PostScript spielt MASTER MIND
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- Fritzi Schmid
- vor 10 Jahren
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1 PostScript spielt MASTER MIND
2 Das Spiel erfunden vom Israeli M. Meirowitz (Post- und Telekommunikationsbranche) im deutschspr. Raum früher: SuperHirn diverse Varianten
3 Die Regeln Spielziel: den vom Gegner vorgegebenen Code knacken Code: 4 Stifte in jeweils einer von 6 Farben und einer bestimmten Reihenfolge 10 Versuche
4 Die Regeln (2) Wie? Nach jedem Versuch gibt der Gegner Tips: 1 schwarzen Stift pro Stift mit richtiger Farbe und richtiger Position 1 weißen Stift pro Stift mit richtiger Farbe aber falscher Position
5 Einige Zahlen Lösung 4 schwarze Stifte 64 = 1296 mögliche Codes 14 verschiedene gültige Bewertungen optimal: 4,341 Züge bei max. 5 4,340 Züge bei max. 6 Verallgemeinerung: n Positionen, c Farben
6 Aufgabenstellung Programm soll vorgegebenen Code knacken optional: (komplexere) Varianten, d. h. n 4 und / oder c 6 einfacher, konsistenter Algorithmus > optimale Anzahl an Zügen Wieso PostScript? einfache graphische Repräsentation leicht möglich high-level Sprache wollten schon immer unsere Drucker besser verstehen :-)
7 Lösungsansätze Heuristik neuen, wahrscheinlicheren, Zug auf Basis des vorangegangenen u. s. Bewertung generieren welche Heuristiken? findet u. U. keine Lösung bzw. braucht viele Züge Ausschlußverfahren alle Codes streichen, die durch eine Bewertung ausgeschlossen werden für alle Möglichkeiten muß gespeichert werden, ob sie noch im Rennen sind hoher Speicherplatzbedarf, komplexe Algorithmen u. Datenstrukturen (Spielbaumbeschneidung,...) bzw. Vorarbeit (Strategietabellen)
8 Lösungsansätze (2) zwei light-weight Strategien (vgl. Swaszek 1999): jeweils einen konsistenten Zug zufällig auswählen beinahe optimal, d. h. 4,638 Züge bei max. 10 die Stifte als Zahl mit Ziffern zwischen 0 und (c-1) interpretieren und ausgehend von einem Startwert bis zum nächsten konsistenten Zug hochzählen Qualität hängt vom Startwert ab bester Startwert für den allg. Fall nicht bekannt
9 Lösungsansätze (3) unser Ansatz: ausgehend von einem zufälligen Startwert bis zum nächsten konsistenten Zug runterzählen noch mögliche / ausgeschlossene Züge werden dabei nicht gespeichert VORTEIL: geringer Platzbedarf VORTEIL: einfache Implementierung VORTEIL: bei allen Codetypen etwa gleich stark NACHTEIL: jeden Zug werden alle Codes zwischen Startwert und erstem konsistenten Zug neu evaluiert
10 Lösungsansätze (4) Verbesserungen möglich: 1. Zug momentan fix Heuristik? ranges inkonsistenter Züge zwischenspeichern random restart history nach schwarzen > weißen Stiften sortieren... Wichtiger Code nächsten Zug generieren = runterzählen Züge bewerten bzw. Konsistenz von Zügen prüfen
11 % generates the "next" guess from given init Code % Stack: [init] => [neighbor] Graphik zählt nicht zeigen wir nicht /neighbor { 0 1 n 1 sub { % for 2 copy get dup 0 ne { nächsten Zug generieren an sich beliebige Fkt., die alle Möglichkeiten zyklisch durchläuft [guess] = [c 1, c 2,... c n ] } for 1 sub 2 index 4 1 roll put exit } { pop c 1 sub 2 index 4 1 roll put } ifelse
12 % exact matches Code (2) % Stack: [code] [code] => exact_matches /matchingpositions { [ 3 1 roll Bewertung: Anzahl der exakten Übereinstimmungen entspricht Anzahl an schwarzen Stiften wirft --mark-- ( [ ) und eine 1 pro match auf den Stack und... Summe summiert alles bis zur letzten --mark-- auf 0 1 n 1 sub { % for each position 3 copy exch 1 index get 3 1 roll get eq {1 4 1 roll} if pop } for pop pop sum % sums the stack back to mark % Stack: [ i1 i2... in => sum_i /sum { counttomark 0 exch {add} repeat exch pop
13 Code (3-1) Bewertung: Anzahl der übereinstimmenden Farben entspricht Gesamtanzahl der Stifte Variante 1: Häufigkeit einer Farbe in beiden Codes bestimmen, Minimum bilden... und über alle Farben summieren % counts occurences of a single color in a code % Stack [code] color => n /countcolor { [ 3 1 roll exch { 1 index 3 1 roll eq {1 exch} if } forall pop sum
14 Code (3-2) Bewertung: Anzahl der übereinstimmenden Farben entspricht Gesamtanzahl der Stifte Variante 1: Häufigkeit einer Farbe in beiden Codes bestimmen, Minimum bilden... und über alle Farben summieren % color matches % Stack: [code] [code] => color_matches /matchingcolors { [ 3 1 roll 0 1 c 1 sub { % for each color 3 copy exch 1 index countcolor 3 1 roll countcolor min 4 1 roll pop } for pop pop sum
15 % generates a "histogram" ary for a given code Code (3-3) % Stack: code => [h_c0 h_c1... h_c(c-1)] Bewertung: Anzahl der übereinstimmenden Farben entspricht Gesamtanzahl der Stifte Variante 2 (bis 1,5 x so schnell): Häufigkeiten aller Farben in einem Code auf einmal... /countcolors { [c {0} repeat] exch { % forall positions 2 copy {1 add} aryreplace pop } forall % apply a proc to an ary element % DESTRUCTIVE like the other ary ops % Stack: ary i {proc} => _ /aryreplace { 3 1 roll 2 copy get 4-1 roll exec put
16 % Sum ( min(hist1[i], hist2[i]) ) Code (3-4) % Stack: hist1 hist2 => color_matches Bewertung: Anzahl der übereinstimmenden Farben entspricht Gesamtanzahl der Stifte Variante 2 (bis 1,5 x so schnell): Häufigkeiten aller Farben in einem Code auf einmal... /colminsum { [ 3 1 roll aload pop c 1 add -1 roll aload pop c { % repeat c index min c 2 mul 1 roll } repeat c {pop} repeat sum % color matches % Stack: [code] [code] => color_matches /matchingcolors2 { countcolors exch countcolors colminsum
17 Code (4) Bewertung: liegen zwei Codes in derselben Klasse? wenn eval(g, code) die Bewertung (b, w) ergeben hat, liegen alle Versuche X mit eval(g, X) in derselben Klasse... negatives Ergebnis sollte schnell berechnet werden können % checks if two codes belong to the same class % Stack: eval [code] [code] => bool /eligible-single { 2 copy 6-1 roll 3 1 roll matchingpositions eq { matchingcolors2 eq } { pop pop pop false } ifelse
18 Code (5) % guess history Bewertung: Wann ist ein Zug konsistent? wenn er jeweils in einer Klasse mit allen bisherigen Versuch- Bewertungs-Paaren liegt. % entries: [ b w [guess] ] /history tries 1 add array def % checks if a guess is consistent with the guess history % Stack: [guess] => bool /eligible-all { history { % forall } forall dup null eq { pop pop true exit } if aload pop 3 index eligible-single not { pop false exit } if
19 % makes the n-th move Code (6) % Stack: n => _ farbige Reste: /move { history exch [ % generates a random consistent guess for the n-th move % Stack: n => [guess] /guess { 0 gt { randomguess { dup } loop eligible-all {exit} if neighbor } { firstguess } ifelse ] put 1 index guess dup code eval 3-1 roll % color setters - CHANGE GSTATE /red... {1 0 0 setrgbcolor % colors (as defined above) to use for the pegs and board /peg-colors [ /red /green /blue /yellow /orange /pink /cyan /dark-green /violet /white ] def /board-color /brown load def
20 Beispiele 4/6 MM (0:01 min) 5/8 MM (0:01 min) 7/10 MM (5:48 min)
21 Literatur Knuth, Donald E The computer as Master Mind, Journal of Recreational Mathematics 9 ( ), 1-6. Koyama Kenji u. Tony W. Lai 1993 An optimal Mastermind strategy, Journal of Recreational Mathematics 25 (1993), Nelson, Toby 1999 Investigations into the Master Mind board game. Break the hidden code. Swaszek, Peter F The Mastermind novice, Journal of Recreational Mathematics 30 ( ),
22 Sonstige Quellennachweise Bild 1 (MasterMind Schachtel): Images of Master Mind, (images/mastermind7.jpg) Bild 2 (SuperHirn Brett): Doppelplusspiel, (superhirn02.jpg)
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