Die Apostelgeschichte

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(Apg. 13-28) A. Erste Missionsreise des Paulus (13,1-14,28) 1. Die Berufung zum Missionar (13,1-3) neue Dimension: internationale Mission! Hauptakteure wechseln von Aposteln zu Paulus v. 1 Weltmission geht von jüdisch-heidnischer Gemeinde aus, ein ethnisch bunter Haufen

Wie wird man zum Missionar (lat.: Gesandter )? 1. Geeignete Leute - Eignung (1) 2. Bereit zum Dienen - Bereitschaft (2) 3. Vom Heiligen Geist ausgesondert - Auswahl (2) 4. Von der Gemeinde berufen - Berufung (3) 5. und ausgesandt - Aussendung (3) Wer ist der Sendende? nicht der Gesandte/Missionar! sondern die Gemeinde! (2-3) letztendlich der Heilige Geist/Gott selbst! (4)

1. Missionsreise des Paulus mit freundlicher Genehmigung: Barry J. Beitzel: Großer Atlas zur Bibel 2013 SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten

Straßen zur Zeit des Römische Reichs Quelle: www.bibelkurs.com

2. Auf Zypern (13,4-12) Datum der 1. Missionsreise: 46-48 n.chr. Wer? Paulus, Barnabas, Johannes Markus (v.2.5) Johannes Beinamne: Markus Sohn einer Maria aus Jerusalem; relativ wohlhabend: großes Haus (12,12-13) Cousin von Barnabas (Kol. 4,10) frühkirchliche Tradition (Eusebius): Verfasser des Markus-Evangeliums frühkirchliche Tradition: Missionar/Bischof von Alexandria (Ägypten)

v. 5 Synagoge (= Versammlungsort) entstanden während Babylonischen Exils sehr oft erste Anlaufstelle für Mission: 1. Missionsreise: 13,14 (Antiochia); 14,1 (Ikonien) 2. Missionsreise: 17,1 (Thessalonich); 17,10 (Beröa); 17,17 (Athen); 18,4 (Korinth); 18,19 (Ephesus) 3. Missionsreise: 19,8 (Ephesus) Gott hatte schon 600 Jahre zuvor Vorbereitungen für Weltmission getroffen (andere Vorbereitungen: Straßenbau, Pax Romana, LXX: AT in Griechisch, Schulpflicht für Jungen)

3. In Antiochia in Pisidien (13,13-52) v. 13 Perge; Johannes Markus verlässt das Team v. 14-15 Synagogenbesuch v. 16-41 heilsgeschichtliche Predigt für Juden v. 42-44 Interesse und Bekehrung v. 45 Ablehnung und Lästerung (aus Neid) v. 46-47 Bestätigung zur Mission unter Heiden v. 48-52 Heiden freuen und bekehren sich; Juden vertreiben Paulus und Barnabas

4. In Ikonien (14,1-6a) ähnliche Ereignisse wie zuvor; Flucht nach Lystra 5. In Lystra (14,6b-20a) v. 8-10 Heilung eines Gelähmten v. 11-13 Barnabas Zeus, Paulus Hermes v. 14-17 Predigt: Die Schöpfung zeigt den Schöpfer. Bekehrt euch zum wahren Gott! v.19-20a Widerstand der Juden aus Antiochia und Ikonen; versuchte Steinigung

6. Rückkehr nach Antiochia in Syrien (14,20b-28) v. 21b-26 Rückreise auf demselben Weg v. 22 Nacharbeit in neuen Gemeinden v. 23 Gemeindestruktur (Gemeindeleitung) wird aufgebaut v. 27 Missionsberichte in sendender Gemeinde Fazit: verkündeten, wie viel Gott durch sie getan und wie er den Heiden die Tür des Glaubens aufgetan hätte. (27)

B. Apostelkonzil in Jerusalem (15,1-35) 49 n. Chr. ca. 5 Jahre seit Gründung der Gemeinde in Antiochia; außerdem 1. Missionsreise Streit: Jesus + jüdische Gesetze = echter Christ!? v. 18-29 Beschluss: 1. Gnade allein rettet! 2. Rücksicht nehmen auf Gewissen jüdischer Christen

C. Zweite Missionsreise des Paulus (15,36-18,22) Datum der 2. Missionsreise: 49-52 n.chr. Wer? Paulus, Silas (Silvanus) (15,40), Timotheus (16,3), Lukas (16,10), Priszilla und Aquila (18,18) Anlass: Zurüstung der neuen Gemeinden (15,36)

2. Missionsreise des Paulus mit freundlicher Genehmigung: Barry J. Beitzel: Großer Atlas zur Bibel 2013 SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten

1. Streit über Mitarbeiterbesetzung für die Reise (15,36-41) v.37-38 Grund für Streit: Barnabas will Johannes Markus mitnehmen; Paulus ist dagegen. Vorgeschichte: 13,13 v. 39 Resultat: Paulus und Barnabas trennen sich Streit im Team sind Nr. 1-Grund wenn Missionare vorzeitig das Missionsfeld verlassen Versöhnung mit Johannes Markus (2. Tim. 4,11) Wertschätzung des Barnabas (1. Kor. 9,6)

v. 40 Paulus nimmt Silas (Silvanus) mit angesehener in Jerusalemer Gemeinde (15,22) überbrachte Apostelkonzil-Beschlüsse (15,22) galt als Prophet (15,32) römischer Staatsbürger (16,37 38)

2. In Kleinasien (16,1-10) v. 1-3 Timotheus Teen/Twen (1. Tim. 4,12 junger Mann wurde ca. 64 n.chr., also 15 Jahre später, geschrieben) Mutter Eunike und Oma Lois gläubig; griech. Vater eher nicht; im AT gelehrt (2. Tim. 1,5; 3,15) durch Paulus gläubig? (1. Tim. 1,2) guter Ruf in Lystra und Ikonen (2) Beschneidung wegen der Juden (3), vgl. Apg 15! v. 4-5 Konzil-Beschluss an Gemeinden überbracht Festigung im Glauben und Gemeindewachstum

Apostelgeschichte 16,6 (HfA) Nach ihrem Aufenthalt in Lystra zogen sie durch die Provinzen Phrygien und Galatien. Aber der Heilige Geist ließ sie erkennen, dass sie in der Provinz Asia Gottes Botschaft noch nicht verkünden sollten.

Apostelgeschichte 16,7 (HfA) Auch als sie in die Nähe von Mysien kamen und weiter nach Norden in die Provinz Bithynien reisen wollten, erlaubte es ihnen der Geist Jesu nicht.

Apostelgeschichte 16,8 (HfA) So zogen sie an Mysien vorbei und erreichten die Hafenstadt Troas.

Apostelgeschichte 16,9 (HfA) Dort sprach Gott nachts in einer Vision zu Paulus. Der Apostel sah einen Mann aus Mazedonien, der ihn bat: "Komm nach Mazedonien herüber und hilf uns!

Apostelgeschichte 16,10 (LÜ) Als er aber die Erscheinung gesehen hatte, da suchten wir sogleich nach Mazedonien zu reisen, gewiss, dass uns Gott dahin berufen hatte, ihnen das Evangelium zu predigen.

Apostelgeschichte 16,11 (LÜ) Da fuhren wir von Troas ab und kamen geradewegs nach Samothrake, am nächsten Tag nach Neapolis

Apostelgeschichte 16,12 (LÜ) und von da nach Philippi, das ist eine Stadt des ersten Bezirks von Mazedonien.

Gottes Willen erkennen Wie führt der Heilige Geist? 1. 2. 3. 4. 5. Gottes Wort/Bibel Gebet/Bitte Gemeinde/Berater Gegebenheiten/Begleitumstände Gaben/Begabungen zum Schluss: Was würde ich denn gerne tun?

3. In Philippi (16,11-40) v. 12 Philippi die erste Stadt in Europa! v. 13-15 Lydia glaubt v. 16-18 Heilung der Magd mit Wahrsagergeist v. 19-22 aber Widerstand der Geschäftsleute v. 23-40 Paulus und Silas im Gefängnis v. 33-34 Gefängniswärter glaubt v. 37 Paulus macht von seinen römischen Rechten Gebrauch (vgl. 22,25-29; 25,11)

4. In Thessalonich (17,1-9) v. 4 Wachstum: Juden, Proselyten, angesehene Frauen v. 5 aber auch erneuter Widerstand 5. In Beröa (17,10-15) v. 11-12 freundliche Aufnahme; viele glauben v. 13 aber erneuter Widerstand von Thessalonich v. 14-15 Paulus muss gehen; Silas und Timotheus bleiben zurück

6. In Athen (17,16-34) intellektuelle Hauptstadt des Römischen Reiches Heimat von Sokrates, Platon und Aristoteles Fotos: Marie-Lan Nguyen / Wikimedia Commons

6. In Athen (17,16-34) intellektuelle Hauptstadt des Römischen Reiches Heimat von Sokrates, Platon und Aristoteles v. 16 Paulus geschockt über Götzenbilder v. 17 Predigt in Synagoge und auf Marktplatz, später auf dem Areopag (22)

Wie vom Glauben weitersagen? respektvoll (22) aktuell (23) lebensnah (24-27) kulturrelevant (28-29) auffordernd (30) christuszentriert (31) 1. Kor. 9,20 Evangelisation erfordert eine verständliche Sprache im Kontext der Zuhörer aber ist immer zielgerichtet auf Jesus Christus!

7. In Korinth (18,1-17) v. 2 Aquila und Priszilla beide wahrscheinlich schon gläubig. mussten Rom verlassen, weil Kaiser Klaudius alle Juden aus Rom wegtrieb (Apg. 18,2). reisen mit Paulus nach Ephesus und lassen sich dort nieder (18,18-19) später von Paulus als besondere Mitarbeiter geadelt (Röm. 16,3-4).

v. 3 Paulus arbeitet als Zeltmacher Missionare, die mit normalen Beruf in Mission gehen, um Lebensunterhalt zu verdienen. Missionare, die mit normalen Beruf in Mission gehen, weil sonst die Einreise unmöglich ist v. 5 Silas und Timotheus kommen hinzu, vgl. 17,14 8. Rückkehr nach Antiochia in Syrien (18,18-22)