Patienten-Information

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Brustzentrum Osnabrück Patienten-Information Chemotherapie in unserer Tagesklinik

Liebe Patientin, bei Ihnen soll eine ambulante Chemotherapie durchgeführt werden. Mit dieser Broschüre wollen wir Ihnen einige Hinweise zu Ihrer bevorstehenden Behandlung geben. Allgemeines Bei einer Chemotherapie werden in der Regel verschiedene Medikamente kombiniert. Ziel ist es, so viele Krebszellen wie möglich zu zerstören. Die sogenannten Zytostatika werden meist nacheinander als Infusion über eine Vene verabreicht. Damit nicht bei jedem Zyklus eine Vene angestochen werden muss, entscheiden sich viele Frauen für einen Portkatheter (kurz: Port). Ein Port ist ein Verteilungssystem, das oberhalb der Brust implantiert wird. Die Venen am Arm werden geschont und auch die Gefahr, dass aggressive Medikamente neben die Vene laufen und das Unterhautgewebe des Armes schädigen, ist wesentlich geringer. Ein weiterer Vorteil des Portkatheters: Während die Infusion einläuft, muss Ihr Arm nicht ruhig liegen bleiben und Sie haben mehr Bewegungsfreiheit. Üblicherweise besteht die Chemotherapie aus mehreren Zyklen, meistens sind es sechs. Ein Zyklus umfasst den Tag, an dem die Zytostatika (Infusionen) verabreicht werden, und die anschließende Pause von mehreren Wochen (in der Regel drei Wochen). In dieser Zeit können sich die Körperzellen von den Nebenwirkungen der Behandlung erholen. Zum Thema Nebenwirkungen haben wir eine Broschüre für Sie. Falls Sie diese nicht erhalten haben, sprechen Sie uns gerne an.

Ablauf der Chemotherapie in unserer Tagesklinik Vor der Chemotherapie Hin- und Rückfahrt zu unserer Tagesklinik müssen gut organisiert werden, da Sie selber nicht fahren dürfen (Fahrtkostenerstattung und Taxinutzung möglich sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse). Eventuell ist es hilfreich, am Abend vor der ersten Chemotherapie eine Schlaftablette einzunehmen. Vor Beginn und nach Abschluss der Therapie ist es nötig, die Herzfunktion mit Ultraschall (Echo) zu untersuchen. An dieser Stelle möchten wir Sie darauf hinweisen, dass auch für die Medikamente einer Chemotherapie ein finanzieller Eigenanteil zu leisten ist. Selbstverständlich sind Sie herzlich eingeladen, sich die Tagesklinik bereits im Vorfeld der Behandlung anzusehen und uns kennen zu lernen.

Ablauf der Chemotherapie in unserer Tagesklinik Am Tag der Chemotherapie Melden Sie sich um 7.45 Uhr in der Tagesklinik Sie sollten möglichst nicht nüchtern erscheinen. Während Ihrer Behandlung kann Ihnen Kaffee, Tee oder Wasser gereicht werden, außerdem besteht die Möglichkeit, ein Mittagessen zu bestellen. Sobald Sie in der Tagesklinik anwesend sind werden Ihre Laborergebnisse (oft schon vom Hausarzt gefaxt) kontrolliert, erst dann können die Medikamente in der Apotheke vorbereitet werden. Sie sitzen in verstellbaren Liegesesseln und erhalten eine Klingel an Ihrem Sitzplatz. Sie werden voraussichtlich mit mehreren Patienten während der Chemotherapie in einem Raum sitzen. Sie können sich austauschen oder uns und ihren Mitpatienten signalisieren, dass Sie dieses nicht möchten. Die Dauer der Chemotherapie umfasst üblicherweise mehrere Stunden. Nehmen Sie sich z. B. etwas zu lesen und / oder Musik / Hörbücher mit. Tragen Sie Kleidung, in der Sie sich wohl fühlen. Sie können sich darüber hinaus gerne z.b. Ihre eigene Kuscheldecke oder ein Kissen mitbringen. In der Tagesklinik stehen aber auch Decken zur Verfügung. Vor der eigentlichen Chemotherapie wird durch eine Ärztin/ einen Arzt die Portnadel gelegt und eine kurze Infusion gegen mögliche Nebenwirkungen angeschlossen.

Nutzen Sie diese Zeit, um mit der Ärztin/ dem Arzt spezielle Fragen zu klären, da die Ärztin/ der Arzt nicht während der ganzen Therapiezeit vor Ort ist. Für den weiteren Ablauf ist immer eine Pflegeperson für Sie da. Des Weiteren sind unsere Psychologinnen nahezu immer erreichbar und schauen im Regelfall einmal täglich in der Tagesklinik herein. Während der Infusion sollten Sie Ihren Zugang beobachten und Brennen, Schmerzen oder Jucken an der Einstichstelle sofort melden. Nachdem alle Medikamente verabreicht wurden, wird Ihr Portkatheter gespült, die Portnadel entfernt und ggf. die Einstichstelle mit einem Pflaster versorgt. Sie erhalten einen Termin für den nächsten Chemotherapiezyklus und dürfen aus der Tagesklinik abgeholt werden.

Spezielle Informationen zu einigen möglichen Medikamenten 5-Fluorouracil (F) Sie sollten eine zu starke Sonneneinstrahlung meiden (draußen möglichst langärmlige Kleidung, Kopfbedeckung, Lichtschutzmittel verwenden), da UV-Strahlen Begleiterscheinungen wie akuten Sonnenbrand, bleibende Pigmentation, Rötungen sowie Juckreiz auslösen können. Epirubicin (E) Der Urin färbt sich rot-orange sofort nach der Verabreichung. Paclitaxel = Taxotere(T) Während der Verabreichung erhalten Sie Eishandschuhe, da eine Kühlung der Hände die Nebenwirkungen an Haut, Nägel und Fingerspitzen reduzieren kann. Cyclophosphamid (C) Der Abbau von Cyclophosphamid wird durch Inhaltsstoffe der Grapefruit beeinflusst. Sie sollten deshalb 48 Stunden vor und nach der Infusion keine Grapefruitprodukte zu sich nehmen. Wegen der toxischen Wirkung der Ausscheidungsprodukte auf die Blasenschleimhaut ist auf eine genügende Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Erreichbarkeit Unsere Telefonnummern: Tagesklinik: 05 41 / 502-2800 Brustzentrum: 05 41 / 502-2270 Station B 4: 05 41 / 502-2340 Psychologischer Dienst: 05 41 / 502-2601 Wir hoffen, dass diese Informationen für Sie hilfreich sind. Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an! Niels-Stensen-Kliniken Franziskus-Hospital Harderberg Klinik für Senologie Alte Rothenfelder Str. 23 49124 Georgsmarienhütte Tel.: 05 41 / 502-22 70 E-Mail: senologie@franziskus.com www.niels-stensen-kliniken.de