Was man als Arzt oder Psychotherapeut über D2D wissen sollte

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1 Was man als Arzt oder Psychotherapeut über D2D wissen sollte und Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der Angewandten Forschung Stand

2 Vorbemerkungen D2D ist ein Dienst der Kassenärztlichen Vereinigungen und besteht aus einer Software, die es gestattet, Daten und Informationen zwischen verschiedenen Beteiligten der Gesundheitsversorgung in erster Linie Arztpraxen und Krankenhäusern auf sicherem Weg auszutauschen. Drehscheibe für diesen Datenaustausch sind dabei insgesamt 5 Serverknoten, die bei 5 KVen betrieben werden und die über ein Backbone miteinander verbunden sind. Warum kein Internet? Aus guten Gründen wird der Datenaustausch bei D2D nicht über das normale Internet abgewickelt. Stattdessen werden für die Verbindungen von jedem D2D-Client zum (zuständigen) Server spezielle, geschützte Verbindungen verwendet. Dabei geht es nicht nur um den Schutz der übertragenen Daten, die ohnehin durch hochsichere Verschlüsselungsverfahren gegen unbefugten Zugriff (auch durch die Serverbetreiber!) geschützt sind. In erster Linie geht es um den Schutz der angeschlossenen Systeme in den medizinischen Einrichtungen. D2D zwingt niemanden, seinen Rechner in der Praxis oder in der Klinik direkt mit dem Internet zu verbinden. Standard Verbindung über KV-SafeNet an das Sichere Netz der KVen Mit dem sog. KV-SafeNet haben die KVen in den letzten Jahren Schritt für Schritt eine sichere Zugangsmöglichkeit für Ärzte und Psychotherapeuten zu einem medizinischen Intranet aufgebaut, das dazu geeignet ist, bestätigte medizinische Einrichtungen auf sicherem Weg mit technischen Diensten zu verbinden, die innerhalb dieses Netzes angeboten werden. Zu diesen technischen Diensten zählt auch D2D mit all seinen Funktionen. Das KV-SafeNet basiert darauf, dass unter Nutzung einer speziellen Hardware (VPN- oder KV-Safenet -Router) ein verschlüsselter Kanal ( Tunnel ) aufgebaut wird, an den nur angemeldete und von den KVen als medizinische Einrichtungen bestätigte Nutzer angeschlossen werden, die sich somit in einem eigenen Netz bewegen. KV-Safenet gestattet wesentlich schnellere Verbindungen als ISDN-Verbindungen, ist aber nicht auf eine bestimmte Basis-Technologie (wie z.b. DSL) festgelegt. In Gegenden, in denen kein DSL verfügbar ist, wird KV-SafeNet auch über ISDN, teilweise sogar über UMTS angeboten. KV-SafeNet ist inzwischen die Standard-Technologie zur Nutzung von D2D. Auslaufmodell Direktverbindung über ISDN-Telefonleitung Für die meisten D2D-Serverknoten gibt es historisch bedingt, aus den Anfängen von D2D vor über 10 Jahren - alternativ auch noch eine Direkteinwahl per ISDN-Anschluss. Dies muss zwar inzwischen als Auslauf-Technologie angesehen werden, wird aber noch für eine gewisse Zeit für Bestandskunden und bestimmte Sonderfälle parallel zur Verfügung stehen. Allerdings zeigt sich, dass mit der zunehmenden Anzahl von Teilnehmern, der zunehmenden Nutzungs- Frequenz und auch den zunehmend komlexeren Anwendungen die begrenzte Bandbreite der ISDN-Anbindungen immer mehr zu einem Handycap wird, das durch einen (jederzeit problemlos möglichen) Umstieg auf eine KV-SafeNet-Anbindung gelöst werden kann. Für Neu-Anmeldungen als D2D-Nutzer wird ISDN nicht mehr als Verbindungstechnik angeboten. Was braucht man für einen Zugang über KV-SafeNet? Der Zugang über eines der KV-SafeNet s erfordert eine Anmeldung bei einem der entsprechenden Provider. D2D-/PaDok Seite 2 von 5

3 Die Preismodelle der verschiedenen Anbieter unterscheiden sich zum Teil erheblich, ein Vergleich lohnt in jedem Fall. Habe ich die freie Auswahl? Alle Neuanmeldungen für D2D werden grundsätzlich nur noch für KV-SafeNet-Zugänge freigeschaltet. ISDN-Zugänge werden ausschließlich für Bestandkunden und für eine gewisse Zeit aufrechterhalten sowie für einige wenige Spezialfälle. Bezüglich der KV-SafeNet-Anbindung haben Sie eine sehr breite Auswahl, allerdings kann es - abhängig vom betreuenden Systemhaus - einige Einschränkungen geben, die sich aus vertraglichen Bindungen einzelner Software- bzw. Netzwerk-Anbieter ergeben. Die Angebote zum KV-SafeNet sind ständigen Anpassungen unterworfen, hier sollte man sich am besten auf den Internetseiten der KBV informieren. Aktuell finden sich Informationen unter folgendem Link Checkliste und Konditionen So erhalten Sie einen KV-SafeNet-Anschluss. Sollte der hier hinterlegte Link nicht funktionieren, wird empfohlen, über eine Suchmaschine nach dem Text KBV KV-SafeNet zu suchen und den ersten Treffer auszuwählen, der auf eine KBV-Seite verweist. Who is Who bei D2D So wie jeder Teilnehmer im Telefonnetz eine Telefonnummer hat, so hat auch jeder Teilnehmer an D2D eine eindeutige Teilnehmer-Nummer, eine User-ID. Die User-ID ist 7-stellig und ist auf der Registrierungs-CD aufgedruckt, die Sie von Ihrer KV nach der Anmeldung bekommen. Als Besonderheit unterscheidet D2D zwischen Einrichtungen (das sind Praxen, Krankenhausabteilungen usw.) und Ärzten (also Personen) als Teilnehmer. Je Einrichtung gibt es eine Praxis-ID, je Person eine Arzt-ID. Und jeder Teilnehmer, ob Arzt oder Praxis, erhält eine Registrierungs-CD. Wenn Sie ein Problem haben, dann sollte Ihr erster Ansprechpartner immer Ihr Softwarehaus sein. Für Rückfragen zu D2D sollten Sie dabei als wichtigste Information die User-ID für Ihre Einrichtung ( Praxis ) bereit halten. Die 7-stellige User-ID finden Sie als Aufdruck auf Ihrer Praxis-CD. Ihr Softwarehaus wird entscheiden, ob der richtige Ansprechpartner für Ihr Problem im Softwarehaus selbst, bei der KV, die den D2D-Server betreibt oder bei der Fraunhofer-Gesellschaft als Technologie-Partner zu suchen ist. Im Zweifelsfall können Sie sich auch direkt an die Ansprechpartner bei den KVen wenden, deren Namen Sie auf der D2D-Homepage finden ( Home > Service > Ihre Ansprechpartner ). Kann ich D2D selbst installieren? Die D2D-Software ist als ergänzende Komponente zu Ihrer Praxis- oder KIS-Software gedacht und wird den Softwarehäusern zur Verfügung gestellt. Eigentlich soll D2D zusammen mit dem Paket der Praxis- oder KIS-Software installiert und konfiguriert werden. Natürlich kann man D2D auch selbst installieren und konfigurieren. Als Gradmesser dafür sollte dienen Trauen Sie sich zu, Ihren ISDN-Router selbst anzuschließen und zu konfigurieren? Wenn Ihre EDV-Erfahrung dafür ausreicht, dann sollte auch die Installation von D2D selber machbar sein. Aber Bedenken Sie, dass D2D allein noch keine Kommunikation ermöglicht. D2D ist alleine wie ein -zugang ohne eine geeignete -software. D2D muss aus einem Anwendungs- Programm heraus angesteuert werden. Viele der heute am Markt erhältlichen Praxis- und KIS- Programme können dies. Fragen Sie Ihr Softwarehaus oder informieren Sie sich auf D2D-/PaDok Seite 3 von 5

4 Unter Anwendungen ist dort zu jeder möglichen Anwendung von D2D aufgelistet, welche Systeme dazu die erforderlichen D2D-Funktionen unterstützen. Wenn Ihr System dort gelistet ist, dann können Sie sich an die Installation von D2D wagen. Eine entsprechende Anleitung können Sie von Ihrer KV anfordern. D2D-/PaDok Seite 4 von 5

5 Fragenliste vor der Beantragung eines D2D-Zugangs Bevor Sie einen D2D-Zugang beantragen, sollten Sie sich selbst die folgenden Fragen beantworten und dazu im Zweifelsfall Informationen einholen. Frage 1 Unterstützt mein Praxis- bzw. KIS-System die D2D-Schnittstelle? Hinweise dazu finden Sie unter in der Rubrik Anwendungen. Dort ist zu jeder per D2D möglichen Anwendung aufgelistet, welche Systeme ( Teilnehmende Softwarehäuser ) und welche KVen ( Teilnehmende KVen ) diese Anwendungen unterstützen. Frage 2 Welche KV ist für meine D2D-Anmeldung zuständig? Ist Ihre KV nicht unter den gelisteten Teilnehmern (siehe oben), können Sie eine Möglichkeit der Teilnahme an D2D unter folgender Kontaktadresse erfragen ( --> Service --> Ansprechpartner --> KVNo --> Ansprechpartner für Ärzte) Falls Sie eine D- oder H-Arzt-Zulassung bei einer Berufsgenossenschaft haben, können Sie sich - unabhängig von KV-Zuständigkeiten - auch über das DALE-UV-Verfahren für D2D anmelden (http// Frage 3 Wann verbindet sich D2D eigentlich mit dem Server? Wenn D2D genutzt wird, dann ist ein regelmäßiger Abgleich sicherheitsrelevanter Daten mit dem Server immer notwendig. Neuere D2D-Versionen können diesen Abgleich aber auch dann aussetzen, wenn keine Datenübertragung erfolgt. Soll D2D also routinemäßig gestartet werden / bleiben, aber keine unnötigen Verbindungen zum Server aufnehmen, dann empfehlen sich folgende Einstellungen in der Konfigurationsdatei (d2dd2.ini) [PROGRAMM] TestServerConnect=0 PostAnzeige=0 Update=2 Mit diesen Einstellungen dauert zwar die erste ausgelöste Datenübertragung etwas länger (weil D2D dann die erforderlichen Sicherheits-Abgleiche nachholen muss), wird D2D aber selten genutzt, kann dies sinnvoll sein. Nachteilig ist, dass hier beim Start nicht festgestellt wird, ob die Verbindung zum Server überhaupt funktionsfähig ist. Hier empfiehlt sich ggf. von Zeit zu Zeit ein manueller Verbindungstest über das Menü des D2D-Icons in der Taskleiste. D2D-/PaDok Seite 5 von 5

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