BARRIER-HIT-REPORT Q4 2016
Bonus-Zertifikate nur wenige Barriere-Bruche in Q4 2016 SmartTrade hat für 316.000 Bonus-Zertifikate die Barriere-Brüche und Barriere-Bruch-Wahrscheinlichkeiten im vierten Quartal 2016 (Q4) untersucht. Die Auswertung beinhaltet sämtliche Produkte der zwölf größten Zertifikate-Emittenten. Die wichtigsten Ergebnisse: Nur 3% der verfügbaren Bonus-Zertifikate wiesen einen Barriere-Bruch auf. Bei 97% der Bonus-Zertifikate hingegen wurde die Kurs-Barriere nicht durchbrochen. Anlegern bleibt bei diesen Produkten die Chance auf den Bonus erhalten. Das Niveau der Barriere-Brüche in Q4 entspricht dem in Q3. Performance-Vergleich 2016: Der DAX erzielte im vergangenen Jahr eine Performance von +6,35%. Zwei Drittel der betrachteten Bonus-Zertifikate wiesen im Jahr 2016 eine höhere Rendite auf. Vor allem mit Bonus Classic oder Bonus Cap Zertifikaten konnten Anleger 2016 signifikant bessere Ergebnisse erzielen als mit einem Investment direkt in den DAX. Performance-Vergleich Q4: Der DAX erzielte in Q4 eine Performance von +9,9%. Sämtliche Bonus und Bonus Cap- Zertifikate mit einer Barriere von 10.000 Punkten schnitten mit durchschnittlich +12,4% besser ab als der DAX. Bei Zertifikaten mit Barrieren oberhalb von 9.400 Punkten lag die Performance über der des DAX. Das aktuelle Barriere-Bruch-Risiko sämtlicher Bonus Zertifikate können Anleger unter www.smarttra.de/bhp und auf wallstreet:online in Erfahrung bringen. 2
Das vierte Quartal in Zahlen Marktüberblick Q4 2016: Im vierten Quartal (Q4) dieses Jahres standen Anlegern rund 316.000 Produkte mit intakter Barriere zur Verfügung. Davon verzeichneten nur 3,2% Prozent in diesem Zeitraum einen Barriere-Bruch. Bei rund 97% der Bonus- Zertifikate wurde die Kurs-Barriere hingegen nicht durchbrochen Anlegern bleibt bei diesen Produkten die Chance auf den Bonus erhalten. Während nur rund 2,0% der Bonus Classic und Bonus Cap Zertifikate Barriere-Brüche aufwiesen, sind es bei Reverse und Reverse Cap rund 11,4%. Der Grund: Im vierten Quartal zogen die Kurse zahlreicher Basiswerte deutlich an. Anzahl zu Beginn Q4* Ausgelaufe n in Q4* Barriere gerissen Emittierte Produkte Anzahl Ende Q4* Anzahl Produkte in Q4 mit intakter Barriere für mind. 1 Tag Bonus-Zertifikate 235.850 65.851 10.093 79.905 239.811 315.755 - Bonus Classic 60.422 15.443 1.435 16.949 60.493 77.371 - Bonus Cap 150.101 40.496 4.020 47.569 153.154 197.670 - Bonus Reverse 5.410 2.661 1.260 4.059 5.548 9.469 - Bonus Reverse Cap 19.917 7.251 3.378 11.328 20.616 31.245 * ohne die Barriere zu reißen / mit intakter Barriere. Hinweis zur Auswertung: Bei den hier dargestellten Barriere-Brüchen ist die Bezugsgröße stets die Menge der angeboten Zertifikate. Da Anlegergelder jedoch nicht gleichmäßig über das Produktangebot verteilt sind, lassen sich aufgrund dieser Auswertung keine Rückschlüsse auf tatsächliche Gewinne oder Verluste der Anleger ziehen. Die Auswertung bezieht sich rein auf das Angebotsuniversum im Bereich Bonuszertifikate. 3
Performancevergleich Q4: DAX versus DAX-Bonus-Zertifikat SmartTrade hat für das vierte Quartal die Performance von DAX Bonus- und Bonus Cap Zertifikaten mit der DAX- Performance verglichen. Das Ergebnis: Der DAX erzielte in Q4 eine Performance von +9,9%. Sämtliche Bonus und Bonus Cap Zertifikate mit einer Barriere von 10.000 Punkten schnitten mit durchschnittlich +12,5% besser ab als der DAX. Bei Barrieren von 9.700 Punkten betrug die Durchschnitts-Performance noch 11,3%. Bei sämtlichen Bonus und Bonus Cap Zertifikaten mit Barrieren oberhalb von 9.400 Punkten lag die Performance über der des DAX. Bei Produkten mit niedrigeren Barrieren und somit auch größerem Puffer und geringerem Barriere-Bruch-Risiko lag die durchschnittliche Performance in Q4 unter der des DAX. Bei Produkten mit Barrieren von 9.000 Punkten waren es beispielsweise 7,5% und bei Barrieren von 8.000 Punkten waren es durchschnittlich noch 4,5% in Q4. Erfreulich für alle DAX-Bonus-Zertifikate-Anleger: Es gab in Q4 mit Ausnahme der Reverse-Varianten kaum Barriere- Brüche. SmartTrade zählt bei nur 58 Bonus Classic- und Bonus Cap Zertifikaten auf den DAX einen Barriere-Bruch. Das entspricht nur 0,1% der verfügbaren Produkte. Der Grund: Der DAX hat im Oktober und November eine Seitwärts- und im Dezember eine steile Aufwärtsbewegung vollzogen. Diese führte lediglich bei Reverse-Zertifikaten zu Barriere-Brüchen. Hier zählt SmartTrade insgesamt 3.218 Barriere-Brüche was einem Anteil von 8,3% der Reverse-Produkte entspricht. Zur Auswertung: Betrachtet wurden sämtliche Bonus Classic und Bonus Cap Zertifikate, für die in Q4 ein Marktpreis durchgängig verfügbar war. Zertifikate, die in Q4 neu emittiert wurden oder ausliefen, wurden nicht berücksichtigt. Der Performance-Durchschnitt ist ungewichtet. D.h. wie viel Kapital in den jeweiligen Zertifikaten investiert ist, konnte nicht berücksichtigt werden. Für die Durchschnittsbildung wurde auf das verfügbare Produkt-Angebot abgestellt. 4
Performancevergleich 2016: DAX versus DAX-Bonus-Zertifikat Neben dem Performancevergleich für Q4 hat SmartTrade die Performance von DAX-Bonus-Zertifikaten mit der DAX- Performance auch für das gesamte Jahr 2016 verglichen. Gegenstand der Betrachtung waren rund 4.900 Bonus-Zertifikate, die bereits vor dem 01.01.2016 aufgelegt wurden und nicht im Jahr 2016 fällig wurden. (Für diese Zertifikate ist ein Kurs über das ganze Jahr 2016 verfügbar.) Das Ergebnis: Der DAX erzielte im vergangenen Jahr eine Performance von +6,35%. Zwei Drittel der betrachteten Bonus Zertifikate wiesen im Jahr 2016 eine höhere Rendite auf. Die durchschnittliche Performance der betrachteten Bonus Zertifikate betrug 6,55%. Bonus Zertifikate schnitten somit im Durchschnitt um 20 Basispunkte besser ab. Interessant ist eine Betrachtung der einzelnen Produktklassen: Performance aller Bonus Classic Zertifikate (1.135 Produkte): 8,83% Performance aller Bonus Cap Zertifikate (2.462 Produkte): 9,05% Performance aller Bonus Reverse Zertifikate (274 Produkte): -4,56% Performance aller Bonus Reverse Cap Zertifikate (999 Produkte): 0,84% Der DAX hat 2016 - mit Ausnahme der Turbulenzen zu Beginn des Jahres und der Jahresend-Rally - weitestgehend eine Seitwärtsbewegung vollzogen. In derartigen Börsenphasen zeigt sich das Potenzial von Bonus Zertifikaten. Die Untersuchung belegt dies eindrucksvoll. Anleger, die statt in den DAX in Bonus Classic oder Bonus Capped Zertifikate investierten, konnten 2016 im Durchschnitt eine signifikant bessere Performance erzielen. 5
Veranderungen der Barriere-Bruch-Wahrscheinlichkeit in Q4 Die Wahrscheinlichkeit eines Barriere-Bruchs ist keine statische, sondern eine dynamische Kennzahl, die sich fortlaufend verändert. Sie wird maßgeblich von drei Faktoren bestimmt: Erstens: Vom Abstand zur Barriere. Je größer die Differenz zwischen dem Kurs des Basiswertes und der Barriere, desto geringer die Wahrscheinlichkeit eines Barriere-Bruchs. Der zweite Faktor ist die Restlaufzeit des Bonus Zertifikats. Dabei gilt: Mit abnehmender Restlaufzeit verringert sich die Wahrscheinlichkeit die Barriere zu reißen. (Zum Hintergrund: Für Bonus-Papiere bezieht sich die von SmartTrade errechnete Wahrscheinlichkeit eines Barriere-Bruchs stets auf das Laufzeitende) Und drittens: Die implizite Volatilität. Sie reflektiert die Erwartungen der Marktteilnehmer zur künftigen Schwankungsbreite des Basiswertes. Grundsätzlich gilt: Sinkende implizite Volatilitäten gehen mit abnehmender Barriere-Bruch-Wahrscheinlichkeit einher. In der folgenden Grafik ist die Barriere-Bruch-Wahrscheinlichkeit für ein beispielhaftes DAX Bonus Classic Zertifikat abgebildet. Die Laufzeit beträgt 9 Monate und die Barriere liegt bei 10.000 Punkten. Die Abbildungen darunter zeigen die Entwicklungen von DAX und VDAX. 6
Verlauf Barriere-Bruch-Wahrscheinlichkeit in Q4 2016 für ein beispielhaftes DAX Bonus Classic Zertifikat: 1 0.9 0.8 0.7 0.6 0.5 0.4 0.3 0.2 0.1 0 * Quelle: SmartTrade. Zertifikat mit Laufzeit neun Monate und Barriere bei 10.000 Punkten Verlauf DAX in Q4 2016 Verlauf VDAX in Q4 2016 11600 11100 10600 10100 9600 9100 30 25 20 15 10 5 0 * Quelle: SmartTrade Indikation * Quelle: SmartTrade Indikation 7
Ubersetzung BHR zum Barriere-Abstand Für viele Anleger ist der Abstand zur Barriere der sogenannte Puffer die einzige konkrete Größe zur Bestimmung des Barriere-Bruch- Risikos. Allerdings gilt, dass das Risiko eines Barriere-Bruchs je nach Marktlage unterschiedlichen Abständen zur Barriere entspricht. Der Hauptgrund dafür ist die unterschiedliche Volatilität im Markt. Die folgende Tabelle zeigt beispielhaft, in welche Abstände sich Barriere-Bruch-Wahrscheinlichkeiten von 10% bis 90% bei DAX Bonus Zertifikaten (exkl. Reverse-Varianten) mit sechs-monatiger Restlaufzeit am Ende Q4 übersetzten. Übersetzung Barriere-Bruch-Wahrscheinlichkeit (BHR) zum Puffer bei DAX-Bonus-Zertifikaten mit sechs Monaten Restlaufzeit Stand: Ende Q4 BHR Abstand zur Barriere Ende Q3 in Punkten 10% 2350 20% 1950 30% 1550 40% 1300 50% 1000 60% 800 70% 600 80% 450 90% 350 8
Tool zur Ermittlung der Barriere-Bruch-Wahrscheinlichkeit SmartTrade berechnet für in Deutschland zugelassenen Zertifikate die Barriere-Bruch-Wahrscheinlichkeit in Real Time. Anleger können mit dem Barrier-Hit-Risk-Tool für alle Zertifikate die aktuellen Barriere-Bruch-Wahrscheinlichkeiten in Erfahrung bringen. Darüber hinaus veröffentlichen einige Emittenten zum Beispiel die Citigroup sowie Finanzportale wie wallstreet:online die von SmartTrade berechneten Barriere-Bruch-Wahrscheinlichkeiten auf ihren Websites. Zum Tool» 9
SIMON ULLRICH Managing Partner DR. HABIL. SÖNKE BLUNCK Managing Partner ANDRE FISCHER Director Tel.: + 49 (0) 30 57 70 21-591 simon.ullrich@smarttra.de Tel.: + 49 (0) 30 57 70 21-595 soenke.blunck@smarttra.de Tel.: + 49 (0) 30 57 70 21-592 andre.fischer@smarttra.de www.smarttra.de GmbH Gustav-Meyer-Allee 25 13355 Berlin Germany