Aufstiegsstipendien. Finanzierungsmodelle für berufserfahrene Studierende

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1 Aufstiegsstipendien - Finanzierungsmodelle für berufserfahrene Studierende Stefan Angermüller, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Tagung Studium ohne Abitur, Berufsabschluss ohne Ausbildung? Nürnberg, 11. Mai 2010 Förderlandschaft Berufliche Weiterbildung Wissenschaftliche Weiterbildung (Werbungskosten) Maßnahmekosten Aufstiegsstipendium EStG Steuerabzug (Werbungskosten) Weiterbildungsförderungen Weiterbildungsstipendium 100 % Zuschuss max p.a. Aufstiegsfortbildung (Maßnahmekosten) Maßnahmekosten bis (davon 30,5 % Zuschuss) Lebenshaltungskosten (Zuschuss bis 229, sonst Darlehen) Berufsbegl. Studium (Maßnahmekosten) AFBG Vollzeitstudium (Büchergeld) 100 % Zuschuss Vollzeitstudium (Lebenshaltungskosten) 50 % Darlehen 50 % Zuschuss BAföG Begabtenförderungswerke

2 BAföG (Vollzeitstudium) Ausbildungsbeginn: Alter max. 30 Jahre; einkommensabhängig Dauer: grds. Regelstudienzeit Master- Studium Berufsausbildung Aufstiegsstipendium (Vollzeit-/Teilzeit-Studium) Dauer: grds Regelstudienzeit des Erstudiums, einkommensunabhängig Bachelor-Studium Weiterbildungsstipendium Antrag: vor 25 Jahre; Dauer: max. 3 Jahre Berufliche Weiterbld. Keine Altersbeschränkung Meister-BAföG (AFBG) Dauer: Vollzeit max. 24 Monate, Teilzeit max. 48 Monate Keine Altersbeschränkung Aufstiegs-Fortbildg Aufstiegsstipendium - Ziel Anreize schaffen für Berufserfahrene Schwerpunkt Erststudium Berufsbegleitende Studiengänge oder Vollzeit Staatlich oder staatlich anerkannte Hochschule Keine Altersgrenze

3 Aufstiegsstipendium - Zielgruppe Abgeschlossene Berufsausbildung oder Aufstiegsqualifizierung besondere Leistungsfähigkeit in Ausbildung oder Beruf Berufserfahrung von mindestens zwei Jahren nach Abschluss der Berufsausbildung noch kein Hochschulabschluss (Für bereits Studierende: Eine Bewerbung ist vor Beendigung des zweiten Fachsemesters noch möglich) Aufstiegsstipendium - Förderung EURO 400 Kinderbetreuungspauschale monatllich Büchergeld monatlich Stipendium monatlich Studium Vollzeit Studium berufsbegleitend Studienform

4 Aufstiegsstipendium - Auswahl Stufe I Bewerbung Online Fragebogen Angaben der persönlichen Daten: schulische- und berufliche Laufbahn, beruflicher Status. Stufe II Kompetenz-Check Webbasierter Motivationsfragebogen Erfassen nicht-kognitiver Eignungsaspekte SBB prüft; ITB erstellt Rangliste Stufe III Auswahlgespräch- Interview Jurorinnen und Juroren führen ein strukturiertes Gespräch ja Angaben werden geprüft Förderkriterien erfüllt? nein ja Hoher Platz im Ranking? nein ja Hoher Platz im Ranking? nein eine weitere Bewerbung möglich keine Förderung und keine weitere Bewerbung möglich Aufstiegsstipendium - Bewerber und Stipendiat/innen Anzahl Bewerberinnen Stipendiatinnen /I 2009/II 2010/I Summe Auswahlverfahren

5 Förderverläufe In Anspruch genommene Förderung aller Aufstiegsstipendiat/innen (331 aus 657) BAB Schüler BAföG Studenten BAföG Meister BAföG WB- Stipendium Andere Förderung BAB Schüler BAföG Studenten BAföG Meister BAföG WB-Stipendium Andere Förderung Summe Zielgruppenerreichung Zwei Drittel der Geförderten verfügen nicht bereits bei Beginn der Berufsausbildung über eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung. Auf nichttraditionelle Studienanfänger/innen im Studienjahr 2008 kommen rund 500 nichttraditionelle Aufstiegsstipendiat/innen (von p.a.), was rund einem Achtel entspricht.

6 Schulabschluss vor der Ausbildung/ höchster Schulabschluss (n=896) Schulabschluss vor Ausbildung Höchster Schulabschluss Hautpschulabschluss Mittlere Reife Fachgebundene Allgemeine Hochschulreife Hochschulreife/Fachhochschulreife Sonstiges Zugangsberechtigung zum Studium (n=896) Schulabschluss während Ausbildung 15,5% Zulassungsprüfung 7,6% Sonstiges 4,5% Berufliche Qualifikation 13,2% Eignungsgespräche 3,5% Einstufungsgespräch 2,7% Fachspezifische Fortbildungsprüfung 17,6% Probezeit 2,9% Schulabschluss vor Ausbildung 32,5%

7 Studienform (n=1.494) Anw ärter 15% Vollzeitstudium 47% Berufsbegleitendes Studium 38% Ausbildungsbereich - Prüfende Stellen (n=1.494) Landwirtschaftskammern / Hauswirtschaftskammern 1,3% Öffentlicher Dienst 2,3% Sonstige 0,3% Freie Berufe 3,3% Gesundheitsfachberufe 32,3% Industrie- und Handelskammern 47,3% Handwerkskammern 13,2%

8 Studienrichtung (n=1.256) Sport 0,30% MINT 30,00% Recht/Wirtschaft/ Sozialwiss. 42,30% Sprache/Kulturwiss. 5,40% Medizin/Gesundheit Ernährung 22,00%

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