Protokoll Dorfmoderation Ortsgemeinde Laudert Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel Gemeinsamer Dorfrundgang Freitag, 01.06.2012, 17.00 Uhr bis ca. 19.00 Uhr TeilnehmerInnen: Herr Ortsbürgermeister Arnold Grings, Laudert ca. 26 Bürgerinnen und Bürger Cathrin Minor, Büro Stadt-Land-plus Gerald Pfaff, Büro Stadt-Land-plus Herr Ortsbürgermeister Grings und Herr Gerald Pfaff vom Büro Stadt-Land-plus begrüßten die Anwesenden und schlugen eine Route durch den ganzen Ort, entlang der möglichen Kernpunkte der Dorfentwicklung vor. Vor Ort sollen die kritischen Punkte angeschaut und erste Ideen zur möglichen Entwicklung diskutiert werden. Die Teilnehmer des Dorfrundgangs
Seite 2, Dorfmoderation Laudert, Gemeinsamer Dorfrundgang am 01.06.2012 Übersichtsplan mit der Route der Begehung und den Kernpunkten der Dorfentwicklung
Seite 3, Dorfmoderation Laudert, Gemeinsamer Dorfrundgang am 01.06.2012 1. Platz vor dem Gemeindehaus Der Platz vor dem Gemeindehaus befindet sich zentral in der Ortsmitte von Laudert. Er ist vor allem durch verkehrsplanerische Aspekte geprägt, da er als Buswendeanlage fungiert. Die kleinere Grünfläche mit Sitzbänken und Informationstafel bietet wenig Aufenthaltsqualität. Der Platz wird auch für die Ausrichtung der Kirmes genutzt. Er ist nach Ansicht einiger Teilnehmer zu karg gestaltet. 2. Spielplatz und Bolzplatz Der Spielplatz wird - nicht zuletzt wegen seiner zentralen Lage im Ort - nach Aussage der Anwesenden sehr gut angenommen. Auch wenn alle mit der Ausstattung recht zufrieden sind, wird folgendes bemängelt: Die Wasserpumpe ist defekt; im Schaukelreifen bleibt Wasser stehen; verschiedene Sitzgelegenheiten für unterschiedliche Nutzer fehlen: die vorhandenen Sitzbänke sind für Senioren zu niedrig und für Kinder ungeeignet. Um dem eigentlichen Spielplatz mehr Raum zu geben, soll der sich anschließende Bolzplatz langfristig auf die benachbarten Flächen, die sich im Eigentum der Ortsgemeinde befinden, verlagert werden. Diese Fläche könnte sich als Mehrgenerationen(spiel)platz entwickeln, so die Meinung einiger Teilnehmer. Wünschenswert wäre es, das Thema Wasser mit einzubeziehen und ggf. ein Kneipp-Becken zu installieren.
Seite 4, Dorfmoderation Laudert, Gemeinsamer Dorfrundgang am 01.06.2012 In diesem Bereich befindet sich auch ein Elektrohäuschen. Der bestehende, nicht mehr genutzte Elektroturm (bereits im Eigentum der Ortsgemeinde) könnte in das Gestaltungskonzept integriert werden. 3. Kirchplatz Die Fläche vor der Kirche stellt sich derzeit als baumbestandene Rasenfläche mit einigen wenigen Stellplätzen dar. Zu Gottesdienstzeiten wird der gesamte Bereich beparkt. Der Sitzplatz an der Straße ist wenig attraktiv, wird jedoch bzw. wurde von der unmittelbaren Nachbarschaft als Treffpunkt genutzt. Die Fläche teilt sich in 2 Parzellen, die der Orts- und der Kirchengemeinde gehören. Dieser Bereich, so die einhellige Meinung der Teilnehmer sollte wieder als Nachbarschaftsplatz ( Schwätzplatz ) entwickelt werden. Die Pflege der Fläche könnte ggf. über Patenschaften erfolgen. Generell sollte eine nicht zu pflegeintensive Bepflanzung vorgenommen werden.
Seite 5, Dorfmoderation Laudert, Gemeinsamer Dorfrundgang am 01.06.2012 4. Wasserhochbehälter Der Wasserhochbehälter ist im Besitz der RheinHunsrück Wasser, da er jedoch nicht in Betrieb ist, könnte er von der Ortsgemeinde erworben werden. Die umgebenden Linden verschatten das Gebäude und beeinträchtigen die Sicht auf das im Jahr 1912 in Anlehnung an den Jugendstil errichtete Bauwerk. Es bestehen bereits Überlegungen, das Gebäude als Fledermaus- und Waldkauzquartier umzunutzen. 5. Denkmal auf dem Friedhof Das Denkmal auf dem Friedhof dient dem Gedenken an die im 2. Weltkrieg gestorbenen Lauderter Bürgerinnen und Bürger. Die Inschriften auf dem Stein sind von weitem schwer zu erkennen, was jedoch im Sinne des Künstlers war, der wollte, das man näher tritt. Daher wird die Gestaltung als Rasenkuppe als problematisch angesehen. 6. Umfeld des Biotops Simmerbach
Seite 6, Dorfmoderation Laudert, Gemeinsamer Dorfrundgang am 01.06.2012 Im Umfeld des Biotops befindet sich eine angebliche Heilquelle, die nicht gefasst ist. Zwei unterirdische Quellstränge verlaufen im Bereich des Friedhofs in etwa 3 m Tiefe. Sie laufen auf der tiefer liegenden Fläche mit Obstbäumen zusammen. Der Ortsgemeinde gehören hier weitere Grundstücke, die bislang als (Feucht-)Wiese genutzt werden. Es wurde bemängelt, dass der Weg entlang der Rebenfläche bei schlechtem Wetter nicht gut zu passieren ist. Außerdem entspricht das Geländer der Brücke über den Simmerbach nicht den gestalterischen Vorstellungen einiger Teilnehmer des Dorfrundgangs. 7. Dorfplatz mit Brunnen Der Brunnen auf dem Dorfplatz funktionierte lange Jahre nicht, so dass im Zuge des Straßenausbaus ein größerer unterirdischer Wasserbehälter installiert wurde. In naher Zukunft soll der bestehende Brunnen demontiert und ein neuer Quellstein (ca. 1,50 m hoch) aufgestellt werden, der auch von der Straße aus gesehen werden kann. Weiterhin ist die Ortsgemeinde gerade dabei, die Böschungsflächen neu zu bepflanzen. Von einigen Teilnehmern wurde angemerkt, dass der Aufenthalt aufgrund der Verkehrslage an dieser Stelle nicht sehr attraktiv ist. Erarbeitet: Stadt-Land-plus Büro für Städtebau und Umweltplanung i.a. Cathrin Minor/ag M.A. Stadtplanung Dipl.-Ing. (FH) Landschaftsarchitektur Stadt-Land-plus, Boppard-Buchholz, 05.06.2012 Anlage: - Teilnehmerliste Verteiler (per E-Mail): Herr Ortsbürgermeister Grings, Ortsgemeinde Laudert Mitglieder der Arbeitskreise (per E-Mail, soweit vorhanden) Herr Rink, Verbandsgemeindeverwaltung St. Goar-Oberwesel Frau Klein, Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis
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