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Transkript:

allensbacher berichte Institut für Demoskopie Allensbach 200 / Nr. 10 LOB UND ANERKENNUNG FÜR EHRENAMTLICHE HELFER Mehr als jeder vierte Deutsche ist ehrenamtlich aktiv Allensbach am Bodensee, Mitte Mai 200 - Mehr als jeder vierte Deutsche (28 Prozent) ist in seiner Freizeit ehrenamtlich tätig oder arbeitet privat aktiv in einer Gruppe oder Organisation mit. Dabei geht es in erster Linie um ein Engagement im sozialen Bereich, wo 11 Prozent der Bevölkerung mitarbeiten. An zweiter Stelle ehrenamtlicher Aktivitäten stehen die Sportvereine (8 Prozent). Im Bereich der Kultur (Kunstvereine, Theater-, Musik-, Gesangsvereine) sind Prozent der Deutschen ehrenamtlich tätig, in der Politik Prozent und im Bereich des Umweltschutzes Prozent. Für jüngere Leute ist vor allem der Bereich des Sportes für ihr ehrenamtliches Engagement interessant. Jeder zehnte aus der Altersgruppe der Unter-0jährigen hat innerhalb der Sportvereine ein Ehrenamt übernommen. www.ifd-allensbach.de Porträt des Instituts - Leistungsspektrum - Aktuelle Studien Belege an INSTITUT FÜR DEMOSKOPIE ALLENSBACH, 7872 Allensbach am Bodensee

Ehrenamtlich aktiv FRAGE: "Haben Sie ein Ehrenamt, oder arbeiten Sie auf andere Weise privat aktiv in Gruppen oder Organisationen mit?" Keine Angabe 1 Deutsche in Prozent 28 Ehrenamtlich bzw. privat aktiv in einer Gruppe oder Organisation tätig Nein, nicht aktiv 71 FRAGE (falls aktiv ): "Wofür setzen Sie sich da vor allem ein?" Bev. insgesamt Unter-0jährige Sportvereine Soziales Die Soziales Kirchen Kultur Umweltschutz Politisches Anderes Sportvereine 8 10 11 Kultur Die Kirchen 5 Politisches 1 Umweltschutz 1 Anderes QUELLE: Allensbacher Archiv, IfD-Umfrage 707-2 -

Erstaunlich gleichmäßig verteilt sich dabei die ehrenamtliche Aktivität über alle Generationen hinweg. Jüngere wie ältere Menschen sind jeweils exakt zu 25 Prozent auf diese Weise engagiert. Daß die Altersgruppe der 0- bis jährigen sogar deutlich überdurchschnittlich ( Prozent) in ehrenamtliche Tätigkeit eingebunden ist, mag damit zu tun haben, daß viele aus dieser Altersgruppe sich in einer Lebensphase mit Familie und Kindern befinden, die den Gedanken an Gemeinsinn befördert und verstärkt. Ehrenamtliche Aktivität in allen Generationen FRAGE: "Haben Sie ein Ehrenamt, oder arbeiten Sie auf andere Weise privat aktiv in Gruppen oder Organisationen mit?" in Prozent Ehrenamtlich bzw. privat aktiv in einer Gruppe oder Organisation tätig 25 25 25 1-29 Jahre 0- Jahre 5-59 Jahre 0 Jahre u.älter QUELLE: Allensbacher Archiv, IfD-Umfrage 707 Von manchen gemeinnützigen Vereinen und Organisationen ist in den letzten Jahren immer wieder darüber geklagt worden, wie schwierig es in einer konsumorientierten Gesellschaft geworden sei, ehrenamtliche Helfer zu gewinnen, und daß der Gedanke an Gemeinsinn verlorengegangen sei. Aber erst vor kurzem, während und nach der großen Flut in Ostdeutschland wurde nicht nur an der Spendenbereitschaft der Bevöl- - -

kerung, sondern auch an der großen Zahl der jungen aktiven Helfer deutlich, daß das gesellschaftliche Klima für tätige Hilfeleistung in Deutschland gar nicht so schlecht ist wie vermutet. Das zeigt sich auch in der aktuellen Allensbacher Umfrage zum Thema "Ehrenamt". Die große Mehrheit der Bevölkerung hält für die freiwilligen Helfer, die ohne materiellen Lohn und Vorteil in Notsituationen helfen, viel Lob und Anerkennung bereit. 79 Prozent finden es gut, daß es solche Menschen gibt, auf die Organisationen wie die Freiwillige Feuerwehr, das Technische Hilfswerk und andere angewiesen sind. Nur eine Minderheit von 1 Prozent ist der Meinung, daß all solche Nothilfeorganisationen am besten auf Steuerkosten professionalisiert werden sollten. Ehrenamtlicher Einsatz für die Allgemeinheit - Die Mehrheit findet das positiv Tabelle 1 Bundesrepublik Deutschland FRAGE: "Hier unterhalten sich zwei über Ehrenämter, welcher von beiden sagt eher das, was auch Sie denken: der obere oder der untere?" Deutsche Bevölkerung insgesamt West Ost % % % Der obere: "Ich finde es gut, wenn Leute ein Ehrenamt übernehmen, zum Beispiel bei der Freiwilligen Feuerwehr oder beim Technischen Hilfswerk. Solche Organisationen sind auf die Unterstützung dieser freiwilligen Helfer angewiesen."... 79 80...7 Der untere: "Das sehe ich anders. Schließlich zahlt man doch auch Steuern dafür, daß solche Organisationen diese Aufgaben wahrnehmen, die das hauptberuflich machen, und die auch wirklich was von ihrer Sache verstehen."...1 12...17 Unentschieden...8 8...10 100 100 100 QUELLE: Allensbacher Archiv, IfD-Umfrage 707 Aber nicht nur die organisierte Nothilfe ist auf die Bereitschaft zur Übernahme eines Ehrenamtes angewiesen. Fast alle Vereine brauchen Helfer und aktive Mitglieder, die auf verläßliche Weise dazu beitragen, daß das Vereinsleben überhaupt stattfinden kann, vom Schriftführer über den Kassierer, über Jugendtrainer bis zu Leuten, die be- - -

reit sind, ein Fest zu organisieren. Wieviel Arbeit hier geleistet werden muß, kann man sich mit einem Blick auf die große Zahl an Menschen klarmachen, die in einem oder in mehreren Vereinen zur Zeit Mitglied sind. 9 Prozent der n sind dies. Das sind mehr als 0 Mio. Erwachsene, zu denen all die Kinder und unter - 1jährigen Jugendlichen aus Sportvereinen, Pfadfindergruppen u.ä. noch hinzukommen. Vereinsmitgliedschaften FRAGE: "Sind Sie persönlich Mitglied in einem Verein, einer Partei, Bürgerinitiative, Gruppe oder sonst einer Organisation?" FRAGE (falls Mitglied ): "Wo sind Sie Mitglied - Könnten Sie es nach dieser Liste sagen?" - Auszug - in Prozent Sportvereine (außer Fußball) 18 Gewerkschaft Wohltätigkeitsverein (Rotes Kreuz, Caritas, Innere Mission, Arbeiterwohlfahrt) Freiwillige Feuerwehr 8 9 Fußballverein Partei, parteipolitische Organisation Gesangverein, Kirchenchor 5 5 Kirchlicher Verein (KAB, EAB, Kolping usw.) Musikverein, Musikkapelle Heimatverein, Trachten-, Volkstanzgruppe Frauenverein, Frauenkreis Berufsvereinigung Tierschutzverein Kultureller Verein (Kunst, Theater usw.) QUELLE: Allensbacher Archiv, IfD-Umfrage 707-5 -

TECHNISCHE DATEN FÜR DIE REDAKTION Anzahl der Befragten: 1079 Repräsentanz: Gesamtdeutschland, Zeitraum der Befragung: 10. bis 20. Januar 200 Archiv-Nummer der Umfrage: 707 - -