Schulversuch-Protokoll Jan gr. Austing

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Transkript:

rganisch-chemisches Praktikum für Studierende des Lehramts WS 06/07 Leitung: Prof. ilt/ Dr. Reiß Schulversuch-Protokoll 6.1.007 Jan gr. Austing 1) Versuchsbezeichnung: xidation von Milchsäure ) Reaktionsgleichung: xidation von Milchsäure mit KMn 4 im sauren Milieu + + 5 3 4 6 3 5 3 5 14 C C C + Mn + C C + C + Mn + xidation von Milchsäure mit KMn 4 im basischen Milieu 3 C C C + Mn 3 C C C + Mn + 3 4 3 xidation von Milchsäure mit Wasserstoffperoxid C C C + C C + C + 3 3 3) Chemikalien: Stoffbezeichnung Smp./Sdp. Gefahren- R- und S- Menge [ C] symbole Sätze Xi R: 38-41 Milchsäure S: 6-39, Xn, R: 8--50/53 Kaliumpermanganat S: 60-61 C R: 35 atriumhydroxid S: 6-36/37/39-45 R: 35 konz. Schwefelsäure C S: 6-30-45 Phenylhydrazin T, R: 3/4/5- -1-

36/38-43-45-48/3/4/5-50- 68 S: 45-53-61 C R: 0/-34 Bariumhydroxid Schiffs Reagenz Eisessig Wasserstoffperoxid S: 6-36/37/39-45 C R: 10-35 S: 3-6-45 C R: 34 S: 3-6- 36/37/39-45 4) Geräte: - Reagenzgläser - Reagenzglasklemme - Bechergläser (50 ml) - Gasableitungsrohr (rechtwinklig gebogenes Glasrohr) - Trichter mit Faltenfilter - 5 ml-einwegspritze mit Kanüle --

5) Versuchsskizze/Foto(s): Schiffs Reagenz mit Aldehyd entstandener Braunstein 6) Versuchsdurchführung/ Beobachtungen: xidation von Milchsäure mit KMn 4 im sauren Milieu Man gibt ml Milchsäure in ein Reagenzglas und fügt 5 ml 10%ige Schwefelsäure hinzu. achdem man mit 5 ml einer 50%igen Kaliumpermanganat-Lösung hinzu und verschließt mit einem Stopfen, in dem sich ein Gasableitungsrohr befindet. ierbei ist bei mir jedoch schon ein Großteil des Reagenzglas-Inhaltes übergelaufen, braune Blasen haben sich dabei entwickelt. un wird leicht mit dem Brenner erwärmt, das enstehende Gas wird in ein mit Schiffs Reagenz gefülltes Reagenzglas eingeleitet. Jedoch entstand bei mir nicht mehr wirklich viel Gas, da die Reaktion wohl mehr oder weniger schon nach Zugabe des Kaliumpermanganats abgelaufen war. ach erneuter Durchführung des Versuchs konnte auch eine Färbung des Schiffs Reagenz beobachtet werden. Anschließend leitet man das Gas auf einen Glasstab, der mit einem Tropfen einer gesättigten Bariumhydroxid-Lösung benetzt ist, am Glasstab kann man eine leichte Trübung beobachten.. Zudem kann man noch das Gas auf ein befeuchtetes Indikator-Papier halten, welches sich dann rot färben sollte. xidation von Milchsäure mit KMn 4 im basischen Milieu 1 g Milchsäure werden in einem Becherglas in 5 ml Wasser gelöst und durch Zugabe von 10%iger atronlauge unter Kontrolle mit Indikatorpapier neutralisiert. Anschließend gibt man 5 ml einer 4%igen Kaliumpermanganatlösung hinzu und rührt gut um, man kann die Bildung eines braunen iederschlags beobachten. ach 15 Minuten Standzeit wird filtriert, das farblose Filtrat wird mit 1 ml 5%iger Essigsäure angesäuert und dann mit ml -3-

Phenylhydrazin versetzt. Da ich kein Phenylhydrazin sondern nur,4-dinitrophenylhydrazin zur Verfügung hatte, setzte ich dieses hinzu. Eigentlich sollte in feinen adeln das,4- dinitrophenylhydrazon auskristallisieren, aber bei mir konnte das nicht beobachtet werden. xidation von Milchsäure mit Wasserstoffperoxid In ein Reagenzglas gibt man ml Milchsäure. Das Reagenzglas wird mit dem mit Gasableitunsgrohr durchbohrten Stopfen verschlossen. Anschließend bohrt man die Kanüle der 5 ml-einwegspritze, die man zuvor mit 10%iger Wasserstoffperoxid-Lösung gefüllt hat, durch den Stopfen und tropft ca. 10 Tropfen der Lösung dazu. Das Gas wird wieder in Schiffs Reagenz geleitet und mit dem mit Bariumhydroxid-Lösung benetzten Glasstab auf C getestet. 7) Entsorgung: Die Lösungen werden neutral als Lösungsmittelabfälle entsorgt. 8) Auswertung der Versuchsergebnisse (fachlich): Die Reaktionsgleichungen der einzelnen Reaktionen sind oben zu finden. Struktur von Milchsäure: C 3 Schiffs Reagenz (fuchsinhaltige schweflige Säure) ist ein Reagenz, das selektiv auf Aldehyde durch Änderung der Farbe anschlägt, es ist also ein achweisreagenz für die bei der xidation mit Kaliumpermanganat im Sauren und die bei der xidation mit Wasserstoffperoxid entstehenden Aldehyde. Dabei kann der Mechanismus wie folgt erklärt werden: -4-

Cl Cl C 3 C 3 Fuchsin (violett) Cl S 4 Cl S 3 C 3 C 3 Schiffs Reagenz (farblos) S 3 C 3 R + R S 3 C 3 (violett) Mit Bariumhydroxid-Lösung weist man das C als weißes, schwerlösliches Bariumcarbonat nach. Die bei der xidation mit Kaliumpermanganat im basischen Milieu entstehende Brenztraubensäure soll mit Phenylhydrazin zum Phenylhydrazon reagieren, welches dann als Feststoff auskristallisiert: -5-

+ 3C C3 Phenylhydrazon 9) Methodisch-didaktische Analyse: Für den Versuch muss man 30 min Vorbereitung, 0 min Durchführung und 5 min achbereitung ansetzen. Die Geräte sollten in einer Schule vorhanden sein, ob allerdings Milchsäure vorhanden ist, ist fraglich. Zudem muss Schiffs Reagenz evtl. vor dem Versuch selbst angesetzt werden, womit auch einiger Zeitaufwand verbunden ist. Durch die Färbung wird die Anwesenheit von Aldehyden gut sichtbar gemacht, wobei man jeweils nach Zugabe des Kaliumpermanganats sehr schnell das Gasableitungsrohr aufsetzen muss, damit man noch Gas auffangen kann. Das Phenylhydrazon ist nicht auskristallisiert, so dass man sagen kann, das dieser Teilversuch nicht immer gelingt. Insgesamt benötigt der Versuch viel Zeit, wobei die erhaltenen Ergebnisse in Frage stellen, ob sie diesen Aufwand rechtfertigen. Auch stellt sich mir die Frage, inwiefern der Versuch in den Unterricht eingebaut werden soll, um Ketone/Aldehyde zu besprechen halte ich andere Versuche für geeigneter. Schiffs Reagenz als achweis für Aldehyde hingegen ist für die Schule meiner Meinung nach gut geeignet. Aufgrund des hohen Aufwands sollte der Versuch, wenn überhaupt, als Lehrerversuch durchgeführt werden. 10) Literatur: - Praxis der aturwissenschaften, eft 7, 1999, S. 10/11-6-