AKTION Saubere Hände 2008-2013 Christiane Reichardt, Karin Bunte-Schönberger, Patricia van der Linden, Romana Worm, Dagmar Königer, Jörg Clausmeyer, Frank Schwab, Michael Behnke, Nadin Mönch, Christine Geffers, Petra Gastmeier Institut für Hygiene und Umweltmedizin, Universitätsmedizin-Berlin, Charité Deutschland
5. Mai 2009-2020 Internationaler Tag der Händehygiene
Träger des Projekts Nationales Referenz-Zentrum für die Surveillance von nosokomialen Infektionen Aktionsbündnis Patientensicherheit e.v. Gesellschaft für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen e. V. Gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit
Partner der Kampagne Bundesministerium für Gesundheit www.bmg.bund.de Gemeinsamer Bundesausschuss www.g-ba.de Robert Koch-Institut www.rki.de Barmer Ersatzkasse www.barmer.de Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege www.bgwonline.de Deutsches Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser e.v. www.dngfk.de Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.v. www.vkd-online.de Techniker Krankenkasse www.tk-online.de BKG Berliner Krankenhausgesellschaft e.v. www.bkgev.de AOK-Bundesverband www.aok.de Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten e.v. www.dgvp.de Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.v. www.dguonline.de Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de Marburger Bund www.marburger-bund.de Und andere
Ziele Etablierung der hygienischen Händedesinfektion als evidenzbasierte Präventionsmaßnahme Steigerung der Compliance der Händedesinfektion Optimierung des Arbeitsumfeldes Verbesserung der Patientensicherheit durch Reduktion von Krankenhausinfektionen
ASH 2008-2010 Erste Kampagne ausschließlich für bettenführende Einrichtungen konzipiert Interventionen basierend auf dem WHO Konzept Clean Care is Safer Care
Interventionen AKTION Saubere Hände Einführung WHO Modell My 5 Moments of Hand Hygiene Hohe Verfügbarkeit von Händedesinfektionsmitteln Messung der HD Compliance und des Händedesinfektionsmittel Verbrauchs Aktive Unterstützung der AKTION durch die Krankenhausleitungen Durchführung von mind. jährlichen Fortbildungen, Teilnahme an Aktionstagen und Erfahrungsaustauschen
Teilnehmende Einrichtungen zum 30.04.2011 637 Krankenhäuser 53 Reha-Kliniken 27 ambulante Einrichtungen 93 Alten- und Pflegeheime
ASH 2011-2013 Erweiterung der ASH auf den ambulanten Bereich sowie Alten- und Pflegeheime Anpassung der Interventionen und Inhalte an diese Bereiche Alten- und Pflegeheime
Einführungskurs Beobachtungen Erfahrungsaustausch Teilnahme am Aktionstag Teilnahme HAND-KISS Vorgabe Spenderausstattung Alten- und Pflegeheime Krankenhäuser und Rehakliniken mit Früh-Reha, nur noch in Berlin, Pflicht, Pflicht Rehakliniken ohne Früh- Reha Optional mit KH, Pflicht Nein, bei KH ähnlichen Abteilungen Alten- und Pflegeheime Alle Einrichtungen Materialien inkl. Film auf Homepage 8/2011 Evtl. Angebot 2012, Pflicht Nein Nein Ambulante Einrichtungen Überwiegend mit invasiver Diagnostik/ Therapie Materialien inkl. Film auf Homepage (voraussichtlich August 2011) Nein Optional, Pflicht Nur ambulante Dialyse Überwiegend ohne invasive Diagnostik/ Therapie Nein Optional, Pflicht Nein
Alten- und Pflegeheime Ambulante Einrichtungen Krankenhäuser und Rehakliniken mit Früh-Reha Rehakliniken ohne Früh- Reha Alle Einrichtungen Überwiegend mit invasiver Diagnostik/ Therapie Überwiegend ohne invasive Diagnostik/ Therapie Formblatt Spenderausstattung Nein Jährliche Fortbildungen Formblatt durchgeführte Maßnahmen Zertifikat Nein Evtl. 2011 Evtl. 2011 Evtl. 2011 Film WHO Modell Nein Nein Nein E-Learning einsetzbar Nein Nein Alten- und Pflegeheime
Ergebnisse Compliance Änderung
Compliance in % Indikation Beob. Periode 25% Percentile 50% Percentile 75% Perecentile Median Anstieg P-Wert 1 Pat.Kontakt 35 49 51 63 63 81 8 <0.001 2 asept. Tätigkeit 36 54 59 74 75 89 15 <0.001 3 Kontakt mit pot. Inf. Mat. 51 70 73 86 89 96 13 <0.001 4 Pat.Kontakt 55 65 68 80 78 87 12 <0.001 5 dir. Pat.Umgebung 31 40 50 63 68 82 13 <0.001 HHO =hand hygiene opportunity
Compliance in % Berufsgruppe Beob. Periode 25% Percentile 50% Percentile 75% Perecentile Median Anstieg P-Wert Andere 24 37 47 57 64 79 10 <0.001 Arzt 33 46 49 63 67 76 14 <0.001 Med. student 34 44 66 64 86 81-2 0.662 Pflege 50 63 63 77 74 86 14 <0.001 Pflegeschüler 49 62 65 80 84 97 15 <0.001
Compliance in % Stat.art Beob. Periode 25% Percentile 50% Percentile Keine Chance den Krankenhausinfektionen 75% Perecentile Median Anstieg P-Wert Innere 58 59 65 71 72 80 6 0.018 Interdisziplinär 50 64 65 76 77 85 11 0.022 Chirurgie 52 58 62 70 70 85 8 <0.001 Andere Chirurgie 53 71 67 80 77 85 13 0.004 Andere Nicht- Chirúrgisch 44 53 60 67 65 82 7 0.012 Pädiatrie 45 64 60 81 65 88 21 0.046 Neonatologie 68 80 73 90 76 94 17 0.018
Ergebnisse Händedesinfektionsmittelverbrauch (HDM) im HAND-KISS
129 Krankenhäuser haben Verbrauchsdaten für die hre 2007, 2008 and 2009 in das System eingegeben 2007 2008 2009 Type of unit No. of units Med* Med* Increas e (ml) # Increase (%) # p-value Med* Increas e (ml) # Increase (%) # p-value ICU 223 65 72,8 7 11,6 <0.005 83,2 15,5 21,5 <0.005 Non- ICU 1436 14,7 16,9 1,9 13,5 <0.005 20,4 5,15 36,5 <0.005 All units 1659 18,1 20 2,21 12,7 <0.005 24 5,7 30,7 <0.005 * Median, # compared to 2007
Ergebnisse Systemische Parameter
Anstieg der HDM Verfügbarkeit Definition der Verfügbarkeit durch die ASH: ITS: mind. 1 Spender pro Patientenbett NICHT-ITS: mind. 1 Spender auf 2 Patientenbetten Alternative: Kitteltaschenflaschen Ergebnisse: ITS Anstieg von 86,8 to >100% NICHT-ITS: Anstieg von 63,6 auf 91,3%
Fragebogen 290 Krankenhäuser 2009 Maßnahme Lenkungsgruppe Umsetzung gesamtes Haus Umsetzung in bestimmten Abteilungen Jährliche Fortbildungen Fortbildung als Arbeitszeit Kitteltaschenflaschen eingeführt Umgesetzt in % Einrichtungen 71 76 24 98 76 48
Fragebogen 290 Krankenhäuser 2009 Durch die Teilnahme an der ASH hat die Krankenhaushygiene eine bessere Unterstützung in der Umsetzung von Interventionen durch die Krankenhausleitung erfahren 13% ja nein 87%
Fragebogen 290 Krankenhäuser 2009 23% verstärkten personelle Ressourcen 51% investierten Geld 70% ohne die ASH hätte es außer Fortbildungen keine weiteren Interventionen gegeben 95% ASH-Teilnahme erleichterte und beschleunigte die Umsetzung von Interventionen 62% sind mit erreichten Ergebnissen zufrieden