Tier-Steckbrief: Der Elefant Arten: Heute leben noch folgende Elefanten-Arten: Afrikanischer Steppenelefant (sehr große Ohren, nach oben gebogene Stoßzähne), Afrikanischer Wald elefant (kleiner als der Steppenelefant, Stoßzähne gerade nach unten gebogen), Indischer Elefant (kleine Ohren, Kühe und einige Bullen haben keine Stoßzähne, dienen oft als Lastenträger). Vorkommen: Afrika, Asien Merkmale: Das besondere am Elefant ist sein beweglicher Rüssel, bestehend aus tausenden von Muskeln, ganz ohne Knochen. Er hat Tasthaare an der Rüsselspitze, Stoßzähne und große Ohren. Der Elefant ist ein Zehengänger, er hat zwischen den Zehen und unter den Fußsohlen ein dickes elastisches Bindegewebskissen. Der Elefant ist bis zu fünf Tonnen schwer und bis zu 3 Meter hoch, er ist sehr intelligent und kann gut schwimmen. Alter: ca. 60 Jahre Nahrung: Gras, Blätter, Wurzeln, Früchte, Rinde. Pro Tag frisst ein Elefant ca. 150 kg Futter und trinkt 80 Liter Wasser. Findet die Herde in Trockenzeiten nicht genug Wasser, gräbt ein Elefant mit den Stoßzähnen und dem Rüssel tiefe Löcher, um an Wasservorräte heranzukommen. Um an leckere Blätter an hohen Bäumen zu gelangen, stellt er sich auf die Hinterbeine. Verhalten: Elefanten leben in Herden (ca. 20 30 Tiere), welche aus Kühen und Kälbern bestehen. Die Herde wird von einer älteren und erfahrenen Leitkuh angeführt. Diese führt die Herde zu den besten Futterplätzen. Wie weit Elefanten wandern, ist von der Nahrung abhängig. In Trockengebieten mit wenig Nahrung wandern Elefanten oft über weite Strecken, dabei bilden sich sogenannte Elefantenstraßen, die immer wieder benutzt werden. Elefanten verständigen sich kilometerweit durch sogenannten Infraschall, das sind tiefe Töne, die Menschen nicht hören können. Besonderheiten: Der Rüssel wird für folgende Tätigkeiten eingesetzt: Atmen, Riechen, Tasten, Fressen, Trinken (spritzt sich das angesaugte Wasser ins Maul), Verteidigen (seitliche Hiebe), Staubstreuen über den Körper (zum Schutz vor zu starker Sonnenstrahlung und zum Schutz vor Insekten), Begrüßen oder Spielen, Trompeten (bei Gefahr). Die Stoßzähne werden zum Entrinden der Bäume eingesetzt und dienen zur Verteidigung. Früher wurden Elefanten wegen des wertvollen Elfenbeins gejagt und getötet, heute stehen sie unter Schutz. Feinde: Durch ihre Größe und das Leben in der Herde haben Elefanten kaum Feinde. Nur großen Raubkatzen, z. B. Löwe oder Tiger, gelingt es, junge Kälber zu erbeuten, wenn diese von der Herde abgesondert sind. Nachwuchs: Erst zwei Jahre nach der Paarung bringt die Elefantenkuh ein einziges Junges zur Welt. Nach ein bis drei Stunden kann es laufen. Um Milch zu saugen, hebt das Kalb den Rüssel und saugt mit dem Maul zwischen den Beinen der Mutter. Ab zwei Jahren ernährt sich das Junge ausschließlich von Pflanzenkost. Mit ca. 12 Jahren verlassen die Jungbullen die Herde, die Kühe bleiben ein Leben lang bei der Herde. Vorlage 6 13
Was der Rüssel alles kann! Die Saugkraft des Rüssels Spielort: überall Teilnehmerzahl: ab 2 Material: für jedes Kind zwei Teller, einen Strohhalm und einige Cornflakes Info: Elefanten sind sehr viele Stunden am Tag mit Fressen beschäftigt. Mit ihrem Rüssel tasten sie am Boden oder an Bäumen und suchen nach Essbarem. Hat der Rüssel etwas entdeckt, so saugt der Elefant das Futter an und führt es zu seinem Maul. Spielverlauf: Auf einem Tisch werden für jeden Mitspieler zwei Teller bereitgestellt. Auf einem Teller liegen Cornflakes. Mit dem Strohhalm saugt jedes Kind ein Cornflakes-Stück an und lässt es auf den anderen Teller fallen. Ist die Saugkraft der Kinder genauso gut wie die eines Elefantenrüssels? Variante: Das Kind lässt das Cornflakes-Stück nicht auf den Teller fallen, sondern gibt das Futter in den Mund eines anderen Kindes. 14 Vorlage 7
Elefanten angeln Äpfel Spielort: überall, wo es ein wenig nass werden darf Teilnehmerzahl: ab 2 Material: Gefäß (z. B. große Schüssel oder Auflaufform), Wasser, Äpfel, einen leeren Teller pro Spieler, Augenbinden (z. B. Stirnband), evtl. Plastiktischdecke oder Zeitung zum Unterlegen; für Variante 2: Teelöffel Info: Damit es Tieren im Zoo nicht langweilig wird, lassen sich Tierpfleger oft etwas einfallen, damit die Tiere eine Zeit lang beschäftigt sind. Sie werfen beispielsweise Äpfel ins Wasser, die die Elefanten mit ihren Rüsseln versuchen zu erwischen und dann verspeisen. Diese Situation können Sie mit den Kindern nachspielen. Spielverlauf: Schneiden Sie die Hälfte eines kleinen Apfels in kleine viereckige Stückchen (ca. 0,5 cm). Füllen Sie anschließend ein Gefäß mit Wasser und streuen Sie mit den Kindern die Apfelstückchen hinein. Zwei Kinder setzen sich mit verbundenen Augen um das Gefäß herum, jedes Kind hat einen Teller neben/vor sich. Nachdem Sie den Spruch Der Rüssel taucht ins Wasser ein, der Apfel, der schmeckt fein gesprochen haben, versuchen die Kinder möglichst schnell, mit einer Hand als Rüssel die Apfelstücke zu finden und auf den bereitgestellten Teller zu legen. Dabei darf immer nur ein Apfelstückchen ergriffen werden. Entweder Sie rufen nach ca. einer Minute Stopp oder die Kinder angeln so lange bis kein Stückchen mehr im Gefäß ist. Bei älteren Kindern, die Wettbewerbe lieben, können die Stücke gezählt werden. Als Belohnung dürfen die Kinder ein Stück Apfel essen. Variante 1: Spiel mit der anderen Handseite durchführen. Variante 2: Mit offenen Augen: Die Elefanten angeln mit einem Teelöffel als Rüssel die Apfelstückchen (mehrere gleichzeitig erlaubt). Mit Augenbinden: Die beiden Elefanten suchen sich einen Partner, der ihre Hand führt. Hierfür fasst der Partner das Handgelenk des Elefanten und führt den Löffel zu den Apfelstückchen und fischt diese heraus. Der Elefant lässt sich vertrauensvoll führen und wird nicht selbst aktiv. Variante 3: Füllen Sie das Gefäß nur mit sehr wenig Wasser, sodass der Boden gerade noch bedeckt ist. Welcher Elefant schafft es, mit dem Mund ein etwas größeres Apfelstück zu erwischen? Vorlage 8 15
Elefanten stauben sich ein Spielort: überall Teilnehmerzahl: ab 2 Material: mehrere Säckchen pro Teilnehmer; für Variante 3: Reifen Info: Um sich vor großer Hitze und vor Insekten zu schützen, streuen sich Elefanten Staub über den Körper. Spielverlauf: Die Kinder spielen Elefanten, gehen in den Vierfüßlerstand und legen sich ein oder mehrere Säckchen vor sich hin. Nun ergreift der Elefant mit einer Hand (= Rüssel) das Säckchen (= Staub) und versucht, es auf seinen Rücken zu werfen. Ziel ist es, das Säckchen so zu werfen, dass es auf dem Rücken liegen bleibt. Schafft er es auch mit der anderen Hand? Variante 1: Wie viele Säckchen können auf dem Rücken landen, ohne dabei herunterzufallen? Variante 2: Wie viele Säckchen kann der Elefant auf seinem Rücken transportieren, ohne dass eines herunterfällt? Variante 3: Die Kinder gehen zu zweit zusammen. Ein Kind legt sich ein Säckchen auf den Fußrücken, das andere Kind hält einen Reifen etwas über den Boden. Nun versucht der Elefant, das Säckchen in den Reifen zu schießen. 16 Vorlage 9 Heike Jung: Tiere im Zoo für die Kita Auer Verlag AAP Lehrerfachverlage GmbH, Donauwörth
Die Elefantenwäsche Massierte Körperteile: gesamter Körper Ausgangsposition: Ein Kind spielt den Elefanten (ohne Schuhe) und nimmt den Vierfüßlerstand ein. Zwei weitere Kinder spielen Tierpfleger bzw. Tierärzte und knien um den Elefanten herum. Heike Jung: Tiere im Zoo für die Kita Auer Verlag AAP Lehrerfachverlage GmbH, Donauwörth Text Heute ist im Zoo Elefantenwaschtag und alle Elefanten werden von Tierpflegern gereinigt. Als erstes spritzen die Pfleger mit einem Schlauch den Elefanten nass. Mmh, tut die Abkühlung gut! Mit einer großen Bürste schrubben sie den Rücken, die Ohren, den Rüssel und die Beine. Auf Kommando hebt der Elefant seinen Fuß. Auch dieser wird gründlich geschrubbt. Nun kommt der andere Fuß an die Reihe. Nun spritzen die Pfleger den Elefanten mit dem Schlauch nochmals ab. Fröhlich schwenkt der Elefant dabei seinen Rüssel hin und her. Gerade kommt der Tierarzt vorbei. Ein Fußnagel ist eingerissen und schmerzt den Elefanten. Auf Kommando legt sich der Elefant zur Seite. Der Tierarzt feilt den Zehnagel, damit er kürzer wird. Wie schön! Der Tierarzt ist mit seiner Arbeit fertig und krault den Elefanten am Kopf. Fröhlich wälzt sich der Elefant von einer zur anderen Seite. Als Belohnung erhält der Elefant ein Leckerli. Ausführung Hände über den Körper gleiten lassen und Wassergeräusche machen. Mit den Händen am Rücken, an den Ohren, an der Nase (vorsichtig!) und den Beinen reiben. Auf einen Fuß klopfen (= Kommando), Elefant hebt Fuß, dieser wird gerieben auf anderen Fuß klopfen und ebenfalls reiben. Hände über den Körper gleiten lassen und Wassergeräusche machen Elefant schwingt einen Arm nach links und rechts. Auf den Rücken des Elefanten leicht klopfen (= Kommando) mit den Fingern an den Zehen nacheinander leicht zupfen (= feilen). Dem Elefanten den Kopf kraulen Elefant wälzt sich am Boden Tierpfleger halten erdachtes oder echtes Leckerli (z. B. Nuss oder Keks) vor den Mund. Vorlage 10 17
Wir basteln einen Elefanten Material: Schere, Klebstoff, dünne Pappe Bastelanleitung: Kopieren Sie die Vorlage für jedes Kind. Die Kinder kleben den Elefanten auf dünne Pappe und schneiden ihn anschließend aus. Zeigefinger durch das Loch, fertig! 18 Vorlage 11
Am Morgen begrüßen sich die Elefanten Die Kinder sitzen in einem Stuhlkreis oder auf dem Boden und stecken ihren Zeigefinger als Rüssel durch das Loch der gebastelten Elefanten: Am Morgen begrüßen sich die Elefanten sehr munter und laufen schnell zum Fluss hinunter. Zeigefinger der Sitznachbarn umschlingen mit den Fingern Laufbewegungen ausführen. Sie schwingen den Rüssel hin und her, das fällt ihnen gar nicht schwer. Den Zeigefinger nach links und rechts schwingen. Beim Trinken sind die Elefanten nicht faul und gießen sich sehr viel Wasser ins Maul. Zeigefinger nach unten halten, dabei Schlürfgeräuschen ausführen (= Wasser saugen), den Mund öffnen, Zeigefinger davor halten (= Wasser ins Maul spritzen), die Übung mehrmals wiederholen. Sie zupfen Unmengen Blätter von Bäumen, dann legen sie sich hin und träumen. Zupfbewegungen mit dem Zeigefinger ausführen, zum geöffneten Mund führen, Kaubewegungen Handrücken an eine Schulter legen. Abends verabschieden sie sich sehr nett und legen sich gemeinsam auf ihr Strohbett. Zeigefinger der Sitznachbarn umschlingen in die Mitte des Kreises kommen, sich auf den Boden legen und Schnarchgeräusche machen. Meine große Tierbibliothek, Der Elefant: Passgang: S. 20/21, S. 8, S. 13 Vorlage 12 19