenieuren, dem die Aufgabe gestellt wurde, ein neues Rumpfdesign für ein Schiff zu entwickeln, das dann getestet werden wird, damit festgestellt werden kann, welche Konstruktion die größte Strecke zurücklegt, ohne ihre Stabilität im Wasser einzubüßen. Forschungs-/Vorbereitungsphase 1. Lest die verschiedenen Informationsblätter für Schüler durch. Planung im Team 1. Euer Team hat einen Styroporblock und andere Materialien erhalten. 2. Versammelt zunächst einmal euer Team und erarbeitet einen Plan, wie ihr euren Schiffsrumpf bauen wollt. Euer Rumpf muss stabil sein und darf, wenn er sich im Wasser bewegt, nicht umkippen. Euer Ziel besteht darin, dass sich eure Rumpfkonstruktion weiter als alle anderen in eurer Klasse entwickelten Designs bewegt. Ihr könnt eurem Rumpf jede gewünschte Form geben. 3. Schreibt euren Plan im unten dafür vorgesehenen Feld auf oder skizziert einen Querschnitt eures Plans. Achtet darauf, detaillierte Maße anzugeben, damit ihr bei der Umsetzung eures Plans (also beim Bau des Rumpfes aus Styropor) genau wisst, wo euer Block geschnitten werden muss. Markiert im folgenden Raster eure eigenen Maße, damit euer Design eindeutig ist. Rumpftechnik Seite 13 von 16
14 Schülerarbeitsblatt: Rumpftechnik und Tests (Fortsetzung) Bauphase 1. Schneidet euer Rumpfdesign aus dem an euch ausgeteilten Hartstyroporblock aus. Seid beim Umgang mit scharfen Kanten besonders vorsichtig. Möglicherweise habt ihr noch ein paar zusätzliche Materialien erhalten, z. B. Klebeband oder andere Materialien zum Ausschmücken eures Schiffes. Wenn dies der Fall ist, solltet ihr diese jetzt verarbeiten. Analyse der Konkurrenzmodelle 1. Seht euch die von den anderen Ingenieurteams eurer Klasse gebauten Schiffsrümpfe genau an. Achtet auf alle festgestellten Unterschiede und sagt im Team voraus, welche Strecken die Modelle der Konkurrenzteams mit den verschiedenen Antriebsstärken des Prüfgeräts zurücklegen werden. Später werdet ihr auf diesem Blatt die tatsächlichen Testergebnisse eintragen. Vorhersage eures Teams Team: Team: Team: Team: Team: Team: Strecke bei Stärke 3 Strecke bei Stärke 6 Strecke bei Stärke 8 Wird es kentern? Rumpftest 1. Beobachtet den Test der Prototypen eures eigenen Teams und der anderen Teams auf dem Wasserlauf in eurer Klasse. Tragt die Ergebnisse eures Teams, einschl. eventueller Feststellungen und Beobachtungen, in dem unten dafür vorgesehenen Feld ein. Ergebnisse Team: Team: Team: Team: Team: Team: Strecke bei Stärke 3 Strecke bei Stärke 6 Strecke bei Stärke 8 Ist es gekentert? Rumpftechnik Seite 14 von 16
15 Schülerarbeitsblatt: Auswertung Reflexion 1. Wie gut hat euer Rumpfdesign im Vergleich zu den anderen Konstruktionen in eurer Klasse abgeschnitten? 2. Welcher Aspekt eurer Rumpfkonstruktion hat sich eurer Meinung nach am besten bewährt? 3. Wenn ihr noch einmal von Vorne anfangen könntet, wie würdet ihr euren Designplan ändern? Warum? 4. Glaubt ihr, dass echte Ingenieure ihre Originalpläne während des Bauprozesses anpassen müssen? Warum könnte dies nötig sein? Rumpftechnik Seite 15 von 16
16 Schülerarbeitsblatt: Auswertung (Fortsetzung) 5. Welche Designs oder Methoden, die eurer Meinung nach in punkto Leistung oder Ästhetik besonders gut funktioniert haben, habt ihr die anderen Teams ausprobieren sehen? Was hat euch besonders gefallen? 6. Habt ihr festgestellt, dass viele Designs in eurer Klasse das Ziel des Projekts erfüllt haben? Welche Schlüsse zieht ihr darauf für Konstruktionspläne im Allgemeinen? 7. Erklärt, wie das Arbeiten in der Gruppe sich auf die Leistung eures Teams bei diesem Projekt ausgewirkt hat? 8. Wie viele Produkte fallen euch ein, für die ein solcher Prototypentest von Vorteil wäre? Rumpftechnik Seite 16 von 16
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