B E D I E N U N G S A N L E I T U N G Rigid V.2

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1 B E D I E N U N G S A N L E I T U N G Rigid V.2

2 Inhalt Vorab-Info Features, technische Daten, Lieferumfang Seite 3 LED-Anzeige Seite 4 erläuterung der möglichkeiten Pilot-Kanal Seite 6 Heck-Kreisel Seite 6 Trimm-Automatik Seite 7 Weitere Funktionen Seite 7 schnell-einstieg Überblick - Das Wichtigste Seite 8 Einbau Seite 9 Anschluss Seite 11 Einstellung Seite 12 Einstellung Rigid-Modus Seite 14 Erstflug Seite 15 Trimmen Seite 16 Tips zum Fliegen Seite 17 Wirkung des Opto-Sensors Seite 17 Hinweise Seite 18 anhang Fehlerbehebung Seite 19 Vorsichtsmaßnahmen, Haftung, Gewährleistung Seite 21 Zubehör Seite 22 Service und Anfragen, Impressum Seite 23 2

3 Wir gratulieren Ihnen, dass Sie sich für den Kauf eines bavariandemon entschieden haben. Ursprünglich entstammt der bavariandemon einem professionellen Autopilot-System für kommerzielle Film- und Vermessungshubschrauber und basiert auf mehreren einzigartigen, patentrechtlich geschützten Systemen. Das Einsatzspektrum umfasst sowohl Anfänger, die zwar mit allen Funktionen ihres Modells vertraut sind, aber noch keine stabile Fluglage halten können, sowie Fortgeschrittene, die ihre Fähigkeiten ausbauen und bei verringerter Stabilisierung trainieren, als auch Scale-Profis, die sich ganz auf die wichtigen Funktionen Ihrer Flugshow konzentrieren wollen. Als Anfänger wird Sie der bavariandemon in die Lage versetzen, den Heli schweben zu lassen, langsame Rundflüge zu machen und leichter zu trainieren. Eines sei hier deutlich angesprochen: trotz dieses einzigartigen Systems muss der Pilot wachsam sein und sollte sich nicht zu Flugmanövern hinreißen lassen, die Ihn oder andere in Gefahr bringen oder die er noch nicht beherrscht. Allen, die elektronische Hilfsmittel beim Helifliegen kategorisch ablehnen, sei hier versichert: bavariandemon wurde nicht entwickelt, um Fluglehrer oder Schulungen zu ersetzen, sondern um effektives Weiterlernen zu ermöglichen und sicherer zu fliegen. Features Mit Autopilot -Funktion: stabilisiert alle horizontalen Steuer-Bewegungen Zusatzkanal ( Pilot-Kanal ) für Einstellung der Rigid-Stabilisierungs-Stärke und Umschaltung zwischen Horizontal- und Positions-Modus Integrierter Heading-Lock (AVCS) Kreisel und zweiter Zusatzkanal ( AUX-Kanal ) für Kreiselempfindlichkeit und -Modus Integrierter Taumelscheiben-Mischer Konfigurieren auch ohne PC-Anschluss durch einfachen Einlern-Vorgang für bis zu 3 Kopfservos Failsafe bei Funk-Ausfall (bei PPM /FM): auf Positions-Stabilisierung (Pitch auf hold ) Für alle Hubschraubertypen geeignet: Verbrenner-, Nitro-, Elektro- und Turbinenantrieb RIGID-Modus zur Stabilisierung von paddellosen Rotorköpfen (2- und Mehrblattköpfe), hocheffektiv gegen Aufbäumen und Unterschneiden des Modells bei hoher Geschwindigkeit und Wind Erweiterter Kopf-Mischer: Virtuelle Taumelscheiben-Verdrehung sowie Sinus-Kompensation gegen ungleiche Auslenkungen / Verspannungen bei Schrägstellung der Servohörner. RIGID- und Horizontal- Modus funktionieren auch ohne Sichtkontakt des optischen Sensors zum Boden (virtueller Horizont) Werkseitig ist die Flybarless-Elektronik abgeschaltet und muss bei Bedarf per PC-Software aktiviert werden. Diese steht im Internet unter zum Download bereit. Technische Daten Betriebsspannung: 4,8...8 Volt (2S-LiPo tauglich, hier glimmt LED leicht) Stromverbrauch: 55mA (bei 5V) Abmessung: 55 x 35 x 22,5 mm Gewicht mit Kabel: 39g Temperaturbereich: C, im Modus AUS : C Taumelscheiben-Anlenkung und Mischer: H1/Einzelservo, H3 120, H3 140, H3/H4 90, H Maximal zulässige Drehraten: Roll und Nick: max. 200 /s Gier (auch bei externem Heck-Kreisel) max. 400 /s Im EXTREM-Modus: Roll-, Nick- und Gier-Raten unbegrenzt Kompatibel mit allen üblichen Analog- und Digitalservos, außer narrow-pulse (760 μs). Kompatibel mit allen gängigen RC-Anlagen (alle Sender mit Standard 1,5(2) ms Neutralstellung. Lieferumfang RIGID V.2 Hauptgerät RC-Modul Montagewinkel, Klebe-Schaumstoff (4 Streifen) und 2 Kabelbinder USB-Kabel PC-Software und Anleitung zum Download unter 3

4 LED- ANZEIGE Bewegung wšhrend Einschaltphase, Einschalten wiederholen (ggf. Temperatursprung abwarten) 4

5 erläuterung der möglichkeiten Der RIGID V.2 besitzt 3 Stabilisierungs-Betriebsarten: LED rot = Autopilotfunktionen abgeschaltet, nur Rigid-Mode aktiv LED gelb = Horizontal-Modus LED grün = Positions-Modus Horizontal-Modus gelb : Stellt den Hubschrauber bei Loslassen der Roll- und Nick-Knüppel in Horizontallage. Dies funktioniert unabhängig vom optischen Positionsmodus. Positions-Modus grün : Zusätzlich zum Horizontal-Modus wird auch die horizontale Position des Modells gehalten. Die stärkste Stabilisierung, für automatisches Schweben und langsame Rundflüge, arbeitet am effektivsten in ca. 0, Meter Höhe über kontrastreichem Untergrund (Gras, Steine, etc.). Bei Loslassen der Roll- und Nick-Knüppel wird der Hubschrauber aktiv auf Stillstand abgebremst. Lediglich die Pitch-Funktion muss weiterhin gesteuert werden. Ein eventuelles langsames Abdriften des Modells im Schwebeflug kann sehr einfach von Hand korrigiert werden. Für langsame Rundflüge in Bodennähe lässt sich mit kleinem Nick-Ausschlag eine Vorwärtsgeschwindigkeit vorgeben und mit dem Heck-Knüppel die Richtung ähnlich wie beim Auto fahren lenken. Für rasche Rundflüge oder in Höhen oberhalb ca. 5m würde dieser Modus wegen der Steuer-Aktionen des Autopiloten eher stören. Daher hier vorzugsweise direkt auf Horizontal-Modus gelb umschalten. Die Konfiguration der oben genannten Funktionen ist (bis zu 3 Taumelscheiben-Servos) ohne PC möglich. Der RIGID-Modus ist die vierte Betriebsart im RIGID V.2: Lagehaltende Stabilisierung ( für paddellose Rotorköpfe ), die parallel zu den vorstehend beschriebenen 3 Modi arbeitet. 5

6 Pilot-Kanal Ein Anschluss dieses Zusatzkanals wird empfohlen, um im Flug zwischen den 3 Modi zu wählen, als auch die gewünschte Stabilisierungs-Stärke einzustellen. Es empfiehlt sich zum Erfliegen der gewünschten Werte ein Schieber oder Poti. Anschließend können die gefundenen Werte auf einen 3-Stufen- Schalter gelegt werden. Wird der Pilot-Kanal nicht am Empfänger angeschlossen, so gilt die Voreinstellung in der Rigid-Karte der PC-Software, die mittels des USB-Kabels geändert werden kann. Signal weiter zur Mitte (0%) vermindert die Empfindlichkeit und macht die Autopilot-Korrekturen langsamer. Gleichzeitig lässt sich bei niedrigerer Wirkstärke der Autopilot mit kleineren Steuer-Ausschlägen übersteuern. Natürlich kann die Wirkrichtung des Schiebers via Servo-Reverse nach Belieben getauscht werden (über Sender-Programmierung). Heck-Kreisel Der RIGID V.2 besitzt einen integrierten Heck-Kreisel mit Normal- und Heading-Lock-Modus mit AVCS. Ein schnelles Digitalservo ergibt die beste Performance. Nicht kompatibel mit Narrow-pulse -Norm. Die Empfindlichkeitseinstellung und Umschaltung (Heading-Lock / Normal) erfolgt über den zweiten Zusatzkanal AUX-Kanal. Wird der AUX-Kanal nicht am Empfänger angeschlossen, so gilt die interne Voreinstellung in der Heckkreisel-Karte der PC-Software, die mittels des USB-Kabels geändert werden kann. Per USB-Kabel sind weitere Einstellungen möglich, wie z.b. Wegbegrenzung und Pitch-zu-Heck-Mischung (die hinter dem Kreisel eingemischt wird und daher auch bei Heading-Lock funktioniert), sowie zusätzliche Experten-Einstellungen, wie z.b. Delay (Einrast-Verhalten) und Haltebereich. Alternativ zum integrierten Kreisel kann man einen externen Kreisel direkt am Empfänger anschließen. Dabei ist folgendes unbedingt zu beachten: 1. Es dürfen keine Drehraten schneller als 400 /s vorkommen. 2. Wird später doch der interne Kreisel benutzt, so müssen vorher eventuelle interne Auto-Trimmwerte gelöscht und die Kreisel-Wirk-Richtung geprüft werden. 6

7 Trimm-Automatik Die Trimm-Automatik ist empfehlenswert, aber nicht zwingend erforderlich. Sie funktioniert unabhängig vom Autopilot und ist eine wesentliche Erleichterung. Hierzu benötigt man am Sender auf einem Zusatzkanal eine Taste oder einen Kippschalter, bevorzugt mit rückfedernder Moment-Funktion. Der AUX-Kanal muss per PC-Software in der Heckkreisel-Karte auf die Trimm-Funktion konfiguriert werden. Zur Aktivierung wird per USB-Adapter in der Heckkreisel-Karte der AUX-Kanal als Trimm-Eingang konfiguriert. Die Trimmung wird durch Wechsel des AUX- Signals von Neutral (0%) auf positiven Vollausschlag (+100%) ausgelöst (ACHTUNG: entspricht bei Futaba -100%!). Die Funktion ist durch rot flimmernde LED erkennbar. Der Automatik genügen ca. 8 Sekunden Schwebeflug, um korrekte Trimmwerte zu ermitteln. Anschließend genügt ein kurzer Knopfdruck, um automatisch die Trimmung für Roll-, Nick- und Heckservo zu erledigen. Dies bleibt gespeichert und kann bei Bedarf beliebig wiederholt werden. Die Trimmautomatik verbessert auch die Performance des eingebauten Heck-Kreisels, falls der nötige neutrale Anstellwinkel des Heckrotors nicht gut justiert war. Der Heck-Kreisel muss unabhängig davon einmalig vorgetrimmt werden wie auf Seite 16 beschrieben! Mit dem so zugeordneten AUX-Kanal ist die Kreisel-Empfindlichkeit nur noch über PC einstellbar. Umschaltung zwischen Normalmodus und Heading-Lock ist aber noch möglich, und zwar durch ein AUX-Kanal-Signal auf negativer Seite von -100%. Zusätzlich zur Trimmtaste kann also ein Kreisel-Umschalter in den gleichen Kanal gemischt werden. Soll Heading-Lock aktiv sein, so darf der Trimm-Taster nur zwischen Neutral (0%) und positivem Vollausschlag umschalten. Der Trimm-Kanal darf nicht durch andere eventuell im Sender programmierten Geber-Aktionen belegt sein und unbemerkt ausgelöst werden können, und soll nur im Flug betätigt werden (nicht zu verwechseln mit der SET-Taste). Löschen der internen Auto-Trimm-Werte: durch Aufruf des Einstellmodus (Seite 12) und dann erneutes Einschalten, oder via PC-Software in der RC&Trimm- Karte. Failsafe Bei FM/PPM ohne eingebaute Failsafe-Funktion wird ein Funk-Ausfall unverzögert durch folgende Aktionen überbrückt: Roll, Nick, Gier auf neutral, Pitch auf letzte empfangene Stellung, Stabilisierung auf Positionsmodus +65% (sofern System sich nicht im Rigid-EXTREM-Modus befindet). Empfänger mit Failsafe idealerweise auf diese o.g. Stellungen programmieren. Weitere Funktionen Der bavariandemon RIGID stabilisiert sowohl Normalfluglage als auch Rückenfluglage; in Rückenfluglage eingeschränkt auf Horizontal-Stabilisierung ( gelb ), weil die Positions-Haltung ( grün ) eine Sichtverbindung vom CCD-Sensor zum Boden benötigt. Dies genügt aber, um Rückenschweben und Kunstflug erheblich zu erleichtern. Bei CCD-Sensor-Richtung zum Himmel sind Entstörmaßnahmen gegen optische Störeinflüsse vorgesehen. Sicherheitshalber sollte der Stabilisierungsmodus zum Kunst- oder Rückenflug aber immer von grün auf gelb umgeschaltet werden. Weitere wichtige Hinweise: siehe Tipps zum Fliegen Seite 17. Für Rotorköpfe ohne Paddelstange ist der RIGID-Modus zu aktivieren. Alle Einstellmöglichkeiten sind über PC-Software erreichbar und dort ausführlich erklärt. Ohne Einstellung per USB-Adapter verhält sich der bavariandemon RIGID wie der frühere HeliCommand 3D. HeliCommand Profi Für besonders hochwertige Modellhubschrauber, sowie für industrielle Hubschrauber und für kommerzielle Anwendung wie Film, Foto, und Vermessungsaufgaben, etc. ist der HeliCommand Profi/GPS vorgesehen. Sie ist für höchste Präzision ausgelegt und besitzt weitere wesentliche Bordinstrumente, u.a. Zusatz-Optiken zur redundanten Abdrift-Erkennung, größere Flughöhen sowie Höhen-Stabilisierung und optionales GPS-Positionierungssystem. Mehr Informationen unter: 7

8 schnell-einstieg ÜBERBLICK- DAS WICHTIGSTE Einstellung und Einfliegen wurde auf größtmögliche Einfachheit ausgelegt. Angesichts der komplexen Funktionen eines Hubschraubers sollte man sich als Heli-Einsteiger aber unbedingt von einem hubschraubererfahrenen Kollegen beim ersten Einfliegen helfen lassen. Einbau Zur Befestigung unbedingt die mitgelieferten weichen Schaum-Klebestreifen verwenden und genau nach Anleitung (Seite 9-10) vorgehen! Unbedingt eine elektrisch leitende Verbindung als Potentialausgleich zwischen Heckrohr, Motorgehäuse und Chassis herstellen. Je höher der Einbau-Ort, desto besser wirkt der Positions-Haltemodus in Bodennähe. Einbaulage senkrecht mit ungehinderter Sicht des Sensors zum Boden. Wichtige Hinweise für Verbrenner-Helis und weitere Einbau-Tipps auf Seite 10. Sender Es dürfen keine Mischfunktionen für Pitch, Nick, Roll und Heck aktiv sein, sondern stets Einzelservo (H1)-Modus, da der bavariandemon mit seinem eigenene internen Mischer arbeitet. Konfigurieren Zur Abstimmung auf Modell und RC-Anlage ist eine einmalige Konfiguration erforderlich (Seite 12) Auf jeden Fall müssen vor dem Erstflug sowohl die Steuer-Richtungen als auch die Sensor-Richtungen in allen 3 Achsen geprüft werden! (Seite 15) Einschalten Unmittelbar nach dem Einschalten läuft im bavariandemon ein Selbsttest (LED blitzt 8x). Währenddessen muss der Hubschrauber nahezu waagerecht und absolut still stehen. Rotes Dauerblinken der LED = Fehlermeldung (Seite 4). Starten Nicht starten bevor sich die Servos bewegen lassen! Eine Steuerprobe ist wichtig, da das Gas-Servo bzw. der Motorregler auch ohne erfolgreiche Initialisierung funktionieren, d.h. wenn alle anderen Servos noch kein Signal erhalten und sich nicht steuern lassen - z.b. weil der Selbsttest noch läuft oder ein Fehler erkannt und die Initialisierung nicht abgeschlossen wurde. Fliegen Bitte grundsätzlich die Vorsichtsmaßnahmen beachten (Seite 21). Insbesondere darf der fliegende Hubschrauber auch bei eingeschaltetem Positions-Modus nie unbeobachtet gelassen werden, da jederzeit mit Driften oder Störeinflüssen gerechnet werden muss. Hallenflug: Beachten Sie unbedingt die Hinweise auf Seite 17. Kein Akro(3D)-Flug außer in FADER- oder EXTREM-Modus. Harte Belastungen, Vibrationen und Alterung der Heli-Mechanik können natur gemäß die Genauigkeit mindern und eine Neueinstellung der werkseitigen Kalibrierung und Temperatur-Kompensationen erfordern, um beste Genauigkeit zu erhalten. Dies ist durch den Service möglich. 8

9 EINBAU EinbauORT Die Montagefläche muss solide sein und nicht nachgeben, um Resonanzen zu vermeiden. Für den Positions-Haltemodus gilt: Je höher der Einbau-Ort, desto ruhiger ist der Positions-Modus in Bodennähe und desto bessere Empfindlichkeitseinstellung wird möglich. Bei kleineren Modellen ist ein günstiger Ort mit dem beiliegenden Montagewinkel am Heckrohr, bei größeren Helis die Seitenwand des Chassis. Einbaulage Senkrecht mit Opto-Sensor nach unten, das Etikett in eine der 4 Haupt-Orientierungs-Richtungen zeigend (nach vorne, hinten, links oder rechts). Heckrohr erden Zunächst unbedingt eine elektrisch leitende Verbindung als Potentialausgleich zwischen Heckrohr, Motorgehäuse und Chassis herstellen. Auch Carbon leitet! Besonders ein Riemenantrieb im Heckrohr wirkt als Bandgenerator, dessen Funken durch die zusätzlichen Kabel zu Empfänger und Servos geleitet werden können. Freie Sicht des Sensors zum Boden Der Querschnitt des Sichtkegels ist quadratisch mit 15 x 15 Öffnungswinkel. Daher muss vertikal unter dem Sensor ein Quadrat mit einer minimalen Seitenlänge (inkl.sicherheitstoleranz) von: S = Fensteröffnung (15mm) + [0,28 * Gehäuseabstand] frei sein (siehe Abbildung links). Rumpf oder Haube ggf. ausschneiden. Antennenkabel oder andere Objekte dürfen nicht in den Sichtbereich kommen! Für Einbau in geschlossenem Rumpf Entweder eine entsprechende Öffnung ausschneiden oder ohne Sensor-Sicht unter Verzicht auf den Positions-Modus einsetzen. Hierzu Sensor-Fenster mit dunklem Klebeband zukleben. Dann ist statt dem Positions-Modus nur der Horizontal-Modus aktiv, egal in welchem der beiden Modi sich der HC befindet, Horizontal- Modus oder Positions-Modus. Montage am Heckrohr Mitgelieferten Einbau-Winkel mit Kabelbinder am Heckrohr straff ziehen und gegen Verdrehen sichern. Dann den bavariandemon nach Anleitung mit 2 Streifen Klebe-Schaumstoff befestigen. 9

10 Vibrationsschutz Dem Vibrationsschutz besonderes Augenmerk schenken! Stets den beiliegenden weichen Klebe-Schaumstoff verwenden, und zwar nur je einen Streifen ganz am oberen und unteren Rand der Gehäuserückwand. Die Montagefläche muss daher mindestens so hoch sein wie der bavariandemon. Nichts anbringen, was die Dämpfungs-Eigenschaften des mitgelieferten Klebe-Schaumstoffs einschränken würde (z.b. keine festgezurrten Kabelbinder, etc.)! Öl und sonstigen Schmutz vor dem Ankleben restlos entfernen, damit sich die Klebestreifen nicht lösen. Andernfalls würde bei sich lösendem Gerät im Autopilotoder Rigid-Modus das Modell unsteuerbar werden und sicher abstürzen. Horizontallage Möglichst genau senkrecht ausrichten, bezogen auf die Hauptrotorwelle! Schräger Einbau wird wegen eines elektronischen Ausgleichs erst bei Heck-Bewegungen bemerkbar. Kleinst-Hubschrauber mit besonders großen Anstellwinkeln haben eine stärkere Schräglage im Schwebeflug, um den stärkeren Heckrotor-Schub auszugleichen. Dies kann per PC-Software angepasst werden oder siehekapitel Fehlerbehebung (Seite 19). HINWEISE BEI VERBRENNER-MOTOREN Unbedingt weit vom Auspuff entfernt anbringen. Gegen die unsichtbaren Vibrationen vom Motor ist Vibrationsschutz besonders wichtig. Sollte bei laufendem Motor der bavariandemon trotz korrekter Montage fühlbar vibrieren, empfehlen wie eine zusätzliche Vibrationsdämpfung. Sicherste Möglichkeit: Eine Metallplatte 3mm Alu oder 1,5mm Stahl zuerst direkt und fest auf den bavariandemon kleben, dann die Schaumstoffstreifen zwischen dieser Platte und der Montagefläche anbringen. Alternativ: Montage an anderer vibrationsgeschützter Stelle erwägen. Eine Irritation des Sensors durch Rauchwolken ist möglich! Bei der Wahl des Einbauortes beachten. Gegen Verschmutzung empfehlen wir, das Fenster regelmäßig bis zum Rand zu säubern. 10

11 ANSCHLUSS Jede moderne Fernsteuerung besitzt Heli-Mischer, die z.b. bei einer 3-Punkt-Anlenkung dafür sorgen, dass sich die Servos im richtigen Zusammenspiel bewegen. Mit dem bavariandemon muss dies jedoch im integrierten Mischer erfolgen. Daher bitte in der Fernsteuerung ein ungemischtes Heliprogramm ( H1 /Einzelservo) verwenden, so dass bei Knüppel-Bewegung in jeder Achse sich jeweils nur ein einzelnes Servo bewegt! Achtung: H4-Anlenkung ist ausschließlich in der PC-Software einzustellen! Flugrichtung 5 linkes* Servo rechtes* Servo links*-vorn rechts*-hinten links*-hinten rechts*-vorn (*) Bei Taumelscheiben, die für Pitch-Erhöhung abwärts gehen, tausche Servo(s) rechts mit links! Das mitgelieferte RC-Modul wird zwischen Empfänger und Servos angeschlossen und sollte nahe dem Empfänger befestigt werden. (*) Bei Taumelscheiben, die für Pitch-Erhöhung abwärts gehen, oder das Nick-Servo vorne haben, werden Servos rechts mit links vertauscht angeschlossen. Für eine Initialisierung des Systems müssen mindestens die Eingänge Roll, Nick und Pitch am Empfänger angeschlossen sein. Anschlüsse PILOT und AUX sind optional. Diese Kabel am Empfänger dort anschließen, wo die verwendete RC-Anlage die betreffenden Geber (Schieber oder Schalter) überträgt. Für kurze Speisung zu den Servos die Spannungsquelle nicht am Empfänger, sondern am RC-Modul anschließen. Bei Speisung über BEC: falls hohe Servo-Ströme auftreten können ( z.b. vier digitale Kopfservos), empfehlen wir, ein zusätzliches Speisekabel mit hohem Querschnitt vom Motorregler direkt zum Batterie-Steckplatz des bavariandemon zu führen. Dieses Kabel darf keine Signalleitung besitzen, d.h. der dritte Pol muss ggf. unterbrochen werden! Unbenutzte Eingangskabel können verstaut werden, indem sie um 180 verdreht in nicht benutzte Steckplätze des Empfängers oder RC-Moduls einsteckt werden. LED und Anschlüsse an der Sensoreinheit liegen auf einer federnd aufgehängten Platine und müssen frei beweglich bleiben. Falls das Anschlusskabel zum bavariandemon verlängert wird, muss ein Ferrit-Ring mit mindestens 3 Windungen nahe des RC-Moduls eingefügt werden. 11

12 EINSTELLUNG Nach Einbau oder Änderungen am Sender muss der bavariandemon einmalig auf Modell und Sender abgestimmt werden. In jedem Fall muss die Wirkrichtung aller Sensoren geprüft werden (Seite 15)! Möglichkeiten zur Einstellung wahlweise mit: a) SET-Taste: wie folgend beschrieben, für alle Taumelscheibentypen H1 / H3. b) PC-Software: nur die Punkte A bis D-Schritt 1 durchführen. Der Rest mit PC-Einstellsoftware, beginnend mit dem Auslesen der Daten aus dem bavariandemon. PC immer erforderlich bei H4-Anlenkung, Rigid-Einstellung und/oder virtueller Taumelscheibenverdrehung. Bei Elektroantrieb Gegen unbeabsichtigtes Loslaufen unbedingt Antriebsmotor(en) abstecken oder System mit separater Batterie speisen! A) Factory-Reset Rücksetzen auf Auslieferungszustand. Löscht alle Einstellungen. Nur nötig, wenn Einstellungen geändert wurden, die nur über den USB-Adapter erreichbar sind. Hierzu den bavariandemon während gedrückter SET-Taste einschalten, dann die Taste ein zweites Mal mind. 5s lang drücken, bis LED rot-grün-wechselnd blinkt. B) Sender einstellen Alle Taumelscheiben-Mischfunktionen und -verdrehungen müssen ausgeschaltet bleiben. Wege für Nick und Roll am Sender min. 100%. Expo darf bleiben. Sender mit 1,6 ms-norm (Multiplex) müssen auf UNI-Modus gestellt werden. Wenn der eingebaute Heading-Lock-Kreisel verwendet wird, müssen im Sender alle Heck-Mischer ausgeschaltet sein. C) Sender-Neutralstellungen einlernen Alle Steuerknüppel auf Neutral und Pitch auf Minimum stellen, Trimmungen auf Neutral oder, wenn der Hubschrauber schon mit bavariandemon eingeflogen wurde und nur kleine Trimmwerte eingestellt sind, die eingeflogene Trimmung lassen. Dann SET-Taste 1s drücken bis LED grün leuchtet und wieder loslassen. Das System initialisiert neu - fertig. (Falls LED nicht grün wird: siehe Seite 4) Der bavariandemon kennt jetzt die Signale, die als Befehl Neutral & Stillstand gelten. Das Einlernen ist einfach zu wiederholen. Dies ist ratsam, wenn am Sender die Trimmung wesentlich verändert wurde! Die Servo-Mitten werden durch das Einlernen nicht beeinflusst. Trimmungen deshalb nach dem Einlernen belassen. Wird Autotrimm verwendet, dann Roll und Nick nie am Sender trimmen, sondern nur per Trimm-Automatik. D) bavariandemon konfigurieren Der Hubschrauber muss mechanisch zumindest ungefähr auf Neutrallage von Taumelscheibe und Heckrotor justiert sein. Der Feinabgleich erfolgt zum Schluss. Der Einlernvorgang kann nur funktionieren, wenn alle Servos korrekt angeschlossen sind, alle Taumelscheibenmischer am Sender abgeschaltet sind und die Zuordnung der Knüppel durch richtiges Einstecken an den betreffenden Eingängen am Empfänger hergestellt ist. Nun die folgenden Schritte durchführen: Einstell-Modus aufrufen Dazu die SET-Taste mindestens 3s drücken bis LED grün blinkt (Löscht gleichzeitig die internen Auto-Trimmwerte). Servos laufen nun (je nach Einstellschritt) nicht oder anders als normal. Einstellen für jeden Schritt (1-5) Einstellen erfolgt durch die im Folgenden erklärten Steuerknüppel-Aktionen. Langes Drücken der SET-Taste (1s bis LED wieder blinkt) speichert die Einstellung eines Schritts und schaltet automatisch zum nächsten weiter. Einstellschritt wechseln Aktueller Schritt (1-5) wird angezeigt durch die Blinkanzahl der LED. Nach Aufruf erscheint zuerst Schritt 1. SET-Taste kurz tippen schaltet ohne Änderung der Einstellung zum nächsten Schritt weiter, und von Schritt 5 wieder zu 1. Somit lassen sich Einstellungen beliebig wiederholen. Zum Erst-Abgleich aber bitte alle Schritte der Reihe nach durchgehen. Einstell-Modus beenden Ist jederzeit durch Ausschalten möglich. 12

13 Die Einstell-Schritte 1) Knüppel-Richtung einlernen Im Einstellmodus muss die LED nun einmal regelmäßig grün blinken. Jetzt SET-Taste lange drücken und bei gedrückt gehaltener Taste folgende Vollausschläge am Sender machen: Roll rechts, Nick vor, Heck rechts, und wieder neutral, Pitch auf max. und so lassen. Jetzt Taste loslassen. Der Richtungssinn darf ab jetzt nicht mehr am Sender verändert werden! 2) Servo-Richtungen Pitch (und Erkennung der Anlenkung H1 / H3) LED muss 2x blinken (ggf. weiterschalten durch Tippen der SET-Taste). Servos reagieren nicht auf Roll. Mit kurzen Roll-Ausschlägen kann aus 10 Möglichkeiten vor- oder zurückschaltend die richtige Pitch-Funktion ausgewählt werden. Der Pitch-Knüppel muss die Taumelscheibe gleichmäßig und ohne Neigungen heben und senken. Abspeichern durch langen SET-Tastendruck, bis LED wieder blinkt. 3 ) Servo-Richtungen Nick (und Roll ) LED muss 3x blinken (ggf. weiterschalten durch Tippen der SET-Taste). Mit kurzen Roll-Ausschlägen kann aus 2 oder 8 Möglichkeiten vor- oder zurückschaltend die richtige Nick-Funktion ausgewählt werden. Der Nick-Knüppel muss die Taumelscheibe gleichmäßig neigen ohne ihre Höhe zu ändern. Bei Einzelservo-(H1-)Anlenkung: Nur mit rechts-roll-ausschlägen zwischen den 2 Möglichkeiten umschalten, und falls zusätzlich die Roll-Richtung umgedreht werden muss: einen langen Roll-Ausschlag nach links geben (> 1,5s) und mit links-roll-ausschlägen testen. Bei anderen Anlenkungs-Typen wird die Roll-Richtung nach dem Speichern automatisch stimmen. Andernfalls tauscht man die Servos 1 und 2 rechts gegen links an deren Steckplatz. Abspeichern durch langen SET-Tastendruck bis LED wieder blinkt. Jetzt müssten alle 3 Taumelfunktionen stimmen. Falls Taumelscheibe schief steht, jetzt mechanisch justieren. 4) Servo-Richtung Heck Bei Gebrauch eines externen Kreisels diesen Punkt überspringen! LED muss 4x blinken (ggf. weiterschalten durch Tippen der SET-Taste). Mit Roll-Ausschlägen hin- und herschaltend die richtige Heckservo-Drehrichtung auswählen: Bei Heck-Knüppel nach rechts soll die Nase nach rechts drehen, d.h. der Heckrotor nach rechts blasen. Jetzt lässt sich der Heckrotor-Neutralpunkt justieren, da im Schritt 4 das Heading-Lock abgeschaltet ist. Einstellung speichern durch langen SET-Tastendruck bis LED wieder blinkt. 5a) Einbaulage (Sensor-Richtung) und Rotor-Drehrichtung LED muss 5x blinken (ggf. weiterschalten durch Tippen der SET-Taste). Der bavariandemon muss seine Einbau-Orientierung kennen, d.h. ob seine runde Gehäuse-Seite nach rechts, links, vorne oder hinten zeigt. Hierzu den Roll- bzw. Nick-Knüppel in die entsprechende Richtung betätigen, so dass sich die Taumelschaibe auf die betreffende Seite neigt. 5b) Drehrichtung des Hauptrotors Noch im Schritt 5 den Heck-Steuerknüppel in dieselbe Richtung ausschlagen wie die Rotor-Drehrichtung (von oben gesehen) und abspeichern durch langen SET-Tastendruck bis LED wieder blinkt. Programmierung abschließen Neu einschalten und Steuerprobe machen. Am Sender nun ggf. Weg-Reduzierungen einstellen, gegen Anstoßen und für den richtigen Pitch-Bereich. Starke Weg-Minderungen sollten über die PC-Software im bavariandemon eingestellt werden. Falls Taumelscheibe nicht exakt horizontal liegt, jetzt nachjustieren. Im mittleren Pitch-Bereich sollten alle Servohörner rechtwinklig zu Ihren Schubstangen stehen. Andernfalls Servohörner richtig einsetzen. Zur Fein-Justage: Schubstangen einstellen. Ggf. End-Justage an der Trimmung des Senders vornehmen, so dass die Taumelscheibe exakt horizontal liegt und diese Trimmung mit SET-Taste neu einlernen (Schritt C wiederholen). Bei Sendern mit verschiedenen Flugzuständen müssen alle Flugzustände, in denen der bavariandemon aktiv ist, identische Trimmwerte haben! 13

14 EINSTELLUNG rigid-modus Vor dem Einsatz in paddellosen Hubschraubern unbedingt den RIGID-Modus per PC-Software aktivieren! Die lagehaltende Stabilisierung ( Kopf-Kreisel ) hält eine einmal gesteuerte Neigung fest und verhindert axiales Driften sowie Aufbäumen, auch gegen Wind, soweit es die Reaktionskraft des Hubschraubers zulässt. Im Übrigen steuert sich der Hubschrauber wie gewohnt. Je nach Einstellung ist vor dem Start Vorsicht geboten, damit die Taumelscheibe nicht versehentlich (durch langsames Driften oder unbeabsichtigte Ausschläge) zu stark schräg steht und dass die RIGID-Empfindlichkeit nicht zu hoch eingestellt ist. Sie muss nicht, wie bei Heck-Kreiseln oft praktiziert, knapp an die Grenze zum Pendeln hochgestellt werden. Paddellose Hubschrauber dürfen mit dem bavariandemon nur mit eingeschaltetem RIGID-Modus geflogen werden! Andernfalls besteht die Gefahr, dass zu hohe Roll-/Nick-Raten entstehen, welche die Sensoren intern übersteuern und den Horizontal-Modus sowie den Positions-Modus erheblich irritieren können! Bei Scale-Modellen ist die Kopf-Anlenkung oft auf etwa halbierten Ausschlag eingestellt. Dies kann beim Einbau des bavariandemon rückgängig gemacht werden, d.h. Ausschläge mechanisch erhöhen, um optimale Stabilisierungskraft zu erhalten. Bitte beachten: Manche RIGID-Köpfe benötigen die Einstellung Virtuelle Taumelscheiben-Verdrehung, wenn der Kopf mechanisch vredreht ist. Die RIGID-Stabilisierung bietet folgende Optionen: (Weitere Einzelheiten bitte immer der aktuellsten PC-Software entnehmen!) Modus [AUS] Kein RIGID-Modus aktiv, nicht für paddellose Hubschrauber geeignet! Modus [FEST] Aktiviert die RIGID-Funktion ständig, zusätzlich zur am Pilot-Kanal wählbaren Hor.- und Pos.-Stabilisierung. Die RIGID-Empfindlichkeit ist in diesem Modus nur per PC im Rigid-Menu verstellbar. Da zu hohe Werte gefährliche Schwingungen bewirken können, ist zum Erfliegen der besten Empfindlichkeit zunächst der Modus [FADER] oder [EXTREM] einzustellen. Modus [FADER] (Scale) und [EXTREM] (Kunstflug) Vorgesehen zum Erfliegen der optimalen Rigid-Empfindlichkeit über den Pilot-Kanal, sowie für agileres Fliegen. Hor.- und Pos.-Modus sind hier nicht verfügbar. Endstellung im Pilot-Kanal (+/-100%, egal welche Richtung) ergibt die im Rigid-Menu eingestellten Empfindlichkeiten für Nick und Roll, wie sie auch im Modus [FEST] gelten. Pilot-Kanal in Richtung Mitte reduziert die Gesamtempfindlichkeit; bei Werten <33% verbleiben diese als Minimum, auch bei Neutralsignal. Empfindlichkeit so einstellen, dass auch bei hoher Fahrt kein Pendeln auftritt. Wird später auf Modus [FEST] gewechselt, muss man entsprechend der gefundenen Schieberstellung die RIGID-Empfindlichkeit am PC einstellen. Beispiel: Rigid-Empf. Roll = 7, Schieber ca. 70% => neue Rigid-Empf. = 7 x 70% = 4,9; also Wert 5 für Roll einstellen! Ensprechend für Nick verfahren. 14

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