Druckerprofile erstellen mit ColorGPS

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Transkript:

Application Notes

Druckerprofile erstellen mit ColorGPS

Inhalt Grundlagen zu ColorGPS... 1 ColorGPS verwenden... 2 Starten des ColorGPS Wizards... 2 Aufbau des ColorGPS Wizards... 2 Grundeinstellungen... 2 Wahl der Druckumgebung... 2 Profil erstellen... 3 Farbeinsatz... 3 Maximaler Gesamtfarbauftrag...3 Schwarzaufbau...3 Kalibrierchart-Einstellungen... 3 Kalibrierchart... 4 Kalibrierchart drucken...4 Kalibrierchart messen...4 Profil berechnen... 6 Optionale Einstellungen... 8 Übersicht über die Optionen... 8 Verwendung der Optionen... 8 Kalibrations Chart... 8 ICC Neutrales Schwarz... 9 ICC Profil Genauigkeit... 10 ICC Profil Kontrast... 10 ICC Profil Gamut Abbildung... 11 Prioritäten... 11 Farbreinheit... 11 RGB Spezial... 12 Farbübergänge... 12 ColorBoost Option... 12 GCR Auswahl... 13 Kein Schwarz (GRC0)... 13 Schwarz nur in Schatten (GCR1)... 13 Schwarz ab dunklen Tönen (GCR2)... 13 Schwarz ab mittleren Tönen (GCR3)... 14 Schwarz auch in hellen Tönen (GCR4)... 14 Benutzerdefinierter Schwarzaufbau (GCR+)... 14 Das ErgoSoft RIP ist in verschiedenen Konfigurationen erhältlich. Die hier abgedruckte Beschreibung der verfügbaren Features bildet deshalb nicht zwingend die Lizenzdetails Ihrer Edition des ErgoSoft RIPs ab. Informationen über die in Ihrer Edition des ErgoSoft RIPs enthaltenen Features können Sie auf der ErgoSoft Homepage erhalten oder von Ihrem Händler. Rev. 1.0 Druckerprofile erstellen mit ColorGPS i

Grundlagen zu ColorGPS Mit ColorGPS wird ein dem ICC-Standard konformes Farbprofil erstellt, welches den maximalen Farbraum des verwendeten Druckers charakterisiert. Der Fachbegriff für den maximalen Farbraum des Druckers ist Gamut. Durch die Verwendung eines mit ColorGPS erstellen Ausgabeprofil, kann somit sichergestellt werden, dass sämtliche Eingabedateien unabhängig vom verwendeten Eingabefarbraum farbecht wiedergegeben werden können. Weitere Informationen zum Thema Color Management finden Sie im Handbuchteil Color Management oder in der gängigen Fachliteratur. Das International Color Consortium (ICC) ist eine Gruppe von Herstellern, die sich unter der Federführung der Fogra zusammengeschlossen haben, um das ICC-Format zu definieren. Dieses Format enthält plattformübergreifende Spezifikationen, nach denen Dritthersteller Profilierungswerkzeuge und Anwendungen zur Unterstützung des ICC-Standards entwickeln können. Zu den Gründungsmitgliedern dieses Konsortiums gehören: Adobe Systems Inc., Afga-Gevaert N.V., Apple Computer Inc., Eastman Kodak Company, FOGRA (Ehrenmitglied)m Microsoft Corporation, Silicon Graphics Inc., Sun Microsystems Inc. und Taligent Inc. Diese Firmen haben sich verpflichtet, in ihren Betriebssystemen und Anwendungen die ICC-Spezifikationen vollständig zu unterstützen. ColorGPS ist eine IN-RIP -Lösung, die ausschliesslich unter Verwendung eines ErgoSoft RIPs verwendet werden kann. Eine solche IN-RIP Lösung hat den Vorteil, dass der Profiler auf Daten wie z.b. die Dichtelinearisierung zugreifen kann. Desweiteren müssen Daten wie z.b. die Kalibriergitter nicht exportiert und importiert werden, sondern können direkt verarbeitet werden. Um ein Druckerprofil erstellen zu können, muss die verwendete Druckumgebung bereits über eine Dichtelinearisierung verfügen. Die Dichtelinearisierung fliesst bereits in die Erstellung des Druckerprofils mit ein. So bietet ColorGPS sogar die Möglichkeit, Druckerprofile nur anhand einer Dichtelinearisierung zu erstellen. Druckerprofile erstellen mit ColorGPS 1

ColorGPS verwenden Starten des ColorGPS Wizards Zum Starten des Wizards klicken Sie auf das Symbol ColorGPS in der Linearisierungs & Profilierungs Werkzeuge Liste in der Symbolleiste Druckumgebung oder wählen Sie Menü Extras > Linearisierungs & Profilierungs Werkzeuge > ColorGPS. Aufbau des ColorGPS Wizards Der ColorGPS Wizard ist in zwei Teile gegliedert. 1. Grundeinstellungen Wahl der Druckumgebung 2. Profil erstellen Farbeinsatz Kalibriergitter Profil erstellen Grundeinstellungen Wahl der Druckumgebung Im ersten Dialogfenster kann die zu bearbeitende Druckumgebung ausgewählt werden. Grundsätzlich ist immer die im JobComposer aktive Druckumgebung vorgewählt. 1 Wählen Sie aus dem Auswahlmenü Druckumgebung die zu bearbeitende Druckumgebung aus. 1 Anhand der gewählten Druckumgebung wird im Abschnitt Dich- 2 tekorrektur die in der Druckumgebung verwendete Dichtelinearisierung angezeigt. Im Abschnitt Eingesetzte Farben 3 werden die in der Druckumgebung verwendeten Farben angezeigt. Helle Tinten werden dabei nicht separat angezeigt. 3 2 Druckerprofile erstellen mit ColorGPS 2

Profil erstellen Farbeinsatz Im Abschnitt Farbeinsatz werden 1 der maximale Gesamtfarbauftrag und die Verwendung der Schwarzen Tinte (K) festgelegt. Maximaler Gesamtfarbauftrag 1 2 Der Gesamtfarbauftrag für das Profil wird anhand des Gesamtfarbauftrags für CMYK-Daten ohne Eingabeprofil übernommen, welcher in der Druckumgebung festgelegt wird. Es können je- 3 doch auch verschiedene Werte verwendet werden. 5 Über die Option Farbbegrenzung auch zusätzlich zum Druckerprofil anwenden, welche in der Druckumgebung zur Verfügung steht, kann der Gesamtfarbauftrag für das Profil nachträglich durch dasjenige in der Druckumgebung überschrieben werden. Die Verwendung eines niedrigeren Gesamtfarbauftrags als der, mit dem das Profil erstellt wurde, kann zu Farbverfälschungen führen. Daher sollte von dieser Option nur im Notfall Gebrauch gemacht werden. Schwarzaufbau Über das Auswahlfeld Schwarzaufbau kann der gewünschte Schwarzaufbau gewählt werden. ColorGPS schlägt Ihnen anhand der gewählten Druckfarben den geeignetsten Schwarzaufbau vor. Sie finden eine genauere Beschreibung der einzelnen GCRs im Abschnitt Die verschiedenen GCRs. Kalibrierchart-Einstellungen Im Auswahlfeld Präzision des Kalibriergitters kann die Präzision definiert werden, mit 2 welcher das gedruckte Chart den Gamut des Druckers beschreiben soll. Eine höhere Präzision hat eine höhere Anzahl zu messender Patches zur Folge, führt jedoch auch zu besseren Ergebnissen. Klicken Sie auf die Schaltfläche Kalibriergitter berechnen, um das Kalibrierchart zu erstellen. Im Abschnitt Grösse Kalibrierchart können Sie, falls z.b. eine exakte Anzahl Patches benötigt wird, anhand des errechneten Kalibriercharts die Anzahl Patches verändern. Bei identischer Anzahl Patches liefert eine höhere Präzision des Kalibriergitters mehr Genauigkeit auf der Grauachse, eine tiefere Präzision des Kalibriergitters mehr Genauigkeit am Gamutrand. Druckerprofile erstellen mit ColorGPS 3

Kalibrierchart 3 Im Abschnitt Kalibrierchart können Sie das Kalibrierchart drucken und messen sowie die Messungen überprüfen. Kalibrierchart drucken Der generierte Kalibrierchart kann nun über die Schaltfläche Drucken ausgegeben werden. Kalibrierchart messen Bevor Sie das Einmessen des Kalibriercharts über die Schaltfläche Messen starten, sollten Sie sicherstellen, dass die angezeigte Chart-ID mit der auf dem gedruckten Chart übereinstimmt. Starten Sie den Messdialog über die Schaltfläche Messen. Der Dialog Messungen verwalten gibt Ihnen einen Überblick über die für die aktuelle Kalibration zu messenden Seiten des Kalibriercharts. In der Spalte Gemessen wird Ihnen zudem angezeigt, wie oft eine Seite bereits eingemessen wurde. 4 3 Um eine Seite einzumessen, 4 wählen Sie diese an und starten die Messung über die Schaltfläche Messen. 4 Der obere Teil des Dialogfensters gibt die einzumessende Reihe vor. Achten Sie darauf, stets diejenige Reihe einzumessen, die vorgegeben wird. Im unteren Teil des Fensters wird der Fortschritt der Messung angezeigt. Sobald sämtliche Zeilen der aktuellen Seite eingemessen wurden, können Sie den Messdialog über die Schaltfläche OK schliessen. Druckerprofile erstellen mit ColorGPS 4

Im Dialog Messungen verwalten können Sie nun die nächste zu messende Seite auswählen und den bereits beschriebenen Arbeitsschritt wiederholen. Um eine optimale Messung zu erhalten, wird empfohlen, eine Seite mehrmals einzumessen. Der Dialog Messungen verwalten erlaubt es Ihnen, Messungen zu speichern und zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen. Um eine Messung zu speichern, klicken Sie auf die Schaltfläche Speichern. Als Dateinamen wird Ihnen automatisch die Chart-ID vorgeschlagen. Es wird empfohlen diesen zu übernehmen und bei Bedarf zu ergänzen. Desweiteren wird empfohlen, auch unbedingt die ColorGPS-Datei (*.CPD Datei) zu speichern, sollte das Einmessen bzw. die Erstellung eines Profils unterbrochen werden. Um zu einem späteren Zeitpunkt eine Messung zu beenden, kann über die Schaltfläche Laden die entsprechende Messung zur Weiterverarbeitung geladen werden. Es ist zu beachten, dass Messdaten, die nicht gespeichert werden, nach dem Verlassen des Dialogs Messungen verwalten nicht mehr zur Verfügung stehen. Dies gilt auch für komplette Messungen, die beim Beenden des Dialogs direkt weiterverarbeitet werden. Desweiteren können Sie die bereits gemessenen Daten im linken unteren Fenster anwählen und über die Schaltfläche Anzeigen die Werte anzeigen. Es können auch mehrere Messungen angewählt werden, um diese zu vergleichen. Wenn eine Messung ausgewählt wurde, werden die erwarteten und gemessenen Werte angezeigt; ansonsten werden nur die gemessenen Werte angezeigt. Sie können die gemessenen Werte abrufen, indem Sie die entsprechenden Patches anwählen. Dann können die Werte auch gelöscht oder erneut gemessen werden. Ist die Messung komplett abgeschlossen, können Sie den Dialog Messungen verwalten durch Drücken von OK schliessen, um zum ColorGPS-Wizard zurückzukehren. Im ColorGPS-Dialog können Sie die gesamten Messungen über die Schaltfläche Messung anzeigen jederzeit abrufen. Druckerprofile erstellen mit ColorGPS 5

Profil berechnen Nachdem Sie das Kalibriergitter eingemessen und den Dialog Messungen verwalten 5 geschlossen haben, klicken Sie auf die Schaltfläche Profil erstellen, um das ICC-Profil zu generieren. Als Voreinstellung wird das ICC-Profil automatisch in die Druckumgebung eingebettet. Wenn die Druckumgebung für die Verwendung eines externen Druckerprofils konfiguriert wurde (oder wenn das ICC-Profil aus gespeicherten ColorGPS-Daten *.cpd wiederhergestellt wird und die ursprüngliche Druckumgebung nicht mehr vorhanden ist), werden Sie zur Eingabe eines Namens und zum Speichern des ICC-Profils aufgefordert. Beachten Sie bitte, dass dabei wird nur das generierte Profil, nicht aber die Einstellungen im Dialog gespeichert werden. Um diese Einstellungen (Voreinstellungen, Kalibrierchart, Messwerte etc.) zu speichern, wählen Sie Menü Datei > Speichern. Damit wird eine *.cpd Datei erstellt. Wenn das Profil erstellt ist, schliessen Sie ColorGPS durch Drücken der Schaltflächen Fertigstellen oder Abbrechen. Wenn sie die ColorGPS-Daten noch nicht in einer *.cpd-datei gespeichert haben, werden sie dazu aufgefordert. Druckerprofile erstellen mit ColorGPS 6

Optionale Einstellungen COLORGPS Druckerprofile erstellen mit ColorGPS 7

Optionale Einstellungen ColorGPS verfügt zusätzlich über einige Optionen, welche dem Fachmann erlauben, Einstellungen für Gamut-Mapping und Mischen von Farben vorzunehmen. Diese Option erfordern jedoch Fachwisse, um präzise und effizient eingesetzt werden zu können. Übersicht über die Optionen In der Menüleiste von ColorGPS können Sie abhängig von der verwendeten Lizenz folgende Optionen anwählen: Kalibrations Chart ICC Neutrales Schwarz ICC Profil Genauigkeit ICC Profile Kontrast ICC Profile Gamut Abbildung ICC Farb Intensität (Color Boost) Verwendung der Optionen Kalibrations Chart Im Dialog Optionen Kalibrierchartdruck können Sie Einstellungen vornehmen, die das Aussehen und die Ausgabe des Kalibriercharts beeinflussen. Im Auswahlmenü Messgeometrie kann 1 die zu verwendende Geometrie (Anordnung, Grösse der Patches) festgelegt werden. ColorGPS schlägt anhand des im ErgoSoft RIP angewählten Messgerätes die passende Geometrie vor. Im Auswahlmenü Anzahl Felder pro 2 Zeile kann die Anzahl zu druckender Patches pro Zeile festgelegt werden. Hierbei ist jedoch auf die maximale Anzahl lesbarer Patches pro Zeile zu achten, welche je nach Messgerät variiert. 3 5 7 1 2 4 6 Druckerprofile erstellen mit ColorGPS 8

Als Voreinstellung werden bei der Erstellung des Charts sehr ähnliche oder sogar gleiche Patches ausgelassen, so dass die Anzahl der zu messenden Patches reduziert wird. 3 Zusätzlich kann die Anzahl der Patches noch durch die Qualität des Kalibriercharts reduziert werden. Wenn die Option Fixes Gitterlayout verwenden aktiviert ist, werden sehr ähnliche oder gleiche Patches nicht ausgelassen und die Qualität des Kalibriercharts wird unveränderbar auf gestellt. Dadurch kann die Anzahl der zu druckenden und zu messenden Patches dramatisch steigen. Andererseits wird dadurch aber verhindert, dass die Qualität des Kalibriercharts auf einen zu niedrigen Wert gesetzt wird, besonders wenn ColorGPS aufgrund der verwendeten Tinten automatisch kleine Gitter erstellt. Wird die Option Job vor dem Druck bearbeiten verwendet, kann das Chart, nachdem 4 es generiert worden ist, im ErgoSoft RIP wie jedes andere Bild bearbeitet werden. Diese Option sollte nur in Ausnahmefällen verwendet werden, da in diesem Fall beim Druck des Kalibriercharts nicht automatisch die richtige Druckumgebung aktiviert ist und Sie dies selbst vornehmen müssen. Andernfalls werden Fehler bei der Kalibration entstehen. Die Option Mehrere Kalibriercharts über die gesamte Druckbreite drucken dupliziert das Kalibrierchart so oft, dass die gesamte Druckbreite genutzt wird. Dabei wird 5 jedes zweite Chart um 180 gedreht. Dies hat den Vorteil, dass für weiterführende Prozesse (z.b. Sublimation) mehrere Charts zur Verfügung stehen oder bei einem Druckfehler (Tintenklecks usw.) nicht der gesamte Arbeitsschritt wiederholt werden muss. Wird zusätzlich die Option Drucke zusätzliche um 90 gedrehte Kalibriercharts auf 6 ganzer Jobbreite angewählt, wird eine zweite Reihe Kalibriercharts gedruckt, wobei diese jedoch um 90 bzw. 270 gedreht sind. Anstatt einen langen schmalen Job mit dem Kalibrierchart zu erstellen, teilt die Option 7 Automatisch mehrere Spalten drucken das lange Chart in mehrere Teile, die nebeneinander gedruckt werden, so dass die ganze Jobbreite genutzt und damit Material gespart wird. ICC Neutrales Schwarz Im Dialog Optionen für neutrales Schwarz kann die Methode zum Mischen von neutralem Schwarz festgelegt werden: Schwärzestes Schwarz mischt das Schwarz mit so vielen farbigen Tinten wie möglich, wodurch manchmal eine Farbverschiebung im dunkelsten Schwarz vorkommen kann. Dunkelstes Neutral mischt das Schwarz unter Berücksichtigung der Neutralität. Dadurch wird das gemischte Schwarz möglicherweise nicht so leuchtend wie mit der Methode Schwärzestes Schwarz, es werden jedoch Farbverschiebungen im dunkelsten Schwarz vermieden. Druckerprofile erstellen mit ColorGPS 9

ICC Profil Genauigkeit Die Option ICC Profil Genauigkeit bietet die Möglichkeit, anhand der Anzahl zu berechnender Gitterpunkte, die Genauigkeit des Profils festzulegen. Eine höhere Anzahl Gitterpunkte führt zu einem genaueren Profil, aber es wird auch mehr Zeit zur Berechnung benötigt. Ausserdem steigt der Bedarf an Speicherplatz an. Max. Gamut - Genauigkeit + Genauigkeit 1 3 2 Um den Effekt der Anzahl Gitterpunkte etwas ausführlicher zu erläutern, sind in den Abbildungen 1 + 2 stark vereinfacht der maximale Lab-Gamut (gesamtes Bild) und der gerätespezifische CMYK Gamut (innere, durchgezogene Linie) dargestellt. Im Bild 1 sind weniger Gitterpunkte gewählt als im Bild 2. Dadurch wird der Gamut im Bild 2 genauer beschrieben als im Bild 1 und kann dadurch besser ausgenutzt werden (Siehe Bild 3). ICC Profil Kontrast Die Option ICC Profil Kontrast erlaubt es festzulegen, in welchen Bereichen das Profil Zeichnung haben resp. kontrastreich sein soll. Sie können den Kontrast in Sättigungsrichtung oder Helligkeitsrichtung erhöhen oder verringern. Dies hat zur Folge, dass in hellen oder dunklen Tönen (bzw. in gesättigten und ungesättigten Farben) mehr oder weniger Zeichnung vorhanden ist. Für die Rendering Intents Fotografisch und Sättigung wird der Helligkeitskontrast schon automatisch an das maximale Schwarz angepasst, so dass die neutrale Einstellung von die besten Ergebnisse liefert. Änderungen der Standardeinstellungen können zu unerwarteten Ergebnissen führen. Druckerprofile erstellen mit ColorGPS 10

Für die Farbmetrische Rendering Intents kann keine Einstellung des Kontrastes vorgenommen werden, da sonst die Farbverbindlichkeit zerstört wird. Wenn Sie den Kontrast verkleinern, vergrössert sich der scheinbare Gamut. D.h. auch weiter aussen liegende Farben weisen Zeichnung auf. ICC Profil Gamut Abbildung Sie können hier die Parameter für das Gamut Mapping einstellen, d.h. festlegen, wie die Farben ausserhalb des Gamuts berechnet werden sollen. Um allerdings den Gamut scheinbar zu vergrössern, d.h. die scheinbare Gamutgrenze nach aussen zu verschieben, sollten Sie im Optionen-Dialog ICC-Profil Kontrast einen kleineren Kontrast einstellen. Den Gamut scheinbar zu vergrössern bedeutet hier, dem RIP ein Rezept vorzuweisen, welches es anwenden soll, um Farben, die nicht im Gamut liegen, nachzustellen. Folgende vier Parameter stehen zur Verfügung: Prioritäten Auf der Registerkarte Prioritäten können Sie die geduldeten Abweichungen festlegen, d.h. definieren, in welchem Teil eines Farbrezeptes das RIP dem nicht im Gamut liegenden Farbrezept entgegenkommen soll. Sie können mit Werten von 0-100 definieren, in welchem Teil eines solchen Farbrezeptes Sie Änderungen in Kauf nehmen wollen und in welchen nicht. Tragen Sie zum Beispiel beim Feld höhere Helligkeit (+L) eine 0 ein, so werden Abweichungen in diesem Bereich geduldet, d.h. die nicht im Gamut liegende Farbe wird auch mit einem Farbrezept, das nicht denselben L-Wert hat, ersetzt. Geben Sie hingegen den Wert 100 ein, so wird darauf geachtet, dass die ersetzende Farbmischung denselben L-Wert hat. Farbreinheit Auf der Registerkarte Farbreinheit können Sie definieren, in wie weit die einzelnen, weit vom Gamut entfernten Farbrezepte zusätzlich gesäubert werden sollen. Farben säubern heisst in diesem Falle, dass bei einem gesättigten Cyan, welches weit ausserhalb des Gamuts liegt und nun durch eine Mischung aus Magenta und Cyan dargestellt wird, die Cyanwerte stark nach oben korrigiert und die Magentawerte stark nach unten reduziert werden. Druckerprofile erstellen mit ColorGPS 11

RGB Spezial Auf der Registerkarte RGB Spezial kann eine Sonderbehandlung eingestellt werden, um das Abdriften gewisser Farben zu verhindern. Namentlich handelt es sich um Verschiebungen von Blau nach Violett, Rot nach Orange und Grün nach Gelb, welche über diesen Dialog verhindert (korrigiert) oder zu gelassen werden können. Farbübergänge Die Registerkarte Farbübergänge dient dazu, das Vergrauen bei Übergängen von dunkeln, gesättigten Farben nach Schwarz zu verhindern. Zudem werden, als angenehmer Nebeneffekt, auch andere Farbübergänge zusätzlich geglättet. Bei einem tiefen, maximalen Gesamtfarbauftrag (unter 300%) kann jedoch ein zu hoher Wert auch genau gegenteilige Effekte zeigen. ColorBoost Option Mit Hilfe der Option Farb Intensität (Color Boost) kann die Intensität der gemessenen Werte erhöht oder verringert werden, ohne dass das Kalibrierchart mit dieser geänderten Farbintensität gedruckt werden muss. Dies könnte zum Beispiel verwendet werden für die Messung von transparenten Medien mit einem Spektrophotometer, das nur Reflexionsmessungen ausführen kann und deshalb Werte zurückgibt, die nicht leuchtend genug sind. Ziehen Sie den Schieberegler nach rechts (höherer Wert), um die Farbsättigung zu erhöhen. Nach dem Ändern dieses Werts müssen Sie das Kalibriergitter nicht erneut drucken und messen; Sie müssen nur das Profil neu berechnen. Da der Wert für die Farbintensität nur in den Profildaten gespeichert wird, empfehlen wir dringend, ihn in der Profilbeschreibung zu erwähnen, so dass Sie diese speziellen Profile später einfach wiederfinden können. Beachten Sie bitte, dass diese Funktion in den meisten Fällen die Farbgenauigkeit nachteilig beeinflussen wird. Druckerprofile erstellen mit ColorGPS 12

GCR Auswahl Folgende GCRs stehen bei der Erstellung des ICC-Gitters zur Verfügung. Kein Schwarz (GRC0) In diesem GCR wird kein Schwarz verwendet. D.h. sämtliche Grautöne auf der Achse von Schwarz nach Weiss werden ausschliesslich aus den Farben CMY gemischt. Verwendete Druckfarben Schwarzwert 0- Schwarz nur in Schatten (GCR1) Im GCR1 werden das Schwarz bzw. die Graustufen in den hellen Bereichen nur durch CMY gedruckt. Ab des Schwarzwertes wird zusätzlich die Farbe Schwarz verwendet. Verwendete Druckfarben Schwarzwert 0- Schwarz ab dunklen Tönen (GCR2) Das GCR 2 ist ähnlich wie das GCR1, wobei aber das Schwarz (K) schon früher verwendet werden kann, was zu einer niedrigen Verwendung von CMY führt. Verwendete Druckfarben Schwarzwert 0- Druckerprofile erstellen mit ColorGPS 13

Schwarz ab mittleren Tönen (GCR3) Das mittlere GCR ist eine noch etwas extremere Variante der GCR 1 + 2. Hierbei kann die schwarze Tinte bereits zur Erstellung von mittleren Tönen verwendet werden. Verwendete Druckfarben Schwarzwert 0- Schwarz auch in hellen Tönen (GCR4) Im GCR4 kann von Beginn an mit dem maximalen, linear ansteigenden Schwarz (K) gedruckt werden. Durch die Farben CMY entsteht am Ende ein tieferes Schwarz. Benutzerdefinierter Schwarzaufbau (GCR+) Mit GCR+ besteht die Möglichkeit, einen eigenen Schwarzaufbau respektive die Verwendung der Druckfarbe Schwarz zu definieren. Über den Schieberegler, welcher zwischen den Werten 0 und 100 einstellbar ist, kann festgelegt werden, ab welchem Helligkeitswert zwischen reinem Papierweiss (0) und dem maximalen Schwarz (100) die Druckfarbe Schwarz eingesetzt werden soll. Druckerprofile erstellen mit ColorGPS 14