Thema Freundschaft und mehr

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1 Thema Freundschaft und mehr Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Lernangebot zur Förderung sprachlicher und fachlicher Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern Erarbeitet von Monika Jütte

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3 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Inhalt 3 Inhalt 1. Überblick über das Lernangebot Allgemeine Betrachtungen Didaktisch-methodische Bemerkungen Modul A: Beste Freundin. Bester Freund Übersicht Inhalte und Aktivitäten Projektvorschlag...26 Modul B: Besondere Freundschaften Übersicht...30 Inhalte und Aktivitäten Projektvorschlag...32 Modul C:...34 und mehr Übersicht...34 Allgemeine Betrachtungen...35 Didaktisch-methodische Bemerkungen...35 Inhalte und Aktivitäten Projektvorschlag...45 Inhalte und Aktivitäten Materialien für Lehrkräfte Glossar

4 4 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Überblick über das Lernangebot 1 Überblick über das Lernangebot Modul A Beste Freundin. Bester Freund. Modul B Besondere Freundschaften Thema: Freundschaft und mehr Modul C und mehr Fakultative Die Welt der Gefühle: Wie bestimmen sie unser Handeln? Freund oder Feind: Zusammenhalt oder Konkurrenz und Rivalität Freundschaft, Liebe und Moral: Was sagen die Weltreligionen und die Philosophie dazu?

5 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr 5

6 6 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Allgemeine Betrachtungen 2 Allgemeine Betrachtungen Freundschaft und mehr... ein Plädoyer für dieses Lernangebot In einer Gesellschaft, deren soziale Gruppen immer weiter auseinanderdriften und in welcher steigende Mobilitätsanforderungen das Knüpfen und den Erhalt sozialer Kontakte zunehmend schwieriger machen, ist die Fähigkeit zum Aufbau emotionaler Kontakte und Beziehungen von immenser Bedeutung. Verlässliche Beziehungen, seien es Freundschaften oder Liebesbeziehungen, werden als Stabilisator immer wichtiger in einer Welt, in der die Verwurzelung mit der Herkunftsfamilie, dem Herkunftsland und der kulturellen Identität tendenziell immer weniger gelebt werden kann. Gerade für junge Menschen ist es wichtig, die Vielschichtigkeit von Beziehungen sowie die feinen Nuancen und Abstufungen zu kennen, um im sozialen Kontext angemessen agieren zu können. Dazu sind nicht nur Kenntnisse über Beziehungsgeflechte und -hierarchien wichtig; mindestens ebenso bedeutsam sind die zur Verfügung stehenden bildungssprachlichen Mittel, welche die aktive Teilhabe an vielen sozialen Prozessen erst ermöglichen. Das Geben und Empfangen von Sympathie und Empathie, erfolgreiches Kommunizieren und Kooperieren unterstützen die weitere Entfaltung der Persönlichkeit. Die erfolgreiche Gestaltung persönlicher und beruflicher Beziehungen gehört zu den Bedingungen für ein zufriedenes Leben. In den Lehrplänen, Rahmenrichtlinien und Curricula der verschiedenen Bundesländer wird diesem Themenfeld in den Fächern Religion, teilweise in Gesellschaftslehre oder Sozialkunde, aber auch im Fach Deutsch Raum gegeben. Im vorliegenden Lernangebot werden die Aspekte dieser Fächer berücksichtigt, wobei in der Auseinandersetzung mit themenbezogenen Inhalten die sprachliche Umsetzung, der Ausbau des Wortschatzes und seine angemessene Anwendung den Schwerpunkt bilden. Die Bedeutung der Begriffe Freundschaft und Liebe hat einen gemeinsamen Ursprung. Etymologisch entstammt das Wort Freund dem gotischen Wort frijonds, einem erstarrten Partizip, das so viel wie lieben oder sich freuen bedeutete. Im Mittelhochdeutschen wird es zur Bezeichnung für Blutsverwandte. Die enge Verbindung von Freundschaft und Liebe findet sich im Französischen genauso wie im Italienischen; beide Sprachen führen ihre Bezeichnung für Freund auf das lateinische amicus zurück, welches wiederum auf das Verb amare lieben zurückgeht. Dieser Zusammenhang besteht auch im Altenglischen, Altsächsischen und Altnorwegischen. Die inhaltliche Trennung der Begriffe Liebe und Freundschaft ist also eine Entwicklung der Neuzeit. Gleichwohl sind die Abgrenzungen auch sprachlich fließend: So kann man z.b. auch seine Freunde lieben und eine Partnerin oder ein Partner werden oft als Freund oder Freundin bezeichnet. Die Themenfelder Liebe und Freundschaft finden sich in einem Lernangebot zusammengefasst, sind aber eindeutig voneinander abgegrenzt. Der inhaltliche Ansatz beider Komplexe wird in den zugeordneten allgemeinen Betrachtungen erläutert. Die zu erwerbenden Kompetenzen sind als übergeordnete Kompetenzen oder als Fachkompetenzen den jeweiligen Fächern wie Deutsch, Deutsch als Zweitsprache, Werte und Normen, Gesellschaftswissenschaften, Sozialkunde, Biologie, Ethik und Arbeit/ Wirtschaft zugeordnet und in den Lehrplänen, Richtlinien und Curricula der Bundesländer aufgeführt. Man sieht nur mit dem Herzen gut A. de Saint-Exupéry Freundschaft als positive Beziehung zwischen zwei Menschen existiert in vielen Abstufungen. Ganz grob jedoch lassen sich drei verschiedene Arten von Freundschaft einteilen in: Nutzfreundschaften, die das voneinander Profitieren der Beteiligten zur Grundlage haben Zweckfreundschaften, die ein gemeinsames Ziel verfolgen Freundschaften, deren Verbindung nicht durch das Verfolgen bestimmter Ziele oder Zwecke etc. gekennzeichnet ist, sondern die auf einer gemeinsamen emotionalen Ebene fußt. Diese Form wird im vorliegenden Angebot behandelt.

7 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr 7 Freundschaft ist vielfach Thema in Kunst und Literatur, wobei die Agierenden oft überhöht oder im gegenteiligen Extrem als Verräter an der Freundschaft dargestellt werden. Zum Verständnis von Freundschaft gehört also auch eine Wertevorstellung, in der sich Prinzipien wie Vertrauen, Verlässlichkeit oder gegenseitige Unterstützung genauso finden wie die entsprechenden Antipoden Untreue, Verrat und Täuschung. Mit dem Thema Freundschaft haben sich Philosophen aller Epochen genauso auseinandergesetzt wie Schriftsteller, Bildhauer und Maler. Bereits seit der Antike liegen uns Erklärungsversuche für das Phänomen Freundschaft vor; in der Gegenwart finden sich Definitionen und Untersuchungen dazu in der Soziologie und Sozialpsychologie. Zeitweise wurde Freundschaft als innige Seelengemeinschaft wie bei Michel de Montaigne 1 definiert, später als Seelenverwandtschaft zu einem richtigen Kult erhoben, der z.b. in den literarischen Freundschaften der Frühromantik als eine der wichtigsten Tugenden konsequent gelebt wurde. 2 1 Michel de Montaigne ( ) Begründer der Essayistik, französischer Politiker und Philosoph 2 S. Clemens v. Brentano, Bettina v. Arnim, Achim v. Arnim, Karoline v. Günderode u. a. Einen hohen Stellenwert nimmt die Gastfreundschaft ein, welche in vielen Ländern und Religionen als besondere Tugend gilt. Der Begriff Freundschaft wird auch durch kulturspezifische Faktoren definiert. So sind die Grenzen zwischen Bekannten und Freunden nicht überall so deutlich definiert wie in Deutschland. In den USA wird der Begriff friendship beispielsweise auch auf flüchtige Kontakte angewendet. Desgleichen zeigen sich Unterschiede auf der kulturellen Ebene. Eine vergleichende Untersuchung von Kinderfreundschaften in China und Island zeigt deren Prägung durch die jeweils gültigen gesellschaftlichen Wertevorstellungen 3. Entwicklungspsychologisch durchläuft Freundschaft mit zunehmender Reife verschiedene Entwicklungsphasen. Kleine Kinder kennen die Abgrenzungen zwischen Freunden und Bekannten zwangsläufig noch nicht, sie schließen schnell Freundschaften. 3 Die Entwicklungspsychologin Dr. Monika Keller vom Max-Planck- Institut untersuchte das Freundschaftsverständnis von Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Kulturen. Eine Längsschnittstudie zeigt die kulturell bedingten Unterschiede im Umgang chinesischer und isländischer Kinder mit Freundschaft und den Freundschaftsverlauf bei Jugendlichen

8 8 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Allgemeine Betrachtungen Kinderfreundschaften manifestieren sich zuerst durch gemeinsames Spielen und tragen zum Erwerb sozialer Kompetenzen bei. Im Übergang von der Grundschule zur Sekundarstufe verändern sich viele soziale Bezüge. Mit dem Eintritt in die Pubertät oder durch äußere Faktoren wie Wohnort- und Schulwechsel lösen sich Kinderfreundschaften oft auf; wo dies jedoch nicht geschieht und sich die Freundschaft weiter erhalten und entwickeln kann, wird sie von den Betreffenden als ein wertvoller Aspekt ihres Lebens empfunden. Manche Freundschaften modifizieren sich während der Pubertät neu; diese Entwicklungsphase wirkt mit in die Freundeswahl hinein, sodass neue Erfahrungen, Erwartungen und Enttäuschungen einen großen Raum einnehmen. Hinzu kommen die Erfahrungen mit der ersten Liebe, die das Gefüge einer Freundschaft oft neu bestimmen. Freundschaften und die Suche nach Freundschaft sind im Übergangsalter vom Kind zum Jugendlichen ein zentrales Thema, dessen altersbedingte Dynamik die Schülerinnen und Schüler emotional stark in Anspruch nimmt. In der Kinder- und Jugendliteratur stellt Freundschaft ein zentrales Thema dar. Allein die bekanntesten Werke der Kinder- und Jugendliteratur hier anzuführen, würde jedoch den Rahmen sprengen. Eine andere Art von Freundschaft, die Freundschaft zwischen Mensch und Tier, ist bei Zugrundelegen der oben stehenden Definitionen demgegenüber äußerst kritisch zu sehen. Die Annahme, dass Freundschaft zwischen Mensch und Tier, wie sie gerade auch in der Kinder- und Jugendliteratur oder in Spielfilmen propagiert wird, möglich sei, trifft nicht zu. Unabhängig voneinander wird in der Psychologie, Soziologie und der Philosophie Freundschaft immer als eine menschliche Beziehungsform definiert, innerhalb derer die Beteiligten je nach Art der Freundschaft die Grenzen der Kommunikation frei bestimmen können und auch in der Lage sind, für diese Beziehung Verantwortung zu übernehmen. Tiere haben jedoch weder moralische Wertvorstellungen noch die Fähigkeit, die gedankliche Welt der Menschen zu verstehen. Die Annahme einer Freundschaft zwischen Mensch und Tier, vergleichbar mit der zwischen Menschen, beruht also auf einer Idealisierung. Nach Prof. Dr. G. Mietzel nehmen heute die Gleichaltrigen bei den Jugendlichen eine wichtigere Position ein als noch bei unseren Großeltern: Um Ratschläge und Informationen zu erhalten, wenden sich heute Jugendliche verstärkt an die Angehörigen ihrer eigenen Generation. 4 Die Gleichaltrigen verfügen nicht nur über aktuelle Informationen, sondern spielen auch eine wichtige Rolle bei der Loslösung vom Elternhaus, bei der Identitätsfindung, beim Erlernen sozialer Fertigkeiten oder als Entscheidungshilfe. Der von Mietzel angeführte starke Druck, die hohe Konformität als Gegenleistung ist besonders bei nicht offenen peergroups 5 stark ausgeprägt z.b. bei rechtsextremen Gruppen, Gangs oder anderen, ohne dass jedoch diese Gruppen für den Entwicklungsprozess des Einzelnen wirklich hilfreich wären. 4 Mietzel, Gerd (2002) Wege in die Entwicklungspsychologie, Weinheim, S. 362 f. 5 s. Glossar S. 56

9 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Allgemeine Betrachtungen 9

10 10 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Didaktisch-methodische Bemerkungen 3 Didaktisch-methodische Bemerkungen Das Thema Freundschaft entspricht unmittelbar der Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen. Freunde zu haben bedeutet, mit einer Person außerhalb der Familie vertrauten Umgang zu haben. Die meisten Kinder und Jugendlichen kennen bereits nicht nur die schönen, sicheren Seiten der Freundschaft, sondern sie haben auch schon Erfahrungen mit Konfliktsituationen gesammelt. Ein sensibler Umgang mit diesem Thema ist deshalb geboten. Um die Privatsphäre der Schülerinnen und Schüler zu respektieren und um mögliche erlittene Verletzungen nicht neu aufbrechen zu lassen, ist es sinnvoll, den Schülerinnen und Schülern in Kooperation mit anderen Fächern im Rahmen des Deutsch- oder DaZ-Unterrichts die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit dem Thema auf einer generalisierten Ebene zu bieten. Ob die Schülerinnen und Schüler ihre persönlichen Erlebnisse in den Unterricht einbringen, zumal wenn der Ausgang schmerzlich war, bleibt ihnen überlassen. Das Lernangebot bietet sowohl die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einzubringen und sich damit auseinanderzusetzen, als auch den Verbleib auf der generalisierten Ebene. Die Schülerinnen und Schüler bestimmen selbst ihre Grenzen. So ermöglichen zum Beispiel Berichte von Freundschaften den Blick von der allgemeingesellschaftlichen Perspektive aus, lassen jedoch, wo gewünscht, individuelle Erfahrungen mit einfließen. Im 5. oder 6. Jahrgang stehen infolge des vorangegangenen Schulwechsels manche Freundschaften bereits vor der Auflösung oder ihrer ersten Zerreißprobe; vielleicht ist es einigen Schülerinnen und Schülern noch nicht gelungen, Zugang in eine bereits existierende Clique zu erlangen oder sie befinden sich in einer Außenseiterposition. In Rollenspielen zum Thema kann ein Positionswechsel bereits festgelegte Rollen im Sozialgefüge aufweichen oder verändern. Der Blick von außen lässt zu, dass moralische Kategorien entwickelt werden können, Schuldzuweisungen jedoch unterbleiben. Gleichzeitig wird erarbeitet, welche Erwartungen sich an Freundschaften knüpfen, und anhand von Beispielen können Möglichkeiten und Grenzen von Freundschaft ausgelotet werden. Dies soll den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ihre eigene Position zu klären und zu finden, die Bedeutung der Freundschaft in einer individualisierten Gesellschaft zu erkennen und sie dazu ermutigen, Freundschaft ein ganzes Leben hindurch zu pflegen. Sie können... sensibel werden für die Chancen und Risiken von Freundschaft und Partnerschaft 1 Sie werden in die Lage versetzt, die Aussagen von Gruppen über den vermeintlich freundschaftlichen Zusammenhalt kritisch zu hinterfragen, sei es eine Gruppe in der Klasse, zu der man unbedingt gehören möchte, die Gang im Stadtviertel oder der Pseudozusammenhalt in politisch extremen Kreisen. Freundschaft im Netz Um Kontakte aufzubauen oder Freunde zu finden, treffen sich heute viele Jugendliche in Internetforen oder Chatrooms. Heutzutage nutzen nahezu alle Jugendlichen soziale Netzwerke wie z.b. Facebook, um Kontakte aufzunehmen oder zu pflegen. Es werden Informationen, Hausaufgaben, Fotos, Musikfiles etc. ausgetauscht. Dies betrifft bisher eher die Gruppe der Jährigen, gleichwohl ist die Tendenz auch bei den Jüngeren steigend. In manchen dieser Foren scheint es reizvoll zu sein, sich einmal so darzustellen, wie man gerne wäre. Dies ist, wenngleich eine Täuschung der Chatpartner, noch relativ harmlos. Die Gefahr jedoch, dass kindliche und jugendliche Nutzer an gestörte oder kriminelle Personen geraten, ist immer vorhanden, bietet sich doch hier die Möglichkeit der unauffälligen Annäherung. Eine Orientierungshilfe ist wichtig, um die Schülerinnen und Schüler über die Gefahren aufzuklären und ihnen zu zeigen, wie sie sich schützen können. Ohnedies müssen diese sozialen Netzwerke, Foren und Sites gerade im Hinblick auf den Gehalt und die Realisierungsmöglichkeit von Freundschaften stets kritisch hinterfragt werden. Klasse(n)freundschaften Die Kehrseite von Beziehungen in sozialen Verbänden zeigt Formen der Ausgrenzung wie Mobbing, Isolation oder Selbstisolation, die einen nicht unerheblichen Anteil an 1 Bayerischer Lehrplan, Hauptschulen Kap. II 2.3, S. 18

11 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr 11 Didaktisch-methodische Bemerkungen einer tragischen Entwicklung haben können. Der Abschnitt Klasse(n)freundschaft wird sich damit befassen. Ziel ist es hier, ohne Schuldzuweisung die Schülerinnen und Schüler für ihre Mitschüler zu sensibilisieren; sie sollen erkennen, dass der Rückzug einzelner Schüler auf ein Problem hindeuten kann sie sollen wissen, an welche Personen sie sich wenden können, um diese Mitschüler zu unterstützen. Dabei dürfen weder Stigmatisierungen aufgebaut noch Ängste geschürt werden. Lehrkräfte sollten sehr genau einschätzen können, ob die Situation und die Bedingungen innerhalb der Lerngruppe eine konstruktive Bearbeitung dieses Themas zulassen. Als außerschulische Lernorte dienen bei der Durchführung von Befragungen Marktplätze/Fußgängerzonen und die Familien der Jugendlichen. Zum Recherchieren und Einholen von Informationen über den sicheren Umgang mit dem Internet bieten sich die Büros von Medienwerkstätten oder -zentralen, des Kinderschutzbundes oder kommunale Einrichtungen des Jugendschutzes und der Jugendarbeit an. Große und kleine Theater oder Programmkinos, die immer wieder Aufführungen zum Thema Freundschaft haben, sind ebenfalls wichtige außerschulische Lernorte. Natürlich können die Befragungen auch an benachbarten Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I durchgeführt werden. Zum Spracherwerb Schwerpunkte des Lernangebots sind die Beschreibungen von Personen, von Beziehungen und deren Entwicklungsprozessen sowie die Verbalisierung von Erwartungen und Emotionen sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Auseinandersetzung damit. Die Erschließung und Verwendung themenspezifischer Adjektive als Attribute zur situations- und sachangemessenen Beschreibung von Personen, Wünschen und Erwartungen unterstützt die Präzisierung von Aussagen. Die dadurch initiierte Wortschatzerweiterung und die Übung und Anwendung der

12 12 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Didaktisch-methodische Bemerkungen

13 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Didaktisch-methodische Bemerkungen 13 Formulierungen bei adressatengerechtem Sprechen und Schreiben erweitern die Ausdrucksfähigkeit und tragen zum Aufbau kommunikativer Kompetenzen im schriftlichen und mündlichen Bereich bei. In einem Sprachalbum können die neu erworbenen sprachlichen Mittel zum Nachschlagen festgehalten werden. Die Förderung der Lesekompetenz ist ein weiteres Ziel, weshalb sich ein Teilbereich mit der Darstellung von Freundschaften in der Kinder- und Jugendliteratur befasst. Die Heranführung an das Lesen und die Bearbeitung vielfältiger, umfangreicher Texte unterstützen die Weiterentwicklung von Literalität. 2 Die verschiedenen Textsorten dienen außerdem der Beleuchtung des Phänomens Freundschaft unter mehreren Aspekten und aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Begleitend zum eigentlichen Unterricht kann von den Schülerinnen und Schülern individuell ein Buch gelesen werden, dessen Inhalt mittels eines Lesetagebuchs erschlossen und später in der Klasse vorgestellt wird. Arbeit mit dem Lernangebot Das vorliegende Lernangebot enthält Sequenzen, die in unterschiedlichen Jahrgangsstufen eingesetzt werden können. Der methodische Aufbau muss dazu altersangemessen angepasst werden, manche Materialien sollten je nach Altersstufe durch andere ersetzt werden. In der Folge werden die einzelnen Unterthemen den entsprechenden Jahrgangsstufen zugeordnet. Es müssen nicht zwangsläufig alle Sequenzen abgehandelt oder in der angegebenen Reihenfolge bearbeitet werden. Die Sequenzen beider können auch abwechselnd miteinander verknüpft werden. 2 Literacy oder die deutsche Entsprechung Literalität (lat. littera = der Buchstabe) bezeichnet die Lese- und Schreibkompetenz, das Verfügen über die Erzähl- und Schriftkultur in einem Ausmaß, das die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht. Lesen und Schreiben werden nicht mehr als bloße Kulturtechniken begriffen, sondern Literacy beschreibt die Fähigkeit, mit Sprache gestaltend und analy sierend, kreativ und abstrahierend umzugehen. Aus: Literalität ist mehr, Grawira. Verbundprojekt der VHS Hamburg und der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt, Hamburg und Frankfurt, 2007

14 14 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr 4 Modul A: Beste Freundin. Bester Freund. Übersicht Lernorte: Schulen, Familie, Fußgängerzonen, Marktplätze, Theater, Kinos 1. Beste Freundin bester Freund Exkurs: Freundschaft in anderen Kulturen 2. Wann ist ein Freund ein Freund? Klasse(n)freundschaft Exkurs: und was hat das mit Freundschaft zu tun? 4. Freunde finden: Ein Ratgeber Freundschaft in der Krise Exkurs: Freundschaft unerwünscht? 6. Geschichten von Freundschaften Berühmte Freundschaften Exkurs: Alles Freundschaft oder was? 7. Wahre Freundschaft Jungenfreundschaften sind anders Mädchenfreundschaften auch Projektvorschlag für den 8., 9. oder 10. Jahrgang Zeitreise: Elise und Beethoven eine Freundschaft (4 7 Stunden)

15 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Beste Freundin bester Freund Eine Definition der Freundschaft vornehmen und die Merkmale herausarbeiten Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Vorstellungen von Freundschaft mitteilen und sammeln Das Wort Freundschaft in mehrere Sprachen übersetzen und in einer Wortcollage sammeln Eltern und Großeltern nach ihren Freunden und nach ihren Erfahrungen mit Freundschaf ten befragen Eine Passantenbefragung vorbereiten: Hätten Sie einen Moment Zeit Wären Sie eventuell bereit Haben oder hatten Sie einen besten Freund / eine beste Freundin? Wie lange sind Sie schon befreundet? Was ist / war für Sie das Wichtigste bei dieser Freundschaft? Eigenschaften und Merkmale von Freundschaft nennen und ihre Zuordnung begründen Zwischen Freunden und Bekannten unterscheiden Zu Geschäftsfreunden und befreundeten Nationen abgrenzen Sich mit den eigenen Erwar tungen an einen besten Freund / eine beste Freundin auseinandersetzen Untersuchen, was in Sprichwörtern und Zitaten über Freundschaft ausgesagt wird und diese Aussagen kritisch hinterfragen Eine Erwartung in Form einer Suchanzeige beschreiben und begründen: Du solltest Mit diesen Fehlern könnte ich leben Zu einem Zitat oder Sprichwort eine Erörterung erarbeiten und präsentieren Die Erörterung im Plenum vorstellen und diskutieren Ein Brainstorming durchführen Sprachmittlung: Ein Wort in andere Sprachen übersetzen Plakate gestalten Über eigene Erfahrungen berichten Erzählungen und Berichte wiedergeben und die Wesens merkmale der beschriebenen Freundschaft herausfiltern Kernfragen für eine Befragung entwickeln und diese durchführen Adressatengerechte Umgangs formen entwickeln Ergebnisse von Befragungen auswerten und in einer Tabelle oder einem Diagramm darstellen Anhand von Ergebnissen Übereinstimmungen und Unterscheidungsmerkmale herausarbeiten Ein Akrostichon 1 entwickeln Eine Erwartung / einen Wunsch formulieren Die Aussagen von Sprichwör tern verstehen und mit eigenen Worten erklären Argumente durch Beispiele verdeutlichen Thesen entwickeln Den Aufbau einer freien Erör terung kennen und anwenden Einen Text vorstellen Auf Argumente eingehen und angemessen erwidern Substantive Freund, Freundin, Freundschaft, Kumpel, Kamerad, Völkerfreundschaft, Freundschaftsspiele, Freundeskreis Adjektive sportlich, lustig, nachdenklich, verschwiegen, zuverlässig, hilfsbereit, lieb, verständnis voll, freundschaftlich, beliebt, unbeliebt, kameradschaftlich, freundlich, unfreundlich, Synonyme Antonyme Freund, Kumpel, Kamerad, Kumpan, Komplize; Feind, Gegner, Widersacher, Gegenspieler, Kontrahent Konjunktiv/Höflichkeitsform Hätten Sie einen Moment Zeit? Höflichkeitsanrede Haben Sie... Akkusativobjekt einen besten Freund eine beste Freundin Tempusformen in der Höflichkeitsanrede Haben hatten Sie Nominalisierung von Adjektiven das Wichtigste Superlativ das Beste, das Wichtigste, das schönste Erlebnis Zitate Ein Freund ist einer, der kommt, wenn alle anderen gehen. (Unbekannt) Einer für alle alle für einen 2 Freundschaft, das ist eine Seele in zwei Körpern (Aristoteles) Wortschatz Uneigennützigkeit, Ehrlichkeit, Vertrauen, Beständigkeit, Zuverlässigkeit, Verbundenheit, Dankbarkeit, Lot, Zitat, Sprichwort, erörtern Konjunktiv Du solltest zuverlässig sein... dann könnten wir wir hätten viel Spaß Sprichwörter Elfchen Haiku Plakat Narrative Texte Erzählungen oder Berichte Kernfragen Fragebogen Zitate Anzeigentexte Texte und Sprüche in Poesiealben Fabel: Äsop: Zwei Freunde und ein Bär Film: Madagaskar von Jeffrey Katzenberg Erörterung 1 s. Glossar (S. 56) 2 Dumas, A. Die drei Musketiere ( Un pour tous tous pour un )

16 16 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr 1. Beste Freundin bester Freund (Fortsetzung) Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Sprichwörter Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde Gute Freunde in der Not, gehen tausend auf ein Lot Wer den Freund nur fehlerlos will, findet keinen... Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft Alte Freundschaft rostet nicht. Nebensätze mit der Konjunktion dass Wer von einem Freund erwar tet, dass Dass das nicht so ist Adverbien konsekutiv: nämlich, folglich kausal: darum, deshalb final: dafür, denn konzessiv: trotzdem, dennoch Exkurs: Freundschaft in anderen Kulturen Den Stellenwert der Freundschaft in anderen kulturellen Bezügen beschreiben Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Den Stellenwert der Freundschaft in anderen Kulturen am Beispiel der nordamerikanischen Indianer erarbeiten Film Der mit dem Wolf tanzt ansehen Die im Film dargestellten Verhaltensweisen und Freundschaftsmerkmale durch Internetrecherchen überprüfen und mit den in der Klasse erarbeiteten Merkmalen vergleichen Die Handlung eines Films wiedergeben Die Kernaussage zu einem Thema herausfiltern und den dazugehörigen Entwicklungsprozess beschreiben Eine Internetrecherche durchführen Vergleiche anstellen Wortschatz Blutsbrüder, Indianer, Stamm, Späher, Winterlager, Siedlungsgebiet, Offizier Begriffe der Westen, der Amerikanische Bürgerkrieg Präteritum Er ging... sie bedeuteten ihm Attribute Der einsame Wolf Der wandernde Stamm Die neugierigen Indianer Film Der mit dem Wolf tanzt Sachtexte Reiseberichte aus dem 18. und 19. Jahrhundert

17 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Wann ist ein Freund ein Freund? Die eigenen Erwartungen an Freundschaft auf ihre Realitätsnähe hin überprüfen Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Den Gehalt und den Wert von Freundschaft im Leben definieren Chancen und Risiken einer Freundschaft ausloten Zwischen Freundschaft und Abhängigkeit unterscheiden Aus narrativen Texten die Bedeutung eines Themas für den jeweiligen Lebensweg herausarbeiten Liedtexte untersuchen und die jeweilige Kernaussage herausfiltern Ein Glossar zu einem Themenbereich aufbauen Idiomatische Wendungen und Formulierungen Einen Gefallen tun, einen Freundschaftsdienst leisten, miteinander Freundschaft schließen, sich anfreunden, zusammenhalten, eine Freundschaft erkaltet, eine Freundschaft wird zerstört, eine Freundschaft schläft ein, eine lebenslange Freundschaft, auf jemanden bauen können, Vertrauen haben, miteinander unter einer Decke stecken, mit jemandem Pferde stehlen können Erzählungen Berichte Glossar Liedtexte, z.b. Comedian Harmonists: Ein Freund, ein guter Freund Anglizismen und Jugendsprache cool, krass, chillen, real, Gang

18 18 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr 3. Klasse(n)freundschaft Die Verantwortung und den eigenen Anteil bei Freundschaft, Mobbing und Isolation in der Klasse erkennen Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Überlegen, welchen Stellenwert Freundschaft innerhalb der Klasse einnimmt und ob alle in der Klasse wirklich gleich stark miteinander befreundet sein können Feststellen, dass es innerhalb größerer Gruppen immer unterschiedlich intensive Beziehungen gibt In einer anonymen Umfrage innerhalb der Jahrgänge Faktoren ermitteln, die einem Sichwohlfühlen in der Klasse entgegenstehen könnten In Gruppen Vorschläge entwickeln, wie der Wohlfühlfaktor angehoben werden kann Für die Klasse/Schule einen verpflichtenden Verhaltenskodex entwerfen und darüber abstimmen Ermitteln, welche Personen und Einrichtungen inner- und außerhalb der Schule die Klasse oder einzelne Schülerinnen und Schüler bei Bedarf unterstützen können Sich in Gruppen mit einer speziellen Thematik auseinandersetzen Argumente erfassen und erwidern Verschiedene Abstufungen der Kontakte innerhalb einer Klas se oder Lerngruppe benennen Eine Ganzlektüre lesen und den Inhalt im Plenum präsentieren Durch Rollenspiele einen Sichtwechsel vornehmen und sich in andere hineinversetzen Eine Umfrage entwickeln, durchführen und statistisch auswerten Ergebnisse aufbereiten und im Plenum vorstellen Normative Texte entwickeln Vor einer großen Gruppe ein Anliegen adressatengerecht vorbringen und erläutern Im Internet recherchieren Einen Flyer textlich und grafisch gestalten Wortschatz anonym, Isolation, Mobbing, Gruppenbildung, Umgang, Krise, Verhaltensweise, Zusammenarbeit, ignorieren, aus grenzen, Intrige, feindselig, Verleumdung, Faktor, Selbstverpflichtung, verpflichtend, Verhalten, Kodex/Kodizes, Beratungsstelle, BeratungslehrerInnen, Prävention, Flyer Formulierungen Höflicher Umgang, gegenseitige Hilfe, kaum wahrnehmen, miteinander die Pause verbringen, sich gegen die anderen abschotten, sich gegen jemand oder einige zusammenschließen, sich füreinander einsetzen, zusammenhalten Modalverben wollen, können, müssen, dürfen Idiomatische Wendungen auflaufen lassen, im Regen stehen lassen Metapher anschwärzen Zeitungsberichte Kommentare Ganzlektüre: Rhue, Morton: Ich knall euch ab 3 Umfrageergebnisse Theater: Eins auf die Fresse 4 Normative Texte Broschüren von Beratungs stellen Appellative Texte Flyer Die Ergebnisse als Flyer in der Schule verteilen 3 s. 5. Materialien für Lehrkräfte, S s. 5. Materialien für Lehrkräfte, S. 53

19 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr 19 Exkurs: und was hat das mit Freundschaft zu tun? Die Illusion der Freundschaft in rechtsradikalen und anderen Gruppen kritisch beleuchten Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Das Verständnis von Freundschaft in rechtsradikalen Gruppen, bei Hooligans, Skinheads oder Gangs kritisch beleuchten Feststellen, dass in diesen Gruppierungen die Akzeptanz an Bedingungen geknüpft ist Diese Bedingungen benennen und im Hinblick auf Meinungs freiheit und andere Grundrechte analysieren Herausarbeiten, warum sich manche Jugendliche zu solchen Gruppen hingezogen fühlen Für die Schülerzeitung einen Leitfaden Woran erkennst du wahre Freunde? schreiben Aus Berichten und Äußerungen die Auffassung der Autorin / des Autors über ein Thema herausfiltern Auffassungen analysieren Positionen abwägen und hinterfragen Unterscheidungen vornehmen und Sachverhalte erkennen Gesetzestexte lesen und erklären Einschätzungen vornehmen Vermutungen äußern Sachinformationen aufbereiten und daraus Hinweise und Empfehlungen ableiten Wortschatz Gruppe, Gruppendruck, Kameradschaft, Akzeptanz, Toleranz Modalverben Ihr müsst, ihr sollt Wortschatz Abhängigkeit, Hörigkeit, Gefolgschaft, Kumpanei, eigennützig, uneigennützig Wortfamilien abhängig Abhängigkeit hörig Hörigkeit Konsekutivsätze Wer sich nicht an die Regeln hält, der kann Finalsätze Um Freundschaft zu erleben, machen sie alles mit Auszüge aus Aussteigerberichten Hasselbach, M: Die Abrechnung. Ein Neonazi steigt aus 5 Spiegel.online.Schulspiegel: Ich war ein Neonazi Jugendliteratur Grundgesetz, Grundrechte Artikel 1, 2 und 5 Schülerzeitungen Sachtexte Modaladverbien vielleicht, möglicherweise, eventuell Aussagesätze mit Konjunktionen Wenn sie wollen, dass du Du musst, wenn du dazugehören willst Redewendung wahre Freundschaft 5 s. 5. Materialien für Lehrkräfte, S. 52

20 20 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr 4. Freunde finden: Ein Ratgeber Anhand eigener Erfahrungen Wege zum Aufbau von Freundschaften aufzeigen Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Überlegen, wie und wo man Freunde finden kann Befragungen in Jugendtreffs und an anderen Schulen durchführen: Wo hast du deinen besten Freund/deine beste Freundin kennengelernt? Eigenschaften und Verhaltensweisen auflisten, die eine Freundschaft fördern oder erschweren können Einen Ratgeber entwickeln In der Schülerzeitung eine Ratgeberecke für Leserfragen zum Thema Freundschaft aufbauen und pflegen Ein Brainstorming durchführen Einen Fragebogen entwickeln Die Ergebnisse auswerten und als Tabelle darstellen Kreatives Schreiben: Einen Comic entwickeln Eine in out -Liste aufstellen Wortschatz imponieren, Imponiergehabe, aktiv, Selbstdarstellung, Mutprobe, werben, liebenswert, unsicher, liebenswürdig, akzeptieren, Jugendtreff, Freizeitheim, Verein, schüchtern, gehemmt, verlegen, unbefangen, selbstsicher, aufdringlich, Empathie, Sympathie, Antipathie Redewendungen angesagt sein, gefragt sein, Freunde finden, Freunde gewinnen, Freundschaften pflegen oder erhalten, ein Geheimnis bewahren, jemanden gut leiden können Jugendzeitschriften Fragebogen Ergebnisstabelle Ratgeber Comic Nachschlagewerke Anglizismen in out, fishing for compliments, mobbing, cool Zitate Ein Hund ist der einzige Freund, den man kaufen kann (anonym) ich glaube, dies ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft Der Protagonist Rick in Casablanca

21 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Freundschaft in der Krise Probleme und Grenzen der Freundschaft ausloten Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Im Plenum diskutieren, warum Eltern manche Freunde ihrer Kinder nicht gutheißen Einen Ratgeber für Eltern schreiben: Ihr Kind und seine Freunde Erkennen, dass in Freundschaften Konflikte vorkommen können Am Beispiel einer Fabel die Verletzlichkeit von Freundschaft erfahren Sich mit Gefühlen wie Eifer sucht in einer Freundschaft auseinandersetzen Abwägen und darüber diskutieren, was Freunde erwarten dürfen und wo Freundschaft Grenzen hat Durch Rollentausch einen Per spektivwechsel vornehmen Appellative Texte verfassen Den Lehrsatz/die Nutzanwendung einer Fabel erkennen und einen Bezug zu einem gerade behandelten Thema herstellen Den Inhalt einer Geschichte in verkürzter Form wiedergeben Emotionen benennen und beschreiben Unterschiedliche Standpunkte aufgreifen und gegeneinander abwägen können Argumente finden und durch Beispiele verdeutlichen Wortschatz Streit, Zank, Konflikt, Konfliktlösung, Streitschlichter, schlichten, Hader, gutheißen, akzeptieren, Eifersucht, Ablehnung, Gefährte, Dilemma, Erwartung Synonyme für Streit Zoff, Zank, Konflikt, Hader, Zwist Kausalsätze Ich darf nicht bei euch über nachten, weil mitmachen, weil Konjunktiv I... was er zugeflüstert habe Konjunktiv II... hätten sie Oxymoron falscher Freund Leserbriefe aus Zeitschriften wie Bravo oder Eltern Aesop: Zwei Freunde und der Bär 6 Schiller: Die Bürgschaft Manz, H.: Freundschaften 7 Duden: Redewendungen- Wörterbuch der deutschen Idiomatik 8 Knigge, Adolf Freiherr v. Über den Umgang mit Menschen, Kapitel 7 9 Redewendungen Treu beieinander stehen, etwas/ jemanden bezwingen, jemanden im Stich lassen, durch dick und dünn gehen, sich in einer Zwickmühle befinden, zwischen zwei Stühlen sitzen Zitat Freundschaft, das ist wie Heimat Kurt Tucholsky Sprichworte Wenn zwei sich streiten, dann freut sich der Dritte, Bei Geld hört die Freundschaft auf 6 s. 5. Materialien für Lehrkräfte, S s. 5. Materialien für Lehrkräfte, S s. 5. Materialien für Lehrkräfte, S s. 5. Materialien für Lehrkräfte, S. 52

22 22 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Exkurs: Freundschaft unerwünscht? Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Erarbeiten, warum früher bestimmte Freundschaften nicht erwünscht waren Sich darüber austauschen, ob heute unterschiedliche Religionen, Sprachen etc., Freundschaft erschweren können Am Beispiel palästinensischer und israelischer Jugendlicher feststellen, wie gegenwärtige politische Faktoren Freundschaft beeinflussen können Eine Ganzlektüre lesen und bearbeiten Eltern und Verwandte befragen Narrative Texte verstehen und ihre Kernaussagen wiedergeben Komposita Adjektiv + Adjektiv hellblond Nomen + Adjektiv spielmüde Wortschatz Autonomie Geografische Eigennamen und ihre Ableitungen Palästina, Israel, palästinensi sche und israelische Jugendliche, Westjordanland, Gazastreifen Berichte von Zeitzeugen Lektüre 10 Hans Peter Richter: Damals war es Friedrich Kurt Witzenbacher: Ein Kaddisch für Ruth Carmi, D.: Samir und Jonathan Ilse Tielsch: Das letzte Jahr Jude oder Araber, das ist doch egal 10 s. 5. Materialien für Lehrkräfte, S Geschichten von Freundschaften Berühmte Freundschaften 11 Exemplarisch den Verlauf und die Bedingungen einer Freundschaft im Leben berühmter Personen beschreiben Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Zur Freundschaft zwischen L. v. Beethoven und Elise einen Fotoroman ausarbeiten Einen Briefwechsel zwischen berühmten Freundinnen bzw. Freunden erfinden und daraus einen Dialog entwickeln Liedtexte analysieren und die Merkmale der Freundschaft herausfiltern Reale und dargestellte Freundschaften in der Kunst, Literatur oder Musik kennenlernen Sich mit der Biografie berühmter Freundespaare befassen Für eine fiktive oder reale Person eine Widmung als Albumblatt verfassen Wortschatz Widmung, Piano, Orgel, Album, Albumblatt, Komponist, Komposition, Noten Höflichkeitsanrede Geht es Ihnen gut? Wie gefällt Ihnen dieses kleine Stück? Imperativ Wandle auf Rosen und vergiss mein nicht Schreiben Sie mir bald... Redewendung jemandem seine Zeit widmen Texte von und über Goethe und Schiller 12 Ballade, z. B. F. Schiller: Die Bürgschaft Musik, z. B. L.v. Beethoven: Für Elise 13 2raumwohnung: Ich und Elaine Queen: Friends will be Friends Beispiele aus Poesiealben des 19./20. Jahrhunderts und der Gegenwart 11 s. Projektvorschlag S Goethe & Schiller, B.v. Arnim & K. v. Günderode, C. v. Brentano & A. v. Arnim waren befreundet. In der Literatur finden sich Tom Sawyer & Huckleberry Finn o. Hagen v. Tronje in der Nibelungensage. Jedoch erfor dert die Bearbeitung dieser Freundschaften durch ihre Komplexität einen hohen Zeitaufwand. Deshalb beschränkt sich dieses Modul auf L. v. Beethoven und seine Komposition Für Elise 13 Nach einer 2010 veröffentlichten Studie des Beethoven-Forschers Klaus Martin Kopitz spricht vieles dafür, dass das Albumblatt für Elisabeth Röckel entstand, die spätere Frau von Johann Nepomuk Hummel. Mit Elisabeth, die sich in Wien nachweislich Elise nannte, war Beethoven seit 1808 eng befreundet.

23 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr 23 Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Komposita mit dem Wort Freund sammeln Wörter sammeln, denen der Wortstamm Freund zugrunde liegt Die Bedeutung freundlichen Verhaltens im Umgang miteinander untersuchen Eine Auswahl dieser Wörter für eine Geschichte verwenden Kreatives Schreiben: Mit wem sind Briefmarkenfreunde, Katzenfreunde, Lokomotivfreunde, Bücherfreunde, Naturfreunde, Freunde guter Küche u. a. befreundet? Mit Hilfe unterschiedlicher Intonationen Aussagen ver ändern Die vielfältige Verwendung eines Wortes in der deutschen Sprache kennenlernen Sprachmittlung: Was heißt das (Anwendungen)? Freundlichkeit als soziale Kom petenz erkennen Intonation als Ausdrucksform einsetzen Idiomatisierte Komposita, die das Wort Freund/Freundin enthalten: Skatfreund, Gartenfreundin, Katzenfreunde, Lokomotivfreunde Wortschatz Freundlichkeit, unfreundlich, liebenswürdig, zugewandt, Umgangsform Redewendungen allgemein sich mit etwas anfreunden können, alter Freund, Freundchen, Sportsfreund, ein freundlicher Empfang, ein freundliches Zimmer Briefschluss mit freundlichen Grüßen Wirtschaft Die Entwicklung der Bör senkurse verläuft freundlich. Feindliche Übernahme Wortsammlung Duden Benimmregeln Texte Meteorologie freundliches Hochdruckwetter 7. Wahre Freundschaft Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Geschichten und Ganzlektüren von Freundschaften lesen und in einem Lesetagebuch bearbeiten Die ausgewählte Geschichte/ das ausgewählte Buch in der Klasse präsentieren Einer Geschichte die Hauptinformationen entnehmen und den Handlungsverlauf wiedergeben Eine Entwicklung erkennen und darstellen Ein Lesetagebuch führen Tempusformen Wortschatz Kapitel, Abschnitt, Titel, Klappentext, Erscheinungsjahr, Erscheinungsort, Verlag, Autor/ Autorin, Auflage, ISBN Geschichten oder Ganzlek türen aus der Kinder- und Jugendliteratur 14 Lesetagebuch Buchrezension Für die Klasse eine Buchbesprechung vorbereiten und durchführen 14 Beispiele sind unter 5. Materialien für Lehrkräfte zu finden

24 24 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr 8. Möglichkeiten und Gefahren beim Aufbau von Freundschaften im Internet erkennen und verantwortungsvoll damit umgehen Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Überlegen, warum Jugendliche im Internet Freunde suchen Aus altersangemessenen Foren entnehmen, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dort über ihre Wünsche und Erwartungen mitteilen Sich mit den Aussagen und Er wartungen auseinandersetzen Die Merkmale und Handlungs möglichkeiten dieser Kontakte mit Freundschaften im Alltag vergleichen Illusion und Wirklichkeit von Internetfreundschaften kritisch beleuchten Sich bei Experten über Gefahren und Risiken informieren Regeln für die sichere Nutzung von sozialen Netzwerken, Foren und Chatrooms erarbeiten Im Jahrgang vorstellen, wie man Grenzen und Grenzüber schreitungen erkennen und sich davor schützen kann Vermutungen äußern Eigene Erfahrungen einbringen Internetrecherche Textanalyse: Appellative Texte untersuchen und die Aussagen in eigene Worte fassen Unterscheidungen vornehmen und begründen Eine Diskussion moderieren Ein Anliegen angemessen vorbringen und erläutern Gesprächsergebnisse dokumentieren Eine Präsentation vorbereiten und einen Begleitkommmentar schreiben Eine Powerpoint-Präsentation durchführen und einen Begleitkommentar sprechen Satzadverbien wahrscheinlich, vermutlich, möglicherweise, anscheinend, vielleicht, leider Imperativ Melde dich antworte mir Fachwortschatz Forum, Nutzer, Passwort, Daten, Dateien, Filtersysteme, virtuell, Netz, Profil Anglizismen chat, chatten 15, user, googeln, online, nickname, website, community, chatiquette 16, netiquette 17, instant messaging, logfiles, blog, Twitter, Link, check, cyberbullying, webcam Zitat Facebook hilft, mit Leuten in Kontakt zu bleiben, die wir auch im echten Leben kennen. Mehr nicht. Wer glaubt, dass jeder Facebook-Kontakt ein Freund ist, der weiß nicht, was Freundschaft bedeutet. 18 Imperativsätze Schütze deine Daten Beiträge in Facebook und diversen Foren oder Chatrooms Homepage v. Facebook Freunde Zitat Broschüren zum Jugendschutz im Internet Kommentar Referat Powerpoint-Präsentation risiko.net/ Präventionsangebote für Kinder & Jugendliche im Internet Konjunktion (m. Modaladverbial)... indem du keine Wortschatz Moderator, Urheberrecht, urheberrechtlich, Einstellungen, ignorieren, kommentieren, Grenzüberschreitung, Nutzung 15 siehe dazu auch die aktuellen ARD/ZDF-Onlinestudien index.php?id= Auflistung von Verhaltensregeln für Benutzer des Chats, s. auch 17 Informelle Verhaltensregeln des Internet für den Umgang mit anderen Nutzerinnen und Nutzern 18 Mark Zuckerberg, in einem Interview mit am 29. Oktober 2008

25 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Jungenfreundschaften sind anders Mädchenfreundschaften auch Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei Freundschaften innerhalb des eigenen und des anderen Geschlechts untersuchen Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Eine Beschreibung dessen, was Mädchen und Jungen bei ihrer Freundschaft wichtig ist, vornehmen Die Gesprächsthemen und Inhalte der jeweiligen Freundschaften auflisten und vergleichen Erklärungen zu geschlechts spezifischem Verhalten analysieren und diskutieren Gemeinsamkeiten und Unter schiede benennen Im Plenum erörtern, ob Freundschaft zwischen Jungen und Mädchen möglich ist Für Wörter aus der Jugendsprache angemessene Synonyme finden Aus Beschreibungen und Schilderungen gleiche und unterschiedliche Merkmale entnehmen oder sie durch einen Fragebogen erfassen Argumente entwickeln, einbringen und auf andere Argumente eingehen Aus der Diskussion in Gruppen ein Fazit ziehen und ins Plenum einbringen Sprachmittlung Wortschatz Vertrautheit, Intimität, kumpelhaft, Bezugsperson, Beratung, herumhängen, Konkurrenz, rivalisieren, Spielregeln, Konflikte, ausplaudern Idiomatische Wendung Ein Geheimnis bewahren, etwas für sich behalten Synonyme zu Idiomen der Jugendsprache krass = auffällig, übertrieben Formulierungen mit Kausalund Konzessivkonjunktionen weil wir uns gut kennen, obwohl wir nicht gleichaltrig sind mit Modaladverbien Leider wohnen wir jetzt weit entfernt Konjunktiv Ich hätte so gerne Narrative Texte Themenliste Statistik Sachtexte Wörterbuch für Synonyme Haupt und Nebensatz Wenn ich Stress zuhause habe, kann ich mit ihr darüber reden Konjunktionen Er ist ein richtiger Freund, weil er mich nie im Stich lässt

26 26 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Modul A, Projektvorschlag für den 8., 9. oder 10. Jahrgang Zeitreise: Elise und Beethoven eine Freundschaft (4 7 Stunden) Kommentar Der Aufbau von Bildungssprache bezieht auch die sprachliche Erschließung historischer Epochen ein. Für dieses Projektbeispiel wurden bewusst die beiden Personen Beethoven und Elise gewählt, damit sich die Schülerinnen und Schüler auf einer anderen Ebene mit Freundschaft befassen.die umfangreiche Bearbeitung einer solchen Sequenz wird durch den Aufbau von Lernszenarien ermöglicht, die allen die Gelegenheit geben, das angemessene Angebot zu wählen. Die zu leistende Spracharbeit und die zu erwerbenden Kompetenzen variieren. Das Zusammentragen und Präsentieren der einzelnen Gruppenergebnisse würdigt die Ergebnisse in besonderem Maße, da mehrere Facetten dieser Freundschaft und ihr historischer Hintergrund in einem Gesamtszenarium widergespiegelt werden können. Es ist wichtig, stets Bezüge zur Gegenwart herzustellen, um den Schülerinnen und Schülern deutlich zu machen, dass Freundschaft ein zeitübergreifendes, universelles Thema ist; so erleichtert man auch Schülerinnen und Schülern, die sich bei historischen Themen normalerweise nicht wiederfinden können, eine Annäherung. Gleichzeitig erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass durch die Ergebnisse der einzelnen Gruppen ein umfangreiches Thema gemeinsam erschlossen und präsentiert werden kann. Kooperatives Lernen 19 wird trainiert. Die am Ende stehende Präsentation kann als szenische Darstellung auch vor anderen Klassen, Jahrgängen, Eltern usw. stattfinden. Dabei müssen die Schüler eine klare, akzentuierte Aussprache üben. Das Veröffentlichen der Ergebnisse in dieser Form fördert die Motivation und trägt zur Würdigung der Schülerleistungen bei. Optimal wäre es, für die Lerngruppe Theaterpädagogen/Schauspieler zu gewinnen, die mit den Schülern das Sprechen bzw. Rezitieren üben und die Präsentation unterstützen. Impuls Schülerinnen und Schüler hören das Stück Für Elise Sie beschreiben ihre ersten Eindrücke: 19 s. Glossar S. 56 Spracharbeit Adjektive: langsam, freundlich, romantisch, verspielt, langweilig Formulierungen für Prozessbeschreibung in der Musik: es wiederholt sich, es steigert sich Den Schülerinnen und Schülern wird der Titel genannt. Schülerinnen und Schüler recherchieren im Internet zum Titel. Aufgabenstellung Sucht Informationen über dieses Musikstück, z.b. wer es komponiert hat, in welcher Zeit und zu welchem Anlass das Stück komponiert wurde. Sammelt dabei die Fachbegriffe und Wörter, die neu für euch sind. Stellt in Gruppen eure Ergebnisse zusammen und verfasst gemeinsam einen Plakattext. Spracharbeit Begriffe: Klavierstück, Komponist, Widmung, Album, 19. Jahrhundert, romantisch, Klassik, Motiv Tempusform Präteritum: Er widmete seine Komposition... Wortfamilie komponieren, Herkunft und Bedeutung: komponieren, der Komponist, die Komposition Schülerinnen und Schüler dokumentieren ihre Ergebnisse auf großen Plakaten. Sie stellen ihre Rechercheergebnisse in der Klasse vor. Impuls Kurze Beschreibung der sog. Romantischen Freundschaft und ein Hinweis auf die Art der Kontaktmöglichkeiten wie Briefe schreiben, Austausch von Miniaturbildern, Widmungen, Grußbotschaften über Dritte etc. Spracharbeit Adjektive: romantisch, überschwänglich, sehnsüchtig, unvergänglich, ewig, unverbrüchlich Nomen: Postkutsche, Herberge, Gasthof, Bote, Kurier, Poststation Erklären von Begriffen: Ideal, Pferdewechsel

27 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr 27 Vorstellung der Aufgaben Die Schülerinnen und Schüler teilen sich in Gruppen ein. Gruppenarbeit Angebot 1 Die Hauptpersonen Beethovens und Elises Kurzbiografie schreiben Spracharbeit Fachwortschatz: Biografie, Komponist, Darstellerin, Schauspielerin, Klavierstück, Motiv, Noten, Takt, Orgel, Violine, Begabung, Öffentlichkeit, Klassik, engagieren, Mäzen... Tempusform Präteritum: Seine Kindheit verbrachte er Sie trat in auf Kompetenzen Recherchieren, Anlegen eines Glossars, Textproduktion Hinweis: Für die Auswertung und Auswahl des recherchierten Materials sowie für die Ausarbeitung der Biografie empfiehlt sich das Anlegen eines Glossars, um den erworbenen Wortschatz zu sichern und den anderen Gruppen ebenfalls zur Verfügung zu stellen. Angebot 2 Widmung Schreiben einer Widmung mit grafischer Gestaltung und anschließender Lesung Spracharbeit Formulierungen: Ich bin der Ihre Behalten Sie mich in Ihrem Herzen Sprachkompetenz: Rezitieren einer Widmung Sprachmittlung: Übertragen der Widmungen in die moderne Sprache Kompetenzen Sprachmittlung, Anwendung geeigneter Formulierungen und Anreden, rezitatives Lesen Hinweis: Dieser Aufgabe gehen Recherchen über Widmungen und deren Bedeutung in der damaligen Zeit voraus. Als zusätzliches Material können moderne Autorenwidmungen zur Verfügung gestellt werden. Die von den Schülerinnen und Schülern geschriebene Widmung kann grafisch mit der nachempfundenen Schrift auf entsprechendem Papier gestaltet und als Rezitation eingeübt werden. Angebot 3 Leben in Beethovens und Elises Zeit Beschreibung des Lebensumfeldes sowie der Zeit der Protagonisten Spracharbeit Tempusform Präteritum: Er lebte sie trafen sich Wortschatz: Epoche, Postreiter, Postkutsche, Briefzu stellung, Kurier Fachwortschatz: Komponist, komponieren, Klassik, Aufführung, Uraufführung, Klaviersaiten, Kapellmeister Kompetenzen Aneignung von Fachsprache aus Geschichte, Musik, Mode, Architektur usw. Bearbeiten und Darstellen eines historischen Themenbereichs Hinweis: Hier kann sich eine größere Gruppe in Teams aufteilen und z. B. die gesellschaftliche Stellung von Komponisten und Schauspielern erarbeiten oder Mode, Ernährung, Wohnen und Reisen darstellen. Dazu sind Recherchen im Internet, im Museum oder in der Kostümschneiderei eines Theaters sehr hilfreich und anregend. Die Ergebnisse können als kleine Ausstellung präsentiert werden: Häuser oder Wohnungen in Stellwandgröße, Schneiderpuppen mit Kostümentwürfen, Kochrezepte und Abbildungen der Münzen etc. mit Informationstexten Angebot 4 Lesung Entwurf eines Briefwechsels zwischen Beethoven und Elise Spracharbeit Komparativ und Superlativ: Liebste Elise, je mehr Höflichkeitsanrede: Ihr Brief Denken Sie an mich... Briefaufbau: Anrede, etc. Flüssiges Vorlesen und Rezitieren: Aussprache und Intonation Kompetenzen Schriftlich miteinander kommunizieren und in einen Dialog treten Hinweis: Als Grundlage können die erhaltenen Briefe genutzt werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen einen Briefwechsel mit mehreren Briefen erarbeiten, deren In

28 28 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr halte sie frei erfinden, aber sprachlich dem Stil der damaligen Zeit anpassen. Dabei können einzelne Schüler die Rolle Beethovens und Elises übernehmen und in Briefkontakt treten, oder zwei Gruppen erarbeiten jeweils einen Part. Möglich ist auch, diese Briefe mit einer Gänsefeder und Tinte zu schreiben. Dieser Briefwechsel soll in einer szenischen Lesung präsentiert werden. Angebot 5 Rollenspiel Beethoven und Elise treffen sich zufällig an einer Postkutschenstation. In einem Dialog tauschen sie sich über ihre momentanen Lebensumstände und ihr Reiseziel aus. Sie versichern sich gegenseitig ihrer Freundschaft. Spracharbeit Dialoge: Wie schön, Sie zu treffen Das Schicksal war uns wohlgesonnen Höflichkeitsanrede: Geht es Ihnen gut? Superlativ: Liebster Freund liebste Freundin Kompetenzen Mit Aufnahmegeräten arbeiten, einen Dialog entwickeln und sprechen, eine Situation schlüssig darstellen Hinweis: Dieses Treffen kann in verschiedenen Präsentationsformen dargestellt werden: als Rollenspiel, als Fotoroman, als Videoclip oder in einem Comic. Wichtig ist, dass aus den einzelnen Redebeiträgen die beiden Personen und ihre Beziehung zueinander erkennbar sind. Angebot 6 Komposition und Text Entwicklung einer zeitgemäßen musikalischen Widmung (Rap, Hip-Hop) vielleicht mit Einbindung der Schulband Spracharbeit Sprachmittlung: eine Widmung oder einen Brief etc. in zeitgemäße Jugendsprache übertragen Possessivartikel: mein, dein, unser Deklination: Personalpronomen mich, dir, dich Kompetenzen einen angemessenen Text entwickeln und mit den mu sikalischen Stilmitteln des Rap oder Hip-Hop verbinden Hinweis: Der schnelle Sprechgesang erfordert eine deutliche Artikulation und den entsprechenden Atemrhythmus. Hier können die Schülerinnen und Schüler frei sprechen. Das Thema Freundschaft als Rap zu bearbeiten verlangt die Erarbeitung entsprechender Schreib- und Reimtechniken. 20 Angebot 7 Die Gegenwart Implementieren dieser Freundschaft in die Gegenwart als Szene in einem Rollenspiel Spracharbeit Possessivartikel: unser/e, mein, dein Emotionen ausdrücken: Ich bin glücklich traurig Kompetenzen über Emotionen sprechen können in eine Rolle schlüpfen können Hinweis: Das Transferieren dieser Freundschaft in die heutige Zeit wird den Schülern erleichtert, indem sie die Rollen mit Vorbildern aus den ihnen zugänglichen Genres besetzen können, also mit dem Frontsänger einer beliebten Band, mit bekannten Filmstars, mit frei erfundenen Personen etc. Die Gruppen tragen ihre Ergebnisse zusammen und präsentieren sie in der Klasse. Die verschiedenen Gruppenergebnisse werden zu einer szenischen Darstellung montiert und vor Zuschauern aufgeführt. 20 Vgl.: Lernangebot Musik

29 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr 29

30 30 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Modul B: Besondere Freundschaften Übersicht Lernorte: Schule, Bücherei, Zoo, Tierheim 1. Gastfreundschaft Freundschaft mit Tieren Ferne Freundschaften...31 Projektvorschlag für den 4. und 5. Jahrgang Sternenpost Briefe an den kleinen Prinzen, die Rose und den Fuchs Gastfreundschaft Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Lesen der Ballade Die Füße im Feuer von C. F. Meyer Gastfreundschaft als ethisches Prinzip vieler Kulturen und Religionen kennenlernen Grenzen der Gastfreundschaft anhand verschiedener Situationen untersuchen und diskutieren Die Kernaussage einer Ballade erfassen und den Inhalt wiedergeben Zeitgenössische Bezeichnungen in moderne Begriffe übertragen Eine Ballade rezitieren Eine Meinung entwickeln, anderen mitteilen und anhand eines Beispiels verdeutlichen Wortschatz Ballade, der Gast, jedoch: sie ist Gast, die Gäste, die Gastlichkeit, die Gastfreundschaft, die Tugend, gastfreundlich, ein gastfreundliches Land, ein gastliches Haus, ungastlich Redewendungen Die Gastfreundschaft genießen Die Gastfreundschaft ver letzen die Gastfreundschaft missbrauchen Sprichwort Der Gast ist König Balladen, z. B. C. F. Meyer: Die Füße im Feuer Reiseberichte Berichte über Partys, die durch Veröffentlichung bei Facebook aus dem Ruder gelaufen sind

31 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Freundschaft mit Tieren Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Untersuchen, inwieweit der Begriff Freundschaft auf die Beziehung zwischen Mensch und Tier zutrifft Herausfinden, welche Erwar tungen Menschen an befreundete Tiere haben Die Besonderheiten des ver trauten Kontakts zwischen Mensch und Tier herausarbeiten Feststellen, dass im Umgang mit Tieren die Verantwortung beim Menschen liegt 21 Erkennen, dass die unter schiedlichen Voraussetzungen bei Kontakten von Mensch und Tier der Freundschaft zwischen Menschen nicht gleichzusetzen ist Narrative Texte analysieren Internetrecherche in Foren Befragungen durchführen Fachtexte lesen und verstehen Inhalte für die Gruppe aufbereiten und wiedergeben Aus Vergleichen Schlussfolgerungen ziehen Wortschatz Verhalten, Verhaltensfor schung, abrichten, dressieren, Instinkt, wild, domestiziert, anhänglich, folgsam, anspruchs los, nachtragend, kuscheln Komparativ... umso lieber, zuverlässiger Superlativ der beste Freund Sprichwörter und Zitate Der Hund ist der beste Freund des Menschen Je mehr ich von den Menschen sehe, um so lieber habe ich meinen Hund (Friedrich d. Große) Artikel aus Tierzeitschriften Texte zur Verhaltensforschung von K. Lorenz Film: Der Pferdeflüsterer Text: Zooschule Landau (2009) Haustiere Vgl. Bayr. Lehrplan Grund- und Hauptschule: Physik, Biologie, Chemie Lerninhalte Zooschule Landau (2009): Haus tiere, Landau. 3. Ferne Freundschaften 23 Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Einen Brief an eine/n fiktive/n Freund/in schreiben Eine an die Freundin/ den Freund schreiben Brieffreundschaften mit Schulen in anderen Städten und Ländern aufbauen Einen Brieftext situations- u. adressatengerecht gestalten Ein Anliegen, einen Wunsch, eine Mitteilung angemessen formulieren Ein kleines Theaterstück entwickeln Ein Rollenspiel aufbauen Ein fiktives Universum entwerfen Briefaufbau Briefanrede Liebe/r XY Wortschatz Briefumschlag, Briefmarke, Briefpost, Brieftaube, Brief träger, Postbote, Briefkasten, Absender, Adressat, Anschrift, Flaschenpost Erzählung: Antoine de Saint-Exupéry: Der kleine Prinz 24 Rollentexte Brieftexte Briefe aus der Literatur Kartenausschnitte vom Universum Umgang mit modernen Medien 24 s. Kapitel 5 Materialien für Lehrkräfte 23 s. Projektvorschlag S. 32

32 32 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Modul B, Projektvorschlag für den 4. und 5. Jahrgang Sternenpost Briefe an den kleinen Prinzen, die Rose und den Fuchs Vorbemerkung: Für das Schreiben eines Briefes wurde bewusst eine Ebene gewählt, die nicht die realen Freundschaften der Schülerinnen und Schüler berührt. Dies um der Schülerinnen und Schüler willen, die gerade keine/n Freund/in haben, aber auch weil das Kapitel in Der kleine Prinz 25 zwar sehr emotional ist, jedoch dank seiner literarischen Ebene von den Schülerinnen und Schülern problemlos angenommen werden kann. Die literarische Ebene regt die Fantasie an und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, sich mit der angebotenen Definition von Freundschaft auseinanderzusetzen. Sowohl das Lesen als auch das Erarbeiten dieser Sequenz verlangen viel sprachliche Feinarbeit, weshalb auf eine genaue zeitliche Festlegung verzichtet wird. Das gemeinsame Lesen leitet zu einem Lernszenario über, in welchem Schülergruppen zwischen verschiedenen Handlungsmöglichkeiten wählen können, z. B.: Briefe schreiben: Briefe an die Nachbarklasse, an Eltern etc. und dabei den Briefaufbau beachten ein kleines Rollenspiel erarbeiten: Von der Begegnung des kleinen Prinzen mit dem Fuchs ein Drehbuch schreiben und einstudieren das Universum des kleinen Prinzen kartografisch dar stellen: die Orientierung in diesem Universum mit einer Wegbeschreibung zu den wichtigsten Plätzen versehen ein Personenregister mit Steckbriefen erstellen: Aussehen, äußere Merkmale, Verhaltensweisen, Vorlieben und Abneigungen beschreiben etc. Tipp: Bestimmte Begriffe wie Wandschirm oder Glassturz entsprechen nicht mehr oder nur noch sehr begrenzt der Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler. Es empfiehlt sich daher, von diesen Gegenständen ein Foto oder eine Zeichnung bereitzuhalten. 25 de Saint-Exupéry, Antoine Der kleine Prinz, Kapitel 21, S Einstieg Lesen des Kapitels 21 aus Der kleine Prinz mit verteilten Rollen. Schülerinnen und Schüler äußern sich zum Inhalt. Schülerinnen und Schüler sammeln in Gruppenarbeit die im Text genannten Kennzeichen für Freundschaft. Fragen: Was sagte der Fuchs über Freundschaft? Was erzählte der kleine Prinz von seiner Rose? Spracharbeit Wortschatzerweiterung: zeitlebens, verstohlen, ein Brauch, Wandschirm, rühmen, Glassturz, verstummen, zähmen, liebgewinnen Formulierungen: in Vergessenheit geraten, einander gleichen, einander brauchen, für jemanden einzig sein,... Metapher: Das Gold der Weizenfelder Tempusform Präteritum: Er sagte Tempusform Futur I: Ich werde erfahren Aber nun wirst du weinen Konjunktiv: Es wäre besser gewesen wären die Tage alle gleich ich hätte niemals Ferien Die Gruppen präsentieren ihre Ergebnisse in der Klasse. Spracharbeit Konjunktion: Der Fuchs sagte, dass Hinführung Lehrerimpuls: Der Fuchs wird den kleinen Prinzen vermissen. Der kleine Prinz wird seine Rose vermissen. Wie kann man in Verbindung bleiben, wenn jemand, den man mag, sehr weit entfernt ist? Schülerinnen und Schüler stellen Vermutungen über den Fortgang des Kontakts zwischen dem Prinzen und dem Fuchs, bzw. dem Prinzen und der Rose an. Spracharbeit

33 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr 33 Vermutungen äußern: Sie werden vielleicht Ich glaube, dass sie Kommentaradverbien: Vielleicht schreiben sie sich Hoffentlich kommt die Post an Sicher gibt es eine Möglichkeit Ausführung Fragestellung: Was könnten sie sich schreiben? Schülerinnen und Schüler entwickeln Kriterien zu den Bestandteilen eines Briefes und setzen sie in eine Reihenfolge. Spracharbeit Briefaufbau: Anrede Frage, wie es dem Freund/der Freundin geht. von sich etwas erzählen Gefühle mitteilen Wünsche für den Anderen Schlussformel Aufgabenstellung Der kleine Prinz oder der Fuchs schreiben einen Brief. Schülerinnen und Schüler wählen sich eine Rolle aus und verfassen einen Brief. Sie präsentieren ihren Brief der Gruppe und nehmen gemeinsam Korrekturen vor. Präsentation Schülerinnen und Schüler gestalten ihren Brief in schöner Schrift auf besonderem Papier. Die Briefe werden im Klassenraum ausgestellt.

34 34 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Modul C: und mehr Lernorte: Schule, Fußgängerzonen, Marktplätze, Betriebe, Museen, Büchereien, Gemäldegalerien, Parks, öffentliche Plätze Allgemeine Betrachtungen Didaktisch-methodische Bemerkungen Was heißt hier Liebe Vom Blitz getroffen Zufall oder Schicksal? Liebe in der Kunst Aus und vorbei Liebeslyrik oder der Club der Dichter Liebe ganz öffentlich / Das Geschäft mit der Liebe Berufe rund um die Liebe Exkurs: Der schönste (und teuerste?) Tag im Leben Liebe in anderen Zeiten und Welten...49 Exkurs: Europa Eine Entführung und ihre Folgen Symbole der Liebe

35 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Allgemeine Betrachtungen Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße. (Franz Kafka) Das Thema Liebe bezieht sich im vorliegenden Modul auf die Liebe zwischen zwei Menschen, die sog. Paarliebe, wobei sich das Augenmerk vornehmlich auf Aspekte der Widerspiegelung durch die Gesellschaft im historischen als auch im aktuellen Kontext und auf die Schülerwahrnehmung richtet. Die Entwicklung des Verständnisses von Paarliebe hat historisch bis in die Gegenwart mehrere Phasen durchlaufen, wobei lange Zeit der jeweilige gesellschaftliche Stand eine wichtige Rolle spielte. Eine bekannte Variante ist die mittelalterliche Minne, welche das Objekt der Liebe überhöhte und sich auf die Verehrung beschränkte, der durch Minnelieder oder durch symbolische Gesten, z.b. bei Turnieren, Ausdruck verliehen wurde. Jedoch war diese Form der Liebe den Adligen vorbehalten. Sicher ist es unbestreitbar, dass Liebe als Emotion auch in anderen gesellschaftlichen Gruppierungen gelebt werden durfte oder konnte, wobei es darüber widersprüchliche Quellen gibt. Diese auszuloten würde allerdings das eigentliche Gebiet verlassen. Liebe als Bestandteil von Lebensentwürfen ist eine Erscheinungsform der Gegenwart. In Form der Liebesheirat verschmilzt die emotionale Befindlichkeit mit dem Aufbau einer gemeinsamen wirtschaftlichen Basis. Der Ursprung dieser Entwicklung findet sich in Friedrich Schlegels Roman Lucinde 26 dokumentiert, in welchem er der romantischen Liebe innerhalb der Ehe einen Platz einräumte. Das Modell der Heirat aus Liebe ist in Europa bis heute gängig, wobei sich in Biografien des neunzehnten Jahrhunderts oder in bäuerlichen Lebensbeschreibungen auch in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts der wirtschaftliche Nutzen einer Eheschließung oft gleichberechtigt neben oder noch vor dem emotionalen Aspekt findet. Die Verbindung zwischen der emotionalen Ebene mit der zivilrechtlichen Anerkennung einer Übereinkunft zweier Personen und dem gleichzeitigen Aufbau einer gemeinsamen wirtschaftlichen Basis ist als zukünftiges Lebensmodell bei Jugendlichen eher selten anzutreffen. 26 Friedrich Schlegel (1799) Lucinde, Berlin. Deshalb wird in diesem Modul die Heirat nur als eine mögliche Folge oder Konsequenz der Liebe erwähnt. Auf eine Beschreibung des psychologischen Moments des Phänomens Liebe wird an dieser Stelle verzichtet, da es hier um die Betrachtung von der Position der Schülerinnen und Schüler aus und um die gesellschaftliche Positionierung dieses Phänomens in Europa geht. Gleichzeitig muss zur Kenntnis genommen werden, dass die lebenslange Liebe immer mehr verschwindet und dass Trennungen bzw. der Umgang mit Trennungen ein Lernfeld sein können. Die gemeinsamen sprachlichen Wurzeln und Bedeutungsebenen der Begriffe Liebe und Freundschaft wurden bereits in Kapitel 2 erwähnt. 2. Didaktisch-methodische Bemerkungen Zwar haben Jugendliche in Europa einen relativ freien Zugang zum Thema Liebe, jedoch bestimmt die eigene kulturelle Identität, inwieweit oder in welcher Form Liebe im eigenen Leben gelebt wird und welche Möglichkeiten Jugendlichen während der Pubertät für eigene Erfahrungen offen stehen. Die Sexualität nimmt dabei eine Sonderstellung ein. Innerhalb des Zusammentreffens von mediengerechten Inszenierungen, eigener Befindlichkeit, sozialer Kontrolle und den durch die eigene kulturelle Identität vorgegebenen Wertevorstellungen müssen die Schülerinnen und Schüler ihren Weg in ein unbekanntes Terrain finden, in dem es oft an geeigneten Vorbildern mangelt. Die Jugendlichen werden von ihren Gefühlen überrannt, wollen innerhalb ihrer Gruppen den Anschein von Überlegenheit wahren und bewegen sich oft sehr hilflos zwischen ihrem eigenen Erleben, dem von ihnen wahrgenommenen gesellschaftlichen Konsens über Liebe und ihren eigenen Wunschvorstellungen. Jugendliche haben bei ihrer ersten Annäherung an Liebe, bei ihren ersten Erfahrungen oft wenig Orientierungshilfen. Ist die kulturelle Identität außerhalb Europas verwurzelt, wird es oft noch schwieriger. Der beste Freund oder die beste Freundin sind die Ratgeber, denen vertraut wird und von denen Verständnis und Orientierungshilfe im Dschungel der Gefühle erwartet wird. Die Institution Schule und die sie vertretenden Lehrkräfte sind in den Augen der Schüler für diese Problematik als Ansprechpartner eher ungeeignet; den Jugendlichen ist dieser Bereich meist zu privat. Das erschwert es den Schülerinnen und Schülern, sich im Rahmen des Unterrichts zu Themen zu äußern, die ihnen selbst emotional so nahe sind und die sie bewegen. Auch der freizügige und stellenweise tabulose Umgang der Medien mit den Themen Liebe und Sexua

36 36 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr lität oder die Vermarktung prominenter Liebespaare durch die Medien ändert nichts an der Tatsache, dass Jugendliche hier, sobald es um sie selbst geht, Zurückhaltung zeigen und auch von Seiten Dritter gewahrt wissen wollen. In den curricularen Vorgaben aller Bundesländer wird das Thema Liebe in verschiedenen Fächern aus unterschiedlichen Perspektiven behandelt, wobei die Sexualität ebenfalls einen breiten Raum einnimmt. Daher wird in diesem Modul aufdie Thematisierung der mit Liebe und Sexualität zusammenhängenden Bereiche wie Zeugung, Schwangerschaft, Geburt oder Sexualleben bewusst verzichtet: In den Lehrplänen der Bundesländer werden diese Aspekte im Fach Biologie genauso berücksichtigt wie in den Fächern Religion, Werte und Normen, Ethik oder Philosophie; insofern können diese Schwerpunkte an dieser Stelle vernachlässigt werden und vielmehr diejenigen Bereiche aufgegriffen werden, die den Blick von außen auf das Thema zulassen, sei es durch den kreativen Umgang damit oder durch die Auseinandersetzung mit der Darstellung prominenter Liebespaare in die Medien. Jedoch klingen die mit dem Thema Liebe verbundenen ethischen Prinzipien, die Fragestellungen und die Bedeutungsklärungen für die jeweilige persönliche Entwicklung immer wieder an und bieten die Möglichkeit zur Bearbeitung. Es bieten sich zahlreiche Gesprächsanlässe, Anregungen zum kreatien Schreiben, zur Auseinandersetzung mit literarischen Vorlagen, Zitaten und zur Produktion verschiedener Textarten. Dieses Modul ermöglicht eine Erweiterung des Schülerblicks auf das Thema Liebe. Die Feststellung, dass Liebe als ein Menschheitsthema durch alle Zeiten, Genres, Philosophien etc. und in vielerlei Facetten sichtbar existiert hat und existiert, ermöglicht die Reflexion des eigenen Umgangs mit diesem Thema und erleichtert es, eine eigene Position zu finden. Es bleibt den Schülerinnen und Schülern überlassen, inwieweit sie persönliche Erfahrungen und Erlebnisse einbringen wollen. Durch die Verbindung des Themas mit Kunst und Literatur wird das vordergründig Erziehende genommen. Des weiteren soll hier die gezielte Entzauberung eines Gefühls, das gerade von Jugendlichen als romantisch oder geheimnisvoll erlebt und empfunden wird, vermieden werden; jedoch bilden das Wissen um bestimmte Phänomene, die Kenntnis über Zusammenhänge und Erscheinungsformen und die damit verbundenen Probleme eine Kompetenz, die den Schülerinnen und Schülern beim Erleben von Verliebtheit oder Liebe behilflich sein kann, um angemessen und konstruktiv damit umzugehen. Die Themenfolge in diesem Modul bietet ein breites Spektrum. Es beginnt bei der allgemeinen Abklärung und Definition von Liebe, geht weiter mit den eigenen Vorstellungen über geeignete Partner und Partnerinnen über Beschreibungsversuche des Zustandes der Verliebtheit und endet beim Scheitern von Beziehungen. In den Sequenzen werden jeweils die Bereiche Liebe in der Kunst oder die medienwirksame Liebe, aber auch die wirtschaftliche Seite aufgegriffen und kritisch hinterfragt. Dadurch wird in diesem Modul die allzu starke Fokussierung auf das ureigenste persönliche Erleben der einzelnen Schülerinnen und Schüler vermieden. Trotzdem bietet sich Gelegenheit, in dieses Thema individuelle Erfahrungshintergründe einzubringen, sei es mit der Sequenz Liebeslyrik, dem Verfassen eines Flirtratgebers o. ä. Die vorgeschlagenen Materialien sind deshalb breit gestreut. Von Gedichten über klassische und alte Musik mit den entsprechenden Texten bis zum Hip- Hop, Medienberichten über aktuelle Traumpaare aus der Film- und Sportbranche bis zu Werbetexten werden verschiedene Genres und Darstellungsformen einbezogen, um die Vielfältigkeit dieses Themenbereichs wenigstens ansatzweise anklingen zu lassen. Dadurch entstehen Anreize für den Erwerb und das Training umfangreicher Kompetenzen, sei es die Begriffsbildung und -klärung, Hypothesenbildung, Präsentationstechniken, Filmanalysen, Interviewtechniken, angemessene Umgangsformen oder die Auseinandersetzung mit Bearbeitungen in Kunst und Musik. Die Arbeit in Gruppen fördert die Teamfähigkeit und bezieht alle entsprechend ihren Vorkenntnissen und bereits vorhandenen Fertigkeiten ein. Beim Ausbau der sprachlichen Mittel bildet die Wortschatzerweiterung einen besonderen Schwerpunkt. Die verwendeten Wörter und Begriffe sind meist nicht nur auf das Thema bezogen einsetzbar, sie reichern vielmehr die sprachlichen Register der Schüler insgesamt an und erweitern die bildungssprachlichen Kompetenzen. Die Nominalisierung von Verben und Adjektiven, die Verwendung von Synonymen und Antonymen ermöglichen exaktere Aussagen und Formulierungen. Die Beschreibungen von Zuständen, Prozessen und Befindlichkeiten trainieren die Strukturierung von Wort- und Textbeiträgen und befähigen die Schülerinnen und Schüler zu angemessener und zutreffender Ausdrucksweise. Die zahlreichen Sprech- und Schreibanlässe unterstützen den Ausbau und die Anwendung der erworbenen sprachlichen Mittel. Die Möglichkeit der Einbeziehung von Theateraufführungen öffnet den Schülerinnen und Schülern den Zugang zu einem sonst von ihnen eher wenig frequentierten Bereich des kulturellen Lebens.

37 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr 37

38 38 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr 1. Was heißt hier Liebe Eine Definition der Paarliebe in Abgrenzung zu anderen Formen der Liebe vornehmen Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Vorstellungen und Erklärungsversuche zur Liebe sammeln Paarliebe gegen andere Formen der Liebe abgrenzen Eine Unterscheidung zwischen Verliebtsein und Liebe versuchen Liebe in anderen Sprachen Die eigene Vorstellung vom Traummann/von der Traumfrau beschreiben Untersuchen, ob es unterschiedliche Erwartungen an Beziehungen bei Jungen und Mädchen gibt Bild- und Textmaterial aus den Printmedien zu diesem Thema analysieren und mit den eigenen Vorstellungen vergleichen Beschreiben, welche Auswir kungen die Erfahrung von Liebe und/oder Verliebtsein auf das eigene Leben haben kann Aussagen zu einem Thema in einer Mindmap sammeln Komposita sammeln und den Mitschülern erklären Eine Befindlichkeit/Emotion beschreiben Eine Wortcollage gestalten Sprachmittlung Eine Definition vornehmen Synonyme sammeln Vergleiche anstellen und Thesen aufstellen Eine Beschreibung anfertigen Text- und Bildaussagen inter pretieren Von eigenen Erfahrungen oder Erfahrungen im Freundeskreis berichten Emotionen benennen und beschreiben Wortschatz Liebe, Verliebtsein, lieblich, lieblos, Liebesbeweis, Erotik Komposita Vaterlandsliebe, Heimatliebe, Tierliebe, Elternliebe, Kindes liebe, Geschwisterliebe, Freundesliebe, Selbstliebe, Nächstenliebe, Gottesliebe, Naturliebe, Wahrheitsliebe, Jugendliebe, Ordnungsliebe... Nomen mit Präpositionalobjekt Liebe zum Beruf Freude an der Natur Nominalisierte Verben die Liebenden Nominalisierte Adjektive die Verliebten Adjektive verliebt, lieblich, zuverlässig, attraktiv, treu, himmelhochjauchzend, beschwingt, beglückt Synonyme Hingezogenheit, Anhänglichkeit, Gunst, Hinneigung, Zuneigung Video: Die Maus über die Liebe (Youtube) Akrostichon Sachtexte Plakat Sammlung von Synonymen Fragebogen Beschreibungen Bild- und Textmaterial aus verschiedenen Zeitschriften und Magazinen, z.b. Jugendzeitschriften Berichte Synonymwörterbuch, Wörterbuch der deutschen Redewendungen Zitate Gedichte Erich Fried: Was es ist Redewendungen sein Herz verschenken, die große Liebe, Schmetterlinge im Bauch, im siebten Himmel sein, in Liebe entbrennen, verschos sen oder verknallt sein Temporalsätze in Präsens und Präteritum Wenn man verliebt ist, dann... Als ich mich verliebte... Zitate Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße. (Franz Kafka)

39 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Vom Blitz getroffen Sich mit dem Phänomen der Liebe auf den ersten Blick auseinandersetzen Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Sich anhand von Schilderungen mit dem Phänomen Liebe auf den ersten Blick auseinander setzen Untersuchen, welche körper lichen und seelischen Aus wirkungen Verliebtsein haben kann Überlegen, ob es bestimmte Faktoren gibt, welche die Liebe auf den ersten Blick begüns tigen Den Begriff Klischee definieren Ein Quiz zu Irrtümern oder Klischees entwerfen Narrative Texte auswerten Zustände und Befindlichkeiten angemessen beschreiben Aus Sachtexten die wichtigsten Informationen entnehmen und aufbereiten Berichte sammeln und aus werten Thesen aufstellen und diskutieren Sich auf eine gemeinsame Aussage einigen Klischees erkennen und entsprechende Aussagen zuordnen Wortschatz Begehren, Anziehung, sinnlich, Sinnlichkeit, Liebeserklärung, Phänomen, Klischee Konjunktionen als wäre ich in einem Film dann sagte er aber ich hatte ihre Telefonnummer nicht Zitate Liebe auf den ersten Blick: eine große Zeitersparnis. Unbekannter Autor Liebe auf den ersten Blick ist ungefähr so zuverlässig wie Diagnose auf den ersten Händedruck. George Bernard Shaw Beschreibungen in Jugendmagazinen Leserbriefen Biografien Persönlichen Schilderungen aus dem Verwandten- und Freundeskreis Erzählungen Liedtexte, z. B. Tausend und eine Nacht K. Lage Dein ist mein ganzes Herz H.R. Kunze Sachtexte 27 Quiz Redewendungen miteinander gehen Liebe auf den ersten Blick... auf Wolke sieben sein... im siebten Himmel sein etwas durch die Blume sagen jemandem den Hof machen... einen Korb bekommen... jemandem den Laufpass geben Bode, A., Krüger, J., Raabe, H., Zirwes, C. (2000): Biochemie der Liebe Quarks-Skript WDR, Köln

40 40 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr 3. Zufall oder Schicksal? Erkennen, dass sich Liebe als Teil der Wechselfälle des Lebens wenig beeinflussen lässt Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Im Verwandtenkreis fragen, wie sich die Paare kennengelernt haben Auf der Straße eine Befragung durchführen Darüber diskutieren, ob man alles dem Zufall überlassen sollte Überlegen, wie man sein Interesse an jemandem bekunden kann Narrative Texte auswerten Einen Fragebogen entwickeln Die Befragung durchführen und die Ergebnisse auswerten 2 Ein Anliegen adressatengerecht erklären Höfliche Umgangsformen anwenden Eine Meinung angemessen vertreten und auf Argumente sachbezogen reagieren In Gruppen einen Flirtratgeber für Mitschülerinnen und Mitschüler verfassen 28 s. u. 8 Wortschatz Angebetete, Blickkontakt, schmachten, lässig, Flirt, Ver ehrer, Zufall, Schicksal Jugendsprache anbaggern, Anmache Anglizismen Date Höflichkeitsanrede Wir würden Sie gerne fragen... Vielen Dank, dass Sie sich für unsere Befragung Zeit genommen haben. Redewendungen dem Zufall ein Schnippchen schlagen, dem Glück ein biss chen nachhelfen, das steht in den Sternen, dem Glück auf die Sprünge helfen, jemanden kennenlernen Berichte Erzählungen Fragebogen Ratgeber Fragebogen Beispiel 1. Bei welcher Gelegenheit haben Sie Ihre/n Mann/Frau/ Partner/Partnerin kennengelernt? Bei Freunden Beim Ausgehen Am Arbeitsplatz In der Disco Auf einer Familienfeier Bei einer Veranstaltung Sonstiges: 2. Wie sind Sie ins Gespräch gekommen? Ich bin vorgestellt worden 3. Wie schnell haben Sie sich verliebt? 4. Woran merkten Sie, dass Sie sich verliebt hatten? (Nennen Sie bitte Ihre drei stärksten Symptome) Fast sofort Innerhalb von Stunden Innerhalb von Tagen Nach Wochen Erst nach längerer Zeit Ich habe sie/ihn angesprochen Wir mussten zusammenarbeiten Sonstiges:

41 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Liebe in der Kunst Feststellen, dass Liebe in allen Epochen ein Thema für Künstler war Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Berühmte Liebespaare in Kunst und Literatur und ihre Entstehungsgeschichte kennenlernen Am Beispiel von Shakespeares Romeo und Julia oder der Sage von Orpheus und Eurydike tragische Liebe beschreiben Rollenspiel: Eine Schlüsselszene aus Romeo und Julia darstellen Untersuchen, wie Liebe in den Liedtexten alter und zeitgenös sischer Musik beschrieben wird Alte Liedtexte in moderner Fassung in einem Rap ver wenden Ein Bild beschreiben Bildaussagen herausarbeiten und interpretieren Aus Biografien die Beschreibung einer Beziehung heraus arbeiten Texte sinnentnehmend lesen Anhand eines Beispiels einen Prozess analysieren und auf zeigen Den Inhalt eines Theaterstückes oder einer Sage wieder geben Historische Quellen lesen und die Inhalte wiedergeben Aussagen aus historischen Quellen in zeitgemäße Sprache umformen Liedtexte in eine moderne Fassung bringen Synonyme / Antonyme Liebe, Hingabe, Zuneigung, Hass, Abneigung Wortschatz Tragödie, Drama, innig, inspirieren, Musiker, Künstler, Maler (im Gegensatz zum Handwerk), Epoche Verben für Beschreibungen darstellen, zeigen, aufgreifen, verdeutlichen, vermitteln, betonen Fachsprache Malerei Gemälde, Palette, figürlich, abstrakt, Motiv etc. Fachsprache Musik Motiv, Stilrichtung, Noten, Instrumente etc. Fachsprache Theater Drama, Tragödie, Akt, Szene, Vorhang, Rolle, Besetzung etc. Gemälde Chagall, M.: Die Liebenden Chagall, M.: Die Verliebten Klimt, G.: Der Kuss Biografien Theater Shakespeare, W.: Romeo und Julia Sage Orpheus und Eurydike Musik Hip-Hop new (2009): Deutschtürkische Liebeslieder (Youtube) Liedtexte Bernstein, L.: Maria in West Side Story Greensleeves 29 Zitat Du und Ich: wir sind eins, ich kann dir nicht wehtun ohne mich zu verletzen Mahatma Gandhi 29 s. Information in Wikipedia

42 42 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr 5. Aus und vorbei Erfahren, dass zur Liebe auch schmerzliche Erfahrungen gehören Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Überlegen, warum Liebe und Verliebtheit zu Ende gehen können Eventuell von eigenen Erfahrungen berichten oder sich mit passenden Zitaten, Auszügen aus Biografien etc. beschäf tigen Voraussetzungen für eine gelingende Beziehung bzw. Ursachen des Scheiterns benennen Erarbeiten, welche Verhaltens weisen zu einer fairen Trennung beitragen können Liedtexte analysieren Textstellen aus Biografien oder Erzählungen auswerten Sich mit Zitaten auseinander setzen Kausalitäten erkennen und Schlussfolgerungen ziehen Vorschläge sammeln und als Tipp formulieren Wortschatz Eifersucht, Rivalität, Hass, Trennung, Scheidung, Liebes kummer, Liebesglück, Besitz, Macht, beherrschen, dominant, Zweisamkeit, offen, besonnen, verantwortungsvoll, voraus schauend, vertrauensvoll, sachlich, vorsichtig, entschlossen, nachgiebig, unabhängig Redewendungen darüber wegkommen, ewige Liebe, Liebe macht blind, Liebe verzeiht alles Zitat Liebe wächst und blüht. War um sollte sie nicht auch welken wie alles andere auf Erden? Jeanne Moreau Liedtexte, z. B. Grönemeyer, H. Flugzeuge im Bauch Erzählungen Berichte Leserbriefe in Jugendzeitschrif ten Biografien, Autobiografien Zitate

43 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Liebeslyrik oder der Club der Dichter Mithilfe erarbeiteter Kriterien lyrische Texte verfassen und einschätzen können Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Sich mit der Darstellung der Liebe in klassischen und modernen Gedichten auseinandersetzen Gedichte verschiedener Epochen miteinander vergleichen Die Gestaltungsmöglichkeiten der Stilmittel in ausgewählten Texten untersuchen Beurteilungskriterien für Gedichte entwickeln Anhand von Reimwörtern ein Liebesgedicht schreiben Einen Liebesbrief an eine/n Unbekannte/n schreiben Ein Liebeslied als Rap entwickeln Kontakt mit Sängern und Songschreibern aufnehmen und sie nach der Entstehungs geschichte ihrer Texte befragen Exkurs: Poetry-Slam Einen Songschreiber zu einem Workshop einladen Einen Wettbewerb veranstalten Sprachmittlung: Ein Gedicht auswählen und in modernes Deutsch umschreiben Ein Gedicht analysieren Ein Gedicht rezitieren Verschiedene Stilmittel erkennen Einen Kriterienkatalog geeigneter Stilmittel zusammenstellen und ausprobieren Emotionen verbalisieren Kreatives Schreiben: An eine fiktive Person einen Liebesbrief schreiben Eine Einladung verfassen Ein Anliegen begründen Einen Workshop / einen Wettbewerb planen und durchführen Wortschatz beiläufig, schlicht, ungezählt, träufeln, Stil, Stilmittel, Pointe, Wendung Palindrome Anna, Reittier Genitivattribute des grünen Vogels des gelben Kleides des berühmten Dichters Redewendungen sich einen Reim auf etwas machen bis über beide Ohren verliebt sein mit jemandem verbändelt sein Zitat Um einen Liebesbrief zu schreiben, musst du anfangen, ohne zu wissen, was du sagen willst, und endigen, ohne zu wissen, was du gesagt hast. Jean-Jacques Rousseau Konjunktiv Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie als Experte unser Gast sein könnten. Gedichte, z. B. Unbekannt: Dû bist mîn 30 Schwitters, K.: Anna Blume Ringelnatz, J.: Der Briefmark Goethe, J. W.: Willkommen und Abschied (spätere Fas sung 1785) Haiku Elfchen Brieftexte Texte aus der Rock-, Pop-, Hip- Hop- oder Rapmusik Zitate 30 s. S. 55

44 44 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Gedichtwerkstatt Gedichte mit Reimwörtern Mit den Schülern geeignete Reimwörterpaare zum Thema sammeln. Könner arbeiten bei einiger Übung mit Reimpaaren, die sich nicht gleich dem Thema Liebe zuordnen lassen Zufallsgenerator: Die Schüler ziehen ein oder zwei Reimpaare Mit diesen Reimpaaren entwickeln sie zuerst einen Zweizeiler, später vier- oder mehrzeilige Gedichte Kuss muss, Herz Schmerz Scherz Küssen wissen Kissen missen Rot tot/tod Not Schreiben bleiben Blut Wut Mut gut Kummer Nummer, finden binden Sehen gehen wehen stehen Aus hinaus Haus Elfchen Dazu kann ein Schlüsselwort gezogen werden, um einen Einstieg ins Schreiben zu finden Wettbewerb der Dichterinnen und Dichter Poetry-Slam Einen Kriterienkatalog für die Bewertung von Gedichten entwickeln: Ist eine Hauptaussage erkennbar? Gibt es einen roten Faden? Werden Stimmung und Anliegen des Schreibers/der Schreiberin für den Leser erkennbar? Ist die Wortwahl einfallsreich und originell oder einfach? Was gefällt mir an dem Gedicht / Was gefällt mir nicht? Welche Stelle würde ich verändern? Mögliche Adjektive für den Kriterienkatalog schön, kitschig, interessant, romantisch, modern, altmodisch, traurig, fröhlich, unpassend, berührend, interessant, langweilig, unverständlich, spannend, originell, einfallslos Schülerbeispiel mit dem Schlüsselwort rot : liebe rotes herz blutet aus liebe die liebe ist rot blutrot

45 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr 45 Modul C, Projektvorschlag: Nacht der Gedichte (4 7 Stunden) Die Gedichte werden in der Schule am späten Abend oder die Nacht hindurch vor geladenen Gästen präsentiert. Ein geeigneter Raum wird entsprechend gestaltet. Thematisch geeignete Filme und Bücher werden bereitgestellt. Es finden Lesungen eigener und fremder Gedichte statt. Bei der Planung und Durchführung werden außer den sprachlichen und sozialen viele weitere Kompetenzen gestärkt oder erworben, z. B. im organisatorischen Bereich: das Verfassen und rechtzeitige Versenden von Einladungsschreiben an ausgewählte Gäste Pressemiteilungen Elterninformationen die frühzeitige Raumbeschaffung und -reservierung die Betreuung der Gäste die Bereitstellung von Snacks die Festlegung der Zuständigkeiten die Betreuung der Präsentationen im kreativen Bereich: die fantasievolle und angemessene Gestaltung der Räumlichkeiten das Konzipieren der Programmabläufe und Präsentationen 7. Liebe ganz öffentlich/das Geschäft mit der Liebe Die Darstellung von Liebespaaren in den Medien untersuchen und herausarbeiten, dass Liebe ein wirkungsvoller Werbefaktor sein kann Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Erarbeiten, wie Traumpaare im Showbusiness dargestellt werden Überlegen, welche Erwartungen und Vorstellungen mit diesen Personen verknüpft werden Das Geschäft mit der Liebe Die Darstellung zwischenmenschlicher Beziehungen in der Werbung und ihre Funk tion analysieren Am Beispiel des Valentinstags untersuchen, inwieweit das Thema Liebe und Verliebtsein ein Geschäftsfaktor sein kann 31 Werbetexte und -filme zum Thema Valentinstag sammeln Die Geschichte des Valentins tags recherchieren 31 s. Anlage S. 55 Mediensprache verstehen Die Botschaft von Werbeslogans untersuchen Texte auf ihren Informations gehalt überprüfen Zwischen Vermutungen, Behauptungen und Fakten unterscheiden Appellative Texte verstehen Die Stilmittel appellativer Texte herausarbeiten Den manipulativen Charakter von Darstellungen in der Wer bung erkennen Werbetexte verfassen Eine Textanalyse vornehmen und Kernpunkte herausarbeiten Wortschatz neue Liebe, attraktiv, glamourös, Traumpaar, Fakten oder Tatsachen, Gemahlin, unver gleichlich, Leidenschaft, himmlisch, Mythos, Legende, Kommerz Konjunktiv Es wäre möglich, es könnte sein Modale Adverbien vermutlich, wahrscheinlich, ziemlich, besonders, kaum, ungewöhnlich Adjektive strahlend, verliebt, selig Imperativ Denken Sie daran Nicht vergessen Kaufen Sie Überraschen Sie Höflichkeitsanrede Sie können Sind Sie sicher Haben Sie daran gedacht, dass? Artikel aus der Regenbogenpresse Werbefilme Werbematerial der Floristik branche Anzeigenseiten der lokalen Tagespresse z. Valentinstag Valentinsgrußanzeigen Jugendzeitschrift Yaez(2010): Valentinstag: Alles Kommerz? Stuttgart

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47 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr 47 Liebe ganz öffentlich Aufgabe Einen Text aus einer Zeitschrift der Regenbogenpresse über das Liebesglück eines prominenten Paares heraussuchen. Möglichkeiten der Textbearbeitung Einen Steckbrief beider Personen verfassen Die Sprache des Textes untersuchen: süßes Geheimnis, bildhübsche Frau, privater Volltreffer etc. Die Aussagen hinterfragen: Was sind Fakten was sind Vermutungen/Behauptungen Eine mögliche Reaktion beider Personen auf diesen Artikel annehmen und ihre Gedanken dazu oder bei spielsweise ihr Dementi verfassen Den Text als reine Mitteilung oder als satirischen Text umschreiben 8. Berufe rund um die Liebe Untersuchen, für welche Wirtschaftszweige und Unternehmen Verliebte oder Brautpaare eine wichtige Zielgruppe sind Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Recherchieren, welche Ausbildungsberufe und Erwerbs möglichkeiten es im Zusammenhang mit Verlobungen, Hochzeiten etc. gibt In einer Präsentation die Berufe in der Klasse/im Jahrgang vorstellen U. U. ein Praktikum in einem dieser Betriebe absolvieren Zwischen Ausbildungsberuf und Erwerbsmöglichkeit unter scheiden Sich in der Handwerkskammer über Ausbildungsgänge und die dafür erforderlichen Kompeten zen informieren Im Jobcenter feststellen, welche Arbeitsplatzangebote in einem bestimmten Bereich vorhanden sind Für die Klasse eine Informationswand über die Vorausset zungen und Ausbildungswege der verschiedenen Berufe und eine Berufsbeschreibung anfertigen Wortschatz Berufe und Tätigkeiten Hochzeitsplaner/in, Standesbeamte/r, Goldschmied/in, Schneider/in, Designer/in für Brautmoden, Florist/in, Einzelhandelskauffrau oder -kauf mann, Juwelier/in, Werbefachfrau/Werbefachmann, Friseur/ in, Visagist/in Servicekräfte, Koch/Köchin, Fotograf/in Mitarbeiter/innen und Fachkräfte folgender Branchen: Cateringunternehmen Schuhhersteller Hotels Restaurants Informationen der Handwerks kammer, des Berufsbildungs zentrums Berufs- und Arbeitsplatzbeschreibungen Informationen der Jobcenter und einzelner Unternehmen Versicherungen Autoverleiher

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49 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr 49 Exkurs: Der schönste (und teuerste?) Tag im Leben Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Eltern und Großeltern nach ihrem Hochzeitsfest fragen Mit der Gestaltung von Hochzeitsfesten heute vergleichen Vorstellungen zum späteren eigenen Hochzeitsfest äußern Vermutungen über die Kosten anstellen Den Anteil der Werbung an den veränderten Ansprüchen erkennen Die Marketingstrategien hinterfragen Kerninhalte von Erzählungen wiedergeben Vergleiche anstellen Eigene Vorstellungen begründen Tabellen auswerten und inter pretieren Aussagen ableiten Slogans untersuchen Die von der Werbung erzeugten Erwartungen und Vorstellungen benennen Wortschatz Darlehen, Brautkredite, Finanzierung, Verschuldung, Variante, Marketing, Strategie, Klischee, Slogan, Werbung, aber: Brautwerbung Redewendungen Der schönste Tag im Leben Erzählungen Berichte Werbespots Angebote von Hochzeitsveranstaltern Texte zu Hochzeitsfinanzierungen Kostentabellen Broschüren verschiedener Banken 9. Liebe in anderen Zeiten und Welten Die Behandlung des Themas in Sagen und Märchen aus aller Welt kennenlernen Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Die Liebesgötter der Antike kennenlernen und ihre Rolle analysieren In den Märchen verschiedener Herkunftsländer Rolle und Darstellung der Liebe unter suchen Die Rolle der Märchenprinzen an einem Beispiel untersuchen und beschreiben Am Beispiel einer Göttin/eines Gottes eine Geschichte entwi ckeln und als Comic darstellen Verhaltensweisen und Ziele von literarischen Gestalten un tersuchen und zusammenfassen Ein Märchen spannend erzählen Ein Märchen aufschreiben und illustrieren Kreatives Schreiben: Rollentausch Dornröschen rettet den Prinzen Wortschatz und typische Redewendungen Symbol, Antike, geheim, Zauberkraft, Märchenprinz, unsterblich, Dämon, überirdisch, Orakel, es war einmal, und es begab sich, und wenn sie nicht gestorben sind Sprachbilder Die Schaumgeborene, der Göttergleiche, rot wie Blut, weiß wie Schnee etc. Literarische Erzählform Präteritum und Dornröschen kam mit der Rosenschere Götter- und Heldensagen der griechischen und römischen Antike 32 z. B. Amor und Psyche Märchen und Mythen verschiedener Kulturen Narrative Texte (Bei direkter Rede Präsens) und sagte: Was machst du mit meinen Rosen 32 s. Information in Wikipedia

50 50 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Exkurs: Europa eine Entführung und ihre Folgen Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Die Geschichte von Europa und Zeus recherchieren Sich mit verschiedenen Dar stellungen befassen Verschiedene Sachtexte lesen und verstehen Eine Darstellung interpretieren Wortschatz Kontinent, Erdteil, Stier, Menschengestalt, Verwandlung, Identität, Götter, Gemahlin, Sage, Legende Sachtexte 33 Antike Darstellungen Darstellungen auf der 2-Euro- Münze Tempusform Präteritum 33 s. Information in Wikipedia 10. Symbole der Liebe Symbole der Liebe sammeln und ihr Vorhandensein in der Region dokumentieren Inhalte und Aktivitäten Kompetenzen Grammatische Redemittel / Wortschatz / Idiomatische Wendungen Textsorten / Materialien / Quellen Symbole und Farben sammeln, die als Synonym für die Liebe gelten Geschichte und Herkunft dieser Symbole untersuchen Die Bedeutung der Farben und Symbole vorstellen In einer Collage mit Hilfe von Farben und Symbolen eine Botschaft verstecken In der Stadt oder Region nach angebrachten Symbolen an Bäumen, auf Bänken und Mauern, auf Gemälden in Museen, an Häusern und Denkmälern etc. suchen und die Funde dokumentieren In Sachtexten recherchieren Lyrische Texte oder Gemälde interpretieren Einen Sachtext schreiben Ein powerpointgestütztes Referat halten Ein Bild gestalten Eine Fotoreportage erstellen Eine kleine Stadtführung organisieren und durchführen Kommentare zu Führungen entwerfen und sprechen Wortschatz Abneigung, Liebesbeweis, Wonne, Wonnemonat, Feige, Granatapfel, rot, Herz, Rose, Liebesheirat, Unterpfand, Trauring, Darstellung, verästelt, farblich Rot ist die Liebe von Amors Pfeil getroffen... Präpositionen auf dem Stamm, auf der Rückenlehne, in die Rinde geschnitten Komposita Präposition + Nomen Hintergrund, Zwischenzeit, Gegensatz Lexikon der Symbole Beispiele für Symbole: Herzen in Baumrinden, Schlösser an Brücken oder als Halsschmuck, Granatäpfel, schnäbelnde Tauben Liedtexte Gemälde Referat Fotos mit Untertiteln Kommentar

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52 52 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Materialien für Lehrkräfte 5 Materialien für Lehrkräfte Freundschaft Broschüre Chatten ohne Risiko? (2008): von jugendschutz.net und der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg, o. O. Website Chatten ohne Risiko? von jugendschutz.net und der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg Hrsg. Duden (2008): Redewendungen Wörterbuch zur deutschen Idiomatik Band 11, 3. Auflage, Mannheim. 5. Okt Bachmaier, R. (Hrsg., 2008): Broschüre: Info- Websites für Kinder und Jugendliche zum sicheren Umgang mit dem Internet... de/wp-content/uploads/2010/10/ag3.pdf Jösting, Sabine (2006): Jungen- und Mädchenfreundschaften erschienen in Einblicke Nr. 43 / Carl von Ossietzky Universität, Oldenburg. Keller, Monika und Gummerum, Michaela (2003): Die Entwicklung von Beziehungsvorstellungen bei chinesischen und isländischen Kindern und Jugendlichen in Freundschaft und Verwandtschaft in: Beziehungsvorstellungen im Entwicklungsverlauf und Kulturvergleich, S erschienen in sozialersinn Heft 1, Hrsg. Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, München. Knigge, Adolf Freiherr (2002): Über den Umgang mit Menschen, Stuttgart. Neudruck der 5. Auflage. Kopitz, Klaus Martin (2010): Beethoven, Elisabeth Röckel und das Albumblatt Für Elise, Köln. Mietzel, Gerd (2002): Wege in die Entwicklungspsychologie, Weinheim. Lektüre für Schülerinnen und Schüler Aesop: Zwei Freunde und der Bär aus Lesekorb: Geschichten für Kinder (o.a.) LABBÉ - Verlag, Bergheim. Carmi, Daniella (2008): Samir und Jonathan, München Unterrichtsmaterial dazu, einsetzbar ab dem 4. Jahrgang: De Saint-Exupéry, Antoine (1998): Der kleine Prinz, Berlin. Einspieler, Deborah (2008): Ludwig van Beethoven mit großen Ohren, Frankfurt am Main. Hasselbach, Michael (2001): Die Abrechnung. Ein Neonazi steigt aus, erw. und aktualisierte Neuausg., 1. Aufl., Berlin. Pratchett, Terry (2009): Eine Insel, München. Reddig, Korn-Maier (2003): Unterrichtsmaterialien zu Ich knall euch ab, Ravensburg. Rhue, Morton (2002): Ich knall euch ab, übers. aus dem Amerikanischen Give a boy a gun, Ravensburg. Richter, Hans Peter (2006): Damals war es Friedrich, München. Spick (2007): Jude oder Araber, das ist doch egal, Schwei zer Schülermagazin, Heft Nr. 304, St. Gallen. Tielsch, Ilse (2006): Das letzte Jahr, Wien. Witzenbacher, Kurt (2004): Ein Kaddisch für Ruth, Gießen. Zooschule Landau (2009): Haustiere, Landau. Hörbuch De Saint-Exupéry, Antoine: Der kleine Prinz, Neuübersetzung, gelesen von Jan Josef Liefers (2010): Berlin. Balladen / Gedichte Schiller, F.: Die Bürgschaft Meyer, C. F.: Die Füße im Feuer Manz, H.: Freundschaften

53 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Materialien für Lehrkräfte 53 Comic Sfar, Joann (2009): Le petit prince, auf deutsch bei Carlsen, Hamburg. Musik Van Beethoven, Ludwig: Für Elise 2raumwohnung: Ich und Elaine Queen: Friends will be friends Film Costner, Kevin (1990): Der mit dem Wolf tanzt Theater: Grips-Theater Berlin Eins auf die Fresse Theaterstück, auch als DVD und als Textbuch erhältlich Redewendungen / Sprichwörter / Begriffe Bei Geld hört die Freundschaft auf Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft Auf freundschaftlichem Fuß mit jemandem stehen Eine Duzfreundschaft, ein Duzfreund Unter dem Deckmantel der Freundschaft Eine Freundschaft wiederaufleben lassen Die Bande der Freundschaft Mit jemandem brechen Mit jemandem durch dick und dünn gehen Ein Herz und eine Seele sein Auf jemanden bauen können Zusammen halten wie Pech und Schwefel Liebe Bode, A., Krüger, J., Raabe, H. Zirwes, C. (2000): Biochemie der Liebe, Quarks-Skript WDR, Köln. Bildungsserver Hessen: Freundschaft Liebe, Materialien für die Sekundarstufe I. Krähling, J., Unterrichtsmaterialien zu Blau wie die Liebe PDF Lutz van Dijk, L. (2007): Die Geschichte von Liebe und Sex, aus der Reihe Junges Sachbuch, Frankfurt a. M., New York. Krähling, J. (2003): Blau wie die Liebe, Bielefeld. Biedermann, Hans (2000): Knaurs Lexikon der Symbole, Augsburg. Biedermann, Hans (2004): Knaurs Lexikon der Symbole, digitale Ausgabe, Berlin. Schemann, Hans (1991): PONS - Synonymwörterbuch der deutschen Redensarten, Stuttgart, Dresden. Müller, Klaus (Hrsg ): Lexikon der Redensarten, Gütersloh, München. Gymnasium Wittstock: Götter- und Heldensagen nacherzählt, kunst/comic/files/sagen.htm... / griechische_ goetterwelt-projektbeschreibung.pdf - entnommen Anmerkung: Dieses Unterrichtsprojekt ist für den 6. Jahrgang des Gymnasiums gedacht; jedoch können die methodischen Schritte teilweise sehr gut zur Bearbeitung der Sequenz Liebesgötter... an anderen Schulformen genutzt werden. Lektüre für Schülerinnen und Schüler Baisch, Milena (2007): Blumen im Bauch, Hamburg. Kurtz, D. (2010): Valentinstag: Alles nur Kommerz?, Artikel v in der Schülerzeitschrift YAEZ, Stuttgart. Nöstlinger, Christine (2000): Oh, du Hölle!, Weinheim, Basel. Filme Naefe, V. (2007): Die wilden Hühner und die Liebe, München. Gemälde Chagall: Die Liebenden Chagall: Die Verliebten Klimt: Der Kuss Sagen Orpheus und Eurydike

54 54 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Materialien für Lehrkräfte Gedichte / Balladen Brecht, B.: Ich will mit dem gehen Ringelnatz, J.: Ich habe dich so lieb Unbek. Verfasserin: Dû bist mîn, ich bin dîn Schwitters, K.: Anna Blume Musik und Liedtexte: Greensleeves englisches Volkslied aus dem 16. Jahrhundert Bernstein, L.: West Side Story Lage, K: Tausend und eine Nacht Die Toten Hosen: Alles aus Liebe Sampler 2009: Deutsch-türkische Liebeslieder Kunze, H. R.: Dein ist mein ganzes Herz Grönemeyer, H.: Flugzeuge im Bauch Alte Liebe rostet nicht Den lieben langen Tag Seine liebe Not mit jemandem/etwas haben Ihr/ihm zuliebe Wo die Liebe hinfällt Liebe ist das einzige, das mehr wird, wenn man es teilt (Ricarda Huch) Bei aller Liebe Was sich liebt, das neckt sich Eine Eroberung machen Jemandem sein Herz schenken Pech im Spiel, Glück in der Liebe Mit Liebe kochen Theater: Shakespeare, W.: Romeo und Julia Noch mehr Sprichwörter und Redewendungen Sich bei jemandem lieb Kind machen Beziehungskiste Verlorene Liebesmüh Weitere Materialien Dû bist mîn, ich bin dîn: des solt dû gewis sîn; dû bist beslozzen in mînem herzen, verlorn ist daz slüzzelîn: dû muost och immer darinne sîn. (unbekannte Verfasserin)

55 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Materialien für Lehrkräfte 55 Schmerzforschung Liebe wirkt wie ein Schmerzmittel Bonn Intensive Liebe aktiviert im menschlichen Gehirn einige Belohnungszentren so sehr, dass Schmerzen als weniger stark empfunden werden. Das konnten Wissenschaftler der Stanford Universität vor kurzem zeigen. Die Wirkung von schmerzlindernden Medikamenten, Opiaten und Kokain wird zum Teil durch die Aktivierung verschiedener Belohnungszentren ausgelöst. Die Stimulation derselben Hirnareale konnte auch bei leidenschaftlicher Liebe nachgewiesen werden. Eine Studie an frisch verliebten Studenten zeigte einen stark schmerzlindernden Effekt dieser intensiven Gefühle. Dieser emotionale Schmerzkiller ist besonders in den ersten neun Monaten einer neuen Liebe aktiv. In dem Versuch erfuhren die Probanden einen thermischen Reiz an der Handfläche während man ihnen entweder ein Foto ihres Partners, eines attraktiven Bekannten zeigte oder sie durch Fragen der Mitarbeiter ablenkte. Die jeweilige Gehirnaktivität wurde mit Hilfe eines funktionellen Magnetresonanztomographen aufgezeichnet. Liebe und ablenkende Fragen konnten, im Gegensatz zu dem Foto des Bekannten, den Schmerz effektiv lindern. Beide Vorgänge spielen sich jedoch in unterschiedlichen Hirnregionen ab, die Liebe bewirkt eine Schmerzlinderung in ursprünglichen Hirnarealen, während die Ablenkung in höher entwickelten Regionen des Großhirns abläuft. Eine Schlüsselrolle spielen in diesem Zusammenhang die verschiedenen Belohnungszentren mit ihren Neurotransmittern. Diese Erkenntnisse können neue Ansätze in der Schmerztherapie bieten und die bestehende Schmerzbehandlung optimieren Quelle: DAZ.online das Internetportal der Deutschen Apotheker Zeitung. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft Stuttgart Deutscher Apotheker Verlag, MedPharm Scientific Publishers S. Hirzel Verlag Anlage zu Seite 45 Beispiel - Liebe als Geschäftsfaktor Werbeideen zum Valentinstag Es gibt viele Tage im Jahr, an denen man seinen Kunden näher kommen kann. Begonnen an Neujahr über Ostern, Frauen- und Muttertag bis hin zu Weihnachten gibt es zahlreiche Ereignisse, die gute Gelegenheit für eine unverbindliche Kontaktaufnahme bieten. Je nach Ereignis lassen sich verschiedene Zielgruppen (Männer, Frauen, alt/ jung, usw.) am besten erreichen. Ein ganz besonderes steht nun kurz bevor: der Valentinstag. Am 14. Februar ist es wieder soweit und Millionen Frauen in Deutschland hoffen auf zahlreiche Liebesbekundungen und Aufmerksamkeiten. Nun besteht also durchaus die Möglichkeit, seine weiblichen Kunden und auch jene, die es einmal werden sollen, mit einer besonderen Aufmerksamkeit zu beglücken. Das sollte natürlich keine sein, da geht man letztlich nur unter einigen hundert anderen Mails unter und besonders einfallsreich ist das auch nicht. Man sollte schon zeigen, dass die Kundin wichtig ist und man durchaus bereit ist, ein paar Euro dafür auszugeben. In manchen Fällen passen die Klassiker Pralinen und Blumen durchaus ins Konzept. Eine kleine persönliche Widmung dazu, und schon ist man auf positive Art und Weise wieder im Gedächtnis. Wer seine Kundinnen aber besser kennt, darf auch etwas ausgefallener, spezieller werden. Wenn Sie nun zum Beispiel vornehmlich ältere Damen in Ihrer Kundendatenbank haben, könnte man zum Valentinstag auch mit den wahrscheinlichen Hobbys der Zielgruppe spielen. Am 14. Februar nähert sich so langsam der Frühling, und es wäre doch eine schöne Sache, wenn Sie ein paar ausgefallene und natürlich schöne Blumen schenken. Aber nicht fertige Schnittblumen, sondern lediglich die Samen dafür. Schön verpackt, mit Foto des zu erwartenden Ergebnisses und einer kleinen Anleitung, was diese Sorte denn Besonderes benötigt. Der Empfänger ist zunächst überrascht und erinnert sich auch einige Zeit nach dem Valentinstag noch an das Geschenk, die schönen Blumen müssen ja dann ausgesät werden Wem diese Ideen dann doch zu ausgefallen sind, dem bleibt noch immer die Möglichkeit der klassischen Glückwunschkarte. Auch damit wird man sich zum Valentinstag ausreichend von der schreibenden Konkurrenz abheben. Egal wie, nutzen Sie den Valentinstag richtig. Quelle: Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Enrico Gräfe (marketing-gui.de)

56 56 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr Materialien für Lehrkräfte 6 Glossar Akrostichon Akrostichon griechisch ἄκρος ákros Spitze und στίχος stíchos Vers, Zeile ist eine Form (meist Versform), bei der die Anfänge (Buchstaben bei Wortfolgen oder Wörter bei Versfolgen) hintereinander gelesen einen Sinn, beispielsweise einen Namen oder einen Satz, ergeben. Entnommen aus Wikipedia am Kooperatives Lernen Kooperatives Lernen als Lernarrangement fördert durch gemeinsames Arbeiten an einem Thema und den Austausch darüber sowie die gemeinsame Präsentation die sprachliche und soziale Kompetenz. Alle Beteiligten in der Gruppe sind für das Zustandekommen eines Ergebnisses, für seine Qualität und seine Präsentation verantwortlich. Übergeordnete Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Fähigkeit zur konstruktiven Kritik, zur Übernahme von Verantwortung und zur eigenständigen Organisation des Lernprozesses werden dadurch gefördert. Ausführliche Beschreibungen der verschiedenen Formen finden sich in der Fachliteratur. peergroup Eine peergroup besteht zunächst aus Personen mit einem gleichen Interesse, durch welches sie für einen bestimmten Zeitraum als Gruppe miteinander verbunden sind. Kinder und Jugendliche ähnlichen Alters, oft auch ähnlicher sozialer Herkunft, bilden z. B. über ihr Interesse an einer Sportart (Fußball), einer Musikrichtung oder

57 Ergänzender bildungssprachlicher Deutschunterricht Thema Freundschaft und mehr 57 Glossar einem Trend peergroups, die dann ganz eigene Standards entwickeln. In positiver Ausprägung bildet die Gruppe einen geschützten Raum zum Ausbau sozialer Verhaltensweisen oder zum Austesten eigener Grenzen. In problematischer Ausprägung zeigen Gruppen einen starken Aufforderungscharakter z.b. zu Drogenkonsum, riskanten Aufnahmeritualen, gewalttätigen oder kriminellen Handlungen. Sie üben einen übermäßig großen Einfluss aus und dominieren und kontrollieren die Mitglieder. Poetry-Slam Bei einem Poetry-Slam werden in einem literarischen Wettbewerb selbstgeschriebene Texte vorgetragen. Die Zuhörer bilden gleichzeitig die Jury und küren den besten Text. Sprachmittlung Sprachmittlung ist die adressaten-, sinn - und situationsgerechte Übermittlung von mündlichen oder schriftlichen Informationen von einer Sprache in die andere. Im Vergleich zur Übersetzung ist Sprachmittlung freier. Man muss sich nicht an die Satzstrukturen, den Ton oder an die im Original verwendeten stilistischen Mittel halten, es sei denn, die vorgegebene Kommunikationssituation erfordert dies. Aus: Handreichungen zur Sprachmittlung in den modernen Fremdsprachen Englisch, Französisch, Spanisch, Landesinstitut für Schule und Medien (Hrsg.) 2006, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, Berlin

58 58

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