!!! Folgeerkrankungen

Ähnliche Dokumente
Wie oft soll ich essen?

Nährstoffe. Copyright: Europäische Stiftung für Gesundheit, CH Zug

Gefährlich hohe Blutzuckerwerte

Was meinen die Leute eigentlich mit: Grexit?

SVEN-DAVID MÜLLER CHRISTIANE WEISSENBERGER

BLUTHOCHDRUCK UND NIERE

WAS finde ich WO im Beipackzettel

Diabetes mellitus : Folgeschäden

Hinweise in Leichter Sprache zum Vertrag über das Betreute Wohnen

Hautkrebs! Welches Risiko haben Sie?

Screening Das Programm. zur Früherkennung von Brustkrebs

Wir machen neue Politik für Baden-Württemberg

Behandlung von Diabetes

INFORMATIONEN FÜR TYP-2-DIABETIKER. Warum der HbA 1c -Wert für Sie als Typ-2-Diabetiker so wichtig ist!

Schritte 4. Lesetexte 13. Kosten für ein Girokonto vergleichen. 1. Was passt? Ordnen Sie zu.

Diabetische Retinopathie

Lineargleichungssysteme: Additions-/ Subtraktionsverfahren

1. Weniger Steuern zahlen

40-Tage-Wunder- Kurs. Umarme, was Du nicht ändern kannst.

Patienteninformation Ich bin schwanger. Warum wird allen schwangeren Frauen ein Test auf

SPIELREGELN. Punktezahl: 3 Punkte für das Beenden des Spiels und 1 Punkt für jede Tippkarte.

Statuten in leichter Sprache

Bundesweite Diabetes-Aufklärung mit Gesünder unter 7": Diabetiker brauchen Bewegung

Darum geht es in diesem Heft

Einkaufen im Internet. Lektion 5 in Themen neu 3, nach Übung 10. Benutzen Sie die Homepage von:

Die Post hat eine Umfrage gemacht

Workshop: Wie ich mein Handikap verbessere erfolgreich Leben mit Multiple Sklerose!

Die neue Aufgabe von der Monitoring-Stelle. Das ist die Monitoring-Stelle:

PhysioPlus: Ihr gratis Gesundheits-Check.

Alle gehören dazu. Vorwort

9 Auto. Rund um das Auto. Welche Wörter zum Thema Auto kennst du? Welches Wort passt? Lies die Definitionen und ordne zu.

ALEMÃO. Text 1. Lernen, lernen, lernen

Sehkraft als Gesundheitspriorität. Lebenslang gut sehen

Die Kraft der Motivation

Leitfaden Interview Arbeitnehmer (AA)

Was ich als Bürgermeister für Lübbecke tun möchte

Bekommen durch Ansteckung. H Human Beim Menschen. Acquired I D. Schwäche des Immunsystems. Schwäche des Immunsystems.

Informationen zum Ambulant Betreuten Wohnen in leichter Sprache

IHR WEG ZUM GESUNDEN GEWICHT. Gemeinsam bewegen, leicht genießen

Mehr Arbeits-Plätze für Menschen mit Behinderung auf dem 1. Arbeits-Markt

Arbeitshilfe "Tipps für Gespräche mit Vorgesetzten und KollegInnen" Was gilt für mich?

ONLINE-AKADEMIE. "Diplomierter NLP Anwender für Schule und Unterricht" Ziele

Die monatliche Selbstuntersuchung der Brust

Pflegefall wer bezahlt, wenn es ernst wird?

Dr.rer.nat. Aleksandra Heitland

Zeit lässt sich nicht wie Geld für schlechte Zeiten zur Seite legen. Die Zeit vergeht egal, ob genutzt oder ungenutzt.

Die Industrie- und Handelskammer arbeitet dafür, dass Menschen überall mit machen können

Angst vor Krankheiten: Baden-Württemberg

Patienteninformation: Gentestung bei familiärem Brust- und Eierstockkrebs (Basis-Information):

Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung Was ändert sich? Was bleibt?

Wir machen uns stark! Parlament der Ausgegrenzten

Zielgruppenansprache von Baumärkten

Kreativ visualisieren

Welchen Weg nimmt Ihr Vermögen. Unsere Leistung zu Ihrer Privaten Vermögensplanung. Wir machen aus Zahlen Werte

Gemeinsam zum Ziel. Mehr Lebensqualität dank dem Sanitas Gesundheitscoaching

Die Invaliden-Versicherung ändert sich

Was ist das Budget für Arbeit?

Was ist Sozial-Raum-Orientierung?

Schmerz warnt uns! Der Kopfschmerztyp Migräne. Was sind typische Merkmale des Migränekopfschmerzes?

Professionelle Seminare im Bereich MS-Office

Nicaragua. Wo die Menschen leben Mehr als die Hälfte der Menschen lebt in Städten. Denn auf dem Land gibt es wenig Arbeit.

Erfahrungen mit Hartz IV- Empfängern

Achten Sie auf Spaß: es handelt sich dabei um wissenschaftliche Daten

FIT IM BÜRO. Übungsprogramm für Beschäftigte an Büroarbeitsplätzen

Studieren- Erklärungen und Tipps

Was kann ich jetzt? von P. G.

Hepar-SL. Für ein ausgeglichenes Leben auch ohne Gallenblase

Elternzeit Was ist das?

Hautkrebsscreening. 49 Prozent meinen, Hautkrebs sei kein Thema, das sie besorgt. Thema Hautkrebs. Ist Hautkrebs für Sie ein Thema, das Sie besorgt?

Papa - was ist American Dream?

Leitbild. für Jedermensch in leicht verständlicher Sprache

Wichtig ist die Originalsatzung. Nur was in der Originalsatzung steht, gilt. Denn nur die Originalsatzung wurde vom Gericht geprüft.

Berufsunfähigkeit? Da bin ich finanziell im Trockenen.

Nicht über uns ohne uns

LÄNGER LEBEN BEI GUTER GESUNDHEIT

Zeitplaner für die Prüfungsvorbereitung

Diese Broschüre fasst die wichtigsten Informationen zusammen, damit Sie einen Entscheid treffen können.

Welchen Nutzen haben Risikoanalysen für Privatanleger?

Fragebogen Kopfschmerzen

POINT. of Reha Sport e.v. Reha-Sport. Der Wegweiser zum. Eine Information für Patientinnen, Patienten und Angehörige

Geld Verdienen im Internet leicht gemacht

Zahlenoptimierung Herr Clever spielt optimierte Zahlen

ELTERNFRAGEBOGEN. Name: Vorname: Tel: Ausgefüllt am:

Chemotherapie -ein Bilderbuch für Kinder

s- Sparkasse Die Ausbildung ist schon mal gesichert! Die Sparkassen-KinderleichtVorsorge. Sparkassen-Finanzgruppe

Persönliche Zukunftsplanung mit Menschen, denen nicht zugetraut wird, dass sie für sich selbst sprechen können Von Susanne Göbel und Josef Ströbl

Erfolg beginnt im Kopf

Kulturelle Evolution 12

LV 1871 Basisrente Performer RieStar Sofortrente. Die Rente, die bis zu x-mal mehr leistet. Kundeninformation

Gründe für fehlende Vorsorgemaßnahmen gegen Krankheit

Vertrauen in Medien und politische Kommunikation die Meinung der Bürger

Sandoz Pharmaceuticals AG

Ihren Kundendienst effektiver machen

Transkript:

Ein zu hoher Blutzuckerspiegel kann Folgen auf Ihr Herzkreislaufsystem haben und zu Erkrankungen wie der Schaufensterkrankheit, einer Angina pectoris, einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall führen. Diabetes kann aber auch Ihre Augen schädigen. In diesem Fall kann es zu Sehstörungen oder schlimmstenfalls zur Erblindung kommen. Wenn der erhöhte Blutzucker sich auf Ihre Nieren auswirkt, dann kann sich ihre Funktion verschlechtern oder die Nieren können sogar ganz versagen. In diesem Fall muss die Arbeit der Nieren durch regelmäßige Blutwäsche bzw. eine Dialyse ersetzt werden. Wenn Diabetesfolgen an den Nerven auftreten, dann kann das ganz verschiedene Folgen haben je nachdem, welche Nerven in Mitleidenschaft gezogen werden. Es kann sein, dass Sie an den Füßen oder Händen weniger spüren und mögliche Verletzungen an Ihren Füßen schlechter heilen. Es kann sein, dass Sie Verdauungsstörungen haben, dass Ihnen häufig schwindelig wird. Als Mann können Sie Erektionsstörungen bekommen, als Frau Orgasmusprobleme. 2

Wie können Sie diese Folgen vermeiden? 1. Vermeiden Sie Risikofaktoren Außer einem zu hohen Blutzuckerspiegel gibt es noch eine Reihe von weiteren Faktoren, die Ihr Risiko für erhöhen. Gerade weil Sie als Diabetiker besonders gefährdet sind, sollten Sie diese Risikofaktoren beachten: Erhöhter Blutdruck Schlechte Blutfettwerte Übergewicht Ungesunde Ernährung Zu viel Alkohol Zu wenig Bewegung Rauchen 2. Achten Sie auf frühe Anzeichen und gehen Sie regelmäßig zur Vorsorge Fragen Sie Ihren Arzt auf welche körperlichen Veränderungen Sie achten sollen und gehen Sie, wenn Sie Beschwerden haben, sofort zum Arzt. Besuchen Sie den Arzt auch, wenn Sie keine Krankheitszeichen verspüren. Gehen Sie regelmäßig zur Vorsorge, denn viele Diabetesfolgeerkrankungen bemerken Sie am Anfang nicht, weil sie zunächst keine Beschwerden verursachen. Ihr Arzt kann die Erkrankungen aber bereits sehr früh erkennen und behandeln. Das schützt Sie davor, dass die Folgen sich verschlimmern. 3

3. Nehmen Sie regelmäßig Ihre Medikamente, und wenn Sie Insulin spritzen messen Sie Ihren Blutzuckerspiegel bzw. spritzen Sie sich zu den vorgegebenen Zeiten Ihr Insulin. Viele Medikamente, die Sie einnehmen, beugen den Diabetesfolgeerkrankungen vor. Es sind nicht nur die Medikamente gegen Diabetes und Ihr Insulin, es sind auch die Tabletten gegen Ihren erhöhten Blutdruck und gegen schlechte Blutfettwerte, die Sie vor diesen schützen. Deshalb sollten Sie alle Medikamente regelmäßig einnehmen. 4. Nehmen Sie Ihr Risiko ernst aber nehmen Sie es vor allem in die eigene Hand Sie können Ihr Risiko für selbst beeinflussen und zwar zu einem ganz großen Teil Wenn Sie etwas für Ihre Gesundheit tun wollen, dann überlassen Sie Ihre Zukunft nicht dem Schicksal, sondern nehmen Sie sich vor, Stück für Stück etwas zu Ihrem Schutz in Ihr Leben zu integrieren. Machen Sie einen Arzttermin zur Vorsorge, überprüfen Sie einmal, ob Sie Ihre Medikamente auch so einnehmen wie Sie sollen, fragen Sie sich, was Sie an Ihrem Lebensstil verbessern können und achten Sie auf Veränderungen oder Beschwerden und nehmen Sie diese ernst. Je mehr Sie für sich tun, umso weniger wird die Angst vor den Sie belasten 4

Welche Vorsorgetermine sollten Sie einhalten? Wie oft? Alle drei Monate Untersuchung Gewicht, BMI Blutdruck Blutzucker HbA1c Mikroabuminurie (Eiweiß im Urin=Nierentest) Fußinspektion Ein mal im Jahr Augenuntersuchung Dieser Rhythmus gilt für den Fall, dass Sie keine haben. Nierenfunktionstest Untersuchung der peripheren Nerven Untersuchung der Beingefäße EKG (Herzstromkurve) Blutfettwerte Wenn Sie bereits an bestimmten Diabetesfolgen leiden, dann kann es sein, dass diese häufiger untersucht werden sollten. Schreiben Sie sich in diesem Fall auf, was Ihr Arzt Ihnen hierzu gesagt hat.