Sind die Trendthemen Cloud Computing und BYOD wirklich die Zukunft in der Informatik? In welcher Form sind diese Themen für CH KMUs interessant?

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1 Sind die Trendthemen Cloud Computing und BYOD wirklich die Zukunft in der Informatik? In welcher Form sind diese Themen für CH KMUs interessant?

2 Ergebnisse Bachelorarbeit Entscheidende Eigenschaften von Cloud Services aus Sicht von Deutschschweizer KMUs Döbeli Florian Bachelor Wirtschaftsinformatik Hochschule Luzern

3 Background Organisation und Informatik der Stadt Zürich Informatiker Systemtechnik (EFZ) Systemadministrator (Win Server, SQL Server etc.) Ethoshift GmbH IT-Verantwortlicher (Mac OS X Umgebung) Hewlett-Packard Projektmanager & Technical Consultant 3

4 Agenda Problemstellung Fragestellung Vorgehen Kernaussagen Beantwortung Fragestellung Fragen und Diskussion 4

5 Problemstellung Trotz grossem Marktpotenzial, gibt es erst wenige Anbieter von Cloud Service Lösungen in der Schweiz. Skepsis der GL und IT-Verantwortlichen Verständnis von Cloud nicht vorhanden Datenschutz / Datensicherheit Suche bedeutet Aufwand und Kosten für Kunde Vertrauen in Cloud fehlt Kundenwünsche sind in der CH nicht abgedeckt 5

6 Forschungsfrage Was muss ein Cloud Service für Deutschschweizer KMUs bieten, damit diese von ihrer bewährten Umgebung auf einen Cloud Service wechseln, davon profitieren und sich als Kunden wohlfühlen, diesen zu nutzen? Welche Auswirkung hat die Akzeptanz und Einführung von BYOD im Zusammenhang mit einem Full-Outsourcing in die Cloud für den Kunden? 6

7 Vorgehen Quantitative Forschung Umfrageforschung Personen aus dem Mgmt und IT-Entscheidungsträger Teilnahme von 41 Personen (47 6 bereinigte Datensätze) Qualitative Forschung Zwei Interviews Vorstellungsgespräche, Messen, Fachgespräche, Studien Ziel: Möglichst breite Abdeckung des Deutschschweizer Marktes 7

8 These Unterschiede zwischen Mgmt & IT Entscheidungsträger Angst vor der Abhängigkeit von einem Anbieter Preisbewusstes handeln (Nur der Preis zählt) Wer ist der idealer Partner für Kernprozesse? Wie hoch ist das Interesse an BYOD? 8

9 Hintergrundinformationen Regionen Funk%on im Unternehmen 3% 56% 34% 7% Zürich Bern Zentralschweiz MiLelland 49% 51% CEO / Geschä1sleitung / Management Informa?kverantwortli cher / Entscheidungsträger IT 9

10 Hintergrundinformationen Zufriedenheit mit der momentanen IT- Umgebung Anzahl Nennungen % 62% 16% 5% Sehr zufrieden Zufieden Unzufrieden Gar nicht zufrieden 10

11 Auslagerung von IT-Ressourcen Auslagerung von IT- Ressourcen Anzahl Nennungen % 15% 34% 10% 0 Überlegt und bereits umgesetzt Überlegt und noch nicht umgesetzt Überlegt und wieder verworfen War bis jetzt noch nie ein Thema 11

12 Auslagerung von IT-Ressourcen Cloud Speicherdienste im Einsatz 46% 54% JA NEIN 12

13 Auslagerung von IT-Ressourcen Wird ein Wechsel einer Auslagerung der IT- Ressorucen in Betracht bezogen? 22% JA NEIN 78% 13

14 Auslagerung von IT-Ressourcen Auswertung Gesamts%chprobe Flexibel erweiterbar 20% Kosteneinsparung Senkung Wartungs- und Personalaufwand Mobilität?efe Inves??onskosten keine Ersatzinves??onskosten Geräteunabhängigkeit Lizenzmanagement en[ällt Time to Market 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% sehr relevant relevant neutral nicht relevant 14

15 Beantwortung These Das Deutschschweizer Management ist sehr preissensitiv und trifft seine Entscheidungen über eine Auslagerung von IT-Ressourcen auf der Grundlage des Preises. Diese These kann mit den Auswertungen aus der Umfrage und den Interviews widerlegt werden. Das Thema Kosten ist immer bedeutend, spielt jedoch bei der Entscheidung eine eher nebensächliche Rolle. Die Unternehmen geben gerne auch mehr Geld aus, wenn die Daten in der Schweiz liegen und die Verfügbarkeit gewährleistet ist. Für eine Beeinflussung der Entscheidung sind andere Kriterien wie die Datensicherheit, der Datenschutz, die erwähnte Verfügbarkeit und das Vertrauen in den IT-Partner verantwortlich. 15

16 Auslagerung von IT-Ressourcen Auswertung Gesamts%chprobe Datensicherheit Datenschutz Verfügbarkeit Abhängigkeit von einem Anbieter Verlust internes Know- How komplexe Vertragsgestaltung 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% sehr relevant relevant neutral nicht relevant 16

17 Beantwortung These Die Abhängigkeit von nur einem Anbieter bei einer Auslagerung von IT-Ressourcen ist ein grosses Thema und hat auf die Unternehmen eine abschreckende Wirkung. Die These kann insofern widerlegt werden, dass die Abhängigkeit nicht in dem vermuteten Umfang ein Thema ist. Eine IT-Partnerschaft aufrecht zu erhalten ist sehr zeitintensiv. Je mehr Partner ein Unternehmen hat, desto mehr Zeit muss es dafür aufwenden. Dieser Punkt relativiert die Abhängigkeit beträchtlich. Die Unternehmen gehen bei einer IT-Auslagerung bewusst eine Abhängigkeit ein und opfern für eine solide Partnerschaft viel Zeit. Je besser die Partnerschaft ist, desto leichter wird die Abhängigkeit akzeptiert. 17

18 Auslagerung von IT-Ressourcen Auswertung Funk%on Management Auswertung Funk%on IT Datensicherheit Datenschutz Verfügbarkeit Abhängigkeit von einem Anbieter Verlust internes Know- How komplexe Vertragsgestaltung 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% sehr relevant relevant neutral nicht relevant 18

19 Beantwortung These Das Management und die IT-Entscheidungsträger von Deutschschweizer KMUs haben beim Thema Auslagern von IT-Ressourcen zu einem externen Anbieter eine differenzierte Ansicht und Meinung. Nach den Auswertungen kann die These nur zur Hälfte bestätigt werden. Das Management und die Fachleute der Informatik haben bei dem Thema in gewissen Punkten eine differenzierte Ansicht. Diese lässt sich auf die verschiedenen Hintergründe und Erfahrungen zurückschliessen. Die Vermutung, dass die IT-Fachleute strikt gegen eine Auslagerung von IT-Ressourcen sind und diese nicht in Betracht ziehen, kann indessen klar widerlegt werden. 19

20 Auslagerung von IT-Ressourcen Idealer Partner im IT- Umfeld Anzahl Nennungen % 71% 2% 5% 0 Ein Schweizer Ein Schweizer KMU Ein europäisches Kleinbetrieb mit bis zu Betrieb zwischen 11 und Unternehmen mit Sitz in 10 Mitarbeiter 50 Mitarbeiter Deutschland mit bis zu 250 Mitarbeiter Ein Weltkonzern mit mehreren Sitzen mit mehr als 2000 Mitarbeiter 20

21 Beantwortung These Ein Schweizer KMU Betrieb ist der gewünschte ideale Partner von Deutschschweizer KMUs für die Verantwortung der Dienste und Kernprozesse im IT-Umfeld. Die These kann klar bestätigt werden. Anhand der Auswertung und den Informationen aus den Interviews kann gesagt werden, dass der ideale IT-Partner für eine Auslagerung der IT-Ressourcen ein Schweizer KMU ist. Die Grösse spielt weniger eine Rolle als angenommen. Wichtiger ist eine gute Kommunikation und ein Ansprechpartner für alle Fragen. Besonders beachtet werden muss, neben den üblichen Faktoren wie Sicherheit, Datenschutz und Leistungsmerkmale, das Vertrauen. In eine IT-Partnerschaft wird viel Zeit investiert, weshalb langfristig geplant werden sollte. Im Weiteren sind Faktoren wie die technischen Kenntnisse oder Erfahrungen in der KMU Umgebung relevant. 21

22 Einsatz von BYOD Anzahl Nennungen % 20% 29% 24% Überlegt und bereits Nur überlegt und umgesetzt noch nicht umgesetzt Überlegt und wieder War bis jetzt noch nie verworfen ein Thema Interesse an BYOD Anzahl Nennungen % 29% 25% 12% Sehr hoch Hoch Gering Sehr gering 22

23 BYOD BYOD Modelle (mehrfach Nennungen möglich) Anzahl Nennungen Es werden nur bes?mmte private Geräte für die Arbeitsunterstützung erlaubt (Smartphones & Tablets) Das Unternehmen stellt dem Mitarbeiter eine Auswahl von verschiedenen Geräten zur Verfügung Das Unternehmen stellt dem Mitarbeiter einen festgelegten Betrag zur Beschaffung eines Arbeitsgerätes zur Verfügung 23

24 Beantwortung These Das Interesse an Bring Your Own Device ist in Deutschschweizer KMUs hoch. Die Auswertung der letzten drei Diagramme hat aufgezeigt, dass das Interesse an BYOD in Deutschschweizer KMUs hoch ist. Somit kann die These bestätigt werden. Speziell zu beachten ist bei diesem Thema, was die Unternehmen unter dem Begriff BYOD genau verstehen. Die Auswertung hat deutlich aufgezeigt, dass die Unternehmen primär das eingeschränkte Modell (nur die Nutzung von Smartphones und Tablets) bevorzugen. 24

25 25

26 Beantwortung These Das Management und die IT-Entscheidungsträge von Deutschschweizer KMUs haben beim Thema Bring Your Own Device eine differenzierte Ansicht und Meinung. Hier konnten nur kleine Unterschiede festgestellt werden. Die Abweichung der Ansichten und Meinungen befinden sich dabei in einem minimalen Bereich. Ebenfalls konnte die Vermutung, dass unterschiedliche Interessen an einem BYOD-Modell klar widerlegt werden. Diese These kann demzufolge nicht bestätigt werden. 26

27 Beantwortung der Fragestellung Was muss ein Cloud Service für Deutschschweizer KMUs bieten, damit diese von ihrer bewährten Umgebung auf einen Cloud Service wechseln, davon profitieren und sich als Kunden wohlfühlen, diesen zu nutzen? Datenschutz & Datensicherheit Optimales Preis- / Leistungsverhältnis Hohe Verfügbarkeit Flexible Erweiterbarkeit Vertrauen in den Partner Gute Kommunikation & persönlicher Ansprechpartner Wunsch tendiert klar Richtung All-In-One-Lösungen! 27

28 Beantwortung der Fragestellung Modell 1 Modell 2 Kleine- mittelgrosse U. Breiter Mix aus Standardund Cloud-Lösungen Weniger Spezialisierung HW/SW Support bis technische SW Fragen Mittlere- grosse U. Geschäftsrelevante Kernprozesse Fungieren als strategischer Partner Beratung, Überwachung, Anpassung der Appl. 28

29 Beantwortung der Fragestellung Welche Auswirkung hat die Akzeptanz und Einführung von BYOD im Zusammenhang mit einem Full-Outsourcing in die Cloud für den Kunden? BYOD ist vorwiegend für IT-Dienstleister Hohe IT-Affinität gefordert BYOD ohne Cloud ist kaum realisierbar Hauptsächlich rechtliche Auswirkungen Flexibilität der MA s ist höher Arbeitsproduktivität und zufriedenheit gesteigert 29

30 Weitere Erkenntnisse Grosse Unsicherheit gegenüber Cloud ist vorhanden Cloud Markt in mitten der Entwicklung Verständnis und Bewusstsein für Cloud Sicherheitsthemen entschärfen Vielen KMUs ist nicht bewusst, wie wenig hochsensible Daten sie wirklich besitzen! 30

31

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