Pflege-Studiengänge. in NRW



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Transkript:

Grundständige Pflege-Studiengänge in NRW Prof. Dr. W.M. Heffels

wm.heffels@katho-nrw.de 1960, 52 Jahre 1980, Krankenpfleger 1984, Lehrer für Pflegeberufe 2000, Dipl. Pflegewissenschaftler 2002, Dr. phil. GHS Duisburg 2002, Professor für Erziehungswissenschaft und Ethik 2010, Prorektor der KatHO-NRW Projektleitung Dualer Studiengang Pflege an der KatHO NRW Prof. Dr. Wolfgang M. Heffels 2

Pflege als gesellschaftliche Aufgabe im Sinne der Personalressource Der Bedarf an Vollzeitbeschäftigten im Pflegesektor könnte sich von 0,5 Mill. bis zum Jahr 2050 auf bis zu 1,6 Millionen verdreifachen Der Pflegefachkräftemangel ist nicht vermeidbar! Innere Differenzierung der pflegerischen Versorgungs- und Betreuungsleistung >vom Laien bis zum Akademiker<! Prof. Dr. Wolfgang M. Heffels

BA- Studiengänge in der Pflege Begründungen zur Etablierung grundständiger Pflegestudiengänge : 1.Komplexer werdende Anforderungen im Handlungsfeld Pflege 2.Gewinnung eines erweiterten Bewerberpotentials für die Pflegeberufe 3.Hochschulabsolventen können in der Pflege nachhaltiger Veränderungen mit gestalten und weisen eine höhere Verbleibsquote auf (Sinclair 1991) 4.in NRW: Erhöhung der BA-Abschluss- Quote im Vergleich zu anderen Bundesländern Prof. Dr. Wolfgang M. Heffels

Einordnung des Dualen Studiengangs Pflege an der KatHO-NRW in die Studiengangslandschaft grundständiger Pflegestudiengänge in der BRD Studiengänge ohne erhöhtem Praxisanteil Duale* Studienprogramme für Pflege-, Therapieberufe und Hebammenwesen Einteilung der Studiengangsmodelle in Anlehnung an BLK 2003 Praxisintegrierende Studiengänge Praxisanteile werden im Studium integriert, aber nicht mit staatlicher Abschlus-sprüfung Studiengang Pflege an der Hochschule Fulda, Frankfurt, Darmstadt Hochschule und Praxiseinrichtungen BRD: (1) in NRW (1) HSG Bochum intergrativ Ausbildungsinte grierende Studiengänge Ersetzungs-modell (1) integrativ Hochschule in Kooperation mit Pflegebildungseinric htung und Praxiseinrichtung verzahnt B Verschränkungsmodell (2) A BRD : (4) in NRW (3) Bielefeld, Rheine, Düsseldorf BRD (29) In NRW (1) KatHO NRW A = M. Moers, U. Schömiger, M. Böggemann: Duale Studiengänge, Pflege & Gesellschaft 2012, H.3, 232 248 B = G. Stöcker, M. Reinhart: Grundständige pflegeberufsausbildende Studiengänge in Deutschland, DBfK 09.2012

Ziele der Akademisierung der Pflegeerstausbildung Anhebung der Versorgungsqualität durch pflegewissenschaftliche Fundierung Übernahme neuer Aufgaben Steuerung und Koordinierung von Versorgungsprozessen Angleichung der deutschen Pflegeerstausbildung an das internationale Niveau Förderung von Durchlässigkeit im Bildungssystem Erhöhung der Attraktivität des Berufs Projektbüro Pflege/ Prof. Dr. W.M. Heffels

Spannungsfeld der Pflege Case Management organisationsbezogenen Anteile Nursing / Caring klientenbezogenen Anteile trajectory lebensweltlich soziale Anteile

Profil akademisch qualifizierter Pflegender Prozessteuerung nicht Stations- oder Wohnbereichleitung Konzeptwissen in Kuration, Rehabilitation, Gesundheitsförderung & Prävention, Kompensation & Palliation einschl. EBN Organisationswissen: regelhafte Prozessvorgänge Fallverstehen Entscheidungskompetenz Handlungskompetenzen Projektbüro Pflege/ Prof. Dr. W.M. Heffels

Akademisierung der Pflegeausbildung ist dies die Lösung des Personalnotstandes im Gesundheitswesen? Nein Die Akademisierung der Pflege ist ein notwendiger Schritt nach Etablierung der Pflegewissenschaft zur zukünftigen Sicherstellung eines pflegerischen Gewährleistungsanspruchs Die Pflege wird zu einer enormen gesellschaftlichen Herausforderung und führt zu neuen Strukturen und Prozesse im Gesundheits- und Sozialwesen Prof. Dr. Wolfgang M. Heffels