Karin Linde. Iserlohn

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Transkript:

Der europäische Arbeitsmarkt und die Möglichkeiten Neue Chancen für Frauen? Prinzip Nachhaltigkeit am Beispiel der Initiative Regionen Stärken Frauen 2004-2008 Iserlohn 26.05.2009 Karin Linde

Europäischer Sozialfonds- Wirkungen - Effektivität Planung Planung zu EU-weiten Zielen im jeweiligen Bundesland (Operationelles Programm), Umsetzung über Programme, Einsatz von Mitteln (ESF und Landesmittel) Kontrolle Jährliche Berichte zur Erreichung der Ziele durch Angabe von Ausgangssituation, geförderten Menschen und Unternehmen, ausgegebenen Mitteln. Diskussion im Landesbeirat ESF G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbh Folie 2

Europäischer Sozialfonds- Wirkungen - Effektivität Planung Programmziele, z.b. Regionen Stärken Frauen : Verbesserung der Frauenerwerbstätigkeit (Zugang zum und Verbleib im Arbeitsmarkt, Verbesserung der beruflichen Positionen und Beteiligung am Wirtschaftsgeschehen Kontrolle 7000 Teilnehmer/innen (99,4 % Frauen), beschäftigte Frauen, arbeitslose Frauen, Berufsrückkehrerinnen von 2004 bis 2008 in RSF-Projekten. 57 % Integration in abhängige oder selbständige Arbeit bei den arbeitslosen Frauen, Berufsrückkehrerinnen, 6 Mon. nach Projektende 35 % der beschäftigten Frauen verbesserten ihre Beschäftigungsfähigkeit bzw. schafften einen beruflichen Aufstieg (Befragung 2007) G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbh Folie 3

Kriterium Nachhaltige Wirkung in den RSF- Förderlinien 2004-2006 Nachhaltigkeit/fortdauernde Wirksamkeit der Konzepte bezogen auf Strukturelle Verbesserung der Erwerbsbeteiligung von Frauen und auf den Abbau von geschlechtsspezifischen Barrieren für Frauen auf dem Arbeitsmarkt meint: Strukturänderungen, Verhaltensänderungen, Folgeaktivitäten, initiierte selbsttragende Kooperationen, Netzwerke G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbh Folie 4

Die Idee der Nachhaltigkeit: Beruht auf den Grundsätzen ressourcenschonenden Umgangs mit Natur und Umwelt Wurde analog weiterentwickelt in der Wirtschaft und Politik Verleihung des 1. Nachhaltigkeitspreises am 5.12.2008 an Unternehmen, die wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer und ökologischer Verantwortung verbinden Nachhaltigkeit wird im Sinne einer Entwicklung verstanden, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden. Kurz: Nicht auf Kosten von anderswo und nicht heute auf Kosten von morgen! G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbh Folie 5

Auswertungen zur nachhaltigen Wirkung von RSF-Projekten methodische Schritte 1. Integration in den Arbeitsmarkt: ABBA-Datenbank (ESF) mit Angaben zum Verbleib der Teilnehmerinnen 2. Kooperation und Vernetzung: Träger- und KoordinatorInnen-Befragung 2005 3. Beruflicher Aufstieg: Teilnehmerinnenbefragung 2007 und Unternehmensstudie 2008 4. Umsetzungsgespräche u. Protokolle durch fachliche Begleitung mit Trägern/Koordinatoren/Regionalagenturen 2005 2008 5. Inhaltsanalyse der Protokolle 2005 per MAXqda2 (2007) G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbh Folie 6

Auswertungen zur nachhaltigen Wirkung von RSF-Projekten methodische Schritte 6. Broschüren mit Projektbeschreibungen zu vier Themen: Vereinbarkeit, Beruflichem Aufstieg, Migration und Berufsrückkehr und Gesundheits- und Sozialberufe 7. Trägerbefragungen und Selbstevaluation der Maßnahmen zur Teilzeitberufsausbildung (Abschlussbericht auf G.I.B.- Internetseite). Förderung von Teilzeitberufsausbildungsprojekten (Vorbereitung u. Begleitung) im Rahmen der nächsten ESF-Phase: Brücken bauen in den Beruf 8. ExpertInnengespräch zu Projekten Vereinbarkeit von Beruf und Pflege Angehöriger G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbh Folie 7

Übersicht zur nachhaltigen Wirkung von RSF-Projekten: (104 von 296) Formen der Fortsetzung von RSF-Konzepten über: ARGEN/Agenturen für Arbeit: 8 x Bildungsscheck (MAGS): 13 x RSF-Projektträger oder andere Anbieter: 19 x Fortsetzung von Netzwerken und zielgruppenspezifischen Informationen Internetseiten, - portale: 50 x Netzwerke: 25 x Etablierung von Strukturveränderungen und Verbesserung von Rahmenbedingungen: Neue Verfahren und Strukturen in Regionen und in der Wirtschaft: 35 x G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbh Folie 8

Querschnittsziel Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung 2007 2013 1. Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf 2. Geschlechtergerechte berufsbezogene Orientierung 3. Beschäftigungspotenziale des Dienstleistungssektors erschließen Gender-Perspektive bei Projektvorbereitung, - auswahl und konsequentes Gender-Controlling in allen Prioritätsachsen des ESF-Programms G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbh Folie 9

Querschnittsziel Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung 2007 2013 1. Prinzip Gender Mainstreaming in allen Förderbereichen und in der Berichterstattung (Monitoring) generell anwenden 2. z.b. Innovative Projekte 3. z.b. Handlungsprogramm Brücken bauen in den Beruf, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, NRW G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbh Folie 10

Förderansatz: Innovative Projektvorhaben in den Feldern A ( Beschäftigungsfähigkeit ) und B ( Zielgruppen ) Anforderungen an Innovative Projektvorhaben: Sturkturbildend /nachhaltig Bezug zu regionaler Bedarfslage noch nicht erprobt Keine andere/ keine ausreichende andere Finanzierung Gender Mainstreaming als Querschnittsziel G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbh Folie 11

MAGS-Handlungsprogramm Brücken bauen in den Beruf 3 Arbeitsschwerpunkte zu Berufsrückkehr und Vereinbarkeit 2007 bis 2010 1. Informieren: Integriertes Angebot: Forum W (MAGS und MGFFI): www.wiedereinstieg.nrw.de (Informationen zum beruflichen Wiedereinstieg von A-Z), Call NRW-Service und KomNet Berufsrückkehr: online-recherche und Beratungsangebot. Orientierung und Z. 2. Fördern: 2008: Bildungsscheck für Berufsrückehrende 2009: TEP-Teilzeitberufsausbildung- Einstieg begleiten Perspektiven öffnen: Förderung von ca. 200 Müttern ohne Berufsausbildung (Vorbereitung, Coaching, Ausbildungsbegleitung) 3. Umdenken: 2008/2009: Start von sechs neuen Netzwerken /Bündnissen zur Förderung der Teilzeitberufsausbildung für Mütter/Väter Thema 2009: Vereinbarkeit von Pflege und Beruf / familienfreundliche Unternehmen G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbh Folie 12

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Karin Linde, Dipl. Soziologin Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbh G.I.B. Tel. 02041/767-257 Mail: k.linde@gib.nrw.de Weitere Informationen auf der Internetseite: www.gib.nrw.de/service z.b. Projektdatenbank Regionen Stärken Frauen mit über 500 Materialien, Berichten, Ergebnissen, Flyern, Pressemitteilungen G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbh Folie 13