Galvanisation Diadynamische Ströme

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Transkript:

Galvanisation Diadynamische Ströme Analgetisch bei Akutschmerzen, z.b. Weichteiltraumen Mehr oberflächlich wirksam Längere Wirkungsdauer Verätzungsgefahr Seite 1 von 15

Biphasische Impulse 100 Hz Frequenzbereich (100 Hz maximal, Wirkungsbereich 50-200 Hz), ab 40 Min Niedrige Intensität (motorisch unterschwellig) Analgetisch und spastikdämpfend lokal im Schmerzgebiet, Einwirkung auf sensible Fasern und motorische Zentren Abschwellend und antientzündlich (abakteriell) bei Weichteiltraumen und Reizphasen chronischdegenerativer Erkrankungen des Bewegungsapparates Juckreizmindernd Hohe Intensität (unangenehm) Analgetisch durch spinale Ausschüttung von Dynorphin A Stimulierend erhöht die motorische Erregbarkeit Seite 2 von 15

Biphasische Impulse Frequenzbereich bis 10 Hz (Haut) und 20 Hz (Muskeln) ab 40 Min Submotorische bis gerade motorische Intensität Analgetisch weniger wirksam als 100 Hz, längere Wirkungsdauer, Wirkung über Axon- und spinale Reflexe, keine Beeinflussung von Hautschmerzschwellen und Entzündungen Vasomotorisch vermehrte kutane und reflektorische Durchblutung, beschleunigte Heilung von Wunden und Sehnenverletzungen, Besserung von Missempfindungen bei diabetischer Neuropathie Motorisch dämpfend bei motorisch unterschwelliger Intensität Hohe Intensität Analgetisch Ausschüttung von Enkephalinen im Hirnstamm Motorisch stimulierend ab 25% über der motorischen Schwelle Seite 3 von 15

Biphasische Impulse Frequenzbereich 20 bis 25 Hz Motorisch schwellig, als Schwellstrom, ab 30 Min Analgetisch - Langzeitwirkung, bei muskulären Verspannungen und Muskelschmerzen (wird verbessert durch vorherige Wärmepackung) Abschwellend Rückgang statischer Schwellungen Muskelkräftigend - ab 25% über der motorischen Schwelle Physiologisch aktivierend tonische Fasern stärker als phasische Gute Verträglichkeit Seite 4 von 15

Biphasische Impulse Kombinierte Frequenzen 10 und 30 Hz 30 Min Analgetisch bei schmerzhaften Spasmen Spastik vermindernd o 10 Hz motorisch unterschwellig für die hypertonen Muskeln o 30 Hz Schwellstrom (4 Sek Schwellung, 8 Sek Pause) gerade über der motorischen Schwelle für die hypotonen Muskeln Seite 5 von 15

Mittelfrequente Ströme Analgetisch o Wirksam wie Niederfrequenz o Individuell durch kapazitive Hautüberbrückung manchmal weniger wirksam bei Oberflächenschmerz o Längere Wirkungsdauer Muskuläre Ausdauer verbessernd bei statischen Insuffizienzen Seite 6 von 15

Hochfrequenz Kurzwelle Spulenfeld Differenzierte Gewebserwärmung Bei geringer Dosis o Entzündungsrückgang o Erhebliche = optimale Beschleunigung der geweblichen Regeneration von Wunden, Muskulatur, Sehnen und Nerven o Dadurch sekundärer Schmerzrückgang in Muskulatur und Gelenken Seite 7 von 15

Ultraschall Analgetisch sekundär erst als Serieneffekt Wärmewirkung ebenfalls sekundärer Effekt Mechanische Wirkung stimuliert biochemische Reaktionen und Gewebsstoffwechsel, verstärkt gewebliche Heilungen (Sehnen, Muskeln, Knorpel, Bindegewebe), auch bei rheumatisch verändertem Gewebe Voraussetzung exakte Dosierung Seite 8 von 15

Ultraschall Dosierung Intensität und Dauer Intensität abhängig von Gewebe und Lage des zu behandelnden Substrates o Halbwertstiefe (mm): Haut = 11; Fett = 50; Muskel = 10; Knorpel und Sehne = 6; Knochen = 2. o Anwendungen (Watt/cm²): Haut = 0,5; unter der Haut = 0,75 (Hautdurchgang Reduktion 25%); Muskulatur = 1,0; Fettgewebe > 4 cm oder Muskulatur > 3 cm = 1,5 (über 3 cm Gewebstiefe ungenaue Intensitätsverteilung) o Zeit 5 Min pro Substrat (Schallkopffläche verlässt Substratareal nicht) Seite 9 von 15

Therapieziel Lösen von Muskelverspannungen und Erreichen einer physiologischen Aktivierung Methode Detonisierender Schwellstrom mit biphasischen Impulsen von 0,1 ms Breite (nicht breiter, sonst sensible Belästigung) 20-25 Hz (Bereich der physiologischen Aktivierung tonischer und phasischer Muskelfasern) Schwelldauer 5 sec, Pause 15 sec, Intensität nur leichtes Spannungsgefühl (keine Kontraktionen!), Anwendungsdauer 30 40 min, Elektroden 2 x 5 cm entlang des Muskelverlaufs Vorbehandlung von 20 min Dauer mit IR-Hellstrahler Seite 10 von 15

Therapieziel Lösen von Muskelverspannungen und Erreichen einer physiologischen Aktivierung Methode Alternative Vorwärmung von 20 min Dauer mit feucht-heißem Handtuch, darüber ein IR-Hellstrahler, anschließend Einsatz von Schröpfköpfen Seite 11 von 15

Therapieziel Behandlung muskulärer Triggerpunkte Methode Biphasischer, gut verträglicher Gruppen- (Burst-) Impulsstrom mit einer Gruppendauer von 200 50 ms, einer Gruppenfrequenz von 2-4 Hz und einer analgetischen Impulsfrequenz von 100 Hz, hohe Intensität, Anwendungsdauer 3 min unter Druckgabe mit einer Punktelektrode auf dem Triggerpunkt Seite 12 von 15

Therapieziel Verminderung lokalisierter Mißempfindungen und Verbesserung der Funktionsfähigkeit peripherer Nerven und Rezeptoren Methode Biphasischer Impulsstrom von Einzelimpulsen mit einer Breite von 0,1 ms und einer Frequenz von 2 5 Hz, Anwendung 30 min entlang des Nervenverlaufs, Intensität ohne Auslösung von Kontraktionen, mindestens 20 Mal, Elektrodengröße 2 x 6 8 cm, Anwendungen am N. medianus: Mitte Ellenbogenbeuge Mitte des Handgelenks zwischen den Sehnen des Flexor carpi radialis und Palmaris longus N. ulnaris: Fossa ulnaris medial vom Olecranon über dem Handgelenk an der ulnaren Seite oberhalb des Erbsenbeins N. tibialis: Mitte Kniekehle hinter Malleolus medialis N. peroneus: lateraler Winkel der Kniekehle am medialen Rand der Bicepsfemorissehne dorsal des Fibulaköpfchens Seite 13 von 15

Therapieziel Reflektorische Wirkungen durch Reizung sympathischer Nervenfasern Methode Biphasischer Impulsstrom mit einer Impulsdauer von 0,1 ms und einer Frequenz von 5 Hz, Intensität ohne Kontraktionen, Dauer 20-30 min. Ganglion stellatum; kleine Wirkelektrode (Durchmesser 3 cm): In leichter Kopfrückbeuge am Vorderrand des Sternocleidomastoideus in Höhe von 2/3 der Linie vom Jugulum zum Adamsapfel (nicht weiter fußwärts wegen Karotissinusreflex), große Gegenelektrode auf der Halsrückseite Brachialer Gefäßbereich; gleichgroße Elektroden 2 x 6 cm, über der Klavicula lateral des Sternocleidomastoideus medial des Biceps in Höhe des Deltoideusansatzes Beingefäßbereich; gleichgroße Elektroden 2 x 6 cm, unterhalb der Leistenbeuge über der Arteria femoralis Mitte der Kniekehle Seite 14 von 15

Therapieziel Behandlung lokalisierter Sehnenüberlastungen Methode Spulenfeldkurzwelle mit abgeschirmter Elektrode (schirmt elektrischen Feldanteil ab, der das Fettgewebe erwärmt) in schwach thermischer Dosierung (nur minimales Wärmegefühl) 5 min über der zugehörigen Muskulatur ( beschleunigt Regeneration, z.b. als Fibroblastenzunahme, durch eine Bestrahlung des Blutserums, welches mittels eines Druck-Saug-Mechanismus der Muskulatur in die Sehnen gelangt) Ultraschall 1,2 bis 1,5 Watt/cm² je nach Tiefe, je 5 min, semistatisch in kleinen Kreisungen über der Schmerzstelle und den Sehnenansätzen Seite 15 von 15