Kontrollieren Sie auch die Scherschrauben der einzelnen Pflugkörper. Bis auf den Opal 080 (12-mm- Schrauben) haben alle Modelle 14- mm-schrauben mit langem Schaft. Beim Opal 180 haben sie die Materialfestigkeit 10.9, bei allen anderen 8.8. Sind hier die Löcher aufgebohrt oder wurden härtere Schrauben verwendet, ist Vorsicht geboten. Ein Hinweis auf das Baujahr des Pfluges können die Streichbleche geben: Seit Ende 84/Anfang 85 werprofi gebraucht Insgesamt sieben verschiedene Grundmodelle vom Opal 080 bis zum Opal 180 gibt oder besser gab es von. Diese wiederum sind jeweils mit zwei unterschiedlichen Körperabständen und Rahmenhöhen verkauft worden. Um Ihnen den Überblick in diesem Typen-Dschungel zu erleichtern, haben wir alle Modelle mit den wichtigsten Angaben in der Tabelle aufgelistet. Vom Grundprinzip her sind die Modelle alle gleich. Daher gelten unsere Erläuterungen für jeden Opal- Pflug. Opal-Pflüge von : Gebrauchte Edelsteine Hier geht es zwar nicht um die gleichnamigen Schmucksteine. Aber auch die Opal-Pflüge, die seit 1980 verkauft, sind auf dem Gebrauchtmarkt knapp und haben durchaus bleibenden Wert. Wenn Sie Ihr Schmuckkästchen mit einem gebrauchten Opal aufbessern wollen, sollten Sie das gute Stück allerdings vorher genau unter die Lupe nehmen. Opal 110 Baujahr 1988, 3-furchig mit Stahlstützrad, 75 cm Rahmenhöhe, 97 cm Körperabstand, Spezialdüngereinleger, hydraulischer Packerarm, Scharblätter und -spitzen sowie Anlagen verschlissen, Preis: 6150 DM incl. Mehrwertsteuer Baujahr 1983, 3-furchig ohne Stützrad, 80 cm Rahmenhöhe, 100 cm Körperabstand, einfache Düngereinleger, komplett neu bestückt und lackiert, Preis: 7550 DM incl. Mehrwertsteuer profi 30 Nr. 10/99 Opal 140 Rahmen und Drehwerk: Die Hauptunterschiede der Opal-Pflüge sind der Rahmenquerschnitt und der Durchmesser der Welle im Drehwerk. Und gerade deshalb ist bei den kleineren Modellen besondere Vorsicht beim Gebrauchtkauf geboten. Denn häufig wurden diese Pflüge dreifurchig gekauft und später mit einem vierten Körper aufgerüstet. Dagegen ist zwar nichts einzuwenden. Interessant wird es aber, wenn auch der Schlepper vor dem Pflug im Laufe der Zeit immer größer geworden ist. Denn gibt zum Beispiel für den Opal 110 in vier- Baujahr: 1981, 4-furchig mit Unirad hinten, 80 cm Rahmenhöhe, 100 cm Körperabstand, Spezialdüngereinleger, hydraulischer Packerarm, 1998 komplett neue Verschleißteile, Preis: 13300 DM inclusive Mehrwertsteuer Alle Opal-Pflüge haben eine Flanschplatte zum Erweitern. Allerdings sollte jeder Rahmen höchstens einmal geflanscht werden. Opal 180 furchiger Ausführung ganz klar die Obergrenze der zugelassenen Schlepperleistung mit 74 kw/100 PS an. War der Schlepper größer oder können Sie nicht mehr in Erfahrung bringen, hinter welchem Schlepper der Pflug gefahren wurde, sollten Sie den Dreipunktturm unbedingt genau inspizieren. Wir haben bei unseren Recherchen sowohl eingerissene als auch nachträglich verstärkte Anbaurahmen bei Opal- 110-Pflügen gesehen. Wurde die Reparatur fachgerecht durchgeführt, können Sie auch an einem solchen Pflug noch lange Spaß haben. Grundsätzlich sollte sich die Größe des Pflugrahmens aber an der Schlepperleistung und den Bodenverhältnissen orientieren. Die maximal zulässigen Schlepperleistungen sind daher auch in der Tabelle aufgeführt. Permanente Überlastungen führen zu Rissen und Brüchen am Dreipunktturm,......die dann fachgerecht repariert werden müssen. profi 31 Nr. 10/99 Körperabstand und Rahmenhöhe: Die Rahmenhöhe wird von der Scharspitze senkrecht herunter auf den Rahmen gemessen. Sie beträgt bei den kleineren Pflügen bis zum Opal 140 (mit engem Körperabstand) 70 oder 75 cm. Ab Opal 140 mit weitem Körperabstand gibt es die Pflüge mit 75 oder 80 cm Rahmenhöhe. Der Körperabstand, gemessen von einer Scharspitze zur nächsten, beträgt bei den kleineren Modellen 85 cm oder 95 bzw. 97 cm. Ab Opal 140 liegt der Körperabstand alternativ bei 88 oder 100 cm. Muß Ihr neuer Pflug mit größeren Mengen organischer Substanz wie z.b. Maisstroh fertig werden, kommt nur ein großer Durchgang in Frage alles andere funktioniert nicht. Pflugkörper und Streichbleche: Grundsätzlich gibt es die Opal-Pflüge mit zwei verschiedenen Pflugkörpern, der B- oder der C-Form. Auf diese beiden Grundkörper passen verschiedene Streichbleche, die je nach Bodenart unterschiedlich geformt sind. Die Bleche für die B- Form eignen sich für leichte bis mittlere Böden, die für die C-Form eher für schwere Böden. Um welchen Grundkörper es sich handelt, verrät der erste Buchstabe, der hinten auf jedem (Original-)Streichblech eingestanzt ist. Ein wichtiger Punkt bei der Bewertung eines Gebrauchtpfluges ist der Verschleißzustand von Scharen, Streichblechen, Anlagen usw. Muß der Pflug nämlich komplett neu belegt werden, sind zwischen 600 und 800 DM je Körper fällig. Das geht bei vierfurchigen Pflügen schon ordentlich ins Geld. Hinzu kommen die Kosten für die Verschleißteile der Vorwerkzeuge. Wird der Pflug komplett neu belegt angeboten, hat das zudem den Vorteil, daß Sie alle Maße besser kontrollieren können. Wenn die Körper nicht genau fluchten, begutachten Sie auf jeden Fall den Rahmen, ob irgendwo Farbe abgeplatzt ist. Ein verzogener Rahmen ist aber selten. Meist lassen sich Unregelmäßigkeiten in der Flucht mit den Stellschrauben unten am Körperkragen korrigieren.
profi gebraucht Die meisten Pflüge haben entweder ein Stahlstützrad......oder ein luftbereiftes Tastrad. den die Pflüge mit sogenannten Dural-Streichblechen ausgestattet. Diese erkennen Sie an der halbrunden Teilung im vorderen Bereich des Streichbleches. Dreipunktturm und Drehwerk: Die Unterlenkerzapfen des Anbaubocks haben entweder die Kategorie II oder III. Damit der Pflug hinter Ihrem Schlepper auch wirklich geht, sollten Sie auf jeden Fall das Bundmaß kontrollieren, das ist der Abstand der beiden Unterlenker- Koppelpunkte zueinander. Bei Kategorie II sind das 825 mm und bei Kategorie III 963 mm. Hat Ihr Schlepper nämlich Kategorie III und der Pflug Kategorie II, dann laufen die Unterlenker nahezu parallel, und der Pflug geht mit Sicherheit nicht. Für die größeren Modelle gab es außerdem Unterlenkerwellen mit der Zapfenstärke der Kategorie III (36,6 mm statt 28,4 mm), aber dem Bundmaß von Kategorie II. Hier ist also Nachmessen erforderlich, damit Schlepper und Pflug auch wirklich zueinander passen. Die Höhe der Unterlenkerwelle sollten Sie nach Möglichkeit immer so einstellen, daß die Unterlenker zum Gerät hin ansteigen. Nur dann kann der Pflug sicher in den Boden eingezogen werden. Für die Büchsen des Optiquick - Systems gibt es Reparatursätze für rund 300 DM inclusive Montage. plus und minus + sehr einfach einzustellen mit Optiquick- Einstellcenter + viel Freiraum durch seitlich vom Rahmen senkrecht montierte Körper Vorwerkzeuge können sich bei hartem Boden verdrehen klassen-kollegen...die in profi bereits erschienen sind Hersteller Heft Eberhardt Euro-Panther pt 8/99 Vari-EurOpal pt 9/98 Niemeyer Delta-Pflüge gb 8/98 Vogel & Noot MS 1050 pt 9/97 Rabe Albatros-Avant pt 8/97 Gebrauchte Drehpflüge gb 2/95 gb = profi gebraucht, pt = Praxistest Ein weiterer Hinweis auf das Baujahr des Pfluges können die Bohrungen für den Oberlenker sein. Denn erst seit 1986 gibt es in der Mitte ein Langloch für den Oberlenker. Beim Pflügen sollte der Oberlenker immer vorne im Langloch anliegen, damit die Hydraulik den Pflug trägt. Nur dann können die Regelimpulse des Hubwerkes auf den Pflug übertragen werden. Außerdem sollte der Oberlenker zwischen Schlepper und Pflug so flach wie möglich verlaufen. Das spart Hubkraft und entlastet die Vorderräder am wenigsten. Und bei zu steilem Oberlenker werden die Regelimpulse mehr hinten auf den Pflug übertragen. Mit dem Drehwerk selber gibt es nach unseren Erkundungen nur selten Probleme. Das heißt, an der großen Kronenmutter muß und soll normalerweise nichts nachgestellt werden. Kontrollieren sollten Sie dagegen unbedingt das Spiel in den Drehpunkten des Optiquick -Einstellzentrums. Bauen Sie den Pflug dazu an und heben ihn langsam hoch. Wenn sich jetzt der vordere Teil des Pfluges deutlich eher vom Boden abhebt als die hinteren Körper, müssen die Büchsen in den Drehpunkten erneuert werden. Das kostet in der Werkstatt mit Arbeitslohn rund 300 DM. Die beiden Spindeln für die Einstellung von Vorderfurchenbreite und Zugpunkt sind manchmal über Jahre nicht gebraucht worden. Auch hier gilt es, den hoffentlich noch vorhandenen Schlüssel anzusetzen und zu probieren. Beim Drehwerkzylinder sollten Sie einen Blick auf die Lagerungen und die Schläuche werfen. Sind diese bereits gequetscht oder zeigen deutlichen Abrieb, gibt s nur eins: neu. Stützräder und Anbauteile: Während die dreifurchigen Pflüge meistens mit einem Stahlstützrad ausgestattet sind, findet man bei den Kontrollieren Sie am Dreipunktturm die Zylinder-Lagerungen und die Hydraulikschläuche. profi 32 Nr. 10/99
profi gebraucht daten-kompaß größeren Modellen öfter das sogenannte Unirad. Damit kann der Pflug für Straßenfahrten einfach aufgesattelt werden, und die Dreipunkthydraulik wird entlastet. Kontrollieren Sie bei beiden Bauarten die Einstellspindel und die Lagerung. Bei den Stahlrädern sollten Sie auch die Schweißnähte rundherum unter die Lupe nehmen, während bei der Luftbereifung die Flanken der Decke häufig porös sind. Damit Sie problemlos bis an Zäune heran pflügen können, sollte das Stützrad nach Möglichkeit seitlich neben dem zweiten bzw. dritten Körper montiert sein. Auch das Zubehör wie Packerarm, Scheiben- oder Anlageseche sowie die Vorwerkzeuge sollten Sie in die Begutachtung mit einbeziehen. Hier gibt es aber genau wie bei den übrigen Ersatzteilen laut auch nach über 20 Jahren noch die Möglichkeit, passendes Zubehör zu kaufen. Ebenso kann man eine fehlende Bedienungsanleitung für alle Opal-Pflüge noch in Alpen bestellen. Die Kategorie der Unterlenker muß zum Schlepper passen, sonst stimmt das Bundmaß nicht und der Pflug geht nicht. Opal-Pflüge Opal 080 Opal 090 Opal 110 Opal 120 Opal 140 Opal 160 Opal 180 Rahmenhöhe 70 cm 65 oder 70 oder 70 oder 70, 75 oder 75 oder 75 oder 70 cm 75 cm 75 cm 80cm 80 cm 80 cm Körperabstand 95 cm 85 oder 85 oder 85 oder 88 oder 88 oder 95 cm 97 cm 97 cm 88 cm 100 cm 100 cm Rahmen 80 x 80 90 x 90 110 x 110 110 x 110 140 x 140 140 x 140 180 x 180 querschnitt x 8 mm x 8 mm x 8 mm x 8 mm x 8 mm x 8 mm x 8 mm verstärkt verstärkt Drehwelle 60 mm 65 mm 75 mm 90 mm 90 mm 110 mm 110 mm Arbeitsbreite 32,5 cm 32,5 cm 37,5 cm 37,5 cm 37,5 bzw. 37,5 bzw. 37,5 bzw. je Körper (+ 5 cm) (± 5 cm) (± 5 cm) (± 5 cm) 42,5 cm 42,5 cm 42,5 cm (±5 cm) (± 5 cm) (± 5 cm) maximale Schlepperleistung......2-furchig 29 kw/ 33 kw/ 48 kw/ 40 PS 45 PS 65 PS...3-furchig 44 kw/ 48 kw/ 59 kw/ 66 kw/ 74 kw/ 96 kw/ 60 PS 65 PS 80 PS 90 PS 100 PS 130 PS...4-furchig 59 kw/ 74 kw/ 81 kw/ 96 kw/ 110 kw/ 132 kw/ 80 PS 100 PS 110 PS 130 PS 150 PS 180 PS...5-furchig 96 kw/ 118 kw/ 132 kw/ 177 kw/ 130 PS 160 PS 180 PS 290 PS...6-furchig Herstellerangaben Fazit: Die Pflugbaureihe Opal wurde vor fast 20 Jahren von eingeführt. Trotz der großen Stückzahlen ist das Gebrauchtangebot in den Wochenblättern eher gering. Mehr Erfolg haben Sie, wenn Sie die zentralen Werksvertretungen ansteuern. Außerdem gibt es im Internet unter www.lemken.com eine Auswahl an Gebrauchten. Weniger das Alter des Pfluges als vielmehr der Verschleißzustand ist für den Wert von Bedeutung. Vor allem bei den kleineren Modellen sollte man vor dem Kauf dem Anbauturm besondere Aufmerksamkeit schenken. Wurden diese Pflüge im Laufe der Jahre um einen oder gar zwei Körper erweitert und mit einem zu großen Schlepper gefahren, sind Risse und Brüche vorprogrammiert. Ansonsten ist der Verschleißzustand von Scharen, Anlagen und Streichblechen ein entscheidendes Bewertungskriterium. Zubehör wie ein hydraulischer Packerarm oder ein intaktes Unirad werten den Pflug schnell um etliche hundert Mark auf. Wenn Scharspitzen und -blätter sowie Streichbleche und Anlagen erneuert werden müssen, geht das ins Geld. 155 kw/ 210 PS Gehandelt werden die kleineren dreifurchigen Pflüge ohne Vorwerkzeuge, aber mit guten Verschleißteilen, mit 6 000 bis 8 000 DM. Die grösseren vierfurchigen Modelle mit dem großen Durchgang kosten ohne Zubehör zwischen 9 000 DM und 12 000 DM. Hubert Wilmer modellkalender Opal-Pflüge 1980 Einführung der Opal-Baureihe mit Einstellcenter Optiquick und Uniturm- Drehwerk (Opal 110, Opal 140, Opal 180) 1983 Programmerweiterung nach unten durch Einführung der Opal 090-Pflüge 1984/85 Einführung der neuen Pflugkörper-Generation Dural 1986 Die Bohrungen für den Oberlenker bekommen in der Mitte ein Langloch 1990 Neue Neigungseinstellung mit Hutmuttern 1993 Bei kleineren Opal-Pflügen wird der Hauptlenker aus Guß gefertigt statt aus Stahl; die erste Opal-Baureihe wird durch die EurOpal-Pflüge ersetzt 1995 Neuer Pflugwendezylinder in aufgelöster Bauweise profi 34 Nr. 10/99