Lehrerinformation 1/5 Arbeitsauftrag Ziel Material Sozialform Arbeitsblatt Wundtypen und Die Klasse wird in 5 Gruppen aufgeteilt, die sich jeweils zu Spezialisten ausbilden lassen. Anschliessend reisen die Spezialisten zur Konferenz (5er-Gruppe), wo man sich gegenseitig über die verschiedenen Wundbehandlungsarten aufklärt. Lehrervortrag zur Wundheilung: Wie heilt eine Wunde? (biologischer Ablauf der Wundheilung). Die Schüler repetieren die verschiedenen Wundtypen und lernen, diese anhand von Symptomen zu unterscheiden. Sie lernen die spezifische Behandlung für die jeweiligen Wundtypen. Schüler sehen den biologischen Ablauf der Wundheilung. Arbeitsblätter Powerpoint-Präsentation Wie heilt eine Wunde? Anschauungs- und Vorzeigematerial (Verbandsmaterial) EA GA Plenum Zeit 40 Zusätzliche Informationen: Weiterführende Ideen: Den Aufbau der Haut im Biologieunterricht behandeln Eine Arztpraxis besuchen Zusatzinformationen: http://de.hartmann.info/de/home/gesundheitstipps/erste_blank_hilfe/article_5489 5.html kiknet-lektion Die Haut
Arbeitsblatt 2/5 Aufgabe: Benenne die verschiedenen Wundtypen und ordne die Symptome in den Kästchen der richtigen Wunde zu! Schmerzhafte Schwellung mit Blutungen unter der Haut. Sieht meistens harmlos aus, doch es können tiefer liegende Nerven und/oder Knochen beschädigt sein. Blasenbildung Teilweise starke Schwellung des umliegenden Gewebes Oberflächliche Wunden, ohne glatte Wundränder. Diese Wunden bluten meistens nicht stark (Blutgefässe liegen tiefer), sind oft grossflächig und sehr schmerzhaft. Grossflächige Rötung der Haut Glatte Wundränder / punktförmige Wunden Je nach Eindringtiefe können grössere Gefässe, Muskeln, Sehnen und Nerven ebenfalls verletzt sein. Starke Blutung Schlechte Wundheilung Unregelmässige oder zerfetzte Wundränder Grosse Infektionsgefahr bei Wunden, die nicht bluten
3/5 Riss- und Platzwunde In der Regel bei Risswunden, die genäht werden müssen In der Regel bei Risswunden am Kopf Wundbehandlung: abhängig vom Ausmass der Wunde Kleine Wunde: Wundreinigung ggf. Desinfektion Wundauflage, die nicht mit der Wunde verklebt (Schnellverband oder moderner Wundverband) Grössere Wunde Versorgung durch den Arzt: Ausschneiden der Wundränder Quetschwunde Bei grösseren Quetschwunden immer zum Arzt, da tiefer liegende Nerven und/oder Knochen beschädigt sein können. Wundbehandlung Kühlen mit Wasser oder einer Kältekompresse (vermindert die Schwellung) Kältekompressen NICHT DIREKT AUF DIE HAUT! Körperteil ruhig stellen und hochlagern Desinfektion (durchsichtig) Kühlende Wundauflage (evtl. steril) Achtung: Hohes Infektionsrisiko bei offenen Quetschungen, da Hämatom Nährboden für Bakterien ist. Quetschungen heilen oft schlecht, da zuerst das Blut (Hämatom) resorbiert werden muss.
4/5 Schnitt- und Stichwunden Grössere Schnittwunden, die genäht werden müssen und viel Blut verlieren Tiefe Verletzungen (Stichwunden!) Wunden im Gesicht, an den Genitalien und über Gelenken Ärztliche Betreuung: innerhalb von 6 Stunden Wundbehandlung bei kleineren Stichwunden Blutung zuerst mit Wasser reinigen Stillen, komprimieren! KEINE Watte verwenden Wunde desinfizieren (durchsichtig) Wunde mit einer (sterilen) Wundauflage, die nicht mit der Wunde verklebt, abdecken Achtung: Stichwunden sind oft auf den ersten Blick nicht sichtbar und werden daher unterschätzt! Keime können tief eindringen. Wundbehandlung bei geringfügigen Schnittwunden Wunde reinigen und Wundränder trocknen Mit speziellen Pflastern (Wundnahtstreifen) Wundränder adaptieren Versorgte Wunden nicht mit Wasser in Berührung bringen, wenn keine Versorgung mit wasserabweisenden Pflastern vorgenommen wurde! Die Versorgung ist abhängig von Schweregrad und Art der Schnittwunde! Schürfwunden Ist in den meisten Fällen NICHT nötig! Nur wenn Fremdkörper nicht mit fliessendem Wasser oder vorsichtig (!) mit einer Pinzette entfernt werden können Wundbehandlung bei kleineren Stichwunden Wundspülung, um die Wunde von Fremdkörpern zu reinigen/befreien Desinfektion Wundauflage, die nicht mit der Wunde verklebt (Schnellverband oder moderner Wundverband)
5/5 Verbrennungen Die Tiefe einer Verbrennung wird in 3 Graden gemessen: Verbrennung Grad 1 Rötung und leichte Schwellung (z. B. Sonnenbrand) Verbrennung Grad 2 Blasenbildung (rötlicher oder weisslicher Wundgrund) Tiefer ins Gewebe gehend, Sensibilitätsstörungen Verbrennung Grad 3 Absterben von Haut und darunterliegendem Gewebe Kein Schmerzempfinden Bei grossflächiger Rötung der Haut, besonders im Gesicht und an den Händen Blasenbildung (grösser als 2 Handflächen des Patienten) und Grad 3 Wundbehandlung Keine Panik: Ruhe bewahren! Sofort unter kühles Wasser halten (nicht zu kalt) so lange wie möglich Kleider nicht ausziehen, wenn verklebt Eventuell mit Kleidern unter die Dusche Schnelligkeit steht im Vordergrund Notfallwagen / Arzt verständigen TELEFON 144 Kein Essen oder Trinken geben (Folgebehandlung wird verzögert) Den Patienten in ein grosses, sauberes Tuch (evtl. Folie) packen Auskühlungsgefahr Versorgung bei kleineren Brandwunden Grad 1 und kleinere Grad 2 (15 Min.) mit kühlerem, fliessendem Wasser spülen Blasen nicht aufstechen (Infektionsgefahr) Geeignete Wundsalbe und nicht verklebende, sterile Wundauflage