Törnbericht Kroatien

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Transkript:

Törnbericht Kroatien 20.09.2014 27.09.2014 Nach Sardinen/Korsika-2011, Mallorca-2012, Türkei-2013 zog es uns im September 2014 nach Kroatien. Frühmorgens am Flughafen Köln Heribert ist schon mit seinem Wohnmobil in Biograd/Kroatien Unsere beiden baugleichen Boote: Elan 384 Impression unsere Häfen: Biograd Skradin mit den Wasserfällen Krka / Hramina auf Murter - Jezera auf Murter - Primosten Vodice Insel Zut - Biograd Das Wetter war in dieser Woche durchwachsen. Fast jeden Tag Sonne am Ankunftstag viel Regen, fast jede Nacht Regen, Tagestemperaturen ca. 25 Grad. Der Wind hätte zeitweise etwas stärker sein dürfen. Der Vercharterer Prosail könnte oder müsste seine Boote besser warten! Unsere Crews: Boot 1 - LIBAR: Josef Kirsten Herbert Jürgen Manfred Boot 2 MIRAKUL : Volker Gisela Horst Heribert Wolfgang

Boot 2 MIRAKUL: Volker Gisela Horst Heribert Wolfgang 1. Tag 20.09.20014 Wir starteten Samstagsmorgens um drei Uhr Start in Eschweiler, bzw. Alsdorf und um 5.30 Uhr hoben wir am Flughafen in Köln nach Zadar ab. Um 8 Uhr kamen wir nach dem Transfer Zadar-Biograd bei starkem Regen im Starthafen an. Glücklicherweise hatte unser lieber Heribert uns in sein Wohnmobil, mit dem er angereist war, zum Frühstück eingeladen. Wir wurden alle optimal mit Kaffee, frischen Brötchen und Aufschnitt versorgt. Ein unerwartet schöner Empfang danke Heribert! Um ca. 14 Uhr war Übergabe der Boote, immer noch bei strömendem Regen. Dann aber wurde es plötzlich wieder trocken, sodass wir bei Sonnenschein und leichtem Wind mit beiden Booten zwei Stunden vor Biograd segeln konnten. Die Manschaft der Mirakul nutzte diese Zeit auch zur Übung von MOB (Mann-über-Bord-Manöver oder geschlechtsneutral Mensch-über-Bord-Manöver; oder auch FOB bzw. WOB = Frau/Wife Over Board)). 2. Tag 21.09.20014 Am Sonntag ließ uns der Wind im Stich, also fuhr die LIBAR unter Motor von 10 bis 14 Uhr nach Skradin (Fjord hinter Sibenik vor den KRKA-Wasserfällen). Das ruhige Wetter nutzte Herbert zur Knotenkunde und verbesserte dabei Manfreds Fertigkeiten. Da Gisela nicht an Bord war, konnte er ihr leider nicht seinen schnellen Palstek zeigen! Am Nachmittag trafen wir nach einem Stadtrundgang in Herberts Lieblingskneipe statt der schönen Enkelin aus Frankfurt - Herbert sucht sie immer noch vergebens in Düsseldorf - nur die Oma (alt und schwarz gekleidet) als Bedienung, dafür war Karl aus Lippstadt, der 600 km Autofahrt und einige Gläser Wein hinter sich hatte sein Lieblingsverein Paderborn war an diesem Tag Spitzenreiter der Bundesliga ein unterhaltsamer, lustiger Geselle. Zum Abendessen kehrten wir in einem Kirsten und Herbert bekannten Lokal ein und wurden bestens bedient. Nachdem Josef mit einem dicken Eis ruhig gestellt worden war, ging es zum Absacker wieder zu Herberts Lieblingsoma und dann in die Kojen. Nachts regnete es mal wieder, aber am Morgen war es wieder trocken. Brücke bei Sibenik Passt es oder passt es nicht? Das zweite Schiff, die MIRAKUL, startete morgens etwas später, da alle den fehlenden Schlaf vom Vortag nachholen wollten. Nach einem gemütlichen Frühstück segelte oder motorte die Mirakul Richtung Murter. Die Segler nutzten den schwachen Wind zu einer Schwimmeinlage, bzw. zum Schleppen der Schwimmer an einer Leine. Die Nacht verbrachte verbrachte diese Crew in der Marina Hramina auf der Insel Murter.

3. Tag 22.09.20014 Nach einem ausgiebigen Frühstück an Bord fuhr die Crew der LIBAR mit geliehenen Mountainbikes die 5 km von Skradin zu den Wasserfällen im Nationalpark KRKA. Dort erwartete sie ein einmaliges Naturerlebnis, da die Wasserfälle durch den vielen Regen mit sehr hohem Wassserstand tolle und imposante Bilder lieferten, anfangs bei Sonne, später unter Wolken - aber ohne Regen. Nach der Rückkehr zum Hafen legte die Libar um 13.30 Uhr unter Motor ab und segelte nach demverlassen des Kanals bei Sibenik in nördlicher Richtung zur Insel Murter. Die Mirakul nutzte den Tag, um unter Segel die Küste der Insel Murter und die vielen kleinen umliegenden Inseln vom Wasser aus zu beobachten. Am späten Nachmittag trafen sich die beiden Schiffe im Hafen von Jezera wieder. Abends speisten beide Crews im Hafenlokal, das im Segelführer Kroatien sehr empfohlen wurde. Doch das Essen war mäßig, die Bedienung saumäßig also Vorsicht mit Empfehlungen! Manfred hätte dieses Spektakel fast verpasst, da er solange gebummelt hatte, bis alle anderen weg waren. Er suchte die Manschaft vergeblich im Dorf, ehe ihn ein Telefonanruf bei Josef wieder auf den richtigen Weg brachte. Nach dem Essen hatten wir bei Regen zum Boot nur ca. 50 Meter Heimweg. Nur Wolfgang (er hatte unter der Dusche kein WLAN und wusste so nicht, wann der Regen aufhört) und Volker mußten auf dem Rückweg von der Toilette bei Starkregen eine Freilanddusche nehmen. Morgens war es nach mehreren Gewittern und sehr viel Regen wieder trocken - auch die beiden Freiluftduscher!. dahinten gibt es WLAN Es scheint allen zu gefallen 4. Tag 23.09.20014

4. Tag 23.09.20014 Dienstags machten wir nach einem guten Frühstück einen Rundgang durch den schönen Ort Jezera und entdeckten dabei viele Lokale, die einen besseren Eindruck machten als das Hafenlokal vom Vorabend. Um 11 Uhr legten wir unter Motor ab und segelten nach Primosten, einer Hafenortschaft auf einer kleinen Landzunge zwischen Sibenik und Trogir. Die Libar legte Bug voraus am Pier an, da laut Log dort nur ein Meter Wassertiefe war. Die Mirakul musste kurze Zeit später an einer Boje festmachen, da alle Plätze am Pier belegt waren, aber das zum Wasser zeigende Heck der Libar war ein guter Anlegeplatz für das Schlauchboot der Mirakul an Land. Primosten ist eines der bekanntesten Touristenziele in Dalmatien und zugleich einer der malerischsten Küstenorte an der Adria. Die Crew der Libar genoss das Abendessen bei wolkenlosem Himmel und einem tollen Sonnenuntergang mit Weitblick über das Meer. Die Crew der Mirakul verließ nach einem kühlen Drink den Aussichtspunkt am Meer und genoss an Bord die Kochkünste von Gisela. Abends boten im Umkreis von ca. 100m von unseren Booten aus drei Bands Lifemusik. Die Libarcrew wählte den Dorfplatz bei Jazz und leckerem Wein, während die Mirakulcrew bei wechselnder Musik den schönen Blick auf den Hafen und die Altstadt von Bord aus genoss. Einige Crews im Hafen waren bei dem schönen Wetter noch um 3 Uhr morgens im lauten Feierstress. 5. Tag 24.09.20014 Morgens nach einem kurzen Stop mit Lagebesprechung an der Mirakul legte die Libar um 9 Uhr ab und verließ bei strahlendem Sonnenschein den kleinen Hafen. Das Wohlgefühl wurde dank Josefs Spende durch Campari mit O-Saft noch weiter gesteigert. Mittags legte die Libar an der Insel Kaprije mit einem kleinen Hafen mit einfachem urigen Ambiente an. Im einzigen Lokal genossen wir bei der einstündigen Pause einen kühlen Drink, nur Josef tat zusätzlich etwas gegen sein Magenknurren. Der Rest der Crew schlemmte anschließend den sehr schmackhaften von Kirsten zubereiteten Salat mit Brot, Wein und Bier. Die Mirakul nutzte die Mittagspause zum Stop in einer schönen Bucht mit Schwimmen. Die folgende Nacht verbrachten beide Crews im Hafen von Vodice. 6. Tag 25.09.20014 Am Donnerstag segelten oder motorten wir von Vodice nach Zut. Nachdem wir ein gutes Stück gesegelt waren, umkreiste uns ein starkes Gewitter. Der vom Wetterbericht vorhergesagte Starkwind erreichte uns nicht, dafür mussten wir bei sehr starkem Regen ohne Wind eine Stunde mit Motor fahren, bevor wir dann wieder Segel setzen konnten. Auf Zut machten wir in der ACI-Marina fest. Zut befindet sich zwischen der Insel Pasman und der Insel Kornat auf der anderen Seite. Die Insel Zut grenzt an die Kornati Inselgruppe. Die Kornaten bestehen aus wasserdurchlässigem und wasserlöslichem Kalkstein, der den Niederschlag gleich versickern lässt.

Es gibt keine Quellen oder Bäche und so gut wie keine Fauna, daher viele Geröllfelder. Die Gesamtfläche der Insel ist ca. 15 Quadratkilometer und sie ist nur zwei Kilometer breit. Wir erklommen den hinter der Marina liegenden Gipfel Tvrdomesnjak von 163 m, von dem man einen herrlichen Ausblick auf den westlichen Teil des Kornati Archipel hat. Der Auf- und Abstieg war steil und steinig, aber die Superaussicht war einmalig. 7. Tag 26.09.20014 Als die restlichen Segler noch in den Kojen lagen, kletterten Gisela und Heribert nochmals auf den Gipfel des Tvrdomesnjak und erlebten dort einen herrlichen Sonnenaufgang, was durch Fotos belegt ist. Wolfgang hatte so früh sein WLAN noch nicht eingeschaltet, ansonsten wäre er gerne mit geklettert. Nach einem ausgiebigen Frühstück bei sonnigem Wetter segelten beide Crews auf getrennten Wegen Richtung Kornaten. Unterwegs kam es zu einem Treffen der beiden Schiffe, woraus sich natürlich ein kleines Wettsegeln ergab, das die Crew der Libar eindeutig für sich entschied. Die Crew der Mirakul mit Wolfgang am Ruder resignierte sehr schnell, wohlwissend, auf der Libar sind die Regattasegler Josef und Herbert. Angeblich haben sie nur die Sonne und den Wind genossen und nichts von der Wettfahrt bemerkt. Man hatte bei dieser Begegnung gute Möglichkeiten das Schwesterschiff unter vollen Segeln zu fotografieren. Auf der Rückfahrt nach Biograd nutzte die Crew der Libar einen Zwischenstop auf dem Meer zu einem erfrischenden Bad, auch mit einer Zugleine am Heck, die von Kirsten und Manfred ausgenutzt wurde. Um 16.15 Uhr wurde der Hafen Biograd erreicht. Vor dem gemeinsamen Abendessen wurde das meiste Gepäck schon verstaut. 8. Tag 27.09.20014 Um 5.30 Uhr Transfer zum Flughafen Zadar und um 7.45 Abflug nach Köln. Vom Flugzeug aus konnte man noch einen Blick auf einige der vielen kroatischen Inseln werfen und im weiteren Flug sah man die Dolomiten mit zum Teil schneebedeckten Bergen. Der restliche Flug fand überwiegend in oder oberhalb der Wolken statt und alle Beteiligten hatten Zeit, um alle Ereignisse dieser schönen Woche nochmals in Gedanken an sich vorüber ziehen zu lassen. Ein noch nicht genanntes Erlebnis war die Beobachtung von Delphinen, die von beiden Booten mehrmals an verschiedenen Tagen zu sehen waren. Die Kornaten von der Insel ZUT aus gsehen Wir freuen uns alle auf das nächste Jahr mit einer Fortsetzung der tollen SKES-Hebsttörns im Mittelmeer!