VibonoCoaching Brief -No. 23 Vom inneren Schweinehund und wie man am besten mit ihm umgeht. Vibono GmbH 2011-2012, www.vibono.de
Wir reden oft vom inneren Schweinehund. Aber kennen wir ihn eigentlich wirklich? Wer abnehmen will, zitiert ihn fast täglich, diesen inneren Schweinehund. Anscheinend ist er ein böser Geselle, der uns von einem gesünderen, schlankeren Leben abhält. Aber stimmt dieser Eindruck eigentlich? Höchste Zeit, diesen Zeitgenossen etwas besser kennenzulernen! Vibono GmbH 2011-2012, www.vibono.de 2
Ein Name für den täglichen Begleiter Deine Katze hat doch sicher einen Namen. Bzw. dein Wellensittich, dein Meerschweinchen oder dein Kuscheltier. Es ist also doch nur fair und respektvoll, wenn wir unserem Schweinehund auch einen Namen geben. Der geschätzte Autor Stefan Frädrich nennt seinen Schweinehund Günter. Andreas Schweinbenz nennt den seinen Erik. In diesem Coaching-Brief wird daher immer wieder auch von Erik die Rede sein. Und wie soll deiner heißen? Günter Stefan Frädrich widmet sich seit Jahren in mehreren Büchern dem Phänomen des inneren Schweinehunds. Er nennt sein Exemplar Günter. Erik Wie Andreas Schweinbenz auf die Idee kam, seinen inneren Schweinhund Erik zu nennen, kannst du hier nachlesen: http://www.vibono.de/blog/2011/05/wie-meininnerer-schweinehund-zu-seinem-namen-kam/ Vibono GmbH 2011-2012, www.vibono.de 3
Erik, der jahrelange Berater Hast du dir schon einmal klar gemacht, wie lange dein innerer Schweinehund, also dein Erik, dich schon berät? Seine Einwände kennst du: "Du könntest dich erkälten." "Du hattest eh schon einen anstrengenden Tag. Du hast dir heute sicher etwas Besseres verdient als dich zu quälen." "Wenn der schlanke Karl-Heinz von nebenan dich sieht, lässt der doch sicher wieder einen blöden Spruch ab. Das kannst du dir sparen." Oder er zählt dir die kulinarischen Alternativen auf, die dein Belohnungssystem bestimmt mehr entzücken als schweißtreibende Anstrengung. Heute nicht! Lieber fernsehen als joggen! Vibono GmbH 2011-2012, www.vibono.de 4
Der Schweinehund meint es eigentlich gut. Kurzfristig. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass dein Erik es eigentlich gut meint mit dir. Er will dich vor Gefahren schützen oder dich gar belohnen. Erik denkt allerdings nur sehr kurzfristig! Oder hat dein innerer Schweinehund dir schon einmal etwas in der Art zugeflüstert: "Lass die Glotze aus. Geh raus und beweg dich. Oder willst du in 10-20 Jahren Diabetes haben oder einen Herzinfarkt?" Wahrscheinlich nicht. Unsere Ahnen mussten kurzfristig denken Vor langer Zeit als unsere Vorfahren noch täglich ums Überleben kämpfen mussten, war es sehr sinnvoll v.a. kurzfristig zu denken. Heute sind bei den meisten Deutschen die Grundbedüfnisse Essen und Dach überm Kopf gedeckt. Damals musste man täglich dafür arbeiten. Da war wichtig, das tägliche Handeln darauf zu fokussieren und dieses zu optimieren. Heute können wir weiter denken In unserer Zeit haben wir den Luxus, Monate im voraus einen Urlaub zu planen oder uns über unsere Altersvorsorge Gedanken zu machen. In unseren Genen schlägt aber oft noch die archaische, kurzfristige Denke durch. Vibono GmbH 2011-2012, www.vibono.de 5
Der Schweinehund, dein Freund. Aber nicht dein Feldwebel! Höchste Zeit also, unseren Schweinehund als das zu betrachten, was er ist: Zwar als Freund, dessen Ratschläge wir uns gerne ab und zu anhören. Aber nicht als Feldwebel, dem wir gehorchen müssen. Die Entscheidung liegt am Ende nur bei uns selbst! Vibono GmbH 2011-2012, www.vibono.de 6
Die langfristigen Argumente musst du selbst beisteuern Wenn sich dein Erik das nächste Mal zu Wort meldet, mach dir klar, dass er nur ein Freund ist, mit dem du Argumente austauschst. In diese "Diskussion" musst du selbst die langfristigen Argumente einbringen. Das heißt nicht, dass die immer besser sind. Aber am Ende entscheidest nur du! Nicht Erik. Erkenntnisse aus der Hirnforschung helfen Es hilft zu verstehen, wieso es uns so schwer fällt, langfristig zu denken, um Diskussionen mit unserem Erik und deren Ausgang realistisch beurteilen zu können. Deswegen auf den nächsten Seiten ein kleiner Ausflug in die Hirnforschung. Vibono GmbH 2011-2012, www.vibono.de 7
Wieso es uns so schwer fällt langfristig sinnvolle Entscheidungen zu treffen Stell dir einmal folgendes vor: Du hast die Wahl, 100 Euro sofort zu bekommen. Oder 200 Euro in einem Jahr. Wofür entscheidest du dich? Die Diskontierung der Zukunft Zwischen heute und dem Zeitpunkt in einem Jahr liegen viele versteckte Risiken. Die ziehst du in deine Entscheidung (unbewusst) mit ein. Außerdem gibt es ja die Inflation. Da sind die 200 Euro vielleicht etwas weniger wert als heute. Du bewertest die 200 Euro in 12 Monaten daher mit einem Risikoabschlag. Man sollte annehmen, dass das eine sehr rationale Entscheidung ist. Wir urteilen aber sehr irrational In vielen Experimenten hat die Hirnforschung herausgefunden, dass wir sehr viel emotionaler entscheiden, als wir selbst von uns annehmen. Mehr dazu ein ander Mal In einem weiteren Coaching-Brief werden wir das Thema noch detaillierter erörtern. Es ist phänomenal, welche Erkenntnisse die Hirnforschung mit einfachen Experimenten zutage gebracht hat. Vibono GmbH 2011-2012, www.vibono.de 8
Das Marshmallow-Experiment Ein einfacher Versuch in den 1960er Jahren hat bereits die Tücken kurzfristiger Verlockungen gezeigt: das Marshmallow-Experiment. Vierjährigen Kindern, die einzeln in einen Raum gebeten wurden, hat man angeboten, dass sie sofort ein Marshmallow essen dürften. Oder sie bekämen zwei Marshmallows, wenn sie sich 15 Minuten gedulden könnten. Die Versuchsleiterin verließ daraufhin den Raum und das Kind war mit dem süßen Schaumklops vor der Nase alleine. Hier ein Video zu diesem Experiment: http://www.youtube.com/watch?v=y7kjsb7iyms Vernunft ringt mit Lust Jeder kann nachvollziehen, wie hart die Kinder beim Marshmallow-Test mit sich gerungen haben. Den Kampf zwischen Vernunft und Lust kennt jeder. Lustsystem gegen Frontalhirn Das Lustsystem nennen wir meist Belohnungssystem. Beim Marshmallow-Experiment wird deutlich, wie stark die Kräfte des Lustsystems sind: Die Süßigkeit vor der Nase, erschwert vernünftiges Handeln sehr. Der innere Schweinehund funktioniert ganz ähnlich Wenn wir die Wahl zwischen Chips und Sofa einerseits haben und einer Jogging- oder Walking-Runde andererseits, geht es uns ganz ähnlich. Beispiele, in denen die Entscheidung leichter fällt Auf der nächsten Seite Beispiele, die zeigen, dass die Vernunft mitunter sehr viel leichteres Spiel hat. Vibono GmbH 2011-2012, www.vibono.de 9
Vernunft siegt über Lust. Manchmal. Ein Ackerbauer wird auch bei einer Hungersnot sein Saatgut so lange wie möglich nicht anrühren, weil er weiß, dass davon sein Überleben im nächsten Jahr abhängt. Der Ex-Raucher, der verstanden hat, welche Risiken das Qualmen in sich birgt, kann leichter widerstehen, wenn er doch wieder einmal Lust auf eine Kippe hat. Der Jugendliche, der verstanden hat, dass Komasaufen lebensgefährlich ist, wird dem eventuellen Gruppenzwang und der Verlockung des Rausches leichter widerstehen. Die Beispiele zeigen: Man muss sich die Gefahren und Risiken klar machen und ihnen in die Augen sehen. Die Folgen von Übergewicht sind nicht offensichtlich Das "Problem" bei Übergewicht, schlechter Ernährung, fehlender Bewegung usw. ist, dass die Konsequenzen nicht so eindeutig klar sind, wie bei den Beispielen links. Die unbewusstelust auf ungesundes Verhalten Die Lust auf Süßes, das Sofa, die blonde Kollegin oder den Beau aus dem Fitness-Studio entsteht in unserem Gehirn. Allerdings nicht im bewussten Bereich, dem Frontalhirn, sondern in einem Bereich, der auch als "Reptiliengehirn" bezeichnet wird. Er ist einer unserer ältesten Hirnbereiche. Wissen ist die Waffe der Vernunft In einer harten aber fairen Diskussion gewinnt, wer die besseren Argumente hat. Beim Kampf zwischen Vernunft und Lust, also zwischen dir und deinem Erik, ist es genauso. Zur entscheidenden Waffe in der harten Auseinandersetzung wird das Wissen, das du über die langfristigen Konsequenzen deines Handelns hast. Vibono GmbH 2011-2012, www.vibono.de 10
Ein neues Leitmotiv im täglichen Kampf gegen Verlockungen "Ich muss nicht den Blödsinn machen, den mein Hirn mir gerade vorschlägt" Dieser Ausspruch stammt vom renomierten Hirnforscher Professor Dr. Manfred Spitzer. Er meint damit, dass man die vehementen "Vorschläge" des Lustsystems durchaus ignorieren kann. Man könnte auch sagen: Ich muss nicht den Blödsinn machen, den mein innerer Schweinehund mir gerade vorschlägt. Oder auch: Erik, mein lieber Schweinehund, halt's Maul! Vibono GmbH 2011-2012, www.vibono.de 11
Spaß in die Bewegung bringen Überlege mal, wie du mehr Spaß in deine sportlichen Aktivitäten bringen kannst. Wie wär's z.b. damit: Musik hören ohne Rücksicht auf andere nehmen zu müssen Hörbücher nebenher hören Den nächsten Urlaub planen Die Natur genießen Schöne Eindrücke mit der Kamera festhalten Nachbarn in die Gärten schauen Sich hinterher einen extra-leckeren Shake genehmigen Vibono GmbH 2011-2012, www.vibono.de 12
Sich mit Freunden verabreden Wenn du dich mit jemand anderem zum Sport zu verabredest, ist das ein sehr gutes Argument, gegen das dein Erik wenig einwenden kann. So eine Verbindlichkeit wird in der Regel höher bewertet als das Fernsehprogramm. Am besten man trifft sich immer zur gleichen Zeit mit dem Sportpartner. So entsteht schnell eine positive Routine, der Erik allenfalls noch ein müdes Maulen entgegensetzen kann. Vibono GmbH 2011-2012, www.vibono.de 13
Aktivitäten protokollieren Mit einem Sport-Protokoll kann man sich gut vor Augen führen, wie aktiv man war. Wenn man es z.b. schafft, 15 Tage im Monate Sport zu treiben, gibt's eine Belohnung. Das darf dann auch mal eine Sünde sein, die man dank des Sports gut kompensieren kann. Vibono GmbH 2011-2012, www.vibono.de 14
Abnehmen mit Genuss! Das sagt Ansgar Zoller zu dem Buch: Herzlichen Glückwunsch dem Autor Dr. Andreas Schweinbenz für dieses umfassende Werk. Seit heute habe ich es auf dem Tisch liegen und bin begeistert, wie umfangreich und doch klar verständlich der Autor sein Wissen aufbereitet und dafür etliche Quellen erschlossen hat. Dieses Buch liefert die Grundlage für eine dauerhafte Ernährungsumstellung. Es ist nicht der tausendste Diät-Ratgeber, sondern eine sehr gut gemachte und umfangreiche Anleitung für ein Leben ohne Übergrößen. Denn nachdem ich selbst 33 kg abgenommen habe und somit aus eigener Erfahrung rede (schreibe) ist für mich die Formel "Wissen + Wille = dauerhaft schlank" die entscheidende Komponente für eine nachhaltige Gewichtsveränderung und Lebenseinstellung. Und dieses Wissen liefert das Buch in perfekter und verständlicher Form. Somit auch das ideale Buch für Weihnachten, denn beim genussvollen Essen (was nicht zwangsläufig mit kalorienreich gleichzusetzen ist) erschmeckt man selbst, was Dr. Schweinbenz mit "genussvoll abnehmen" meint. Den Blick ins Buch gibt's hier: www.vibono.de/hose-rutscht Vibono GmbH 2011-2012, www.vibono.de 15
Das mediterrane Bild Neue Wege gehen Nen schönen Gruß an deinen inneren Schweinehund. Er kann ruhig mal mit vor die Tür kommen. Da ist's nämlich meistens besser als er denkt! :-) Vibono GmbH 2011-2012, www.vibono.de 16
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