Bundesversicherungsamt Zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz Prüfungsaufgaben für das Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde Zwischenprüfungen Aufgabe 1
1. Aufgabe 1.1 Sandra Schulze hat ihre Ausbildung zur Sozialversicherungsfachangestellten erfolgreich abgeschlossen. Von ihrem ersten Arbeitsentgelt will sie sich einige Bedürfnisse befriedigen. 1.1.1 Erklären Sie den Begriff Bedürfnis. 1.1.2 Geben Sie drei Faktoren an, die die Bedürfnisstruktur von Sandra beeinflussen können. 1.2 Güter sind Mittel zur Bedürfnisbefriedigung. 1.2.1 Sandra versucht, beim Kauf von Gütern möglichst sparsam mit ihrem Geld umzugehen. So wählt sie beim Kauf der Lebensmittel immer den günstigsten Anbieter aus. Nach welcher Ausprägung des ökonomischen Prinzips geht sie dabei vor? Begründen Sie Ihre Entscheidung. 1.2.2 Beim Kauf ihrer Kleidung geht sie nicht immer konsequent nach dem ökonomischen Prinzip vor. Geben Sie drei Gründe hierfür an. 2
1.3 Sandra arbeitet bei einer gesetzlichen Krankenkasse. Auch dort werden verschiedene Güter benötigt. 1.3.1 Nennen Sie je zwei Gebrauchs- und Verbrauchsgüter, die in der Krankenkasse benötigt werden. 1.3.2 Geben Sie zwei Güterpaare an, die in einer Krankenkasse als Komplementärgüter benötigt werden. 1.4 Nennen Sie drei Grundfragen, die in jeder Wirtschaftsordnung beantwortet werden müssen. 3
1.5 In der sozialen Marktwirtschaft sind die wirtschaftlichen Freiheiten teilweise eingeschränkt. Zeigen Sie an je einem Beispiel auf, wie die Vertragsfreiheit und die Gewerbefreiheit eingeschränkt sind. 2. Aufgabe 2.1 Sandras Freund hat nach seinem Abschluss als Bürokaufmann noch keine Arbeitsstelle gefunden. 2.1.1 Geben Sie drei Gründe dafür an, warum die Nachfrage nach Arbeitskräften gering sein kann. 2.2.2 Nennen und begründen Sie zwei Auswirkungen einer zu geringen Arbeitskräftenachfrage auf die Sozialversicherungsträger. 4
2.2.3 Entscheiden und begründen Sie, wie die folgenden Maßnahmen der Sozialversicherung das Arbeitskräfteangebot beeinflussen. a) Heraufsetzen des Renteneintrittsalters b) Ausbau der Vorsorgemaßnahmen durch die Krankenkassen c) Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben 2.3 Sandra hat einen Bericht über die zunehmende Umweltzerstörung durch die Güterproduktion gelesen. 2.3.1 Beschreiben Sie anhand von zwei Beispielen die zunehmende Gefährdung der Natur durch die Güterproduktion. 2.3.2 Beschreiben Sie zwei staatliche Maßnahmen, mit denen der Schutz der Natur erreicht werden kann. 5
2.4 Erklären Sie das Zusammenwirken der volkswirtschaftlichen Produktionsfaktoren in einer Krankenkasse. 2.5 Erläutern Sie, warum die betriebliche Arbeitsteilung auch in einer Krankenkasse notwendig ist. 3. Aufgabe 3.1.1 Sandra bezieht im Monat ein Bruttoarbeitseinkommen in Höhe von 2400,-- EUR. Der Arbeitnehmeranteil zur Sozialversicherung beträgt monatlich 420,-- EUR. An das Finanzamt überweist der Arbeitgeber monatlich 530,-- EUR an Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag. Für eine Lebensversicherung zahlt Sandra jeden Monat eine Prämie in Höhe von 200,-- EUR. Für den gekauften PKW zahlt sie eine monatliche Rate in Höhe von 120,-- EUR. Berechnen Sie das verfügbare Einkommen und die Höhe der Konsumquote. Der Rechenweg muss erkennbar sein. Runden Sie, falls notwendig, auf eine Stelle hinter dem Komma. 6
3.1.2 Im Wirtschaftsteil einer Zeitung hat Sandra gelesen, dass die Sparquote gestiegen ist. Geben Sie zwei mögliche Gründe dafür an. 3.2 Durch Steuern werden nicht nur öffentliche Ausgaben finanziert. Sie haben auch eine erzieherische Funktion. Beschreiben Sie anhand von zwei Beispielen die erzieherische Funktion der Steuern. 3.3 Begründen Sie, ob die folgende Aussage richtig oder falsch ist: Durch eine Umsatzsteuererhöhung sind vorwiegend Familien mit niedrigem Einkommen benachteiligt. 3.4 Geben Sie an, von und zu welchem Wirtschaftssektor folgende Geldströme fließen. a) Sandra zahlt den Kaufpreis für das Auto in bar an den Händler b) Sandra erhält von ihrem Arbeitgeber, einer Ersatzkasse, ein monatliches Arbeitsentgelt. c) Der Geschäftsführer der Möbel-GmbH zahlt die notwendigen Sozialversicherungsbeiträge. 7
d) Sandras Großmutter erhält ihre monatliche Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. e) Sandra bezahlt die benötigten Lebensmittel. 4. Aufgabe 4.1 Erklären Sie den Begriff Gefahrengemeinschaft. 4.2 Entscheiden Sie, ob in den folgenden Fällen eine Privatversicherung die entstandenen Kosten übernehmen könnte. Geben Sie ggf. die genaue Versicherungsart an. a) Frau Schmidt möchte bei einer Operation Chefarztbehandlung haben. b) In die Wohnung von Herrn Beier ist eingebrochen worden. Die Täter haben eine Videoanlage gestohlen. c) Frau Schulze hat bei einer Fahrradtour einen anderen Fahrradfahrer angefahren, dessen Fahrrad dabei beschädigt wurde. 4.3 Die gesetzliche und die private Krankenversicherung arbeiten nach unterschiedlichen Prinzipien. Ordnen Sie die folgenden Prinzipien der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung zu. Sachleistungsprinzip: Kostenerstattungsprinzip: 8
Solidaritätsprinzip: Äquivalenzprinzip: 4.4 Unterscheiden Sie die gesetzliche (GKV) und die private Krankenversicherung (PKV) anhand folgender Kriterien: Kriterien GKV PKV Entstehen der Mitgliedschaft/ Versicherung durch Art der Leistung Rechtsgrundlagen für den Umfang der Leistung Zuständige Gerichte bei Rechtsstreitigkeiten 4.5 Entscheiden Sie, ob für folgende Kinder, die alle in einem Haushalt leben, Kindergeld gezahlt wird. Begründen Sie Ihre Entscheidung. a) Sebastian. 17 Jahre, befindet sich in der Berufsausbildung und erhält eine Ausbildungsvergütung in Höhe von 420,-- EUR im Monat b) Sylvia: 22 Jahre, arbeitssuchend gemeldet c) Alexandra: 26 Jahre, studiert 9