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6WURSKHQXQG9HUVH Eifrige Kirchgänger werden hier andere Begriffe gewohnt sein: der gesungene Abschnitt eines Psalms heißt in der Liturgie 9HUV und nicht 6WURSKH, wie ein Literaturwissenschaftler berichtigen müsste. Die Kenntnis der wichtigsten Strophen- und Versformen ist wichtig für die Zuordnung zu bestimmten Traditionen: worauf spielt das Gedicht formal und inhaltlich an? Wovon weicht es ab? 'LH6WURSKHJU :HQGXQJ Als 6WURSKH bezeichnet man eine Gruppe von Versen, die aufgrund ihres Reimschemas oder wegen ihres Satzabstandes zueinander gehören. Diese Versgruppe kann LVRPHWULVFK sein (aus Versen gleicher Silben- und Hebungszahl bestehen) oder sie kann KHWHURPHWULVFK sein (die Verse sind in diesem Fall unterschiedlich lang. Ein Gedicht, das aus einer einzigen Strophe besteht, heißt PRQRVWURSKLVFK. Die antike Poetik kennt eine Vielzahl von Strophenformen; darunter sind die Odenstrophen die wichtigsten. Es empfiehlt sich, sie unter dem Begriff 2GH nachzuschlagen. Man unterscheidet für die deutsche Literatur zumeist: die VDSSKLVFKH, die DONlLVFKH, die DUFKLORFKLVFKH und die DVNOHSLDGLVFKH Odenstrophe. Diese Ordnungen zerfallen wiederum in Unterordnungen, die auch die meisten (neuphilologischen) Literaturwissenschaftler nicht unterscheiden. Auch das Mittelalter hat eine ungeheure Vielfalt von Strophenformen hervorgebracht, die man als Literaturwissenschaftler einordnen sollte. Es ist ratsam, sich in mediävistischer oder allgemein versgeschichtlicher Literatur zumindest etwas kundig zu machen. 'DV'LVWLFKRQJU =ZHL]HLOHU Als 'LVWLFKRQ bezeichnet man im deutschen Sprachgebrauch einzig das elegische Distichon (Elegeion). Es besteht aus einem daktylischen Hexameter und einem daktylischen Pentameter. Das Distichon ist die bevorzugte Strophenform von Elegie und Epigramm.,P+H[DPHWHUVWHLJWGHV6SULQJTXHOOVIO VVLJH6lXOH,P3HQWDPHWHUGUDXIIlOOWVLHPHORGLVFKKHUDE x u / x u u / x u / x u / x u u / x u x u / x u u / x // x u u / x u u / x 'LH'LH&KHY\&KDVH6WURSKH Die &KHY\&KDVH6WURSKH hat ihren Namen von der Ballade von der Jagd (FKDVH) auf den Chevy Hills aus der Balladensammlung Thomas Percys (1765). Sie ist die einflussreichste englische Strophenform in der deutschen Literatur (Klopstock, Gleim, http://www.martin.danba.de 1 martin@martin.danba.de

Goethe); aufgrund des Umstands, dass vorwiegend Balladen sich der Chevy-Chase- Strophe bedienen, heißt sie in der englischen Literaturwissenschaft auch schlicht EDOODG PHWHU oder EDOODGVWDQ]D. Sie ist eine vierzeilige Strophe, in der Vierheber (1. u. 3. Strophe) mit Dreihebern (2. u. 4. Strophe) miteinander abwechseln; die Kadenzen sind durchgehend männlich, die Zahl der Senkungen ist unbestimmt. 8QGDOVGHU.ULHJLPYLHUWHQ/HQ].HLQHQ$XVEOLFNDXI)ULHGHQERW 'D]RJGHU6ROGDWGLH.RQVHTXHQ] 8QGVWDUEGHQ+HOGHQWRG u x / u x / u x / u x x u / x u u / x u / x u x / u u x / u x / u x u x / u x / u x 'LH7HU]LQHWHU]DULPDLW 'UHL]HLOHU'UHLUHLP Die 7HU]LQH wurde von Dante im 14. Jh. aus der Serventese für seine 'LYLQD &RPPHGLD entwickelt. Sie besteht aus drei Endecasillabi (Elfsilblern) mit stets weiblicher Kadenz - in der frz. Nachbildung wird hingegen der YHUV FRPPXQ verwendet. Verkettet sind diese Verse nach dem Schema a b a / b c b / c d c / d e d. :LHPLFKJHKHLPQLVYROOGLH)RUPHQW] FNWH u x / u x / u x / u x / u x / u a (11) 'LHJRWWJHGDFKWH6SXUGLHVLFKHUKDOWHQ u x / u x / u x / u x / u x / u b (11) (LQ%OLFNGHUPLFKDQMHQHV0HHUHQWU FNWH, [...]. u x / u x / u x / u x / u x / u a (11) 'LH6WDQ]HRWWDYDULPDLW $FKW]HLOHU Die 6WDQ]H (VWDQ]D, it. = Strophe) besteht in ihrer italienischen Grundform aus 8 Endecasillabi, die nach dem Schema a b a b a b c c reimen. Sie wird im 13. und 14. Jh. durch Boccaccio, Ariost und Tasso populär und gelangt im 17. Jh. durch Übersetzungen in die deutsche Lyrik und wird dort vielfach variiert. Fehlt eines der Verspaare ( a b a b c c ), dann spricht man von einer YHUN U]WHQ6WDQ]H. Wenn statt des Paarreims am Strophenende erneut zwei Verspaare die Reime wiederholen, dann heißt die (vereinfachte) Strophenform 6L]LOLDQH ( a b a b a b a b ). Ist dagegen ein b-reim zusätzlich angefügt, dann lautet die Strophenbezeichnung 1RQDULPH ( a b a b a b c c b ). Die nach Edmund Spenser benannte 6SHQVHU6WURSKH (6SHQVHULDQ 6WDQ]D) besteht aus acht fünfhebigen Jambenversen, die um einen abschließenden Sechstakter ergänzt sind ( a b a b b c b c c ). 'HQQHUZDUXQVHU0DJGDVVWRO]H:RUW u x / u x / u x / u x / u x a 'HQODXWHQ6FKPHU]JHZDOWLJ EHUW QHQ u x / u x / u x / u x / u x / u b (UPRFKWHVLFKEHLXQVLPVLFKHUQ3RUW u x / u x / u x / u x / u x a 1DFKZLOGHP6WXUP]XP'DXHUQGHQJHZ KQHQ u x / u x / u x / u x / u x / u b,qghvvhqvfkulwwvhlq*hlvwjhzdowljiruw u x / u x / u x / u x / u x a,qv(zljhghvzdkuhq*xwhq6fk QHQ u x / u x / u x / u x / u x / u b 8QGKLQWHULKPLQZHVHQORVHP6FKHLQH u x / u x / u x / u x / u x / u c http://www.martin.danba.de 2 martin@martin.danba.de

/DJZDVXQVDOOHElQGLJWGDV*HPHLQH u x / u x / u x / u x / u x / u 'LH'H]LPHGHFLPDODWGLH=HKQWH Die Dezime ist besonders in der spanischen Dichtung heimisch. Sie besteht in der Regel aus vier Trochäen und ist die bevorzugte Strophenform der Glosse. Man unterscheidet drei Varianten: a.) DV\PPHWULVFKH'H]LPH 4 + 6 / 6 + 4 ( a b b a / a b b a c c ) b.) V\PPHWULVFKH'H]LPH 5 + 5 ( a b b a a / a a b b a ) c.) 'pflpdhvslqhod 4 + 2 + 4 ( a b b a / a c / c d d c ). 'HU9HUVODWYHUVXV :HQGXQJ Der Vers ist die Grundeinheit der Versdichtung. Er ist geprägt von einer (mehr oder minder) festen Binnenstruktur und einer Endpause. Zu den Strukturmerkmalen des Verses gehört a.) Hebungs- und Senkungszahl, b.) Silbenzahl, c.) Art der Abfolge, d.) Pausen, e.) Kola (Sprecheinheiten). Jede feste Versform steht in einer bestimmte Tradition, über die hinaus zahlreiche Variationen möglich sind. Meist gehören die Versformen einer bestimmten Gedichtgattung an und verweisen auf diese. Die antike Tragödie etwa ist streng nach Versformen organisiert; jeder Versform kommt eine eigene Bedeutung zu. Wenn neuere Texte sich des Hexameters bedienen, dann ist ein ironischer oder nostalgischer Bezug zum homerischen Epos denkbar. Die neuhochdeutsche Versgeschichte kommt mit einer vergleichsweise geringen Zahl von Versformen aus, die Verse sind zudem meist alternierend organisiert. Es ist zu beachten, dass sowohl der ältere deutsche Vers als auch der antike Vers nach anderen Gesichtspunkten gegliedert wird. Versformen sind mit wenigen Leitfragen unschwer zu bestimmen: Wie viele Silben hat der Vers? Wie viele Hebungen und Senkungen sind vorhanden? Folgen Hebungen und Senkungen in einer bestimmten Reihenfolge aufeinander? Wird der Vers durch eine Pause (Zäsur, Diärese) unterteilt? Sind alle Verse des Gedichts / der Strophe gleich gebaut? Werden die Verse systematisch zur Strophe zusammengefasst? http://www.martin.danba.de 3 martin@martin.danba.de

'LHZLFKWLJVWHQ9HUVIRUPHQLPhEHUEOLFN 9HUVFRPPXQ %ODQNYHUV Gereimter jambischer Zehnsilbler u x / u x / u x / u x / u x ( / u ) oder Elfsilbler Ungereimter steigender u x / u x / u x / u x / u x Fünftakter +HQGHNDV\OODEXV Elfsilbler mit weiblicher Kadenz u x / u x / u x / u x / u x / u 7ULPHWHU(gr.), Dreimesser (drei jambische u x (/) u x / u x (/) u x / u x (/) u x 6HQDU(lat.) Doppelfüße oder Dipodien, gr.) oder jambischer Sechsheber (lat.) +LQNHMDPEXV Fünf Jamben + 1 Trochäus u x / u x / u x / u x / u x / x u $OH[DQGULQHU Jambischer Reimvers von zwölf u x / u x / u x // u x / u x / u x ( / u ) oder dreizehn Silben mit deutlicher Diärese nach der dritten Hebung 5RPDQ]HQYHUV Fallender Viertakter x u / x u / x u / x u 6HUELVFKHU Fallender Fünftakter x u / x u / x u / x u / x u 7URFKlXV 7HWUDPHWHU(gr.), 2NWRQDU(lat.) +H[DPHWHU Viermesser (vier trochäische x u / x u / x u / x u / x u / x u / x u / x u Dipodien, gr.) oder acht Trochäen (lat.) Sechsmesser (sechs Daktylen), x u u / x u u / x u u / x u u / x u u / x u Füllungsfreiheit in den ersten vier Versfüßen, letzter Versfuß ist katalektisch (= unvollständig) /HRQLQLVFKHU9HUV Gereimter Hexameter x u u / x u u / x u u / x u u / x u u / x u 3HQWDPHWHU +HURLFYHUVH 'HNDV\OODEXV Fünfmesser (6 Hebungen!) mit verkürztem dritten und sechsten Versfuß und deutlicher Diärese nach der dritten Hebung Gereimter jambischer Fünfheber mit Diärese oder Zäsur nach der zweiten Hebung Zehnsilbler mit fester Zäsur nach der 4. Silbe, 4. und 10. Silbe sind betont x u u / x u u / x // x u u / x u u / x u x / u x // u x / u x / u x u x / u x / u // x / u x / u x / u x http://www.martin.danba.de 4 martin@martin.danba.de

9HUVLVFLROWL Ungereimte Elfsilbler u x / u x / u x / u x / u x / u 9HUVOLEUH)UHLH 5K\WKPHQ Freirhytmischer ungereimter Vers mit beliebiger Hebungszahl http://www.martin.danba.de 5 martin@martin.danba.de