Informatik und Informationstechnik (IT) Abgrenzung Zusammenspiel
Übersicht Informatik als akademische Disziplin Informations- und Softwaretechnik Das Berufsbild des Informatikers in der Bibliothekswelt Konsequenzen für die Aus- und Weiterbildung von Bibliothekaren
Was ist und was will Informatik? Ausgangspunkt: Ein Problem. Rüstzeug: Bleistift und Papier. Frage: Kann ich eine Lösung in so kleinen Schritten entwerfen, dass auch so etwas Dummes wie eine Maschine diese durchführen kann? Wenn ja: Dann gehört das Problem in den Bereich der Informatik. (Jetzt dürfen Sie einen Computer kaufen gehen.)
Definition Informatik Informatik bezeichnet die Wissenschaft von der Information und die Praxis ihrer Nutzung und Anwendung unter Betonung von Methoden der maschinellen Informationsverarbeitung. Im Mittelpunkt der Informatik stehen demnach die Modellierung und Darstellung von Information, deren Erfassung, Speicherung, Umformung durch Berechnung, Übertragung und Aufbereitung für die Mensch-Maschine- Interaktion und die Steuerung von Prozessen. (http://www.enzyklopaedie-der-wirtschaftsinformatik.de/ wi-enzyklopaedie/lexikon/uebergreifendes/kerndisziplinen/informatik/)
Definition Theoretische Informatik Untersucht die mathematischen Methoden und Modelle, die sich hinter der Fassade der modernen Hardware- und Software-Technik verbergen. Wichtige Teilbereiche der theoretischen Informatik sind die Logik, die Theorie der formalen Sprachen, die Theorie der endlichen Automaten sowie die Berechenbarkeits- und die Komplexitätstheorie. (Hoffmann, Dirk W.: Theoretische Informatik. 2., aktualisierte Aufl. München : Hanser, 2011)
Informatik (Wikipedia) Informatik ist die Wissenschaft der systematischen Verarbeitung von Informationen, insbesondere der automatischen Verarbeitung mit Hilfe von Digitalrechnern. Historisch hat sich die Informatik einerseits als Formalwissenschaft aus der Mathematik entwickelt, andererseits als Ingenieursdisziplin aus dem praktischen Bedarf nach schnellen und insbesondere automatischen Ausführungen von Berechnungen.
Theoretische Informatik (Wikipedia) Die theoretische Informatik beschäftigt sich mit der Abstraktion, Modellbildung und grundlegenden Fragestellungen, die mit der Struktur, Verarbeitung, Übertragung und Wiedergabe von Informationen in Zusammenhang stehen. Die theoretische Informatik wurde von den Befürwortern dieser Wissenschaftskategorie in die Strukturwissenschaften eingeordnet. Neben dem mathematischen Erkenntnisgewinn lassen sich manche der gefundenen Lösungen praktisch implementieren, um Menschen [ ] automatisierte Vorteile der Mathematik- und Computer-Nutzung zu verschaffen.
Informatik (Wikipedia) Forts. Heute wird die Informatik weder eindeutig als Ingenieurwissenschaft noch als Strukturwissenschaft klassifiziert, sondern als eine Disziplin, die sowohl über ingenieurwissenschaftliche als auch strukturwissenschaftliche Seiten verfügt.
Vom abstrakten Konzept zur konkreten Umsetzung.
Definition Informationstechnik (IT) Informationstechnik [ ] ist ein Oberbegriff für die Informations- und Datenverarbeitung sowie für die dafür benötigte Hard- und Software. (Wikipedia)
Im Softwarebereich gibt es [ ] zahlreiche Leute, die glauben, dass bereits die Beherrschung der Syntax einer Programmiersprache sie zu Programmierern macht. In vieler Hinsicht ähnelt die heutige Softwarepraxis dem Zustand der Ingenieurwissenschaften zur Renaissancezeit, wo [ ] immer wieder versucht wurde, ein perpetuum mobile zu konstruieren und wo man das Nicht-Funktionieren der Apparaturen auf die mangelnde [ ] Qualität der Ausführung zurückführte. Wenn man den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik einmal verstanden hat, sieht man [ ] die Fruchtlosigkeit dieser Bemühungen sofort ein. Theorie als Rüstzeug! D.h., solide Kenntnisse von Algorithmen und Datenstrukturen. (Herbert Klaeren, Skriptum Softwaretechnik)
Der Informatiker in der Bibliothekswelt Kommunikation (Entwurf) Bibliothekar benötigte Dienstleistungen Planung& Vermittlung Informatiker Konzept Kommunikation (Umsetzung) ITler Auftrag und Rückmeldung Hard- und Software- Knowhow
Aus- und Weiterbildung von Bibliothekaren Aus dem Flyer MA Bibliotheksinformatik an der TH Wildau: (Hard- und Software) verstehen (Projekte) betreuen (Open-Source-Software) installieren (Open-Source-Software) pflegen (Open-Source-Software) anpassen (Schnittstellen) nutzen (einfache Programmierarbeiten) durchführen MÜNDIGKEIT gegenüber der IT
Fazit: Mögliche Funktionen des Informatikers in Zusammenarbeit mit Bibliothekaren Vermittlung zwischen Bibliothek und IT (= Übersetzer) Planung von Projekten bis hin zu den einzelnen, programmierbaren Lösungsschritten Umgang mit bibliothekarischen Datenstrukturen (Titel- und Normdaten plus Verknüpfungen) Formulierung und Verbreitung von (technischen und bibliothekarischen) Normen und Standards Aktives, konzeptionelles und langfristig gedachtes Vorantreiben der (Open-Source-)Softwareentwicklung im Sinne der Bibliotheken!
Bibliotheken, leistet euch Theoretiker! Danke.