Netzwerke gewinnbringend nutzen Ob ganz real vor Ort oder virtuell im Internet: Es gibt immer mehr Möglichkeiten, die eigene Projektarbeit zu vernetzen. Doch was bringen Netzwerke? Wie kann man eigene Netzwerke aufbauen? Der Workshop gibt einen Einblick in die Vernetzungsarbeit und benennt erste Schritte zur Gründung eigener Netzwerke.
Literatur Herbert Schubert (Hrsg.) 2008: Netzwerkmanagement. Koordination von professionellen Vernetzungen Grundlagen und Beispiele. Wiesbaden
Charakteristika von Netzwerken Beispiele WWW Stromnetz Spinnennetz Fischernetz Soziale Netzwerke Terrornetzwerk Schienennetz Charakteristika Nicht hierarchisch Abgegrenzte Menge von Knoten (Elementen) Bezug auf einen sozialen Kontext Direkte Beziehungen untereinander sind möglich
Kritik Stichworte Wirtschaftsmonopole Oligarchien Klüngel Seilschaften Problematik Machtressourcen werden gegenüber anderen abgeschottet
Vorbehalte gegen Netzwerke Hoher Zeitaufwand Eventuell finanzieller Aufwand Preisgabe von Know How Angst vor Ideenklau Angst vor Verlust der Selbständigkeit Abhängigkeit von den Netzwerkpartnern Unterschiedliche Organisationsphilosophien, Konkurrenz und schlechte Erfahrungen als Hürden
Vorteile von Netzwerken Eigene Ziele erfolgreicher umsetzen Die eigene Innovationskraft durch Partner stärken Kompetenzen und Ressourcen, die in der eigenen Organisation nicht vorhanden sind, einbinden Transfer von Ideen und Anregungen Erreichen von Leistungen, zu denen kein Partner allein aus eigener Kraft imstande ist Unter den Netzwerkpartnern wird - über das Ziel des Netzwerks hinausreichend - Vertrauen, Solidarität und Verbindlichkeit aufgebaut. Damit entsteht Soziales Kapital
Funktion von Netzwerken Kooperative Netzwerke Kompetenzorientierung Wirkungsvolle und sinnstiftende Prozesse
Sinn und Wirkung erreichen Grundlage für die Zusammenarbeit im Netzwerk ist ein explizit vereinbartes gemeinsames Ziel Die beteiligten Akteure bleiben autonome Einheiten Die gemeinsame Wirkung wird durch dezentrale Leistungsbeiträge sichergestellt Die Netzwerkorganisation erhält Sinn, Wirkung und Stabilität durch gemeinsame Entscheidungen
Beispiel Netzwerkaufbau Finden von Gründungsmitgliedern: Bildung einer Gruppe von Interessenten zur Gründung des Netzwerks Definition gemeinsamer Ziele, Festlegung erster Schritte, Beschreibung der Arbeitsweisen (eine Seite!) Erste öffentliche Präsentation der Netzwerkidee zur Ausweitung des Interessentenkreises und Festlegung einer Kümmerer-Gruppe Festliche Netzwerkgründung: Aus Gründungsmitgliedern und Interessenten werden aktive Mitglieder, die Kümmerergruppe bleibt erhalten
Fragen, Diskussion, Thesenbildung Was können Patenschaftsprojekte durch den Aufbau von Netzwerken gewinnen? Was brauchen Netzwerke, damit Sie erfolgreich sind?
Netzwerke überall Patennetzwerk z.b. in Berlin Netzwerk für Bildungspatenprojekte - in Gründung Kontakt: daniel.merdes@bagfa.de Patennetzwerk z.b. in Hamburg www.mentorring.wordpress.com Patennetzwerk z.b. in Heidelberg Runder Tisch der Leseprojekte: Paten werden weitervermittelt, Angebote gleichmäßig auf Schulen und Kitas verteilt, etc.
Weitere Infos Beate Ebeling, Der Paritätische, Heidelberg Birgit Kretz, ZAB, Nürnberg August 2011