GESCHÄFTSBERICHT 2004

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1 GESCHÄFTSBERICHT 2004 SPITAL L I N T H

2 AUF EINEN BLICK SPITAL LINTH IM 2004 IST IST Abweichung absolut in % Aus den Kliniken Stationär behandelte Patienten Gesunde Neugeborene Pflegetage (ohne Säuglinge) Durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Tagen Bettenbestand Durchschnittliche Bettenbelegung 86.2% 84.6% 1.6 Jahresrechnung Betriebsertrag Ausserordentlicher Ertrag Total Ertrag Besoldungen und Sozialleistungen Sachaufwand Total Aufwand Nachkalkulierter Globalkredit Unternehmensergebnis Kostendeckungsgrad in % 60.1% 59.0% 1.1 Bilanzsumme davon Eigenkapital Investitionen in Sachanlagen Abschreibungen auf Sachanlagen Durchschnittlicher Personalbestand Ärzte und Personal in med. Fachbereichen Pflegepersonal Übriges Personal*) *) Hausreinigung ab 1. April 2004 neu durch eigenes Personal

3 INHALT Verwaltungsrat 2 Spitalleitung 4 Spitalorgane und leitendes Personal 7 Organigramm 9 Medizinische Klinik 10 Chirurgische Klinik 13 Frauenklinik 14 Anästhesiologie und Reanimation 16 Radiologie 18 Pflegedienst 19 Qualitätssicherung 22 Dienstjubiläen 22 Vor der Umbauphase 23 Verwaltung 24 Erfolgsrechnung 26 Bilanz 28 Anhang zur Jahresrechnung 29 Betriebsstatistiken 30 Prüfungsbericht 32 1 Spital Linth, Gasterstrasse, 8730 Uznach Telefon , Fax , SPITAL L I N T H

4 VERWALTUNGSRAT ein gemeinsames Zusammenarbeitsprojekt definiert, das folgende, sehr weitgehende Rahmenbedingungen setzt: gemeinsames Budget ( 2 Spitäler 1 Budget ) gemeinsame Strategische Führung ( 1 Verwaltungsrat über beide Häuser ). 2 Im zweiten Jahr unserer Tätigkeit hat sich der Verwaltungsrat mit Routinetätigkeiten wie beispielsweise Budget und Jahresrechnung (inkl. Umsetzung der Globalkreditvorgaben des Kantons), Zielsetzungen für die operative Leitung (Spitaldirektor) und den Verwaltungsrat, Personalentscheiden und mit dem Betriebsgeschehen und deren Überwachung im Sinne unseres Auftrages und unseres Leistungsauftrages beschäftigt. Daneben widmeten wir uns den nachstehend näher erläuterten Themen Kooperationen und Tarife. Kooperationen Die Zusammenarbeit mit unseren Nachbarspitälern im Linthgebiet (Lachen und Glarus) und dem oberen rechten Zürichseegebiet (Männedorf) haben sich im vergangenen Jahr weiter konkretisiert. Mit Männedorf wurde Inhalt der ersten Phase dieses Projektes ist es, vor allem die Stärken und Schwächen der beiden Spitäler zu eruieren, die aus einem solchen Kooperationsprojekt zu erwartenden Kostenersparnisse abzuschätzen und die gesetzlichen Rahmenbedingungen eines kantonsübergreifenden Zusammenschlusses abzuklären. Tarifsituation Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für das Erreichen einer ausgeglichenen Jahresrechnung. Traditionellerweise wird der Aufwandseite sehr grosse Aufmerksamkeit zuteil, was berechtigt ist, um den Geboten von Effizienz nachleben zu können. Daneben ist aber auch der Der Verwaltungsrat Spital Linth: v.l.n.r.: VR-Präsident Dr. Richard Bisig, Alfons Höfliger, Elsi Meier, Max Manuel Vögele und Dr. med. Jakob Rizzi. Ertragsseite, und damit dem Entgelt für die erbrachten Leistungen, ebenfalls hohe Aufmerksamkeit zu schenken. Im Vergleich zu den umliegenden Kantonen hat der Kanton St. Gallen relativ tiefe Tarife. Dies rührt vor allem daher, dass gemäss gültiger Regelung der effektive Betriebsaufwand die Grundlage für die Tarifhöhe darstellt. Mit anderen Worten: Spitäler mit einem tiefen Aufwand erhalten tiefe Tarife. Ein Spital, das spart und effizienter wird, weist einen tieferen Aufwand auf und erhält im Folgejahr als Belohnung tiefere Tarife. Aus der Sicht der Versicherer ist diese Konsequenz nachvollziehbar, denn mit tieferen Tarifen profitiert der Prämienzahler. Aus der Sicht des leistungserstellenden Spitals zeigt sich eine andere Optik: Effizienzanstrengungen sollten belohnt und damit motivationsfördernd wirken und nicht mit tieferen Tarifen quittiert werden. Sinnvoll wäre es, wenn mit den Versicherern Effizienzgewinne verhandelbar wären und Verwaltungsratspräsident Dr. oec. Richard Bisig

5 damit ein Anreiz für den Betrieb geschaffen würde, sich im Interesse aller zu verbessern. Ein dankbares Schulterklopfen des Spitaldirektors für gutes Arbeiten und Effizienzgewinne zu empfangen tut der Seele wohl gut. Überdurchschnittliche Leistungen aber auch mit einem finanziellen Zustupf zu würdigen und honorieren zu können, wäre noch motivierender. Bei den kommenden Tarifverhandlungen soll es nach Meinung des Verwaltungsrates darum gehen, den wohl geringen Verhandlungsspielraum besser auszunutzen. Dank Einleitend erwähnte ich die sogenannte Routinetätigkeiten des Verwaltungsrates. Für die Mitarbeitenden in unserem Spital hat der Begriff Routinetätigkeiten einen an- Interessierte Zuhörer auf der Tribüne des St. Galler Kantonsrates während der Debatte zur Sanierung Spital Linth: VR-Präsident Dr. Richard Bisig und Spitaldirektor Dr. Urs Graf. deren Inhalt. Auch wenn die Tätigkeit am und für die Patienten vom individuellen Krankheitsbild geprägt sind, ist neben fundiertem Wissen sehr viel Routine gefragt, Wiederkehrendes, das Sicherheit vermittelt und das immer wieder inneres Engagement erfordert. Für dieses Engagement bei der tagtäglichen Arbeit im vergangenen Jahr danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ganz herzlich. Ausblick Im kommenden Jahr 2005 wird es unter anderem darum gehen, die Vorbereitungen des Umbauvorhabens von über 30 Mio. Franken so zu treffen, damit der konkrete Start wie geplant im Herbst 2005 erfolgen kann. Auch an dieser Stelle sei allen Personen gedankt, die an der Kreditbewilligung direkt und indirekt beteiligt waren. Dieser Dank gilt insbesondere den zuletzt zuständigen kantonalen Parlamentariern, die die Notwendigkeit einer Sanierung erkannt und dem Antrag von Gesundheitsund Baudepartement sowie der Regierung mit wenigen Gegenstimmen zugestimmt haben. 3 Dr. Richard Bisig, Verwaltungsratspräsident SPITAL L I N T H

6 SPITALLEITUNG 4 Start in die Zukunft Unsere gesteckten Ziele für das Jahr 2004 haben wir gemeinsam erreicht. Erstens haben Regierung, vorberatende Kommission und schliesslich der Kantonsrat der Sanierungsvorlage für das Spital Linth zugestimmt. Zweitens wurde der Verlustvortrag ganz abgebaut, so dass das Spital Linth unbelastet ins 2005 starten kann. Ein Jahresbeginn, den wir schon lange herbeigesehnt haben. Verlustvortrag abgebaut Mit einem erheblichen Verlustvortrag mussten wir zwei Jahre lang ins neue Geschäftsjahr starten. Diesen Klumpen am Bein haben wir abgestreift und sind ihn hoffentlich endgültig los. Dieser Altlasten-Ausgleich erforderte den Einsatz aller Mitarbeitenden. Für das Verständnis gegenüber Sparmassnahmen sowie für das persönliche Engagement danke ich allen Mitarbeitenden herzlich. Der rigorose Sparkurs stiess an Grenzen, weshalb wir im Pflegebereich 2005 sieben Stellen aufstocken werden. Ein erfreuliches Geschäftsergebnis Mit fast einer halben Million Ertragsüberschuss und erstmals getätigten Rückstellungen von Franken Die vorberatende Kommission auf Exkursion im Spital Linth. schliesst die Rechnung 2004 des Spitals Linth sehr erfreulich ab. Der Kanton St. Gallen profitiert dabei von mehr als einer halben Million Franken Einsparungen gegenüber dem Vorjahr. Damit haben sich die im Strategiebericht aufgezeigten Bemühungen zur Optimierung von Ertrag und Effizienz ausbezahlt. Die geäusserte Kritik, im Strategiebericht seien zu wenig Ansätze zur Steigerung von Effizienz und Effektivität enthalten, wurden mit diesem Ergebnis deutlich widerlegt. Weiteres Steigerungspotential ist schwer zu finden, muss doch das Spital Linth im Vergleich zu Nachbarspitälern mit z.t. nur halb so hohen Abgeltungen pro Pflegetag auskommen. Schade, dass der Kanton St. Gallen seine ausgezeichneten Leistungen im Spitalwesen unter ihrem Wert verkaufen muss. Das Budget war durch Tarmed- und Tarifänderungen zum Teil zu hoch budgetiert, hingegen sind die Vorjahresergebnisse deutlich übertroffen worden. Mehr stationäre und ambulante Patienten Das Spital Linth in Uznach ist der Grundpfeiler der Gesundheitsversorgung im Linthgebiet. Obwohl der bauliche Zustand und die Hotellerie durch 35 Betriebsjahre ohne Sanierung gekennzeichnet sind, ist das Spital bei der Bevölkerung, nicht zuletzt durch die pflegerischen und ärztlichen Leistungen, sehr beliebt, bietet aber auch einen guten Hotelservice. Im Jahr 2004 stieg die Zahl der stationären Patienten von 4722 auf 4787 Personen. 11'977 Fälle wurden ambulant behandelt. Der neue Berechnungsmodus lässt keinen Vergleich mit dem Vorjahr zu. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sank von 7,8 auf 7,7 Tage, die durchschnittliche Bettenbelegung stieg von 84,6 auf 86,2 %. Analog zum schweizerischen Trend liegt die Zahl der privatversicherten Patienten leicht unter dem Vorjahr, doch wird nach der Sanierung in diesem Bereich wieder ein Anstieg erwartet. Dr. Urs Graf, Spitaldirektor

7 Verwaltungsratspräsident Dr. Richard Bisig begrüsst die Staatswirtschaftliche Kommission. Links sitzend Kommissionspräsident Christoph Häne. Spitalleitung für Sanierung gerüstet Die Spitalleitung befasste sich im 2004 sehr intensiv mit der Spitalsanierung. Dazu gehörten auch Informationsveranstaltungen im Hause für die Staatswirtschaftliche Kommission und für die vorberatende Kantonsratskommission. Unsere Arbeit wurde unterstützt durch das Engagement der breiten Bevölkerung, so auch mit der Petition der SP, als Signale für ein Zuwarten der Sanierung aus St. Gallen sichtbar wurden. Glücklicherweise setzte die Regierung aber die Vorlage auf die Traktandenliste, so dass bei der Abfassung dieser Zeilen die termingerechte Ausführung der Sanierung sichergestellt ist. Um die Sanierung auch von der Spitalleitung her professionell begleiten zu können, hat sie eine neue Stabsstelle geschaffen. Hugo Costantino wird in dieser Funktion vonseiten des Spitals für die Spitalsanierung verantwortlich sein sowie weitere Projekte wie SAP-MM betreuen. Kooperation mit Spital Männedorf angestrebt Den Auftrag aus der Quadriga-Vorlage, als einziges Spital einer Versorgungsregion die Zusammenarbeit mit Spitälern aus Nachbarkantonen zu suchen, haben Verwaltungsrat und Spitalleitung mit intensiven Gesprächen in die Tat umgesetzt. Mit Lachen ist ein gemeinsamer Radiologiedienst in Planung. Mit Glarus werden operative Tätigkeiten im Bereich des Einkaufs und allenfalls der Wäscherei gemeinsam geprüft. Eine weitergehende Partnerschaft wird mit dem Spital Männedorf angestrebt. Dabei geht es nicht allein um die Suche nach Synergien, sondern die Kooperation soll zur gemeinsamen Trägerschaft mit einem Verwaltungsrat sowie einem Budget führen. Eine Kooperation mit Männedorf ist deshalb auch sinnvoll, weil die grösste Agglomeration Rapperswil-Jona in der Mitte des Einzugsgebietes der beiden Spitäler liegt. Ein entsprechendes Kooperationsgesuch ist noch im 2004 den beiden Gesundheitsdepartementen vorgelegt worden, worüber im 2005 entschieden wird. IMC-Station eröffnet Als erstes Spital im Kanton St. Gallen hat das Spital Linth eine IMC-Station (Intermediate Care) eröffnet. Mit mo- IMC-Station mit prominentem Patienten: Rapperswiler Stadtrat Hans Länzlinger. 5 SPITAL L I N T H

8 6 dernstem Monitoring werden Patienten in schwierigen Phasen, nach grossen Operationen, Herzinfarkten, Lungenembolien oder Unfällen intensiv rund um die Uhr überwacht. Die professionelle Intensivüberwachung mit modernstem Monitoring und speziell ausgebildetem Personal rund um die Uhr wird seit 1. April im 3. Stock Ost geführt. Die Intermediate Care ist eine Station zwischen Intensivstation und Überwachungszimmer. Sie umfasst im Spital Linth zwei Zimmer mit insgesamt 4 Betten und ein postoperatives Überwachungszimmer mit zwei Betten. Regionaler Rettungsdienst Das Spital Linth hat in den letzten Jahren den Rettungsdienst ausgebaut und unterhält in Jona einen Rettungsstützpunkt, der während des Tages besetzt ist. Verschiedene Abklärungen über einen gemeinsamen überkantonalen Rettungsdienst oder über eine Auslagerung sind im Gange. Der Kanton Schwyz prüft zur Zeit ein eigenes Modell, während die Spitäler Wetzikon und Linth an einer überregionalen Lösung interessiert sind. Spital Linth als Ausbildungsstätte Am traditionellen Neujahrsempfang der Behördenmitglieder stellte Pflegeleiter Hans-Jürgen Franzke das Spital als Ausbildungsstätte vor. Das Spital Linth bildet zur Zeit 29 Personen in der Pflege aus und investiert dafür rund Franken. Das neue Ausbildungsangebot der Fachangestellten Gesundheit mit dreijähriger Ausbildung direkt nach der Schulzeit stösst auf grosses Interesse. Zur Zeit werden sieben Personen in Uznach aus- Marius Vögeli vor seinem Einsatzplan. Dank an Marius Vögeli Nach 20 Jahren Einsatz für das Spital ist Marius Vögeli in den verdienten Ruhestand getreten. 19 Jahre leitete er den Pflegedienst und war Mitglied der Geschäftsleitung. In seinem letzten Spital-Linth-Jahr war er der Mann für Sonderaufgaben, so auch für die Einführung Tarmed. Wir danken Marius Vögeli für seinen jahrelangen Einsatz zum Wohl der Pflegenden und der Patienten und wissen, dass er in seiner gewonnenen Freizeit viel Sinnvolles anzurichten weiss. So findet er mehr Zeit für Theater, Curling, Pilzesammeln und noch vieles mehr. Erfolgreiches Jahr Zu Beginn meines Berichtes habe ich erwähnt, dass wir die Ziele 2004 erreicht haben. Zu diesem Erfolg haben alle Mitarbeitenden, aber auch die zuweisenden Hausärzte und nicht zuletzt die Behörden- und Volksvertreter beigetragen. Der Spitalleitung ist es deshalb ein grosses Anliegen, über das Spitalgeschehen intern und nach aussen regelmässig zu informieren und zu kommunizieren. Mit sechs Ausgaben "Visite", mit Informationsveranstaltungen, Führungen und Medienkonferenzen sorgen wir für den Kontakt und Informationsaustausch. Damit ist und bleibt das Spital Linth das Gesundheitszentrum im Linthgebiet und kann auf die Anliegen und Wünsche der Bevölkerung eingehen. gebildet, weitere sind bereits angemeldet. Nach einem entsprechenden Abschluss können auch die Berufsmatura und die höhere Fachausbildung abgelegt werden. Seit Mitte Jahr ist Frau Claudia Warth-Ebneter für den Bereich Ausbildung verantwortlich. Dr. Urs Graf, Spitaldirektor

9 SPITALORGANE UND LEITENDES PERSONAL Verwaltungsrat Präsident: Dr. oec. Richard Bisig, 8157 Dielsdorf Vizepräsident: Alfons Höfliger, 8645 Jona Mitglieder: Elsi Meier, 6362 Stansstad Dr. med. Jakob Rizzi, 8645 Jona Max Manuel Vögele, 8730 Uznach Sekretär: Régnault Henriod, 8153 Rümlang Geschäftsleitung Vorsitzender: Dr. med. Urs J. Graf, Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe Mitglieder: Hans-Jürgen Franzke, Leiter Pflegedienst Régnault Henriod, Verwaltungsleiter Erweiterte Geschäftsleitung: Dr. med. Johann Baumgartner, Chefarzt Chirurgie Dr. med. Daniel Reinhardt, Chefarzt Anästhesie Dr. med. Alfons Weber, Chefarzt Medizin Hugo Costantino, Leiter Logistik Markus Gräzer, Leiter Personal Medizinische Klinik Chefarzt: Dr. med. Alfons Weber Leitender Arzt: Dr. med. Peter Winkler Oberärztin: Dr. med. Angelika Knäpple Endoskopie: Ruth Scherz Diabetesberaterin: Kyung Sook Kim Giger Ernährungsberaterin: Heidi Schärer Cheflaborantin: Jeannette Mathis Chefphysiotherapeutin: Kristina Kosonen Leiterin Apotheke: Claudia Tremp, ab 15. März 2004 Niklaus Blöchlinger, bis 30. März 2004 Chirurgische Klinik Chefarzt: Dr. med. Johann Baumgartner Leitender Arzt: Dr. med. René Fuhrimann Oberarzt: Dr. med. Herbert Wallimann Oberassistenzärzte: Dr. med. Christian von der Lippe Dr. med. Daniela Zeller, ab 1. Juli 2004 Urologie Prof. Dr. med. Dirk Wilbert Frauenklinik Chefarzt: Dr. med. Urs J. Graf Oberarzt mbf: Dr. med. Mathias Ziegert Oberärztin: Dr. med. Sabine Helbling Institut für Anästhesiologie Chefarzt: Dr. med. Daniel Reinhardt Oberarzt mbf: Dr. med. Richard Piotrowski Oberarzt: Dr. med. Damir Hren Radiologisches Institut Leitender Arzt: Dr. med. Hans-Jörg Schaub Ärztliche Vertretung: Dr. med. Arthur Beeler Leitende medizin-technische Röntgenassistentin: Manuela Miller Belegärzte Geburtshilfe/Gynäkologie Dr. med. Pierre-Yves Eschmann, Jona Dr. med. Adalbert Schmidt, Wattwil Konsiliarärzte Gastroenterologie: Dr. med. Köbi Brunner, Leitender Arzt, Kantonsspital Glarus Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten: Dr. med. Sebastian Thurnherr, Rapperswil 7 SPITAL L I N T H

10 8 Kardiologie: Dr. med. René Maire, Männedorf Onkologie: Dr. med. Bruno Späti, St. Gallen Orthopädische Chirurgie: Dr. med. Benedikt Winkler, Uznach Pädiatrie: Dr. med. Josef Damann, Uznach Plastische Chirurgie: Dr. med. Erwin Niedermann, Rapperswil Pneumologie: Dr. med. Christoph Leser, Rapperswil Pflegedienst Pflegedienstleiter: Hans-Jürgen Franzke Pflegeexpertin: Katharina Möhl, ab 1. Februar 2004 Ausbildungsverantwortliche: Claudia Warth, ab 1. Juni 2004 Brigitte Wirth-Frehner, bis 31. März 2004 Abteilungsleiterin 2. Stock: Ida von Aarburg, ab 1. April 2004 Priska Kühne, bis 31. März 2004 Abteilungsleiterin 3. Stock: Claudia Küng Abteilungsleiterin 4. Stock: Ajete Braha Abteilungsleiterin 6. Stock: Agnes Villiger Abteilungsleiterin Wochenbett: Luana Musa, ab. 16. August 2004 Vreni Pfister, bis 31. August 2004 Leitende Hebamme: Dagmar von Rohr Abteilungsleiterin Intermediate Care: Priska Kühne, ab 1. April 2004 Abteilungsleiter Operationssäle: Helge Debus Leiter Ambulatorium/Notfallstation: Fadil Braha Abteilungsleiter Onkologie: Felix Sathianathan, ab 13. April 2004 Hygienefachfrau: Judith Müller Sozialdienst: Christine Vögeli Leiterin Zentraleinkauf: Hildegard Bläuer Verwaltung Verwaltungsleiter: Régnault Henriod Leiter Finanz- und Rechnungswesen: Régnault Henriod Leiter Personal: Markus Gräzer Leiter Logistik: Hugo Costantino Leiterin Telefonzentrale/Patientenaufnahme: Angelika Müller Leiterin Patientenadministration: Marion Mächler Teamleiterin Controlling: Daniela Rogenmoser, ab 1. November 2004 Klaus Albrecht, bis 31. Oktober 2004 Leiter Technischer Dienst: Albert Raymann Leiterin Hauswirtschaft: Vreni Suter Küchenchef: Peter Portmann Qualitätskommission Vorsitz und Qualitätsbeauftragter: Dr. med. René Fuhrimann, Leitender Arzt Chirurgie Stellvertreter: Dr. med. Peter Winkler Mitglieder: Hugo Costantino Christa Schubiger Dagmar von Rohr Claudia Warth Dr. med. Mathias Ziegert Rettungsdienst Ärztliche Leitung: Dr. med. Daniel Reinhardt, Chefarzt Anästhesiologie Betriebliche Leitung: Daniel Wagner

11 ORGANIGRAMM 9 SPITAL L I N T H

12 MEDIZINISCHE KLINIK 10 Mit 1715 Eintritten (Vorjahr 1630) ist die Medizinische Klinik wiederum um ca. 5 % gewachsen. Die durchschnittliche Hospitalisationsdauer war mit 8,5 Tagen leicht höher als im Vorjahr (8,1 Tage). Im Rahmen der Umstrukturierung der Pflege wurden im Jahre 2004 die Stellen der Bereichsleiterinnen gestrichen. So hat uns im Frühjahr 2004 Marijke Bunink, welche 14 Jahre als Bereichsleiterin der Medizinischen Klinik gearbeitet hat, verlassen. Zusammen mit ihr durfte ich Sonographien Ultraschall Abdomen Duplex Echokardiographie Mamma Total Sonographien während all den Jahren eine sehr schöne Zusammenarbeit pflegen und effizient Veränderungen und Verbesserungen umsetzen. Palliativkonzept Zur verbesserten Betreuung unserer Tumorpatientinnen und Tumorpatienten wurde ein ärztliches Palliativkonzept Ergometrie 288 Spirometrie 75 Kardiologische Konsilien Echokardiographien Onkologische Konsilien erarbeitet, welches demnächst umgesetzt wird. Die palliative Therapie von Tumorpatienten erfordert eine Neuorientierung in den Behandlungszielen. Dabei geht es in erster Linie um eine den Bedürfnissen der Patienten angepasste Behandlung, um die subjektiven Beschwerden zu lindern. Eine optimierte Schmerztherapie und eine ganzheitliche Patientenunterstützung stehen hier ganz im Endoskopien Stationär Ambulant Total Gastroskopie Kolonoskopie Ano-/Rektoskopie Bronchoskopie Perk. Endo. Gastrostomie Unterspritzung einer Blutungsquelle Oesophagusvarizen-Ligatur Bolus/Fremdkörperentfernung Infra-Rot-Koagulation Gummiligatur Polypektomie/Hotbiopsie Clip/Loop Vordergrund. Dieses Umdenken soll mit dem Konzept erreicht werden. Weitere Schnittstellen (Pflege, Sozialdienst und Seelsorge) werden zur Zeit von den betroffenen Bereichen bearbeitet und später in das bestehende Konzept eingegliedert. Labor Leitung: Jeannette Mathis Durch die Beschaffung des neuen Hämatologie-Analysers und eines neuen Immunologiegerätes konnten sowohl die Qualität der Analysen verbessert wie auch neue Technologien eingeführt werden. Insbesondere wurde es möglich, das Analyseangebot kosteneffizient zu erweitern. Chefarzt Dr. Alfons Weber

13 Laboruntersuchungen Ambulant Stationär Total Anzahl Analysen Jeannette Mathis an der Arbeit mit dem neuen Hämatologie-Analyser. konnte mit dem Zentrallabor ein Vertrag für Plasmalieferungen abgeschlossen werden. Da wir auf Grund immer restriktiverer Bestimmungen für die Zulassung von Blutspendern langjährige Spender ausschliessen mussten, sind uns Neuspender immer willkommen. Allen langjährigen, treuen Spenderinnen und Spendern möchten wir an dieser Stelle herzlich danken. Labor und Blutspendedienst haben die Akkreditierung beantragt Am 1. Juli 2004 fand die Vorbegehung zur Akkreditierung im Labor und Blutspendedienst statt. Anlässlich des Rundganges durch die Räumlichkeiten wurden Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt. Diese sind zwischenzeitlich beantragt und zum Teil bereits verwirklicht worden. Die qualitätsrelevanten organisatorischen und fachtechnischen Richtlinien unseres Labors und unseres Blutspendedienstes wurden intensiv diskutiert. Auf Grund des positiven Resultats der Vorbegehung wurde der definitive Termin der Akkreditierung auf 3./4. Mai 2005 festgesetzt. Blutspendezentrum BSUZ Blutspenden (inkl. Neuspender, Eigenblutspender) 1613 Blutspenden willkommen Unser Blutspendedienst überzeugte auch im vergangenen Jahr mit steigenden Zahlen. Dank guter Koordination und Planung von Verkauf, Zukauf und Verbrauch profitierte das Spital von einer hohen Unabhängigkeit in der Blutversorgung bei minimalem Verfall von Blutkonserven. Die Inspektion durch den Blutspendedienst SRK Zürich bestätigt die Qualität von Entnahme, Produktion, Immunhämatologie und Infektmarkerbestimmung. Neu SPITAL L I N T H

14 12 Ernährungsberatung/Diabetesberatung Physiotherapie Heidi Schärer, dipl. Ernährungsberaterin Kristina Kosonen Kyung Sook Kim Giger und Regula Stocker, Diabetesfachfrauen 2004 wurden total 951 Ernährungs- und Diabetesberatungen durchgeführt. Die Beratungsunterlagen und die internen Richtlinien wurden aktualisiert. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Diabetesbetreuung wurde durch interne Audits überprüft. Das Resultat zeigte, dass der Diabetesordner als Nachschlagewerk regelmässig benutzt wird und die Kontrollblätter im Rahmen des Diabetes-Qualitätsstandards ausgefüllt werden. Ernährungsberatungen und -therapien spielen eine wichtige Rolle im Spitalalltag. Im Rahmen der gesamtschweizerischen Diskussion über Mangelernährung in Spitälern und Heimen wurde auf dieses Problem schwerpunktmässig geachtet. Die Menuvorschläge wurden individueller gestaltet und dem Bedarf der Patientinnen und Patienten angepasst. Total wurden 82 Ernährungstherapien durchgeführt. Mit Freude schauen wir auf ein lebhaftes Jahr 2004 zurück. Mit ca. 12'000 ambulanten und 9000 stationären Behandlungen konnten wir durch Effizienzsteigerung die Zahl der Behandlungen gegenüber dem Vorjahr steigern. Leider stieg auch der administrative Aufwand spürbar an. Dieser wird in erster Linie durch unzählige, zum Teil sinnlose Anfragen durch Krankenkassen verursacht. Im Herbst wurde unsere ambulante pulmonale Rehabilitation durch die Lungenliga zertifiziert. Leider wird diese Möglichkeit, welche schwer lungenkranken Menschen eine deutlich verbesserte Lebensqualität ermöglicht, zu wenig genutzt. Im Herbst hat uns nach zweijähriger Ergotherapie-Tätigkeit Frau Ines Madeira verlassen. Als ihre Nachfolgerin konnten wir Frau Judith Braun, welche ebenfalls am Kantonsspital Glarus arbeitet, engagieren. Im vergangenen Jahr durften wir drei Praktikantinnen der Physiotherapie-Schule Landquart bei uns ausbilden. Alle drei bestanden ihre Abschlussprüfung mit Erfolg. Beratungen stationär ambulant Ernährungsberatung Diabetesberatung Total

15 CHIRURGISCHE KLINIK Die Chirurgische Klinik weist gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Zunahme an Patienten aus. Über alle Disziplinen gesehen stieg die Zahl der stationären Patienten von 1796 im Vorjahr auf 1870 im Jahre Ein markanter Anstieg wurde bei den ambulanten und teilstationären Patienten registriert: 6014 Patienten oder 1529 Fälle mehr als im Vorjahr, was ein Anstieg von mehr als einem Drittel bedeutet. Der Anstieg verteilte sich mit Ausnahme der Plastischen Chirurgie auf alle Disziplinen. Im Jahre 2004 wurden gutartige Dickdarmerkrankungen zunehmend laparoskopisch behandelt. In der Traumatologie hielten winkelstabile Fixationssysteme sowie verbesserte intramedulläre Implantate Einzug. Auf den wurde der langjährige leitende Arzt, Dr. René Fuhrimann, zum Co-Chefarzt der chirurgischen Klinik befördert. Im Herbst 2004 hat Oberarzt Dr. Herbert Wallimann sein Facharztexamen zum Chirurgen FMH erfolgreich absolviert. Unsere herzliche Gratulation. 13 Patienten Stationär Ambulant/teilst Total Operative Eingriffe nach Fachgebieten Chirurgie Orthopädie HNO Urologie Plastische Chirurgie Dr. Johann Baumgartner, Chefarzt SPITAL L I N T H

16 FRAUENKLINIK 14 "Gebären in Sicherheit und Geborgenheit" das ist die Botschaft der geburtshilflichen Klinik im Spital Linth. Das rund 30-köpfige Team mit Ärzten, Hebammen und Pflegefachfrauen bemüht sich rund um die Uhr, diesem hohen Anspruch gerecht zu werden. Eine freundliche, familiäre Atmosphäre und ein Umfeld für beste Sicherheit für alle Fälle gehören zu diesem Inbegriff. Im 2004 ging die Zahl der Geburten dem nationalen Trend folgend leicht zurück, doch werden fast 10 % der Kinder im Kanton St. Gallen in Uznach geboren. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Mütter und Neugeborenen reduzierte sich leicht dank des guten Umfeldes und der optimalen Betreuung. Das aufgestellte Hebammenteam für einmal selber in der Wanne für Geburten unter Wasser. Frauenklinik Spital Linth 2004 Gesamtzahl der Patientinnen 864 Gynäkologie stationär 373 Gynäkologie teilstationär 17 Geburtshilfe 474 Geburtshilfliche Klinik Kinder 406 Mädchen 197 Knaben 209 Geburten 406 Einlinge 405 Zwillinge 1 Entbindungsart Vakuum 34 Sectio 105 PDA zur Geburt 44 Verlegung von Kindern ins Zentrumsspital 3 Im 2004 übernahm Luana Musa die Stationsleitung Wochenbett von Frau Vreni Pfister. Fortschrittliche Behandlungsmethoden tragen zu vermehrten ambulanten Behandlungen bei. Modernste Technik für die Betreuung während der Schwangerschaft und Geburt mit dreidimensionalem Ultraschall oder Blutflussmessungen mittels Doppleruntersuchungen, pränataler Diagnostik, Schnellschnitt-Untersuchung für zusätzliche Diagnostik bei operativen Eingriffen bei Tumorerkrankungen gehören zum Angebot des Spitals Linth. Aber auch die persönliche Vorbereitung für werdende Mütter durch das Hebammenteam mit Geburtsvorbereitungskursen, Beratung, Baby-Massagen und vieles mehr geben Sicherheit und Geborgenheit. Laproskopische und hysteroskopische Eingriffe werden mit neusten technischen Möglichkeiten vorgenommen. Das Spital Linth hat bereits mehrere Kongresse mit dem Schwerpunktthema Kinderwunsch mit jeweils über 100 Gynäkologen initiiert. In unserer Frauenklinik gilt der Einsatz auch für Eltern, deren Kinderwunsch noch nicht in Erfüllung geht. Als Premiere in einem St. Galler Landspi- Dr. Urs Graf, Chefarzt

17 tal wurde im Dezember die erste Transport IVF am Spital Linth durchgeführt. Bei uns werden die Sterilitätsabklärung und Behandlung vorgenommen, die Frau beraten, stimuliert und die Eizellenpunktion durchgeführt. Der labortechnische Teil erfolgt dann im Fiore in St. Gallen, einem Institut des Kantonsspitals. 15 Gynäkologische Klinik 2004 Gynäkologische Eintritte stat./teilstat. 390 Gyn. und geburtshilfliche Operationen 656 davon: Abdominale Operationen 45 Vaginale Operationen 317 Operationen an der Vulva 11 Operationen an der Mamma 75 bei Carcinom 20 Laparoskopien 47 Kaiserschnitte 105 kleinere geburtshilfliche Eingriffe 43 sonstige Eingriffe 13 Gyn. Konsilien für die übrigen Kliniken im Hause 57 Ambulante Tätigkeit Geburtshilfe 859 Gynäkologie 555 Pränatale Diagnostik (Fruchtwasserpunktion) 17 Ambulante Geburten 5 HSSG (Hysterosalpingosonographien) 10 «Kindersegen» in der Silvesterwoche im Spital Linth. Ultraschalluntersuchungen Stationäre und ambulante US-Untersuchungen in Gynäkologie und Geburtshilfe 2159 SPITAL L I N T H

18 ANÄSTHESIOLOGIE UND REANIMATION 16 Die durchgeführten Anästhesien im Institut für Anästhesiologie lagen deutlich über dem Vorjahr. Das Team der Anästhesiepflege, unter der neuen Leitung von Stefan Keckeis, besteht nun aus sieben Anästhesiepflegefachfrauen und -männern. Es gewährleistet einen Präsenzdienst an 365 Tagen rund um die Uhr. Das Leistungsspektrum der Anästhesie umfasst alle üblichen Verfahren der Allgemeinanästhesien, mit speziellem Augenmerk auf die sogenannte TIVA (Total Intravenöse Anästhesie), der Regionalanästhesien (Spinalanästhesien und Periduralanästhesien, Plexusanästhesien und das Einlegen spezieller Nervenkatheter für die postoperative Schmerztherapie). Für die Überwachung der Narkosen stehen nun vier modernst ausgestattete Anästhesiegeräte zur Verfügung. Zusätzlich können mit speziellen Geräten die Narkosetiefe und der Zustand der Muskelrelaxierung exakt überwacht werden. Im Bereich der Fortbildung konnten wir zusammen mit dem Pflegedienst spezielle Übungsphantome anschaffen, um auch spezielle Notfallsituationen zu trainieren, die selten im Alltag vorkommen. Im Jahr 2004 hat Dr. Damir Hren den Notarzt-Titel (SGNOR) erworben. Wir gratulieren ihm zu diesem Fachabschluss. Anästhesiestatistik 2004 Allgemeinanästhesie 2177 Analgesie/Sedation 43 Maske/Larynxmaske 378 Intubation 1729 Intubation fiberoptisch 24 Doppelmentubus 3 Regionalanästhesien 950 Periduralanästhesien 497 Perduralanästhesien 83 Plexus obere Ext. 23 Plexus untere Ext. 133 I.v. Block 188 Nervenblockaden 26 Totalanästhesien 3127 Eintrittsarten Planmässig stationär 1383 Teilstationär/Ambulant 794 Notfälle 747 Anzahl Patienten Im OPS 2924 Interne Einsätze 429 Total 3353 Notarzteinsätze 190 Dr. Daniel Reinhardt, Chefarzt

19 Rettungsdienst Sämtliche Patiententransporte sowie Notrufe werden nun über die Sanitätsnotrufzentrale Nr. 144 disponiert. Dadurch wird erreicht, dass jederzeit innerhalb kurzer Zeit ein Rettungsmittel vor Ort ist, um erste Hilfe zu leisten. Das Team unter der Leitung von Daniel Wagner besteht aus fünf diplomierten Rettungssanitätern SRK und drei Transporthelfern. Mit diesem Personalbestand können zwei Rettungsfahrzeuge betrieben werden. Ein Fahrzeug steht am Spital in Uznach während 24 Stunden an 365 Tagen bereit. Während der Woche ist ein zusätzliches Fahrzeug im Stützpunkt Jona/Rapperswil auf Pikett. Der Notarztdienst wird durch die Notärzte gestellt. Sie kommen bei lebensbedrohlichen Zuständen mit einem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) direkt zum Notfallort. Einsätze Rettungsdienst Total Einsätze Primäreinsätze Sekundäreinsätze davon mit Sondersignal davon Fehleinsätze Total gefahrene Kilometer Standort Jona/Rapperswil Primäreinsätze 282 Sekundäreinsätze 71 Gefahrene Kilometer Notarzteinsätze 190 Gefahrene Kilometer 5350 Standort Uznach Primäreinsätze 785 Sekundäreinsätze 435 Gefahrene Kilometer Rettungsequipe bei jedem Wetter unterwegs. SPITAL L I N T H

20 RADIOLOGIE 18 Nachdem im September der Personalbestand gemäss Stellenplan wieder vollständig war, konnte der Betrieb mit neuem Elan mit hoher Fachkompetenz fortgeführt werden. Die Anzahl der Untersuchungen ist erfreulicherweise zunehmend, speziell in den Sparten CT, Mammographie und konventionelles Röntgen. Bei steigenden Patientenzahlen entsteht aber zwangsläufig auch ein zunehmender administrativer und technischer Aufwand, der zwingend Reinvestitionen in personeller, logistischer und technischer Hinsicht erfordert Patientenzahl Ambulant Stationär Total CT-Untersuchungen Ambulant Stationär Total Mammographien Ambulant Stationär Total Ausscheidungsurographien Angiographien inkl. Interventionelle Eingriffe Ambulant Stationär Total Röntgenuntersuchungen Ambulant Stationär Total Ärztliche Leitung: Dr. Hans-Jörg Schaub

21 PFLEGEDIENST 2004 war für den Pflegedienst bei einem gleich bleibenden Stellenplan ein sehr anstrengendes und belastendes Jahr. Hohe Patientenfrequenzen und eine durchschnittliche Belegung von 86 Prozent forderten das Pflegepersonal. In erster Linie geht es darum, den Patienten physisch optimal zu betreuen, so hatte das Personal weniger Zeit für zwischenmenschliche Kontakte mit Patienten und Angehörigen. In der Patientenbefragung durch die Firma Mecon kam das auch zum Ausdruck. Die Patienten fühlen sich fachlich gut betreut, spüren aber, dass das Personal unter Zeitdruck steht. Mehr Zeit haben für Gespräche, Zeit haben für Patienten in Krisensituationen und vor allem Zeit für Patienten mit einem palliativen Bedürfnis ist für die Pflegenden die gewünschte Perspektive. Nur durch Mehreinsatz und Kreativität aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war die anfallende Arbeit zu bewältigen. Für die Pflegenden ist es nicht ganz einfach, sich von gewohnten Strukturen loszulösen und sich auf Veränderungsprozesse einzulassen. Alle offenen Stellen mit Leitungsfunktion und deren Stellvertretung konnten besetzt werden. Mit Frau Katharina Möhl als Pflegeexpertin haben das Pflegepersonal und die Pflegedienstleitung seit Februar eine wesentliche Entlastung und eine kompetente Unterstützung in wichtigen Pflegefachfragen erhalten. Frau Claudia Warth-Ebneter übernahm am 1. Juni die vakante Stelle der Ausbildungsverantwortlichen. Frau Isabelle Kuster Hollenstein, die seit dem 1. April als Sachbearbeiterin im Pflegedienst tätig ist, entlastet die Pflegedienstleitung von administrativen und bürotechnischen Aufgaben. Die beiden Bereichsleitungen Frau Marijke Bunink (Medizin) und Frau Hanna-Maria Girrbach (Chirurgie) verliessen uns auf Ende März. Weiterbildung im Hause Mit Erfolg fand im Sommer in Glarus ein Kadertag zum Thema "Qualifikationen" für die Abteilungsleitungen statt. Ein zehntägiger Lehrgang wurde unter dem Titel 19 Leistungserfassung in der Pflege Im Spätsommer wurde auf den Abteilungen die Leistungserfassung mit dem Instrument "Leistungserfassung in der Pflege" (LEP) realisiert. Die dadurch gewonnenen Kennzahlen werden durch die Pflegedienstleitung ausgewertet. Sie sind wichtig für eine zukünftige Kostenund Leistungsrechnung. Im Frühling wurden neue, attraktive Arbeitszeiten im Schichtbetrieb (durchgehende Arbeitszeit) eingeführt. Blick in den Weiterbildungskurs. Neues Organigramm im Pflegedienst Das Organigramm im Pflegedienst wurde verflacht. Neu unterstehen die Abteilungsleitungen direkt der Pflegedienstleitung. Dadurch ergibt sich eine Verkürzung der Informationswege. Die Abteilungsleitungen übernehmen auch mehr Verantwortung mit dem dafür nötigen Freiraum und den dazugehörenden Kompetenzen. Hans Jürgen Franzke, Leiter Pflegedienste SPITAL L I N T H

22 20 "Kontinuierliche Qualitätsverbesserung in der Pflege" mit Ausbildung der Dozentin Frau Franziska Zeller vom Weiterbildungszentrum für Gesundheitsberufe in Aarau (WE G) Claudia Warth angeboten. Der Versuch, die Teilnehmenden nicht in eine Weiterbildungsinstitution zu schicken, sondern die Dozentin ins Spital zu holen und dadurch vermehrt auf hausspezifische Gegebenheiten einzugehen, ist gelungen. Die Begleitung der Lernenden aus den Ausbildungen der Krankenpflegeschulen Stephanshorn, Kinderspital und Glarus beanspruchten nach wie vor den Hauptteil unserer Arbeit. Die Ausbildung der Fachangestellten Gesundheit war eine neue Herausforderung und konnte Einführung von Kinästhetik Die Einführung von Kinästhetik (vereinfacht: rückenschonender Transfer von Patienten) in der Pflege auf den Abteilungen bringt nicht nur für unsere Patienten eine Erleichterung im Spitalalltag, sondern ist auch als gesundheitserhaltende Massnahme für das Pflegepersonal zu verstehen. Verschiedene Arbeitsgruppen waren aktiv, unter anderem wurde der Standard 9 "Pflege" für die Rezertifizierung bei der Sanacert ins Leben gerufen. Für die gute Zusammenarbeit mit unseren internen und externen Partnern bedanken wir uns herzlich. Im Weiteren gilt es, einen besonderen Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegedienstes auszusprechen. Sie haben am Patienten hervorragende Arbeit mit überdurchschnittlichem Einsatz geleistet. dank der Flexibilität des diplomierten Personals und aller Mitarbeiterinnen im Ausbildungsteam gut in unser Spital implementiert werden. Für die neue Ausbildung zur diplomierten Pflegefachfrau-, zum diplomierten Pflegefachmann Höhere Fachschule (HF), wurde zum ersten Mal eine Selektion durchgeführt. Bedingt durch die vielen Doppel- und Mehrfachbewerbungen, die sich anschliessend für eine andere Institution entschieden, waren wir gezwungen, den Start der Ausbildung in unserem Haus auf das Jahr 2005 zu verschieben. Die Vorarbeiten für die Begleitung der Lernenden durch eine Ausbildnerin pro Station schritten zügig voran und waren bis Ende Jahr abgeschlossen. Die definitive Einführung erfolgt im Februar Durch die Umstrukturierungen im Bildungsbereich der Gesundheitsberufe, der Lehre Fachangestellte Gesundheit (FaGe) und dem Start der Höheren Fachschule Gesundheit im Oktober 2004, machten sich bereits die ersten "Schülerlücken" bemerkbar, was auch bei der Arbeitsplanung zu berücksichtigen war. Das Ausbildungsteam und die Mitarbeiterinnen der Pflege im Operationssaal und in der Geburtshilfe betreuten im vergangenen Jahr insgesamt 29 Auszubildende. Die durchgeführten Examen waren alle erfolgreich und zeigen auf, dass wir mit der Ausbildung der verschiedenen Berufe auf dem richtigen Weg sind.

23 Sozialdienst Christine Vögeli Spitalhygiene Judith Müller, Hygieneberaterin 21 Die Austrittsplanung ist ein wichtiger Teil im Heilungsprozess und muss frühzeitig in Angriff genommen werden. Je mehr Zeit wir für Gespräch und Organisation gewinnen, umso erfreulicher ist das Resultat. Je länger je mehr fehlt den Ärzten und Pflegenden diese Zeit. Dadurch nimmt die Bedeutung unseres Aufgabenbereichs stetig zu. Die ausgezeichnete Zusammenarbeit intern, aber auch extern, ist erfreulich. Sie erleichtert unsere Arbeit wesentlich. Bei immer kürzer werdenden Aufenthalten im Akutspital versuchen wir, die Nachbetreuung so zu organisieren, dass Patienten und Angehörige sich beim Spitalaustritt sicher fühlen. Damit erreichen wir eine höhere Patientenzufriedenheit und Qualität nach aussen. Auch lassen sich so Rehospitalisationen aus sozialen Gründen vermeiden setzte die Spitalhygiene den Schwerpunkt in die epidemiologische Überwachung mikrobiologischer Daten und in dokumentierte Hygieneaudits. Im Dezember wurde unser Spital von Noroviren heimgesucht. 14 Personen erkrankten an dem durch das Virus hervorgerufenen Brechdurchfall. Um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern, ergriffen wir sofort nach Auftreten der ersten Fälle spitalhygienische Massnahmen: Isolation der Patienten, konsequente Einhaltung der Händehygiene sowie Tragen eines Mundschutzes. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für die strikte Einhaltung der Massnahmen. Damit konnte eine weitere Ausbreitung des aggressiven Virus erfolgreich verhindert werden. Vermittlungen Alters- und Pflegeheim Rehabilitation Kuraufenthalte Total SPITAL L I N T H

24 QUALITÄTS- SICHERUNG DIENST- JUBILÄEN 22 Dr. René Fuhrimann, Qualitätsbeauftragter Auch im 2004 standen für alle Mitarbeitenden des Spitals Linth die intensiven Anstrengungen zur Verbesserung der Qualität im Zentrum. Die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben aktiv in den verschiedenen Qualitäts- und Projektgruppen an vorderster Front zur weiteren Verbesserung der Qualität mitgearbeitet. Das Jahr 2004 war ein Jahr des Neuanfangs bzw. der Neuorientierung nach der erfolgreichen Zertifizierung als erstes Spital der Schweiz durch die SanaCert am 3. Dezember In diesem Jahr erfolgte eine Erweiterung der Qualitätskommission von drei auf sieben Mitglieder. Die zwei Qualitätsstandards Rettungsdienst und Schmerzbekämpfung wurden aufgegeben, dafür führten wir im Verlaufe der Monate neben den bereits weiter verfolgten sechs Qualitätsstandards zusätzlich vier weitere ein, nämlich Standard Pflege, Critical Incident Reporting System (CIRS), Sturzvermeidung sowie Ethikmanagement. Zwei grössere Qualitätsseminare (Einführungskurs für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen, Qualitätsseminar für Pflege) sorgten an unserem Spital für Weiterbildung. Weiter beteiligten wir uns an nationalen Qualitätsstudien. Intern wurden während des ganzen Jahres regelmässig Audits zum Messen der Qualitätsfortschritte vorgenommen. Das Jahr 2005 wird uns ein von der SanaCert durchgeführtes Zwischenaudit bringen. Zwei grössere Qualitätsseminare sind bereits geplant. Unseren vielen langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möchten wir einen ganz besonderen Dank aussprechen. Im vergangenen Jahr konnten wir folgenden Jubilaren gratulieren: 30 Jahre Michele D Amato, Mitarbeiter Hauswirtschaft Ursula Hubatka, Dipl. Pflegefachfrau 25 Jahre Verena Blöchlinger, Pflegeassistentin 20 Jahre Mathilde Bless, Pflegefachfrau Paul Kühne, Technischer Mitarbeiter Mariella Mathier, Dipl. Pflegefachfrau Marinko Petrovic, Dipl. Pflegefachmann Anästhesie Dusica Prodanovic, Pflegefachfrau OPS Marius Vögeli, Projektleiter Tarmed 15 Jahre Lan Albrecht, Pflegefachfrau OPS Logeswaran Kathirgamu, Mitarbeiter Abwaschküche Clara Mauchle, Dipl. Pflegefachfrau Heidy Mettler, Pflegeassistentin Angelika Müller, Leiterin Zentrale/Empfang Bernadette Oosterhuis, Dipl. Pflegefachfrau Rita Schürch, Dipl. Pflegefachfrau IMC Anita Hänni, Dipl. Praxisassistentin Labor

25 VOR DER UMBAUPHASE 110 Jahre nach der Gründung des Spitals Uznach und 35 Jahre nach dem Bezug des heutigen Spitalgebäudes erhält das Spital Linth die längst geforderte Sanierung. Wie die Regierung in der Botschaft an den Kantonsrat zu Recht schreibt, vermögen der bescheidene Komfort auf den Patientenstationen, der Stand der Hotellerie, das räumliche Angebot der Notfallaufnahmestation und die haustechnischen Installationen nicht mehr zu befriedigen. Nach langem Druck durch die Spitalleitung und die Region und nach gründlichen Abklärungen über Standort und Ausbaumöglichkeiten wurde in der Februar-Session des St. Galler Kantonsrates mit eindrücklichem Stimmenverhältnis der Kredit von 30,1 Mio. Franken gesprochen. Über alle Parteien und Regionen hinweg herrschte Einigkeit, dass die Sanierung des Spitals Linth als Grundpfeiler der Gesundheitsversorgung im Linthgebiet notwendig ist. Was wird neu? Die erste Bauetappe umfasst die vollständige Neugestaltung von vier Patientenstationen mit je 26 Betten, eine neue Tagesstation mit 13 Betten, ein Bürogeschoss für den ärztlichen Dienst, eine zeitgemässe Notfallaufnahmestation, eine zentral gelegene Cafeteria mit Personalrestaurant und die vollständige Erneuerung der Gebäudehülle ab dem zweiten Obergeschoss. Die haustechnischen Installationen werden vollständig erneuert. In einer zweiten anschliessenden, aber noch nicht beschlossenen Etappe, folgen die Verbesserungen in den Bereichen Operation, Untersuchung, Behandlung, Technische Dienste und Küche. Der neue Spitalzugang erfolgt von Süden, also vom Parkplatz aus; der Nordeingang wird für Patiententransporte und für die Notfallaufnahmestation reserviert. In direkter Beziehung zur Eingangshalle und zum Hauptzugang werden die neue, zentral gelegene Cafeteria sowie ein Personalrestaurant gebaut. Mit der Vergrösserung der Eingangshalle werden Empfang und Patientenadministration integriert. Im ersten Obergeschoss wird durch die Verlegung der Notfallaufnahme ins Parterre der frei werdende Raum für den Aufwachbereich genutzt. Im Ostflügel des zweiten Obergeschosses wird eine Tagesstation mit 13 Betten eingebaut. Das dritte Obergeschoss wird Bürogeschoss. In den Geschossen vier bis sieben entstehen vier Bettenstationen mit je 26 Betten (9 Zweibett- und 2 Vierbettzimmer). Im achten Obergeschoss wird ein Pikettzimmer eingebaut und zudem die ganze Haustechnikzentrale erneuert. Der Helikopterlandeplatz wird auf das Dach des Hauptgebäudes verlegt und mit einem Bettenlift erschlossen. Die Lifte und Bettenaufzüge werden im Hauptgebäude ersetzt. Die Handwerker und Bauleute werden im Herbst 2005 im Spital Linth erscheinen. Die Umbauphase wird für Personal und Patienten etliche Erschwernisse bringen, doch folgt nachher die lang ersehnte Zeit im sanierten Spital mit moderner Hotellerie. 23 Ansicht Spital mit den Neubauten Cafeteria/Personalrestaurant. SPITAL L I N T H

26 VERWALTUNG Die eigene Reinigungsequipe zusammen mit der Verwaltungsleitung. 24 Finanz- und Rechnungswesen Schwerpunkt im verflossenen Jahr bildete die Einführung eines Klinikreportings, das den Klinik- und Institutsleitern quartalsweise jene betriebswirtschaftlichen Zahlen liefert, die sie beeinflussen können. Betriebswirtschaftliche Erkenntnisse schaffen die Grundlage, Bereiche und deren Prozesse verstärkt nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten beurteilen zu können. Parallel dazu muss das betriebswirtschaftliche Denken auf allen Stufen geschult und gefördert werden. Nur dann lässt sich ein spürbarer Nutzen solcher Instrumente gewinnen. Innerhalb der Regionalspitäler wurde mit dem Start des SAP-Projekts "Material Management" begonnen, das Kostenvorteile verspricht und für die geplante Einführung der Kostenträgerrechnung unerlässlich sein wird. Patientenadministration Erfreulicherweise nehmen die Patientenzahlen jedes Jahr zu, insbesondere im ambulanten Bereich. Der medizintechnische Fortschritt trägt ebenfalls zu dieser Entwicklung bei. Am 1. Januar 2004 wurde erstmals die Leistungserfassung im ambulanten Bereich in Verbindung mit dem neuen Tarifsystem "TarMed" mit dem neuen elektronischen Leistungserfassungswerkzeug INES aufgenommen. Die Ertragszahlen lassen sich daher nicht mit den Vorjahreswerten vergleichen. Die Einführung des neuen Tarifsystems verlief insgesamt erfolgreich, mit Ausnahme einiger Anpassungen. Die überaus engagierte Mitarbeit der Ärzteschaft war für den Erfolg ausschlaggebend. Entgegen unseren Erwartungen hat sich der Abrechnungsaufwand nicht vermindert. Mit dem Ziel, den Aufwand rund um die Fakturierung sowohl im Spital als auch bei den Krankenkassen zu senken, wurde das Projekt "Elektronische Fakturierung-EDI" gestartet. Die ersten Versuche mit ausgewählten Pilotpartnern verliefen erfolgversprechend, verlangten aber auf beiden Seiten nicht unerhebliche Anpassungen der neuen Instrumente. Die flächendeckende, abschliessende Einführung ist im 2005 vorgesehen. Die Tarifverhandlungen mit santésuisse, dem Dachverband der Krankenkassen, konnten erst im April 2004 abgeschlossen werden. Das führte zu einer empfindlichen Verzögerung der Fakturierung unserer stationären Leistungen. Mitte Jahr waren dann die Fakturierungsrückstände behoben. Die Zeitspanne zwischen Leistungserbringung und Rechnungstellung halten wir weiterhin bewusst kurz. Personaldienst Markus Gräzer, Leiter Personal Im Zentrum des Personaldienstes stehen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit den Kliniken in allen personellen Bereichen zu professionalisieren und partnerschaftlich auszugestalten. Als internes Dienstleistungszentrum hat der Personaldienst im Jahr 2004 insgesamt 158 Eintritte und 156 Austritte zu bearbeiten. Der Personaldienst war neben den ordentlich anfallenden Aufgaben durch zusätzliche Projektarbeiten wie Zertifizierung SanaCERT, Kinderkrippe, Fort- und Weiterbildungskonzept, Ablösung des Régnault Henriod, Verwaltungsleiter

27 Personalinformationssystems PIS durch ein neues Informatiksystem SAP/HR und andere Arbeiten stark belastet. Angebot familienexterner Kinderbetreuung Seit 2004 verfügt das Spital Linth in der Kinderkrippe "Chinderhus Rosengarten" in Uznach zwei Betreuungsplätze, die für Kinder unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reserviert sind. Ausschlaggebend für diese Zusammenarbeit war die 2002 vom Kanton durchgeführte Mitarbeiterbefragung, in welcher das fehlende Angebot bemängelt wurde. Die Betreuungsplätze waren 2004 sehr gut ausgelastet. Dank der Flexibilität von Krippenleiterin Frau Monika Wälli und ihrem Team durften wir die vertraglich vereinbarte Belegung überziehen. Sie betrug durchschnittlich 2,4 Plätze. Betreut wurden Kinder von Mitarbeiterinnen der Bereiche Gynäkologie, Chirurgie, Pflege, Reinigung und Anästhesiologie. Wir danken dem Chinderhus für die professionelle Betreuung und die gute Zusammenarbeit. Logistik Hugo Costantino, Leiter Stabsstelle Projekte Das Spital reinigt wieder selber Seit April 2004 wird das Spitalgebäude wieder durch spitaleigenes Personal gereinigt. Sämtliche Reinigungsprozesse wurden im Hinblick auf die unterschiedlichen Hygienebedürfnisse untersucht und optimiert sowie Qualität, Flexibilität und Quantität wesentlich verbessert. Das Reinigungsteam nimmt sich nun als Teil des Spitalpersonals wahr und identifiziert sich voll und ganz mit dem Haus. Der Erfolg zeigt, dass sich dieser Schritt in jeder Hinsicht gelohnt hat. Rettungsdienst vom Technischen Dienst entkoppelt Ein weiterer Meilenstein konnte gegen Ende Jahr mit der funktionalen Trennung des Rettungsdienstes und des Technischen Dienstes erreicht werden. Diese organisatorische Massnahme führte in beiden Bereichen zu signifikanten Qualitätssteigerungen. Im Technischen Dienst kann jetzt wirkungsvoller gearbeitet werden als bisher. Die Mitarbeiter des Technischen Dienstes sind jetzt nicht mehr mit dem Rettungsfahrzeug unterwegs, sondern immer am Arbeitsort anzutreffen. Dadurch wird die Sicherheit erhöht, um jederzeit technische Pannen zu beheben. Die Neuorganisation hat auch zu einer Neuausrichtung der spitaleigenen Gärtnerei geführt. Ab Herbst 2004 werden die Blumenpflanzen für unseren spitaleigenen Park nicht mehr selber aufgezogen, sondern pflanzfertig in der Region eingekauft. Die Gärtnerei konzentriert sich vermehrt auf die Pflege unserer beschaulichen Parkanlage. Wie schon im vergangen Jahr haben die sanierungsbedürftigen Anlagen des Spitals den Technischen Dienst auf Trab gehalten. Verschiedentlich mussten Sondereinsätze geleistet werden, damit das Spital ungehindert arbeiten konnte. Informatiksicherheit wird immer wichtiger Im vergangenen Jahr wurde das Hauptaugenmerk auf die immer wichtiger werdende Informatiksicherheit gelegt. Ziel war es, die Sensibilität für dieses Thema auf allen Stufen zu verbessern und grundsätzlich das Niveau der Informatiksicherheit zu erhöhen. Diese Aufgabe wird die Informatik auch im 2005 begleiten. Hotellerie: Gastronomie und Hauswirtschaft legen zu Auch in diesem Jahr konnten die Leistungen der Gastronomie und Hauswirtschaft dank Beharrlichkeit und Kreativität weiter gesteigert werden. Eine neutrale Kundenbefragung zeigte auf, dass unsere Küche von den Gästen geschätzt und gelobt wird. Unser Küchenteam ist mit seiner Philosophie auf dem richtigen Weg. Die gute Zusammenarbeit mit dem Pflegezentrum Linth wurde weiter gefestigt und ausgebaut. 25 SPITAL L I N T H

28 ERFOLGSRECHNUNG 26 Bezeichnung nach H+ /VESKA-Kontenrahmen Abweichung Budget Abweichung Vorjahr (Budget- und Vorjahresvergleiche sind wegen Tarmed-Einführung erschwert.) IST Budget IST absolut in % absolut in % Pflege-, Behandlungs- und Aufenthaltstaxen Erträge aus Arzthonoraren Erträge aus medizinischen Nebenleistungen Erträge aus Spezialuntersuchungen und Therapien Diverse Erträge aus Klinikleistungen Übrige Erträge aus Leistungen für Patienten Miet- und Kapitalzinsertrag Erträge aus Leistungen an Personal und Dritte Betriebsertrag Ausserordentlicher Ertrag Total Ertrag Besoldungen Ärzte und andere Akademiker in med. Fachbereichen Besoldungen Pflegepersonal im Pflegebereich Besoldungen Personal anderer med. Fachbereiche Besoldungen Verwaltungspersonal davon Verwaltungsrat Besoldungen Ökonomie / Transport / Hausdienst* Besoldungen Personal technischer Betriebe Besoldungsrückvergütungen Sozialleistungen Arzthonorare Personalnebenkosten Besoldungen und Sozialleistungen

29 Bezeichnung nach H+ /VESKA-Kontenrahmen Abweichung Budget Abweichung Vorjahr IST Budget IST absolut in % absolut in % Medizinischer Bedarf Lebensmittelaufwand Haushaltsaufwand*) Unterhalt und Reparaturen Immobilien / Mobilien Aufwand für Anlagennutzung davon Abschreibungen davon Gebäudemiete Kanton SG davon Fremdmieten und Anderes Aufwand für Energie und Wasser Aufwand für Kapitalzinsen Büro- und Verwaltungsaufwand Entsorgung Versicherungsprämien/Gebühren/Abgaben/ übriger Sachaufwand Sachaufwand Total Aufwand Zusammenfassung Total Ertrag Total Aufwand Nachkalkulierter Globalkredit Unternehmensergebnis *) Übernahme Hausreinigung per 1. April 2004 von ISS AG, Dietikon 27 SPITAL L I N T H

30 BILANZ 28 Bilanz vor Gewinnverteilung Schlussbilanz 2004 in % 2003 in % Flüssige Mittel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Übrige Forderungen Warenvorräte Transitorische Aktiven Umlaufvermögen Anlagen und Einrichtungen davon medizinische Apparate und Anlagen davon medizinische Einrichtungen und Ausstattung davon Ausstattung allgemein (Mobilien) Anlagevermögen Verlustvortrag Total Aktiven Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten Kanton St. Gallen Transitorische Passiven Rückstellungen Fremdkapital Dotationskapital Andere Reserven Bilanzgewinn Eigenkapital Fonds und Stiftungskapitalien Total Passiven

31 ANHANG ZUR JAHRESRECHNUNG Antrag Gewinnverwendung Jahresgewinn Tilgung Verlustvortrag Verbleibender Gewinn Davon 20 % Zuweisung an gesetzliche Pflichtreserve Gewinn nach Zuweisung an Pflichtreserven % Gewinnbeteiligung des Kantons Gewinnvortrag Bürgschaften, Garantieverpflichtungen und Pfandbestellungen zugunsten Dritter: keine Eigene Verpflichtungen verpfändeter und/oder abgetretener Aktiven sowie Aktiven unter Eigentumsvorbehalt: keine Gesamtbetrag der nicht bilanzierten Leasingverbindlichkeiten: keine Brandversicherungswert der mobilen Sachanlagen: Fr Verbindlichkeiten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen: keine Beteiligungen: keine Bildung eines Delkrederes für gefährdete Debitoren: Fr Angaben über Aufwertungen: keine Anlagen nach Spitalbau-Kostenplan (SKP) per 31. Dezember 2004 SKP-Hauptgruppen Anfangsbestand 2004 Restbuchwert Zugänge Abgänge Abschreibungen Medizinische Apparate und Anlagen Medizinische Einrichtungen und Ausstattung Ausstattung allgemein (mobile Gegenstände) Total SPITAL L I N T H

32 BETRIEBSSTATISTIKEN 30 Stationäre Leistungen Austritte IST 2004 IST 2003 IST 2002 Abw. in % zum Vorjahr Medizin Chirurgie/Orthopädie Urologie ORL Gynäkologie Geburtshilfe gesunde Säuglinge Total Ø Aufent- Pflegetage haltsdauer Medizin Chirurgie/Orthopädie Urologie ORL Gynäkologie Geburtshilfe gesunde Säuglinge Total Frequenzen und Kostenentwicklung der stationären Patientinnen und Patienten * Inklusiv Säuglinge Jahr Patientenzahl Pflegetage* Kantonsbeitrag Durchschnittliche Durchschnittlicher in Mio. Franken Aufenthaltsdauer Personalbestand Ambulante Erträge IST 2004 in % TARMED ärztliche Leistung TARMED technische Leistung Medikamente und Materialien Paramedizin Übrige Tarife: Krankentransporte ambulant Total ambulante Leistungen

33 Patientenstatistik ambulanter und stationärer Patienten Stationäre Patienten Ambulante Fälle * * Ab 2004 neues Erfassungsmodell, «TarMed» Definitionen Als stationärer Patient gilt, a) wer sich länger als 24 Stunden im Spital aufhält und wenn eine Behandlung für länger als 24 Stunden notwendig ist, b) wer vor Ablauf von 24 Stunden im Spital stirbt, c) wer vor Ablauf von 24 Stunden in ein anderes Spital verlegt wird, sofern ein längerdauernder Aufenthalt geplant war bzw. notwendig gewesen wäre. Die übrigen Patienten gelten als ambulante Patienten. Bettenbestand und -belegung (ohne Säuglinge) Betten Austritte Pflegetage Ø-Aufenthalt Bettenbelegung % Durchschnittlicher Personalbestand IST 2004 davon in in % IST 2003 davon in Abw. zum Vorjahr nach Hauptgruppen Ausbildung Ausbildung absolut in % Ärzte und andere Akademiker in med. Fachbereichen Pflegepersonal im Pflegebereich Personal anderer medizinischer Fachbereiche Verwaltungspersonal und übrige zentrale Dienste Ökonomie-, Transport- und Hausdienstpersonal *) Technische Betriebe Pädagogisches Personal Total Betriebspersonal Personal von Schulen Total Personal *) Übernahme Hausreinigung durch eigenes Personal SPITAL L I N T H

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