Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen - GeoSN zuständige Stelle nach 73 BBiG Abschlussprüfung Sommer 2013 nach 37 BBiG und POGIT im Ausbildungsberuf Vermessungstechniker / Vermessungstechnikerin Prüfungsbereich: Wirtschafts- und Sozialkunde Kennziffer: Lösungsfrist: 60 Minuten Hilfsmittel: keine Hinweise: Eine saubere und übersichtliche Darstellung wird mit bewertet. Bei den Aufgaben 1 bis 6, 8 und 11 ist jeweils nur eine Lösung richtig. Wird je Aufgabe mehr als eine Antwort angekreuzt, gilt die Aufgabe als insgesamt falsch beantwortet.
Aufgabe 1 Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Artikel 12 garantiert allen Deutschen das Recht auf gesicherte berufliche Grundausbildung existenzsicherndes Einkommen Arbeit unter menschenwürdigen Bedingungen freie Wahl von Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte staatliche Unterstützung während der Berufsausbildung Aufgabe 2 Was gehört nicht zur Berufsbildung im Sinne des Berufsbildungsgesetzes? Berufsausbildungsvorbereitung Berufsausbildung Berufliche Umschulung Berufliche Fortbildung Berufsqualifizierendes Hochschulstudium Aufgabe 3 Welche Institution erlässt die Lehrpläne für den Berufsschulunterricht? Bundesministerium für Bildung und Forschung Bundestag Parlament des jeweiligen Bundeslands Industrie- und Handelskammer bzw. Handwerkskammer des jeweiligen Kammerbezirks Kultusministerium des jeweiligen Bundeslandes Aufgabe 4 Wer beschließt über die Prüfungsnoten sowie über das Bestehen oder Nichtbestehen der Abschlussprüfung? Lehrerkonferenz der Berufsschule Abteilung Berufsbildung der für die Berufsbildung zuständigen Stelle (Kammer) Prüfungsausschuss Vorsitzender des Prüfungsausschusses Prüfungsausschuss im Einvernehmen mit der Lehrerkonferenz der Berufsschule
Aufgabe 5 Eine Ausbildungsordnung enthält die Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung zur Vermittlung der beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten. Wie wird diese Anleitung kurz genannt? Berufsausbildungsplan Ausbildungsrahmenplan Ausbildungsberufsbild Ausbildungsrichtlinie Rahmenlehrplan Aufgabe 6 Ein Auszubildender hat die Abschlussprüfung nicht bestanden. Welche Aussage ist richtig? Das Ausbildungsverhältnis verlängert sich auf Verlangen des Auszubildenden bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung, höchstens um ein Jahr. Das Ausbildungsverhältnis kann nur mit Einverständnis des Ausbildenden bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung verlängert werden. Das Ausbildungsverhältnis verlängert sich automatisch bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung, höchstens um ein Jahr. Das Ausbildungsverhältnis ist beendet, Verlängerung ist nicht möglich. Das Ausbildungsverhältnis verlängert sich ohne Einschränkung so lange, bis der Auszubildende eine Wiederholungsprüfung bestanden hat. Aufgabe 7 Die 17-jährige Anna Berger bewirbt sich mit Einverständnis ihrer Eltern um einen Ausbildungsplatz bei einem Einzelhandelsunternehmen. Nach einem Vorstellungsgespräch wird ihr von der Leiterin der Personalabteilung zugesichert, sie könne die Stelle in zwei Monaten zu den gesetzlich und tarifvertraglich geregelten Bedingungen antreten. Frau Berger und deren Eltern sind damit einverstanden. 7.1 Ist ein gültiger Ausbildungsvertrag zustande gekommen? Begründen Sie Ihre Antwort!
7.2 Frau Berger tritt das Ausbildungsverhältnis an. Wie lange dauert die Probezeit nach dem Berufsbildungsgesetz? 7.3 In der ersten Woche nach Beginn der Ausbildung arbeitet Frau Berger am Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr, am Donnerstag von 11:00 Uhr bis 20:00 Uhr mit Pausen von insgesamt einer Stunde an jedem Arbeitstag. Ist das zulässig? Begründen Sie Ihre Antwort! Aufgabe 8 In welchem Jahr wurde in Deutschland das erste Gesetz zur Sozialversicherung verabschiedet? 1883 1919 1927 1949 1963 Aufgabe 9 In der Berufstätigkeit wird ein Arbeitnehmer durch die einzelnen Zweige der Sozialversicherung abgesichert. 9.1 Nennen Sie die fünf Zweige der Sozialversicherung sowie jeweils einen Versicherungsträger und eine Versicherungsleistung! Versicherungszweig Versicherungsträger Versicherungsleistung
9.2 Die Beiträge zu den unterschiedlichen Zweigen der Sozialversicherung werden teils von den Arbeitnehmern und teils von den Arbeitgebern getragen. Welche Sozialversicherung trägt der Arbeitgeber allein? Aufgabe 10 Das Zurücklegen des direkten Weges zwischen Wohnung und Arbeitsstätte gehört zu den versicherten Tätigkeiten in der gesetzlichen Unfallversicherung. Bei Abweichungen von diesem Weg geht der Versicherungsschutz jedoch in der Regel verloren. Nennen Sie zwei Beispiele, bei denen der Versicherungsschutz trotz Abweichung vom direkten Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte bestehen bleibt. Aufgabe 11 Eine arbeitsunfähige Arbeitnehmerin ist der Meinung, die AOK habe ihr Krankengeld falsch berechnet. Ihr Widerspruch wird jedoch abschlägig beschieden. Welches Rechtsmittel steht ihr noch zur Verfügung? Erneuter Widerspruch bei der AOK Klage beim Verwaltungsgericht Beschwerde beim Bundesverband der Ortskrankenkassen Klage beim Sozialgericht Beschwerde bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Aufgabe 12 Als Zahlungsverkehr bezeichnet man die Gesamtheit aller Übertragungen von Zahlungsmitteln. 12.1 Nennen Sie die drei verschiedenen Zahlungsarten und erläutern Sie kurz deren Prinzip!
12.2 Wie kann die Zahlungsabwicklung erfolgen? Nennen Sie 4 Beispiele!
Aufgabe 13 Von zunehmender Bedeutung ist das Internet-Banking, auch Onlinebanking genannt. Welche Vor- und Nachteile bietet das Onlinebanking? Vorteile Nachteile Aufgabe 14 _ Die Höhe der vom Arbeitgeber einzubehaltenden und an das Finanzamt abzuführenden Lohnsteuer hängt wesentlich von der Lohnsteuerklasse ab. Nennen Sie die derzeit gültigen Steuerklassen und die betreffenden Personenkreise! Nutzen Sie dazu folgende Tabelle! Steuerklasse Personenkreis Aufgabe 15 _ In der deutschen Rechtssprechung werden die beiden Begriffe Rechtsfähigkeit und Geschäftsfähigkeit unterschieden. 15.1 Erläutern Sie die beiden Begriffe! Rechtsfähigkeit
Geschäftsfähigkeit 15.2 Welche drei Stufen der Geschäftsfähigkeit werden unterschieden? Nennen Sie zu jeder Stufe ein Beispiel! Aufgabe 16 Karsten bereitet seine Geburtstagsfeier vor. Er fährt in den Supermarkt und füllt den Einkaufswagen mit den leckersten Sachen. Danach geht er zur Kasse und bezahlt 157,78. 16.1 Begründen Sie, warum ein Kaufvertrag zustandegekommen ist. 16.2 Seine besorgte Freundin behauptet nach dem Einkauf, dass der 16-jährige Karsten gar keinen wirksamen Kaufvertrag schließen kann. Warum hat die Freundin diese Bedenken?
16.3 Unter welchen beiden Voraussetzungen kann Karsten wirksame Kaufverträge abschließen? Aufgabe 17 17.1 Erläutern Sie den Begriff Koalitionsfreiheit! 17.2 Welches Gesetz garantiert die Koalitionsfreiheit? Aufgabe 18 In den letzten Jahren wurde häufig erörtert, dass der demografische Wandel die gesetzliche Rentenversicherung vor große Probleme stellt. Nennen Sie vier Fakten, die den demografischen Wandel beeinflussen!