Mobil nach Schlaganfall Das Konzept für eine umfassende Versorgung Information für den Fachhandel, medizinisches Fachpersonal und Anwender
1,3 Mio. Patienten: Herausforderung für die Medizintechnikbranche Unsere Produkte und das Netzwerk aus Partnern erlauben uns eine umfassende Versorgung von Schlaganfallpatienten. Dr. Thorsten Böing Leiter der Neurorehabilitation Ottobock in Deutschland und des Konzepts Mobil nach Schlaganfall In Deutschland ereignen sich jährlich etwa 270.000 neue Schlaganfälle. Mehr als 1,3 Mio. Menschen müssen mit den daraus resultierenden Folgen dauerhaft leben das entspricht der Einwohnerzahl von München. Der Schlaganfall ist damit eine der kostenintensivsten Erkrankungen im deutschen Gesundheitssystem und eine große Versorgungsherausforderung für die kommenden Jahre. Das Thema Schlaganfall verlangt deshalb zwangsläufig nach medizinisch-therapeutischen Lösungen, die wissenschaftlich gesichert sowie nachhaltig sind und tatsächlich an die Patienten herangetragen werden. Dies macht ein funktionierendes Versorgungsnetzwerk notwendig. Daher hat Ottobock das Konzept Mobil nach Schlaganfall entwickelt. 2 Ottobock Mobil nach Schlaganfall
Mobil nach Schlaganfall Das Konzept Mobil nach Schlaganfall umfasst ein Portfolio an Hilfsmitteln, die speziell auf die Bedürfnisse von Schlaganfallpatienten abgestimmt sind. Moderne Orthesen und Rollstühle werden hierbei um innovative Elektrostimulation ergänzt. Als einziger Anbieter stellt Ottobock Lösungen von der Phase der frühen Rehabilitation bis zur Spätrehabilitation zur Verfügung. Die Kooperation mit ausgewählten Sanitätshäusern und Kliniken sowie mit der Stiftung Deutsche Schlaganfall- Hilfe ist ein wichtiger Teil von Mobil nach Schlaganfall. Erst durch die Zusammenarbeit wird das Versorgungskonzept für Patienten verfügbar und eine hohe Qualität sichergestellt. Mobil nach Schlaganfall Ottobock 3
Verlauf der Rehabilitation Ob Rollstuhl, Orthesen oder Produkte aus dem Bereich der Elektrostimulation für einen Schlaganfallpatienten richtet sich die Wahl des optimalen Hilfsmittels nach seinen Beeinträchtigungen sowie nach den täglichen Aktivitäten. Die Versorgung wird im Laufe der Rehabilitation an die individuellen Bedürfnisse des Patienten angepasst. Elektrostimulation Individuelle Orthesen Orthesen Rollstühle Obere Extremität Untere Extremität Über funktionelle Elektrostimulation (FES) können Nerven aktiviert werden, die das geschädigte zentrale Nervensystem nicht mehr ansteuert. In erster Linie betrifft dies den Nervus peroneus communis bei einer zentralnervös bedingten Fußheberschwäche. Bei einer individuellen Orthese stimmt der Orthopädietechniker einzelne Komponenten auf den jeweiligen Schlaganfallpatienten ab. Orthesen stützen und stabilisieren insbesondere bei Lähmungen und Empfindungsstörungen der oberen und unteren Extremität. Sie verbessern Körperhaltung, Gesamtmobilität, Gehgeschwindigkeit, Sicherheit und Gleichgewichtskoordination. Bei einer halbseitigen Lähmung nach einem Schlaganfall müssen Rollstühle ganz spezifische Eigenschaften aufweisen, damit sie den Alltag des Patienten erleichtern. Hilfreich sind beispielsweise ein Einhandantrieb und Armlagerungsschalen. 4 Ottobock Mobil nach Schlaganfall
Produktlösungen Herausforderungen nach einem Schlaganfall sind häufig die zurückgebliebenen Lähmungen und Empfindungsstörungen auf einer Körperseite des Patienten. Sie entstehen durch Funktionsausfälle des zentralen Nervensystems. Speziell auf die Rehabilitationsphasen abgestimmte Hilfsmittel können den Alltag erheblich erleichtern und Aktivität fördern. So unterstützen sie den Patienten dabei, Fähigkeiten zurückzugewinnen und wieder am Alltag teilzunehmen. Mobil nach Schlaganfall Ottobock 5
Wenn ich den Patienten sehe und beobachte, wie viel aktiver er mit dem Hilfsmittel ist, dann ist das immer wieder beeindruckend. Esther, Physiotherapeutin. Hier mit Gerhard, der den Oberflächenstimulator MyGait trägt. 6 Ottobock Mobil nach Schlaganfall
Elektrostimulation Orthesen Individuell ActiGait Die Neuroprothese ActiGait kann bei Fußheberschwäche zum Einsatz kommen. Ein Implantat wird im Rahmen eines operativen Eingriffs positioniert und veranlasst im richtigen Moment die Fußhebung. Dauerhaftere Lösung, da kein tägliches Anlegen einer Manschette notwendig Geeignet, wenn bei einem Oberflächenstimulator Hautirritationen auftreten Kann beim Gehen das Knöchelgelenk ausgleichend steuern Verbessert die Gehfähigkeit des Anwenders aufgrund der erhöhten Mobilität Stärkt Selbstvertrauen und Sicherheit in die Gehfähigkeit, dies sorgt für eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität MyGait Der Oberflächenstimulator MyGait wird bei einer Fußheberschwäche am Unterschenkel angelegt. MyGait stimuliert bei jedem Schritt von außen über einen Nerv die Muskulatur, sodass sich der Fuß hebt. Zwei verschiedene Manschetten zur Auswahl Durch Socke und Fersenschalter ist ein FESunterstütztes Gehen ohne Schuhe möglich Einhändiges Anlegen durch den Patienten Einfache Bedienung mittels Fernbedienung Bei Bedarf zusätzlicher Stimulationskanal für die Aktivierung einer zweiten Muskelgruppe einsetzbar Leicht zu reinigen und viele Teile waschbar Selbstklebende, hypoallergene Elektroden Zahlreiche individuelle Einstellmöglichkeiten Unilaterales Knöchelgelenk 17LA3 Das Unilaterale Knöchelgelenk 17LA3 ist ein multifunktionales System-Knöchelgelenk mit fußhebender Wirkung. Es ist einsetzbar bei einer Teillähmung oder kompletten Lähmung der Beinmuskulatur. Kombinierbar mit verschiedenen Orthesen Anpassbar an unterschiedliche Bedürfnisse Klein, leicht und unauffällig Auch bilateral einsetzbar Mobil nach Schlaganfall Ottobock 7
Orthesen Obere Extremität Omo Neurexa Die Omo Neurexa stabilisiert und positioniert die Schulter. Die Orthese erleichtert dadurch insbesondere das Gehtraining. Stabilisiert den Arm entgegen dem spastischen Muster Schmerzlinderung Verbessert die Körperhaltung Positiver Einfluss auf das Gleichgewicht Uneingeschränkte Armbewegungen Angenehmes Tragegefühl Manu Neurexa Die Orthese Manu Neurexa stabilisiert und stützt das Handgelenk, wenn dieses oder der Arm gelähmt ist. Sorgt für eine natürliche Handstellung und fördert Aktivität sowie die Wahrnehmung der eigenen Hand Schmerzlinderung Schutz vor äußeren Einwirkungen Angenehmes Tragegefühl Erleichtert Funktionstraining von Hand und Fingern in der Ergotherapie Manu Immobil Long Die Manu Immobil Long sorgt dafür, dass Handgelenk und Finger ruhiggestellt sind. Dies hilft, wenn die Hand mit möglichst wenig Schmerzen gelagert werden soll. Atmungsaktives Polster für ein angenehmes Tragegefühl Verhindert Druckstellen und Überlagern der Finger Dank praktischer Umlenkschlaufen mit der gesunden Hand leicht anzulegen Individuelle Anpassung der eingearbeiteten Schienen möglich 8 Ottobock Mobil nach Schlaganfall
Orthesen Untere Extremität WalkOn Produktfamilie Die Produkte der WalkOn Familie unterstützen das Gehen bei einer Fußheberschwäche. Die dynamischen Orthesen werden an Fuß und Wade getragen. Heben den Fuß beim Gehen und sorgen für einen natürlicheren Gang Verhindern Kompensationsbewegungen wie das Anheben der Hüfte Sorgen je nach Bedarf für mehr Stabilität in Fuß, Knöchel und Knie oder für mehr Flexibilität Hoher Tragekomfort Unterschenkelorthese 28U90 Bei leichter Fußheberschwäche und für kurze Wegstrecken unterstützt die Unterschenkelorthese 28U90 die Beinmuskulatur. Sie positioniert den Fuß, sodass die Fußspitze das Gehen nicht einschränkt. Leicht und unauffällig unter der Kleidung dank dünnwandigem Kunststoff Einfach zu reinigen Lange Sohle für eine gleichmäßige Druckverteilung und gute Führung des Fußes Weiche Waden- und Schienbeinpolster Malleo Neurexa pro Die Malleo Neurexa pro dient der Behandlung einer akuten Supinationsstellung des Fußes aufgrund einer sich entwickelnden Spastik. Elastischer Gurt lässt den Fuß immer wieder die Neutralstellung einnehmen Als Tag- und Nachtorthese einsetzbar Kann auch ohne Schuhe getragen werden Genu Neurexa Die Orthese Genu Neurexa stabilisiert das Knie und verhindert eine Überstreckung. Dadurch kann sie sehr gut im Gehtraining eingesetzt werden. Feststellbare bilaterale Aluminiumschienen und gekreuzte Bänder in der Kniekehle, um eine zu starke Kniestreckung zu verhindern Stabilisierungsfunktion vereinfacht das Gehtraining Fördert Aktivität Verbessert die Wahrnehmung des Beines Angenehmes Tragegefühl Mobil nach Schlaganfall Ottobock 9
Rollstühle Start M3 Hemi Der Leichtgewichtrollstuhl Start M3 Hemi unterstützt speziell Schlaganfallpatienten mit einer Halbseitenlähmung (Hemiplegie). Erleichtert dank niedriger vorderer Sitzhöhe das Vorwärtskommen mit dem Fuß durch Trippeln Verbreiterter Fußraum einstellbar Optionaler Einhandbetrieb und Einhandbremse Große Auswahl aus verschiedenen Amrlagerungsschalen und Griffen Optionen Armlagerungsschale Einhandbetrieb Kippschutz 10 Ottobock Mobil nach Schlaganfall
Weiterentwicklung Der ständige Austausch mit Ärzten, Therapeuten, Technikern und Patienten sorgt für die bestmögliche Versorgungsqualität sowie eine permanente Weiterentwicklung des Konzepts Mobil nach Schlaganfall. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns: neurorehabilitation@ottobock.de T +49 5527 848-3232 F +49 5527 848-1510 Mobil nach Schlaganfall Ottobock 11
Sicherheitshinweise: MyGait und ActiGait sind als Medizinprodukt mit dem CE-Kennzeichen entsprechend den Richtlinien 93/42/EWG und 1999/5/EG versehen. Diese Broschüre wurde Ihnen von Ihrem Spezialisten zur allgemeinen Information übergeben und kann keine ärztliche Betreuung ersetzen. Nicht alle Patienten mit Fußheberschwäche sind für die Funktionelle-Elektrostimulation (FES) geeignet. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Therapeuten ausführlich über eine Behandlung, Kontraindikationen und mögliche Risiken oder Nebenwirkungen aufklären. Bitte machen Sie sich mit den Produktinformationen vertraut und lesen Sie die Gebrauchsanweisung, welche Informationen zu Anwendungsmöglichkeiten, besonderen Vorsichtsmaßnahmen sowie möglichen unerwünschten Ereignissen enthält. Otto Bock HealthCare Deutschland GmbH Max-Näder-Straße 15, 37115 Duderstadt T +49 5527 848-3232 F + 49 5527 848-1510 neurorehabilitation@ottobock.de www.ottobock.de Ottobock 646D732-03-1505 Technische Änderungen vorbehalten.