Mobil sein - dabei sein! Sicherheitstraining für ältere Busfahrgäste Ein Salzburger Kooperationsprojekt von StadtBus und ZGB - Zentrum für Generationen & Barrierefreiheit
ZGB - Telefonaktion Ärger im Alltag 2003 33% 41% ÖPNV Radfahrer öffentliche Toiletten fehlende Sitzgelegenheiten Ampeln Diverse 5% 6% 6% 9%
Anrufgründe ÖPNV Sturzangst Umgang mit Informationselementen Anliegen an Fahrer Unsicherheit mit technischen Gegebenheiten Transport von Hilfsmitteln
Ausgangslage StadtBus Salzburg Seniorinnen und Senioren ca. 33 % Treue Kundengruppe mit besonderen Bedürfnissen 64% aller Unfälle mit Personen über 65 Jahre die Hälfte der Unfälle im stehenden Fahrzeug, Einsteigen und Aussteigen
Ausgangslage ältere Fahrgäste 6 Formen von Barrieren Vertikale Horizontale Rumliche Anthropomet. Ergonomische Sensorische Sinnesorgane x x x x x x Bewegungs-, Sttz-, Halteapparat Innere Organe Kognititve Fhigkeiten x x x x x x x x x Physiologische Altersvernderungen gesamt x x x x x x susanne Schinagl 2006
Trainingsziele Senkung von Unfällen Festigung der Kundenbindung Ausräumen von Informationsdefiziten Erhaltung und Ausbau der Handlungskompetenz, Mobilität & Selbständigkeit Erarbeiten von Strategien für den Umgang mit Stresssituationen
Zielgruppen Seniorinnen & Senioren Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und Behinderungen z.b.: - Sehbehindertenverband - Parkinson-Selbsthilfegruppe - Rollstuhltraining
Setting Ruhige geschütze Atmosphäre in der StadtBus Zentralgarage Kleingruppen von Max 6 Personen Drei TrainerInnen pro Termin (von ZGB und StadtBus) 1 Fahrer / 1 Bus
Methoden Anleihen aus Coaching, Training und Mediation Aufgreifen von konkreten Fragen, Ängsten und Unsicherheiten Ressourcenorientiertes Arbeiten Anknüpfen an positive Erinnerungen Empowerment by Johnny Weissmüller
Die Broschüre eigenständiges Informationsmedium oder trainingsbegleitendes Material
Ablauf - Tag 1 Klärung offener Fragen = Sicherheit Planung einer Fahrt & Benutzen der Infoelemente Üben in einem eigens bereitgestellten Bus: richtiges Ein- und Aussteigen, durch den Bus gehen, Sitzplatz suchen, sicheres Stehen und Bewegen im Bus (Tarzan), Türfunktion, Kinderwagentaste etc. Tipps: Handtasche, Gehhilfen etc.
Ablauf - Tag 1 Vorstellung des StadtBus Beantwortung von Fragen und Beschwerden Typische Seniorenprobleme (Heranfahren an Gehsteig, Absenken des Fahrzeuges..) Liniennetz und Haltestellen Senioren-Tarife Service-Angebote (Telefon, KundenCenter..)
Ablauf - Tag 2 Begleitete Fahrt durch die Stadt Mindestens drei Umstiege an schwierigen Haltestellen mit vielen Fahrgästen selbständige Nutzung der Infoelemente Schlussreflektion in gemütlicher Runde im Kaffeehaus
Öffentlichkeitsarbeit Ankündigung in Hörfunk, Printmedien Schrannen-Infotage Vorträge in diversen Senioreninstitutionen Informationsfolder Folder in Ordinationen / Apotheken und diversen Veranstaltungen Aussendung an Seniorenkartenbesitzer
Finanzierung Stadt Salzburg Land Salzburg - Verkehrsressort Mundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen Eigenmittel und personelle Ressourcen StadtBus und ZGB
Evaluation Bisher haben 197 Personen am Training teilgenommen. Evauliert wurden die ersten 6 Trainingseinheiten TN (6 Einheiten): 69 Durchschnittsalter: 74,5 Jahre Geschlecht: w: 60 / m: 9
Evaluiert wurden... Trainingserfolg (subjektive Sicherheit, Nutzungshäufigkeit) Trainingsabwicklung/-organisation Qualifikation der TrainerInnen
Nach dem Training 76% der TrainingsteilnehmerInnen fühlten sich absolut sicherer 24% fühlten sich in Teilbereichen sicherer Beste Erfolge im Alterssegment: 80 84 Jahre
Abschließend Teilnehmerin, 81 Jahre»Ich bin jetzt seit meinem Unfall vor zwei Jahren das erste Mal wieder mit dem Bus gefahren und Dank Ihnen fühle ich mich sicher und traue mich jetzt auch wieder alleine unterwegs zu sein.«