Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen Klaus Dahm Mail: dahm@bsb-muenchen.de Internet: www.oebib.de Basiswissen Schulbibliothek: - nicht nur für Einsteiger - 2. Bayerischer Schulbibliothekstag 2011 Nürnberg
Grundlagen der Schulbibliotheksplanung von der pädagogischen Zielsetzung - Warum wollen wir eine (neue, neugestaltete) Schulbibliothek? - Bedarf bei Lehrkräften und Schülern? über das Konzept - Was ist uns am Wichtigsten? Nutzungsschwerpunkte? Zielgruppen? - Welche Aktivitäten sollen in der Bibliothek stattfinden? - Wie soll es funktionieren? Medienmanagement, EDV, Personal, Öffnungszeiten, Kooperationen, Outsourcing zur Realisierung - Finanzierung: Bau, Einrichtung, Bestand, Technik 2. Bayerischer Schulbibliothekstag 2011 Nürnberg
Pädagogische Zielsetzungen Erwerb von Grundkompetenzen/Schlüsselqualifikationen Lesekompetenz > Entwicklung von Lesefreude, Förderung des Spracherwerbs (u.a. Kinder mit Migrationshintergrund), Wortschatzerweiterung, Textverständnis Informationskompetenz > Bibliothekskompetenz, Recherchekompetenz, Internetkompetenz, Präsentationskompetenz Medienkompetenz > Medienerziehung Lernraum für die Schule (Ganztagsschule!) Offene Arbeitsformen / Lernkultur / freier Lernort Kommunikations-. Entspannungsraum Freies Lesen, Entspannung, Wohlfühlort, Chillen 2. Bayerischer Schulbibliothekstag 2011 Nürnberg
Schulbibliotheksprofil Was soll die Bibliothek sein? Welche Hauptnutzung? Medienzentrum Bestandsvermittlung Lernzentrum Kommunikationsort Schulbibliothek Veranstaltungsort Ort der Leseförderung Unterrichtsraum 2. Bayerischer Schulbibliothekstag 2011 Nürnberg
Nutzungsmöglichkeiten /-schwerpunkte Bestandsaufbewahrung, -präsentation: Bücher / Medien Bestandsnutzung: Präsenz, Ausleihe Arbeitsplätze, Leseplätze (mit/ohne EDV / Internet) Kommunikation, Chillen Unterrichtsmöglichkeit mit Präsentationstechnik Veranstaltungen
Bibliothekskonzept: Inhalte Welche Nutzungsarten, welche Angebote? Lage der Bibliothek? Größe Ist- und Zielbestand? Zahl der Arbeitsplätze? Erforderliche Raumgröße, ein oder mehrere Räume? Welches Raumklima, Material- und Farbdesign? Verbuchungsart (konventionell, EDV, Selbstverbuchung)? Internet: Kabelgebunden, W-Lan? Personal: hauptamtlich, nebenamtlich, ehrenamtlich? Öffnungszeiten: während der gesamten Unterrichtszeit, stundenweise? Kombination/ Kooperation mit ÖB/WB? Eigenarbeit oder Fremdleistungen? Katalogisierung, Systematisierung und ausleihfertige Bearbeitung Bezeichnung der Bibliothek?
Fläche: Sollfläche: 30 qm pro 1000 Bände/Medien (Zielbestand) 0,3 qm pro Schüler/Lehrer Zusätzliche Flächen für Sondernutzungen Bei gegebener Fläche und zu hoher Bestandszahl: Prüfung, ob vorhandene Bestandszahl reduziert werden kann: Ggf. Aussondern veralteter, nicht mehr benötigter, zerschlissener Titel in Absprache mit dem Kollegium Prüfung, ob selten gebrauchte Titel magaziniert werden können 2. Bayerischer Schulbibliothekstag 2011 Nürnberg
Buch- und Medienbestand: Richtwerte 1. Bayerischer Schulbibliothekstag Nürnberg
Lage im Schulgebäude Möglichst zentral Keine Keller- oder Dachgeschossräume Natürliche Belichtung Optisch auffällige Hinweise im Schulgebäude Leitsystem 2. Bayerischer Schulbibliothekstag 2011 Nürnberg
Erscheinungsbild / Aufenthaltsqualität Farb- und Materialkonzept: freundliche Farbgebung, haptisch angenehme Materialien, ergonomische Möblierung Belichtung und Beleuchtung Möglichst natürliche Belichtung in allen Bereichen Beleuchtungssystem: > Flexibel hinsichtlich Verstellbarkeit und Lichtintensität > Beleuchtungsstärke Arbeits- und Leseplätze, Verbuchung, Regale: 500 Lux Sonstige Bereiche: mind. 300 Lux Fußboden: Förderung eines angenehmen Raumklimas, farblich abgestimmt 2. Bayerischer Schulbibliothekstag 2011 Nürnberg
Raumgestaltung: Nicht so! 2. Bayerischer Schulbibliothekstag 2011 Nürnberg
Raumgestaltung: Nicht so! 2. Bayerischer Schulbibliothekstag 2011 Nürnberg
Raumgestaltung: Sondern so! 2. Bayerischer Schulbibliothekstag 2011 Nürnberg
Raumgestaltung: Sondern so! 2. Bayerischer Schulbibliothekstag 2011 Nürnberg
Raumgestaltung: oder so! 2. Bayerischer Schulbibliothekstag 2011 Nürnberg
Einrichtungsplanung: Raumgliederung nach Funktionsbereichen Verwaltung: Verbuchungstheke, Büro Regalbereich: Buch- und Medienpräsentation Kommunikationsbereich: Lesen, Veranstaltungen Lernbereich: Einzel- und Gruppenarbeitsplätze Informationsbereich: Online-Katalog, Arbeits-PC, Internet Anordnung: Prinzip des fallenden Lärmpegels!
Schulbibliothek / - mediathek 17 Eingangsbereich, Verwaltung Regalbereich Kommunikationsbereich Lernbereich Informationsbereich 2. Bayerischer Schulbibliothekstag 2011 Nürnberg
Buch- und Medienpräsentation 20 2. Bayerischer Schulbibliothekstag 2011 Nürnberg
Funktionsbereich: Ausleihe und Verwaltung Garderobe und Taschenschränke Plakatwände, Infoständer Bibliotheksinformation, Leitsystem Verbuchungstheke Medienbereithaltung 1. Bayerischer Schulbibliothekstag Nürnberg
Kommunikation und Veranstaltungen Lesetreppen Sessel und Sitzgruppen Verdunkelungsmöglichkeit Projektionsleinwand, Beleuchtungsspots, Anschluss Beamer, Fernsehgerät u.a. 1. Bayerischer Schulbibliothekstag Nürnberg
Lernen und Arbeiten Arbeitsmöglichkeiten für eine Schulklasse: 20 30 Arbeitsplätze Gruppenarbeitsplätze Einzelarbeitsplätze Multimediale Angebote mit Computerarbeitsplätzen, Software und Internet 23 Fortbildung Wesseling 22.9.2008
Bibliothekssoftware für einfache und effektive Verbuchung via Barcodescanner und Ausleihüberwachung, Unterstützung bei Systematik- und Schlagwortvergabe für Recherchen im Bibliotheksbestand via Online-Katalog OPAC, die Analyse des Bestands zur Bestandsaufbauoptimierung für die Nutzung von Fremddaten (Bibliotheksverbund Bayern, ekz, Internet-Buchhandlungen, andere Bibliotheken), Bestandsrecherche in der gesamten Schule und im Internet, für den Aufbau lokaler und regionaler Verbundkataloge, Zugriff von zuhause aus Für die Einübung des selbständigen Umgang mit elektronischen Katalogen und Informationsquellen durch Nutzung multimedia- und internetfähiger Computer. 2. Bayerischer Schulbibliothekstag 2011 Nürnberg
Bibliothekssoftware: Grundanforderungen Katalogaufnahme nach RAK (Regeln für die allg. Katalogisierung) Systematikregister, Schlag- und Stichwortverwaltung, ISBN-Register Fremddatenübernahme: Bibliotheksverbund Bayern, ekz u.a. (MAB- Schnittstelle) Benutzergruppen, individuelle Ausleihregeln, Ausleihbeschränkungen, Leihfristzettel, Mahnschreiben Erwerbung: Haushaltsüberwachung, getrennt nach Fächern Bestands- und Erwerbungsstatistik, Ausleihstatistik nach Benutzerund Bestandsgruppen, Hitlisten Schulspezifische Leistungen: Lernmittel-, Klassensatzverwaltung, Schülerdatenimport Web-OPAC Kaufen: Installation auf lokalem Arbeitsplatz oder Server Mieten: Betrieb in Rechenzentrum, Nutzung über Internet-Browser 2. Bayerischer Schulbibliothekstag 2011 Nürnberg
Bibliothekssoftware: Katalog
Bibliothekssoftware: Ausleihe
Bibliothekssoftware: Web-OPAC / Recherche
Bibliothekssoftware: Web-OPAC / Leseinsel
Bibliothekssoftware: Web-OPAC / Trefferliste
Kosten Neueinrichtung Schulbibliothek Kosten für Ersteinrichtung und die Mediengrundausstattung: Einrichtung: EDV: Bestand: ca. 5-6 EUR pro ME Zielbestand 1-Platzsystem + Software: 600-1.200 EUR Mehrplatzsystem + Software: > 1.500 EUR + Wartungskosten 12 EUR KiLit, 15 EUR Belletristik, 18 EUR SachLit Laufende Kosten für die jährliche Bestandserhaltung und Bestandserweiterung: 5 (- 10) % des Zielbestands x durchschnittlicher Medienpreis 2. Bayerischer Schulbibliothekstag 2011 Nürnberg
Finanzierungspaket Investitionshaushalt: Bau, Möbel, EDV Verwaltungshaushalt Schule: Erwerbungsetat für Bücher und Medien Spenden Sponsorengelder Sonstige Einnahmen: z.b. Schulaktionen 2. Bayerischer Schulbibliothekstag 2011 Nürnberg
Personal Leitung: Strategie, Koordination, Marketing, Bestandsaufbau, Systematisierung, Bestandspflege, Führungen, Fachberatung Lehrkraft (mit zusätzlicher Ausbildung/Schulung) Fachbibliothekar/in + Lehrkraft (Schulbibliotheksbeauftragter) Verwaltung: Ausleihe, Katalogisierung, Systematisierung, einfache Beratung Verwaltungskraft mit bibliothekarischer Grundausbildung/Schulung Zusatzkräfte: Ausleihe, Mitarbeit Veranstaltungen, Rücksortierung, Buchpflege, Minijob-Verträge, ehrenamtliche Kräfte: Schüler, Eltern
Gelingensbedingungen für die Schulbibliothek: Hard-Skills: Genügend Fläche für die Erfüllung der vorgesehenen Aufgaben Gut frequentierte Lage im Schulgebäude Freundliches Erscheinungsbild Attraktive Raumgestaltung, Aufenthaltsqualität Benutzerfreundliche Buch- und Medienpräsentation Lernortqualität: Einzel- und Gruppenarbeitsplätze, EDV- und Internetplätze Leistungsfähige Bibliothekssoftware Benutzerfreundliche Erschließung des Medienangebots (Katalog, Systematik) Gute Recherchemöglichkeiten (Web-OPAC) Eine engagierte, qualifizierte Leitung und die Betreuung durch eine ausreichende Zahl sachkundiger Mitarbeiter Öffnung während der gesamten Unterrichtszeit Ausreichende und dauerhafte Finanzierung
Gelingensbedingungen für die Schulbibliothek: Soft-Skills: Gutes Konzept Integration in das Schulprofil Unterstützung durch Schulleitung und Lehrerkollegium Mitwirkung der Schule (Lehrer + Schüler) bei der Planung und Entwicklung Fachkundige Beratung Integration in den Unterricht in allen Fächern Gutes Marketing Zusammenarbeit mit den Bibliotheken am Ort
Wichtige Informationsquellen im Internet www.schulmediothek.de Portal der Kommission Bibliothek und Schule des Deutschen Bibliotheksverbandes (DBV) www.oebib.de Portal der der Bayerischen Staatsbibliothek www.leseforum.bayern.de Portal des ISB / Referat Leseförderung und Schulbibliotheken http://schulbibliothek.wikispaces.com/ Schulbibliotheks-Wiki der LAG Schulbibliotheken in Hessen www.ekz.de/ekz/schule-bibliothek.php Portal der ekz.bibliotheksservice GmbH in Reutlingen
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schulbibliothek.wikispaces.com/ 43 1. Bayerischer Schulbibliothekstag Nürnberg
www.ekz.de/ekz/schule-bibliothek.php 44 1. Bayerischer Schulbibliothekstag Nürnberg
Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen Klaus Dahm Mail: dahm@bsb-muenchen.de Internet: www.oebib.de Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 2. Bayerischer Schulbibliothekstag 2011 Nürnberg