Unterrichtsvorbereitung Unterrichtszeit: Unterrichtsfach: Unterrichtseinheit: Stundenthema: 12:00 bis 13:00 Uhr Sachunterricht Der Findefuchs von Irina Korschunow Wie und wo wohnt die Fuchsfamilie? Klasse: 2 vorgelegt von: Britta Schmoecker 1. Beobachtungsschwerpunkte - Flexibilität im Umgang mit ungeplanten Unterrichtssituationen - Schüleraktivierung - Lernertrag - Umgang mit Schülerergebnissen 2. Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit Die in dieser Ausführung beschriebene Stunde ist die vierte Stunde der Unterrichtseinheit Der Findfuchs und zugleich die erste Sachunterrichtsstunde zum Thema Der Fuchs. Die Unterrichtseinheit ist fächerübergreifend konzipiert, sachunterrichtliche Themen sind u.a.: Der Fuchs und der Hund. Die Kinder werden in dieser Unterrichtseinheit angeregt, sich über den gelesenen Inhalt des Buches Der Findefuchs hinaus, Gedanken zu machen. Es werden soziale und naturbezogene Themen der Geschichte aufgegriffen.
1. Std.: Erster Abschnitt des 1. Kap.: Wie fühlt sich der kleine Fuchs? 2. Std.: Schreibe deine Allein-sein-Geschichte 3. Std.: Einführung des Lesetagebuches 4. Std.: Letzter Abschnitt des 1. Kap Was denkt die Füchsin? 5. Std.: Wie und wo wohnt die Fuchsfamilie? (Hypothesenbildung) 6. Std.: Was möchtest du noch über den Fuchs wissen? 7. Std.: Stationslernen zum Thema Fuchs 8. Std.: erster Abschnitt des 2. Kap.: Warum nimmt die Füchsin den kleinen Fuchs mit? 9. Std.: letzter Abschnitt des 2. Kap.: Lesetagebuch Des weiteren ist im April ein Ausflug in den Wildpark Schwarzeberge geplant. 3. Begründung des Themas Im letzten Schulhalbjahr behandelte ich mit den Kindern meiner Stammklasse das Thema Wald. Wir beschäftigten uns u.a. mit den Tieren des Waldes, besonders interessiert waren die Kinder an dem Fuchs. Es bot sich daher an, bei der Auswahl einer Ganzschrift, dieses Interesse aufzugreifen und speziell das Thema Der Fuchs zu vertiefen. Das Thema dieser Unterrichtsstunde wird ansatzweise im bereits gelesenen ersten Buchkapitel erwähnt. Der Erzähler der Geschichte berichtet, dass die drei Kinder der Füchsin in ihrem Bau auf die Mutter warten. 4. Überlegungen zur Sache Der Rotfuchs lebt vorwiegend in dichten Wäldern oder Heckenlandschaften. Er kommt allerdings in nahezu allen Landlebensräumen vor, auch in Siedlungen und sogar in Großstädten. Außerhalb der Fortpflanzungszeit ist er ein Einzelgänger. Zum Schlafen und zur Jungenaufzucht dient ihm ein Erdbau, den er selbst gräbt
oder vom Dachs übernimmt (vgl. Steinbachs Naturführer: Säugetiere, 2002, Mosaik Verlag, München). Zu der Höhle, dem sog. Kessel, führen ca. 10 cm breite Gänge. In dem Kessel bringt die Fähe (Füchsin) ihre Jungen zur Welt. Manchmal verstecken sich die Füchse tagsüber im Unterholz und schlafen dort zusammengerollt. 5. Lernziele der Unterrichtsstunde - Die SchülerInnen lernen Hypothesen zu bilden. Erreicht wird dies durch das Partnergespräch über das mögliche Aussehen des Fuchsbaues und die anschließende bildliche Gestaltung. - Die SchülerInnen üben sich im Vortragen ihrer Ergebnisse. Hier geht es speziell um das genaue Erklären ihrer Darstellung eines Fuchsbaues. - Die SchülerInnen vertiefen ihre Fähigkeit, Beziehungen zu ihren Mitschülern aufzunehmen und mit ihnen zusammen zu arbeiten. Erreicht wird dies durch die Partnerarbeit (Gespräch und gemeinsames gestalten). - Die SchülerInnen vertiefen die Fähigkeit eine Unterrichtsstunde zu reflektieren. Erreicht wird dies durch das Feedback am Stundenende. 6. Lerngruppenbeschreibung Ich unterrichte in einer 2. Klasse 3 Stunden pro Woche die Fächer Deutsch und Sachunterricht. Die Klasse setzt sich zusammen aus15 Jungen und 13 Mädchen.
Unter den 28 SchülerInnen sind 6 Kinder, die Deutsch als Zweitsprache erlernen. Die Kinder dieser Klasse beschäftigen sich gern mit dem Kinderbuch Der Findefuchs. Durch verschiedene Schreib-und Gesprächsanlässe entwickelten die Kinder eine Identifikation mit der Hauptfigur, dem kleinen Fuchs. Es ist anzunehmen, dass sich dieses große Interesse an der literarischen Figur des Fuchses auch auf den Sachbereich überträgt. Grundsätzlich sind die Vorerfahrungen der Kinder unterschiedlich. Einige beschäftigen sich im häuslichen Bereich intensiv mit naturbezogenen Sachthemen. Deutlich wurde dies vor allem während einer früheren Unterrichtseinheit zum Thema Wald. 7. didaktisch-methodische Überlegungen Die Unterrichtsstunde beginnt mit einem Ritual, das gibt den Kindern Sicherheit und stimmt sie auf meinen Unterricht ein. Die Visualisierung des Stundenablaufes gibt den Schülern Gelegenheit, sich auf die Stunde einzustellen. Sie werden informiert über Inhalt, Ablauf und Methoden. Eine klare und transparente Struktur des Unterrichtes, bietet den Kindern dieser Klasse eine wichtige Orientierungshilfe. In der Einstiegsphase geht es darum, das Vorwissen der Kinder zu aktivieren. Das ansprechende Bild eines Fuchses soll diesen Vorgang unterstützen. Die Kinder diese Klasse haben i.d.r. ein starkes Mitteilungsbedürfnis. Dem wird im Partnergespräch Raum gegeben, so haben alle die Chance sich zu äußern. Im Anschluss an das kurze Partnergespräch wird ein Klassengespräch zu der Frage: Was weißt du über den Fuchs? geführt. Ich halte das Vorwissen stichwortartig an der Tafel fest. Die Stichworte werden später von mir auf ein Wandplakat übertragen. Die Kinder werden während der Unterrichtseinheit immer wieder aufgefordert ihr Wissen auf Richtigkeit hin zu überprüfen. Das
Faktenwissen wird ausformuliert und auf ein Was-wir-wissen-Plakat übertragen. Dieses Plakat wird regelmäßig ergänzt. Die Kinder werden sich auch über die Behausung des Fuchses äußern. Hier werde ich ansetzen und sie zur Hypothesenbildung auffordern: Wie und wo wohnt die Fuchsfamilie? Vorher werden die Kinder aufgefordert den Arbeitsauftrag zu lesen und mit eigenen Worten wiederzugeben. Die Kinder sollen sich mit ihrem Tischnachbarn über die Frage austauschen. Dabei werden sie automatisch Hypothesen entwickeln, begründen und eventuell verwerfen und neu entwickeln. In der Präsentationsphase werde ich die Kinder bewusst gesteuert unterschiedliche Bilder des Fuchsbaues vorstellen lassen (ca.5-6 Bilder, abhängig von der Aufmerksamkeit der Klasse). Je nach Bearbeitungsform werden die Kinder ihre Bilder paarweise oder einzeln präsentieren. Aufgabe der Vortragenden ist es, ihre Vorstellung der Fuchsbehausung genau zu erklären und zu begründen. Anschließend sind alle Kinder aufgefordert zu entscheiden, ob eine der vorgestellten Ideen der Wirklichkeit entspricht und ihre Meinung zu begründen. Abschließend werde ich den Fuchsbau mittels OHP-Folie vorstellen. Die Zeichnung ist dem Sachbuch entnommen, dass die leistungsstarken SchülerInnen von mir als Differenzierungsangebot erhalten, evtl. können diese Kinder die Zeichnung des Fuchsbaues erklären. Den Abschluss dieser Stunde bildet die Feedbackrunde, in meiner Klasse Daumenprobe genannt.
B.Schmoecker: Fuchsbau Klasse 3 Unterrichtsplanung Zeit Phasen 5 min Einstieg in die Std. geplantes Lehrerverhalten Triangelritual L. stellt Std.-Ablauf vor erwartete Schülerreaktione S. machen mit un hören zu 5 min Einstieg ins Thema L. zeigt Bild vom Fuchs (OHP-Folie) und fordert S. auf, mit dem Tischnachbarn über folgende Frage zu sprechen: Was weißt du schon über den Fuchs? (Frage steht an der Tafel) S. führen Partnergespräch