Informatik IIa: Modellierung

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Transkript:

Informatik IIa: Modellierung Frühlingssemester 2013 Übung 5: Klassendiagramme, EPK Kapitel 8, 9 Ausgabe: 23.04.2013 Abgabe: 07.05.2013 Name: Matrikelnummer:

Aufgabe 1 Wissen zu EPKs (6 Punkte) Frage 1 [Typ ALL] (4 Punkte) Entscheiden Sie für jede der nachfolgenden Aussagen, ob sie korrekt sind in Bezug auf das oben dargestellte EPK Diagramm. Tritt Ereignis E2 ein, so wird die Funktion A unabhängig von dem Ereignis E1 ausgeführt. Richtig Tritt Ereignis E3 ein werden die Funktion B und C ausgelöst. Wird Funktion C ausgelöst, dann kann Ereignis E4 nicht eintreten. Ereignis E4 kann nur ausgelöst werden, wenn Ereignis E1 und Ereignis E2 eintreten und Funktion B ausgeführt wird. Falsch Frage 1 [Typ ALL] (2 Punkte) Entscheiden Sie für die nachfolgenden Aussagen über die Modellierung von Arbeitsprozessen ob sie korrekt sind. Richtig Falsch Der Parallelitätskonnektor in UML-Aktivitätsdiagrammen entspricht dem UND- Konnektor in EPKs. Ein Arbeitsprozess ist eine geordnete Folge von Arbeitsschritten zur Erreichung eines geplanten Arbeitsergebnisses. Das UML-Aktivitätsdiagramm kann nicht zur Modellierung von Arbeitsprozessen verwendet werden. Im EPK dient der Steuerfluss zur Gliederung in Teilmodelle. Seite 2

Aufgabe 2 Wissen zu Klassendiagrammen (9 Punkte) Frage 1.1 [Typ ALL] (5 Punkte) Oben ist ein UML Klassendiagramm dargestellt. Entscheiden Sie für die untenstehenden Aussagen, ob diese in Bezug auf das dargestellte Klassendiagramm korrekt sind. Richtig Die intensionale Sicht fasst Klasse B als Menge auf. Klasse C fasst gleichartige Objekte zusammen. Ein Objekt der Klasse E kann gleichzeitig das Merkmal von mehreren Objekten der Klasse D sein. Die Kardinalität 1..* definiert, dass jeweils genau ein Objekt der Klasse C als Merkmal eines Objekts der Klasse A verwendet wird. Ein Objekt der Klasse E kann als Merkmal ein Objekt der Klasse D haben, welches wiederum ein Objekt der Klasse E als Merkmal besitzt. Falsch Frage 1.2 [Typ ALL] (4 Punkte) Vererbung ist ein wichtiges Konzept in der Objektorientierten Programmierung. Entscheiden Sie für die untenstehenden Aussagen über Vererbung, ob diese in Bezug auf das oben dargestellte Klassendiagramm korrekt sind. Durch die Vererbung verfügt ein Objekt der Klasse C über eine Methode OperationD1. Richtig Ein Objekt der Klasse B besitzt keine Operationen. Objekte der Klasse D haben mehr als ein Attribut. Falsch Ein Objekt der Klasse E kann als Merkmal ein Objekt der Klasse C besitzen Seite 3

Aufgabe 3 UML Klassendiagramm (20 Punkte) Ein Institut der Universität Zürich möchte ein Informationssystem aufbauen. Im folgenden Text ist ein Ausschnitt der Problemstellung gegeben: Das Institut hat die Hauptaufgabe Lehrveranstaltung für die Studenten anzubieten. Dabei handelt es sich entweder um Vorlesungen oder Seminare. Über jede Veranstaltung ist ihr Nummer als auch die Anzahl ETCS-Punkte bekannt. Veranstaltungen können neu erstellt oder durch eine neue Veranstaltung ersetzt werden. Seminare können einfach ersatzlos abgesetzt werden und es ist möglich, dass deren Beschreibung geändert wird. Bei Vorlesungen werden das Prüfungsdatum sowie der genaue Inhalt vermerkt. Das Institut beschäftigt Mitarbeiter, über welche jeweils eine Mitarbeiternummer und das Team vermerkt werden. Bei Assistenten, welche auch Mitarbeiter sind, werden jeweils noch der Beschäftigungsgrad und der höchster Abschluss registriert. Jeder Assistent arbeitet an mindestens einer Lehrveranstaltung mit. Eine Lehrveranstaltung wird genau von einem Assistenten betreut. Ein Assistent kann laufend eingestellt oder entlassen werden. Die Professoren sind auch Mitarbeiter am Institut und leiten die Veranstaltungen. Eine Veranstaltung kann von mehreren Professoren geleitet werden und jeder Professor leitet mehrere Veranstaltungen. Für jeden Professor sollte sein Fachgebiet als auch seine Raumnummer abrufbar sein. Dann gibt es auch noch IT-Mitarbeiter am Institut welche die Assistenten bei der Wartung der elearning-plattformen unterstützen. Eine elearning-plattform bietet Zugang zu den Dokumenten, welche für Lehrveranstaltungen gebraucht werden. Jeder Assistent ist jeweils verantwortlich für den aktuellen Inhalt der Dokumente seiner Lehrveranstaltung. Jede Plattform hat neben den Dokumenten noch einen Link, sowie eine Bezeichnung und die Veranstaltungsnummer. Die Plattform kann aktualisiert, gelöscht oder neu erstellt werden. Studenten, welche die Lehrveranstaltungen besuchen, nutzen die elearning-plattform zum Abrufen des Lernmaterials. Für jeden Student ist seine Matrikelnummer bekannt. Modellieren Sie den oben beschriebenen Sachverhalt in einem UML 2.0 Klassendiagramm. Achten Sie darauf, dass alle Kardinalitäten vollständig angegeben sind. Ist eine Kardinalität im Text nicht genau spezifiziert, treffen Sie Annahmen und begründen Sie diese kurz. Seite 4

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Aufgabe 4 EPK (26 Punkte) Der folgende Text beschreibt die Situation in einer Bankabteilung, wenn ein Angestellter den Antrag für eine Altersanlage erhält: Wenn ein Antrag für eine Altersanlage eintrifft, dann wird zuerst geprüft ob der Antrag vollständig ausgefüllt wurde. Ist der Antrag vollständig, werden die Kundenerwartungen geprüft. Fehlen noch Angaben, dann werden diese beim Kundenberater nachgefragt. Sobald der Kundenberater alle Angaben geliefert hat, werden auch in diesem Fall die Kundenerwartungen geprüft. Kann der Kundenberater die fehlenden Angaben nicht liefern, dann wird dem Kunden mitgeteilt, dass der Antrag nicht ausgeführt werden kann und er gilt als beendet. Ist die geforderte Rendite der Anlage grösser als die erwarteten Renditen der Standard-Portfolios muss ein neues Portfolio zusammengestellt werden, welches an die Investmentabteilung zur Prüfung weitergeben werden muss. Der Prozess geht weiter sobald das neue Portfolio von der Investmentabteilung bewilligt ist oder ein passendes Standard-Portfolio gewählt wurde. Dann werden die Verträge ausgearbeitet. Als nächstes werden gleichzeitig dem Kunden alle erstellten Verträge zugesandt sowie dem Kundenberater alle wichtigen Informationen weitergegeben. Treffen die unterschrieben Verträge des Kunden wieder bei der Bank ein, werden die Angaben im System angepasst und der Antragt gilt als beendet. Modellieren Sie den oben beschriebenen Sachverhalt als ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK). Darzustellen sind Ereignisse, Prozesse, Konnektoren und der Steuerfluss. Hingegen müssen Wegweiser, Subprozesse oder die Elemente der erweiterten EPKs NICHT modelliert werden. Seite 6

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