25 Import der Beispiele Versuch es nicht mit Gewalt. Nimm einfach einen größeren Hammer (Murphy s Law) 25.1 Einleitung Alle Beispielprogramme dieses Buchs funktionieren mit jeder Java-konformen Entwicklungsumgebung. Die Java-Entwicklungsumgebungen JBuilder und Together speichern Ihre Informationen in speziellen Projektdateien. JBuilder- Projektdateien enden mit JPX, Together-Projektdateien mit TPR. Alle Beispiele dieses Buchs enthalten jeweils eine JBuilder- und eine Together- Projektdatei, die es erlaubt, die Beispielprogramme auf sehr einfache Art neu zu übersetzen und auszuführen. 25.1.1 Projektdateien für JBuilder und Together Das Projekt Nestor enthält zum Beispiel eine JBuilder-Projektdatei Nestor.jpx und eine Together-Projektdatei Nestor.tpr. Wenn Sie eine der beiden genannten Projektdateien verwenden möchten, müssen Sie lediglich die Projektdateien öffnen und können danach mit <F9> das Programm Nestor sofort starten. 25.1.2 Import in Eclipse und NetBeans Sollten Sie die Open-Source-Entwicklungsumgebung Eclipse oder Suns Open- Source-IDE Netbeans verwenden wollen, ist der Start der Beispiele leider nicht so einfach möglich. Sie müssen dazu die Beispielprogramme manuell importieren. Damit dies reibungslos verläuft, finden Sie eine Kurzbeschreibung dieses Vorgangs auf den folgenden Seiten. Bitte lesen Sie trotzdem die Dokumentation der Hersteller sorgfältig durch, da diese Kurzanleitung kein Ersatz für die umfangreichen Handbücher sein kann. 25.2 Eclipse Starten Sie die Eclipse-Entwicklungsumgebung (IDE). Legen Sie beim Erscheinen des Workspace-Launchers am besten einen neuen Workspace dort an, wo Sie die Beispiele installiert haben (WORKSPACE LAUNCHER SELECT A WORKSPACE BROWSE). 1
Ist das geschehen, wählen Sie FILE NEW JAVA PROJECT (Abbildung 26.1). Geben Sie daraufhin dem Projekt einen neuen Namen und weisen ihm das Verzeichnis zu, in dem sich das Beispiel befindet (Abbildung 25.2). Das funktioniert über den Schalter CREATE PROJECT FROM EXISTING SOURCE. Abbildung 25.1: Anlegen eines neuen Eclipse-Projekts Kontrollieren Sie anschließend das Verzeichnis für den Quelltext (Register SOURCE des Dialogs). Die Eclipse-IDE erkennt normalerweise automatisch, dass sich der Quelltext des ausgewählten Projekts im Unterverzeichnis src be- 2
findet. Auch das Zielverzeichnis für den Bytecode belegt die Eclipse-IDE normalerweise mit bin automatisch korrekt vor. Abbildung 25.2: Vergeben von Namen und Auswahl des Verzeichnisses Bei größeren Programmen wie Transfer befinden sich noch fertig zusammengestellte Bibliotheken des Programms in diesem Verzeichnis, die Sie zur Ausführung des Programms von der Kommandozeile benötigen, aber nicht von Eclipse-Entwicklungsumgebung aus. Beim Projekt Transfer ist dies zum Beispiel die Datei Transfer.jar im Verzeichnis lib und im Root des Projekts. 3
Sie entfernen diese Dateien über Register LIBRARIES, indem Sie die Bibliotheken einfach markieren und über die Schaltfläche REMOVE entfernen (Abbildung 25.3). Abbildung 25.3: Entfernen von Bibliotheken Bei anderen größeren Projekten wie Charon, Nestor und Xenia verhält es genau umgekehrt. Hier werden externe Bibliotheken benötigt. Sie müssen die erforderlichen Bibliotheken (Hsqldb.jar, Servlet.jar, Charon.jar) zu dem Projekt hinzuzufügen (Register LIBRARIES), falls Sie die Eclipse-IDE nicht automatisch hinzufügt. Danach beenden Sie den Dialog mit FINISH. 4
Wenn alles erfolgreich war, können Sie Ihr Projekt mit RUN ausführen. Hierzu wählen Sie einfach Java-Application als Starttyp aus. Wenn das geschehen ist, hat die Eclipse-IDE automatisch eine Startkonfiguration angelegt. Beachten Sie, dass Sie zur korrekten Ausführung des Programms Transfer in die Properties- Datei sinnvolle Werte für Start- und Zielverzeichnis eintragen müssen. 5
25.3 NetBeans Starten Sie NetBeans, und erzeugen Sie über FILE NEW PROJECT ein neues Projekt. Daraufhin erscheint ein Dialog, aus dem Sie»Java Project with E- xisting Sources«auswählen und danach auf NEXT klicken. Abbildung 25.4: Ein neues Projekt mit NetBeans Geben Sie jetzt den Namen des Projekts an und das dazu gehörende Projektverzeichnis (siehe nächste Abbildung). Das Projektverzeichnis für das jeweilige Beispiel hängt davon ab, wo Sie die Beispiele auf Ihrer Festplatte installiert haben. Wenn Sie die Java-Beispiele beispielsweise in das Verzeichnis d:\examples kopiert haben, lautet das Projektverzeichnis für Beispiel 1, Kapitel 4: d:\examples\ch04\ex01. 6
Abbildung 25.5: Angabe von Projektnamen und Projektverzeichnis Wenn Sie das Verzeichnis korrekt eingegeben haben, klicken Sie danach nochmals auf NEXT und geben über BROWSE das Verzeichnis an, in dem sich die bereits bestehenden Java-Quelltexte (Sourcen) befinden. Alle Beispiele haben ein Verzeichnis namens src, in dem sich die Java-Quelltexte befinden. 7
Abbildung 25.6: Angabe des Verzeichnisses der Java-Quellen Im Regelfall beenden Sie jetzt den Import mit FINISH. Bei den komplexeren Projekten wie»nestor«und»xenia«müssen Sie noch die Datenbankbibliotheken zu Ihrem Projekt hinzufügen. Danach können Sie das Programm starten. 8
Abbildung 25.7: Der Start des importierten Java-Programms 9