SOL an der Kantonsschule Enge

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Transkript:

SOL an der Kantonsschule Enge Projekteingabe und Kostenaufstellung A. Schulorganisation 1. Überfachliche Kompetenzen und «SOL-Spirale» Die Schüler/innen der Kantonsschule Enge werden im Laufe der vierjährigen Schulzeit progressiv und kontinuierlich in überfachliche Kompetenzen eingeführt und lernen dabei im Normalunterricht in verschiedenen Fächern und in besonderen Unterrichtsgefässen selbst organisiert zu lernen. Das selbst organisierte Lernen und die überfachlichen Kompetenzen werden also im Sinne der «SOL-Spirale» aufbauend eingeführt und verstetigt. 2. SOL im Fachunterricht SOL bzw. die Einübung von überfachlichen Kompetenzen findet an der Kantonsschule Enge in mindestens sieben Unterrichtseinheiten verteilt über die vier Schuljahre im Normalunterricht von verschiedenen Fächern statt. Die Fachschaften reichen bis Ende November 2009 Projektvorschläge bei der Projektgruppe ein. Die Projektgruppe entscheidet bezüglich Durchführung, koordiniert die Unterrichtseinheiten und stellt die kontinuierliche Vertiefung der Kompetenzen im Lehrgang sicher. Die folgenden Rahmenbedingungen werden berücksichtigt: Zwei Lehrer/innen entwickeln die Unterrichtseinheit gemeinsam und erproben sie im FS 2010 in je einer Klasse. Die Unterrichtseinheit fokussiert überfachliche Kompetenzen, insbesondere das selbst organisierte Lernen. Die Unterrichtseinheit soll später in den Normalunterricht aller Mitglieder der Fachschaft integriert werden. Die Fachschaft wird bei der Entwicklung durch die Projektgruppe unterstützt. 1

Beispiele für geplante Unterrichtseinheiten: Deutsch: Schreibwerkstatt (1. Klasse) Biologie: Wissenschaftspropädeutik (1. Klasse) Geschichte: Französische Revolution im Selbststudium (2. Klasse) Geografie: Gesteinskunde im Werkstattunterricht (2. Klasse) Biologie: Werkstatt Evolutionsbiologie (3. Klasse) Wirtschaft und Recht: Tutorate zu Vorlesungen (4. Klasse) 3. SOL in besonderen Unterrichtsgefässen Die bestehenden besonderen Unterrichtsformen der Kantonsschule Enge werden in das Konzept integriert, indem die überfachlichen Kompetenzen und das selbst organisierte Lernen systematisch eingeführt bzw. intensiver fokussiert werden. Während der Zeit der Aufnahme- und Abschlussprüfungen werden neu SOL-Module durchgeführt. Die geplanten besonderen Unterrichtsgefässe im Überblick: SOL-Module für alle Klassen während Aufnahmeprüfungen (neu): Dauer: 2 Tage SOL-Module für alle Klassen während Abschlussprüfungen (neu): Dauer: 2 Tage Projektwoche in der 2. Klasse (bestehend): Dauer: 5 Tage, interdisziplinäre Projekte mit Selbstlernanteil und verschiedenen Sozialformen Projektunterricht in der 3. Klasse (bestehend): Dauer: 1 Semester mit 3 Wochenstunden; interdisziplinäre Projekte mit Selbstlernanteil und verschiedenen Sozialformen; Themenbeispiele: Schweiz-Slowakei (Schulpartnerschaft), Wirtschaftsraum Bochum (Schulpartnerschaft), Molekulare Küche (Chemie / Biologie), Staatskundewoche in der 3. Klasse (bestehend): Thema: Schweiz und Europa; Arbeit mit Skripten und in unterschiedlichen Sozialformen Maturitätsarbeit 4. Klasse: Überprüfung der Begleitung durch die Lehrer/innen, des Leitfadens für die Schüler/innen und der Beurteilung der Arbeiten 2

4. Überblick Schulprogramm Überfachliche Kompetenzen (Entwurf) UE = Unterrichtseinheit AP = während Aufnahmeprüfung Abschluss = während Abschlussprüfungen (Maturität, Diplom) 1. Schuljahr UE Deutsch SOL-Modul AP: Bildnerisches Gestalten / Musik UE Biologie SOL-Modul Abschluss: Mathematik 2. Schuljahr UE Geschichte SOL-Modul AP: Englisch Interdisziplinäre Projektwoche UE Physik SOL-Modul Abschluss: Französisch 3. Schuljahr UE Chemie SOL-Modul AP: Wirtschaft und Recht / Spanisch / Italienisch / Russisch (Schwerpunktfach) UE Geografie Interdisziplinärer Projektunterricht Staatskundewoche Geschichte SOL-Modul Abschluss: Chemie / Physik / Biologie 4. Schuljahr Maturitätsarbeit UE Wirtschaft und Recht / Spanisch / Italienisch / Russisch (Schwerpunktfach) SOL-Modul AP: Tutorate zu Maturitätsprüfungen UE Mathematik 3

5. Änderung in der Schulstruktur Der gymnasiale Lehrgang an der Kantonsschule Enge soll in Zukunft von einem Gesamtkonzept zu überfachlichen Kompetenzen angeleitet sein, in dem die aufbauende Einübung von SOL zentralen Anteil hat. Die einzelnen Bausteine des Konzeptes werden koordiniert entwickelt und implementiert. Neben den genannten sieben Unterrichtseinheiten im Normalunterricht von verschiedenen Fächern werden SOL-Module während der Aufnahme- und Abschlussprüfungen eingeführt und die bestehenden Projektgefässe (Projektunterricht, Projektwochen, Staatskundewoche, Maturitätsarbeit) im Hinblick auf die Einübung von überfachlichen Kompetenzen und entsprechend den SOL-Kriterien weiterentwickelt und in das Gesamtkonzept integriert. Alle Schüler/innen werden damit mindestens zweimal im Semester in umfangreichen Einheiten gezielt überfachliche Kompetenzen einüben, reflektieren und vertiefen. 6. Lernorte und Infrastruktur Die Kantonsschule Enge plant im Zusammenhang mit dem Konzept überfachliche Kompetenzen die neue Zuteilung der Unterrichtsräume und den Ausbau der Infrastruktur. Das Raumkonzept soll der Tatsache Rechnung tragen, dass vermehrtes selbstständiges Lernen und Arbeiten in Gruppen und an Projekten andere räumliche Bedürfnisse verursacht als der traditionelle Unterricht im Klassenzimmer. Neu geschaffen werden müssen deshalb persönliche Arbeitsplätze im Schulhaus und Gruppenarbeitsräume. Mit dem Aufbau einer Lernplattform und der stärkeren Nutzung von Laptops soll das selbst organisierte Lernen unterstützt werden. 7. Lernmaterial In der Mediothek der Schule und in der Lehrerbibliothek werden Unterrichtsmaterialen, Bücher und Computerprogramme für das selbst organisierte Lernen zur Verfügung gestellt. 4

B. Lehrpersonen 1. Entwicklung der Unterrichtseinheiten, Weiterbildung und Ressourcen Die Unterrichtseinheiten im Fachunterricht werden von je zwei Lehrer/innen einer Fachschaft entwickelt, in der Fachschaft präsentiert und diskutiert, im FS 2010 erprobt und evaluiert, anschliessend in der ganzen Fachschaft eingeführt. Die besonderen Unterrichtsgefässe werden im Schuljahr 2010 / 2011 weiterentwickelt bzw. neu entwickelt. An einer Weiterbildungsveranstaltung im Schuljahr 2010 / 2011 wird das Konzept zu SOL und überfachlichen Kompetenzen diskutiert und implementiert. Die folgenden Entlastungen sind für die Entwicklung und Implementierung von SOL vorgesehen: 2. Erweiterte Leistungsbeurteilung Die erweiterte Leistungsbeurteilung ist Gegenstand der Entwicklung der neuen Unterrichtseinheiten und wird einen wesentlichen Bestandteil der SOL-Einheiten im Fachunterricht und in den besonderen Unterrichtsgefässen darstellen. Geplant sind erweitere Beurteilungen durch die Lehrer/innen und Selbstbeurteilungen durch die Schüler/innen, u.a. zu Kriterien wie Zielsetzungen, Planung, Zeitmanagement, Arbeit in der Gruppe oder Problemlöseverhalten. C. Schüler/innen Das Konzept sieht eine aufbauende und kontinuierliche Einübung von überfachlichen Kompetenzen im Laufe der vierjährigen Schulzeit vor. Zu jeder Unterrichtseinheit gehören die Phasen der Einführung und der Evaluation der fokussierten überfachlichen Kompetenzen. Die Lehrer/innen begleiten die Schüler/innen in den Unterrichtseinheiten. 5

Die Arbeit findet in den verschiedenen Unterrichtseinheiten in unterschiedlichen sozialen Formen statt, darunter die Partner- und Gruppenarbeit, aber auch die Arbeit in klassen- und stufenübergreifende Schülerteams. Wie bereits dargelegt, werden alle Schüler/innen mindestens zweimal im Semester in Unterrichtseinheiten gezielt überfachliche Kompetenzen einüben, reflektieren und vertiefen. Vertreter/innen der Schülerschaft nehmen an der Weiterbildung zum Thema SOL teil und werden in den Entwicklungsprozess des Konzeptes überfachliche Kompetenzen eingebunden. Zürich, 10. Oktober 2009 Für die Kantonsschule Enge: Beat Wüthrich, Rektor Christoph Wittmer, Prorektor Klaus Burri, Projektleiter SOL Mario Leimbacher, Mitglied Projektteam SOL 6