JAHRESBERICHT Januar April Juni August

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1 JAHRESBERICHT Januar März September April ovember Juli Juni August Februar Dezember Oktober Mai 2006

2 Jahresbericht des Präsidenten Präsident Prof. Dr. Bert Hofmann Präsident der Fachhochschule Trier Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung seit Liebe Leserin, lieber Leser dieses Jahresberichts, dieser Jahresbericht der Fachhochschule Trier umfasst den Zeitraum vom bis zum Er wurde im Juli 2007 dem Senat der Fachhochschule Trier vorgelegt und von ihm zustimmend zur Kenntnis genommen. Er schließt nahtlos an den Jahresbericht 2004/2005 an. Der damalige, vom Jahresrhythmus abweichende Berichtszeitraum, ergab sich aus dem Wechsel in der Hochschulleitung im Frühjahr 2004 mit der Übernahme des Präsidentenamtes durch Prof. Dr. Bert Hofmann. Die letzten drei Jahre waren geprägt von wesentlichen Veränderungen in Struktur und Studienangebot der Hochschule sowie einschneidenden Konsolidierungsmaßnahmen. Zugleich hat die Hochschule begonnen, sich für die Zukunft zu positionieren und zu profilieren, für eine Zukunft, die geprägt sein wird von mehr Wettbewerb, gestiegenen Anforderungen durch das immer globaler werdende Beschäftigungssystem und die Auswirkungen der absehbaren demographischen Entwicklung. Mit den Veränderungen und Anpassungen des Jahres 2006 im Besonderen reagiert die Fachhochschule auf die geänderten Rahmenbedingungen, die sich im Allgemeinen aus dem europaweiten Reformprozess mit der Umstellung der Studienangebote auf die Bachelor- und Masterabschlüsse (Bologna-Prozess) und im Besonderen aus dem neuen Hochschulgesetz des Landes Rheinland-Pfalz vom und aus den Strukturempfehlungen der AG Hochschulentwicklung Rheinland Pfalz vom ergaben. Prof. Dr. Bert Hofmann 0

3 Inhaltsverzeichnis Strukturelle Richtungen der FH Trier... 2 Der Bolognaprozess... 3 Das Hochschulgesetz... 4 Die neue Struktur der FH Trier... 5 Gemeinsame Entwicklung der Standorte Trier und Birkenfeld... 8 Qualitätssicherung der Ausbildung Die Positionierung der FH Trier als familienfreundliche Hochschule Weiterbildung und Existenzgründungsaktivitäten Entwicklung an der FH Trier Studierende und Absolventen Personal- und Haushaltsentwicklung Liegenschaften Aktionsplan E-learning Forschung und Entwicklung & Weiterbildung Wirtschaftskontakte und Technologietransfer Öffentlichkeitsarbeit, Ehemaligennetzwerk, Hochschulmarketing Genderaktivitäten, Frauenförderung Service- und zentrale Einrichtungen Rechenzentren der FH Trier Hochschulbibliotheken der FH Trier Auslandsämter der FH Trier Amtliche Prüfstelle für Baustoffe Anhang Statistiken; Auswertungen; Daten Entwicklung in den einzelnen Fachbereichen und Studiengängen WS 2004/05 bis WS 2006/ Personalsituation Ausgeschiedene Professoren September 2005 bis Oktober Neuberufungen September 2005 bis Oktober Herkunftsländer und Anzahl der ausländischen Studierenden (WS 2006/07) Die Hochschulleitung Lebensläufe

4 Strukturelle Richtungen der FH Trier Vor fast 100 Jahren war die Werkkunstschule am Paulusplatz die Keimzelle der heutigen Fachhochschule. Heute umfasst die FH Trier die drei Standorte Trier, Birkenfeld und Idar- Oberstein. Die Fachhochschule Trier ist aufgrund ihrer geografischen Lage eng mit der Grenzregion Trier/Luxemburg verbunden. Ihre nationale Randlage im Westen Deutschlands mag früher ein Nachteil gewesen sein, heute jedoch ist ihre zentraleuropäische Lage in der Nähe des befreundeten Auslands eher ein Vorteil: schon sehr früh hat die FH Trier sich für die Länder Europas und die Länder der Welt geöffnet und baut Brücken, um Grenzen zu überwinden und weltweit Partner in Lehre und Forschung zu finden. Dies kommt deutlich in den fünf Kernaussagen der Fachhochschule Trier zum Ausdruck: Fortschritt und Zukunftsgestaltung durch Erfahrung und Innovation Die in unserer langjährigen Tradition gesammelten Erfahrungen bieten ein solides Fundament für die Umsetzung innovativer Ideen in Lehre und angewandter Forschung. Wir orientieren Studieninhalte und Lehrmethoden am Bedarf von heute und morgen. Durch moderne Studienangebote und innovative Institute arbeiten wir an einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Gestaltung unserer Gesellschaft und Umwelt. Praxisbezogene Lehre und anwendungsorientierte Forschung Eine enge Verflechtung von angewandter Forschung und praxisbezogener Lehre gewährleistet eine Ausbildung von hochqualifizierten und verantwortungsbewusst handelnden Absolventinnen und Absolventen. Es ist uns Verpflichtung, unseren Studierenden durch die Qualität der Ausbildung auch in Zukunft hervorragende berufliche Chancen im Wettbewerb des internationalen Arbeitsmarktes zu sichern. Nutzung regionaler Stärken im internationalen Umfeld und Wettbewerb Verwurzelt in der Region Saar-Lor-Lux-Trier-Westpfalz-Wallonien arbeiten wir auf nationaler und internationaler Ebene mit Partnerhochschulen, Institutionen und Unternehmen zusammen. Wir intensivieren die internationalen Kooperationen durch die Förderung von Auslandssemestern, internationalen Studienabschlüssen und durch eine hohe Attraktivität der Hochschule auch für ausländische Studierende. Profilbildung durch Qualitätssicherung in Lehre und Forschung Der internationale Wettbewerb zwischen den Hochschulen um leistungsfähige und leistungsbereite Studierende sowie um Fördermittel für Forschung und Entwicklung erfordert die Profilierung der Hochschule durch Konzentration auf die besonders ausgeprägten Kompetenzen der Hochschule sowie Erhalt, Steigerung und Evaluation der dortigen Qualität in Studium, angewandter Forschung und Entwicklung. Partnerschaftlicher und transparenter Dialog in gegenseitiger Wertschätzung Durch die transparente und effiziente Organisation unserer Hochschule schaffen wir Rahmenbedingungen, die alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie alle Lernenden und Lehrenden zu besonderen Leistungen motivieren. Eine offene Diskussionskultur mit allen die Hochschule tragenden in- und externen Gruppen schafft Anerkennung sowie Freiräume für Kreativität und Innovation. 2

5 Der Bologna-Prozesses Im Rahmen des so genannten Bologna-Prozesses sind die europäischen Hochschulen innerhalb eines einheitlichen europäischen Bildungs- und Forschungsraumes aufgefordert, bis 2010 ihr Studienangebot auf die gestuften Bachelor- und Masterabschlüsse umzustellen. Dieses Ziel haben wir frühzeitig aufgegriffen und 2006 schon fast vollständig erfüllt. Die ersten Bachelor- und Master-Absolventen wurden bereits 2006 ins Berufsleben entlassen. Die Umstellung der letzten Diplom-Studiengänge auf das neue gestufte System wird 2007 durch Akkreditierung der Studiengänge des Fachbereichs Gestaltung abgeschlossen sein. Ziele dieser weit reichenden Studienreform Steigerung der internationalen Vergleichbarkeit der Abschlüsse Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Abschlüsse Steigerung der internationalen Studenten- und Dozentenmobilität Verkürzung der Studienzeit bis zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss Steigerung der Berufsfeldorientierung und Arbeitsmarktreife Senkung der Abbrecherquote durch leistungsorientierte Abschlüsse Wesentliche Instrumente zum Erreichen dieser hochgesteckten Ziele Aufteilung der Lehrinhalte in zeitlich und thematisch überschaubare, inhaltlich und qualitativ vergleichbare Lehr- und Lerneinheiten, die unmittelbar im Anschluss an die Lehre abgeprüft werden (Modularisierung und studienbegleitende Prüfungen) Bewertung dieser Module durch international vergleichbare Leistungspunkte, die die Möglichkeit eröffnen, an anderen europäischen Hochschulen als erbrachte Studienleistungen anerkannt zu werden (ECTS European Credit Transfer System) Individuelle Dokumentation der erbrachten Leistungen und der erlernten Fähigkeiten und Kompetenzen durch ein einheitlich gestaltetes Zusatzdokument zum Studienabschluss (Diploma-Supplement) Akkreditierung aller neuen Studiengänge durch anerkannte Akkreditierungsagenturen (die selbst durch einen nationalen Akkreditierungsrat überwacht werden) zur Sicherstellung von qualitativen Mindeststandards Die Einführung von Qualitätssicherungs- und Qualitätsmanagement-Systemen sowie qualitätssichernden Prozessen und Abläufen unter Inanspruchnahme externer und interner Evaluierungen von Studium, Forschung und Entwicklung. 3

6 Das Hochschulgesetz Das Hochschulgesetz des Landes Rheinland-Pfalz vom modernisierte die Gremien- und Leitungsstrukturen der akademischen Hochschulen des Landes grundlegend. Die Aufgaben des Senats wurden stärker in den strategischen und grundsätzlichen Bereich verschoben; unter anderem wählt er den Präsidenten, beschließt die allgemeinen Grundsätze über die Verteilung der Stellen und Mittel und stellt den Gesamtentwicklungsplan der Hochschule auf. Die Stellung sowohl von Präsident/in als auch von Dekan/in wurde gestärkt durch stärkere Zuordnung der operativen und exekutiven Aufgaben. Dadurch werden effizientere Entscheidungs- und Handlungsstrukturen ermöglicht. In jeder Hochschule wurde als neues zentrales Hochschulgremium ein zur Hälfte mit externem Sachverstand besetzter Hochschulrat gebildet; er berät und unterstützt die Hochschule und fördert ihre Profilbildung, Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Diese Änderungen und Verschiebungen der Aufgabenbereiche wurden zwischenzeitlich in regen Diskussionen innerhalb der Hochschule und zwischen deren Gremien in Form einer neuen Grundordnung festgeschrieben wurden weitere Erfahrungen im Zusammenwirken dieser neu geordneten Leitungsstrukturen gesammelt. Das Verhältnis Hochschulrat - Senat bedeutete eine Neupositionierung, insbesondere deswegen, weil bisweilen die eher hochschulexternen Sichten des Hochschulrats mit den eher hochschulinternen Sichten des Senats kollidierten. Dies hatte zeitraubende Mehrfachbehandlungen und bei andauernden Meinungsverschiedenheiten unerwünschte Irritationen auf beiden Seiten zur Folge. Eine ins Auge gefasste Novellierung des Hochschulgesetzes soll die Aufgabenteilung weiter präzisieren und das fruchtbare Zusammenarbeiten dieser Gremien fördern. Wesentliche Teilkomponenten der neuen Grundordnung waren die Regelungen zur leistungsorientierten Besoldung von Professoren; diese waren nach der Landesverordnung über Leistungsbezüge sowie Forschungs- und Lehrzulagen im Hochschulbereich (LeistBezügeVO) vom umzusetzen. Die Zustimmung des Ministeriums zu diesem von Senat und Hochschulrat der FH Trier gemeinsam getragenen Konzept erfolgte am , es trat mit Veröffentlichung im Staatsanzeiger vom in Kraft. Erste Berufungen erfolgten unter Gewährung von Berufungsleistungsbezügen und unter Abschluss von Zielvereinbarungen, deren Erfüllungsgrad nach vier Jahren überprüft wird. Eine besondere Belastung des Arbeitsklimas in der Hochschule ergab sich 2006 aus der erstmaligen Anwendung der Regelungen dieser Grundordnung zum Wechsel aus der Besoldungsordnung C in die neue Besoldungsordnung W, die die Grundordnung für die nach C2 besoldeten Kolleginnen und Kollegen vorsieht (Genehmigung am durch MWWFK, Veröffentlichung im Staatsanzeiger am ). Umsetzungsprobleme ergaben sich aus den fehlenden Regelungen zur Ruhegehaltsfähigkeit der neuen Bezüge nach 4

7 der Besoldungsordnung W in einem eventuellen zeitnahen Versorgungsfall, aus der geforderten Kostenneutralität der Umstellung bzw. der Einhaltung des Vergaberahmens sowie der Prozedur der Formulierung der Leistungsvereinbarung. Für die Wechselrunde 2007 wurden entsprechend angepasste Prozeduren und mit der Grundordnung im Einklang stehenden Handhabungen entwickelt. Die neue Struktur der FH Trier Der Bericht der Arbeitsgruppe Hochschulentwicklung Rheinland-Pfalz vom war getragen von der Suche nach Effizienzgewinnen im gesamten Fachhochschulbereich des Landes Rheinland-Pfalz sowie von der Umsetzung des Reformgedankens im Zuge des Bologna-Prozesses. Vorschläge wurden unterbreitet zu solchen Studienangeboten, die im Lande mehrfach vorgehalten werden und deren langfristiger Auslastungsgrad nicht gesichert ist, und zu solchen Studienangeboten, die im Sinne der Profilierung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden sollten. Die alten kleinformatigen Fachbereichsgrößen erlaubten zwar eine relativ effiziente Nutzung der Ressourcen in kleinen, fest umrissenen Arbeits- und Verwaltungsbereichen sowie eine weitgehende Identifizierung der Akteure mit ihrem direkten Tätigkeitsumfeld. Sie be- und verhinderten aber die Nutzung des vorhandenen - nicht unerheblichen - Potenzials zur interdisziplinären Lehre, Forschung und Berufungspolitik sowie zu einer effizienteren Verwaltung und Selbstverwaltung. Gestaltungsspielräume für Profilierung und zusätzliche Angebote blieben daher ungenutzt. Die Ausschöpfung des interdisziplinären Potenzials unter Vermeidung von Redundanzen an Personal, Labors und Werkstätten und der Aufbau von effizienten inneren Leitungs- und Selbstverwaltungsstrukturen konnten nur in größeren und zahlenmäßig reduzierten Fachund Servicebereichen wirklich gelingen. Durch konsequente Zusammenlegung benachbarter Studiengänge zu neuen größeren Fachbereichen wird die gemeinsame Planung und Nutzung von Hochschuleinrichtungen (Werkstätten, PC-Pools und Labors) sowie von Lehreinheiten (Modulen) für mehrere Studiengänge möglich. Jetzt schon ist erkennbar, dass aus der Interdisziplinarität von Lehre und Forschung neue Anregungen und kreative Lösungen entstehen, etwa durch Studienangebote wie Industrial Engineering and Management, die von zwei Fachbereichen verantwortet werden. Die Umstrukturierung der Hochschule durch drastische Reduktion der Zahl der alten Fachbereiche und gleichzeitige Stärkung der Autonomie der neuen Fachbereiche war ein Kraftakt, der mit Veröffentlichung der neuen Grundordnung formal abgeschlossen wurde. Die Straffung, Effizienz und Transparenz von Verwaltung und Selbstverwaltung steht vor ihrer Bewährung ebenso wie die Nutzung neuer Gestaltungsspielräume für Profilierung und zusätzliche Angebote. Die Hochschulleitung hat sich diesbezüglich schon eindeutig positioniert in Richtung verstärkter Nutzung der Neuen Medien insbesondere in der Lehre (E-Learning), Einführung eines Qualitätssicherungssystems, Ausbau der internationalen Beziehungen, Professionalisierung des Technologietransfers und Ausbau eines Fachbereichsübergreifendes Alumni-Netzwerkes. 5

8 Die zehn bisher bestehenden Fachbereiche am Standort Trier wurden auf fünf reduziert: in Trier gibt es nun zwei Technik- und je einen Informatik-, Wirtschafts- und Gestaltungs- Fachbereich. Die beiden Birkenfelder Fachbereiche Umweltplanung/Umwelttechnik und Umweltrecht/Umweltwirtschaft blieben unverändert erhalten. Von der Personal- und Mittelausstattung und der Studierendenzahl haben nunmehr alle sieben neuen Fachbereiche etwa den gleichen Umfang und das gleiche Gewicht in den Hochschulgremien. Die Änderung der Grundordnung mit Änderung der Namen der neuen Fachbereiche wurde in 2006 beantragt und mit Veröffentlichung im Staatsanzeiger am amtlich. Fachbereich Technik Fachbereich BLV Fachbereich Wirtschaft Fachbereich Informatik Fachbereich Gestaltung Fachbereich UPUT Fachbereich UWUR als Ingenieurfachbereich mit den Studiengängen Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen mit Forschungskapazitäten in den Kompentenzzentren für Energieeffiziente Systeme und für Fahrzeug- und Sicherheitstechnik als Ingenieurfachbereich mit den Studiengängen Bauingenieurwesen, Lebensmittel-, Energie- und Versorgungstechnik mit Forschungskapazitäten im Institut für Standardsoftwarebasierte Autorensysteme und im Kompetenzzentrum für Automatisierung, Rationalisierung und Innovation im Bauwesen als Wirtschaftsfachbereich mit den Studiengängen Betriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik und International Business (englisch, französisch, spanisch) und mit Leistungsangeboten für alle übrigen Fachbereiche als Informatikfachbereich mit den Präsenz- und Fernstudiengängen Informatik, mit Forschungskapazitäten im Institut für Innovative Informatik- Anwendungen - I3A und mit Leistungsangeboten für alle übrigen Fachbereiche als Gestaltungsfachbereich mit den Fachrichtungen Architektur, Innenarchitektur, Kommunikations-, Mode- und Edelstein- und Schmuckdesign und Forschungskapazitäten im Kompetenzzentrum für Hypermediale Lernsysteme als umweltorientierter Ingenieurfachbereich mit Schwerpunkten auf der Umweltplanung und der Umwelttechnik mit Forschungskapazitäten in den Kompetenzzentren für Intelligente, Mikrostrukturierte Partikel und für Brennstoffzellenforschung als umweltorientierter Wirtschafts- und Rechtsfachbereich mit Schwerpunkten auf der Umweltwirtschaft und dem Wirtschafts- und Umweltrecht mit Forschungskapazitäten im Institut für angewandtes Stoffstrommanagement und (zusammen mit UPUT) im Kompetenzzentrum für Angewandtes Stoffstrommanagement. Unter konsequenter Neuausrichtung unserer beiden Studiengänge für die akademische Bauausbildung wurde beispielsweise unser eher technisch orientierter Studiengang Bauingenieurwesen am eher verfahrenstechnisch ausgerichteten Fachbereich BLV Bauingenieurwesen, Lebensmitteltechnik, Versorgungstechnik - angesiedelt und erleichtert hier auf diese Weise den Aufbau interdisziplinärer Ausbildungsangebote aus den Bereichen der Verfahrenstechnik und des Facility Managements. Unser eher entwurfsorientierter Studiengang Architektur wurde neben der Innenarchitektur, dem Kommunikations-, Mode- und Edelstein- 6

9 und Schmuckdesign in den neuen Fachbereich Gestaltung eingebunden. Das interdisziplinäre Potenzial im Bereich Gestaltung ist erfreulicherweise besonders groß. Das wurde eindrucksvoll belegt durch eine vorwiegend von den Studierenden selbst initiierte und durchgeführte mehrtätige Veranstaltung Designfusion 05, der 2006 eine ebensolche Designfusion 06 folgte. Mit einem eindrucksvollen Programm gingen sie an die Öffentlichkeit und bewiesen den Willen nach interdisziplinärer Zusammenarbeit aller Fachrichtungen und den Wunsch nach stärkerer Einbindung der Bevölkerung und der Stadt. Beide Veranstaltungen fanden breite Resonanz sowohl innerhalb der Hochschule als auch in der Stadt und Region und deren Kulturträgern und Kulturschaffenden. Insgesamt wurde im Berichtszeitraum an der FH Trier 50 Studiengänge in den sieben Fachbereichen angeboten. Davon waren 21 Diplomstudiengänge, die in den nächsten Semestern auslaufen, 21 Bachelor und 8 Masterstudiengänge. Bei den Bachelor-Studiengängen wurde der gesetzlich gegebene Spielraum, dass sie je nach Berufsfeld in 6,7 oder 8 Semestern zu einem berufsqualifizierenden Abschluss führen, voll ausgeschöpft. Bei der Akkreditierung der Master-Studiengänge wurde grundsätzlich erreicht, dass ihren Absolventen der Zugang zum höheren Dienst ermöglicht wird. Eine Gesamtübersicht über die angebotenen Studiengänge der FH Trier befinden sich im Teil Anhang-Statistiken, Auswertungen, Daten. Darin sind auch die Daten aufgeführt, wann die Diplomstudiengänge auslaufen, bzw. wann welche Bachelor- und Masterstudiengänge begonnen haben und noch beginnen werden. Die neuen Studiengänge Fachbereich/ Fachrichtung Bauingenieurwesen Lebensmitteltechnik Versorgungstechnik Gestaltung/ A, INA, KD, MO, ESD Bachelor-Studiengänge Master-Studiengänge 4 akkreditiert 1 akkreditiert 2 im Akkreditierungsverfahren 5 im Akkreditierungsverfahren Informatik 1 akkreditiert 1 akkreditiert Technik/ MB, ET, WI Umweltplanung/ Umwelttechnik Umweltwirtschaft/ Umweltrecht Wirtschaft/ BWL, WI, IB 4 akkreditiert *) 2 akkreditiert 6 akkreditiert 5 akkreditiert 2 akkreditiert 3 akkreditiert 4 akkreditiert *) 1 akkreditiert *) davon ein gemeinsamer Studiengang Technik und Wirtschaft: Industrial Engineering an Management Stand Dezember

10 Gemeinsame Entwicklung der Standorte der FH Trier Nach nunmehr 10-jähriger sehr erfolgreicher Aufbauphase des Standortes Birkenfeld des so genannten Umwelt-Campus Birkenfeld UCB und dem absehbaren Auslaufen der Finanzierung durch Konversionsmittel musste das Verhältnis der beiden so unterschiedlichen Standorte überdacht und nachhaltig zukunftsorientiert neu vereinbart werden. Verfassungsmäßige formale Grundlagen für diese Überlegungen waren das derzeit bestehende Hochschulgesetz und der Beschluss der Landesregierung, den UCB unter dem gemeinsamen Dach der Fachhochschule Trier zu betreiben und zu entwickeln. Trotz - oder gerade wegen ihrer unterschiedlichen Profile und Schwerpunkte sehen beide Standorte große Chancen in einer aufeinander abgestimmten und gemeinsamen Weiterentwicklung aller Standorte der gesamten Hochschule. Die Chancen auf Effizienzsteigerung und Innovationsimpulse ergeben sich aus der vernetzten und interdisziplinären Nutzung von gemeinsamen Potentialen und Kompetenzen. Dabei sind zwar historisch gewachsene Profile zu berücksichtigen, im Sinne einer gemeinsamen Entwicklung sind aber - zumindest langfristig alle Profilbesonderheiten nicht per se geschützt, sondern auf ihren Nutzen für die gemeinsame Entwicklung zu überprüfen. In einem Grundsatzpapier zur Sicherung einer gemeinsamen Entwicklung beschloss der Senat in seiner Sitzung vom 20. Dezember 2006 einstimmig, dass die Fachhochschule Trier mit ihren Standorten Birkenfeld, Idar-Oberstein und Trier auch weiterhin eine gemeinsame Hochschule bleiben soll. Sie gestaltet zum Wohle und Vorteil aller Standorte eine gemeinsame Zukunft der gesamten Hochschule. Da Herr Prof. Dr. Michael Bottlinger im Sommer 2006 aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt als Vizepräsident zurückgetreten war, wurde Herr Prof. Dr. Tilmann Cosack vom Senat Birkenfeld ebenfalls ohne Gegenstimme zu seinem Nachfolger gewählt. Oberste Gebote der Neuordnung des Innenverhältnisses müssen Fairness und Vertrauen im Umgang miteinander sein unter Anerkennung des in der Aufbauphase erarbeiteten Profils des UCB sowie die Suche nach gemeinsamen Vorteilen in der Gestaltung der Zukunft der Fachhochschule Trier. Die gemeinsame Entwicklung soll herbeigeführt werden in partnerschaftlicher Entscheidung und die spezifischen Eigenprofile der beiden Standorte zum gegenseitigen Nutzen aller Partner stärken. Dabei ist insbesondere der dem jüngeren Standort mitgegebenen Gründungsidee und dessen besonderer Verpflichtung der Region gegenüber Rechnung zu tragen. Gemeinsame Planung und Durchführung von Hochschulentwicklung bedingt eine gemeinsame Hochschulleitung mit standortübergreifender Kompetenz und einheitlicher Anwendung standortübergreifender Verwaltungs- und Organisationsgrundsätze und -instrumentarien für die Fachbereiche und zentralen Einrichtungen. Begleitet werden diese Grundsätze durch den Ausbau von vertrauensbildenden Maßnahmen sowie zeitlich befristeten Bestandsschutzvereinbarungen, sofern dies für erforderlich gehalten wird. Auf dieser Basis wurde seitens des Präsidenten gestützt auf einen entsprechenden Beschluss des Hochschulrats zur Sondersitzung des Senats am 20. Dezember 2006 vorge- 8

11 schlagen, die Grundsätze zur Sicherung einer gemeinsamen Entwicklung der Standorte der FH Trier auch dann, wenn sie weitgehend dem Gesetzestext des Hochschulgesetzes entsprechen, in der Grundordnung der Fachhochschule Trier zu verankern. Nach längerer Diskussion hielt der Senat die formale Verankerung in der Grundordnung nicht für erforderlich und fasste mit Zustimmung und auf Antrag der Senatsmitglieder aus Birkenfeld folgende Beschlüsse: Der Senat begrüßt die formulierten Grundsätze einer gemeinsamen weiteren Entwicklung der Fachhochschule Trier. Der Senat beschließt für alle Standorte geltende allgemeine Grundsätze, deren konkrete Ausgestaltung den Standorten regionale Spielräume zulassen, die ihrem spezifischen Profil und ihrer Geschichte entsprechen. Die gesamte Hochschule wird geleitet von einer für alle Standorte gesamtverantwortlichen Hochschulleitung, in der alle Standorte angemessen vertreten sein sollen. Die wichtigsten konkreten Aufgaben für die zeitnahe Umsetzung dieser Grundsätze liegen in der standortneutralen Formulierung folgender Teilaspekte: Hochschulinternes Mittelverteilungsmodell Hochschulinternes Personalplanungsmodell Aufgaben, Zuschnitt und Organisation der zentralen Einrichtungen und der Verwaltung Außendarstellung der Hochschule und ihrer Standorte Aufgabenzuschnitt für den Birkenfelder Vizepräsidenten Zum Mittelverteilungsmodell: Das vom Senat beschlossene neue Mittelverteilungsmodell muss seine Brauchbarkeit und Anwendbarkeit auch für das am Standort Birkenfeld bisher verwendete Verteilungsmodell beweisen und ggf. neu kalibriert oder verändert werden; insbesondere ist die Finanzierung der am Standort Trier geschaffenen Stellen ohne Planstelle zu klären (Aufgabe: Senat). Zum Personalplanungsmodell: Das neue Personalverteilungsmodell muss seine Brauchbarkeit und Anwendbarkeit auch für das am Standort Birkenfeld bisher verwendete Planungs- bzw. Verteilungsmodell beweisen und ggf. neu kalibriert oder verändert werden; insbesondere sind die unterschiedlichen Methoden zur Erwirtschaftung von Mitteln zum Schließen der Deckungslücke bei der Personalfinanzierung zu berücksichtigen (Aufgabe: Senat). Zu Aufgaben, Zuschnitt und Organisation der zentralen Einrichtungen und der Verwaltung: Die unterschiedliche Zuordnung, Leitung und Finanzierung zentraler Einrichtungen (z.b. die der Rechenzentren) ist zu klären. Die Frage der Anwendbarkeit und Sinnhaftigkeit unterschiedlicher Bibliothekssysteme ist zu prüfen. Die Öffentlichkeitsarbeit der beiden Standorte ist zu koordinieren. Der Zuschnitt diverser Verwaltungsaufgaben ist nach den Kriterien Effizienz und Kundennähe zu überprüfen (Aufgabe Kanzler und Präsident/Vizepräsidenten). 9

12 Zur Außendarstellung der Hochschule und ihrer Standorte: Das zu verwendende CMS ist zu vereinheitlichen. In der Außendarstellung soll das unterschiedliche Profil der einzelnen Standorte erkennbar bleiben können. Das CD ist aber an allen Standorten so aufeinander abzustimmen, dass die Standorte als Teil einer gemeinsamen Hochschule wahrgenommen werden (Aufgabe: zu gründender Senatsausschuss für Corporate Design). Zum Aufgabenzuschnitt für den Birkenfelder Vizepräsidenten: Im Rahmen der Geschäftsverteilung innerhalb der gemeinsamen Hochschulleitung übernimmt der Vizepräsident des Standortes Birkenfeld sowohl bestimmte Aufgaben des Präsidenten vor Ort als auch einzelne definierte Aufgaben für die gesamte Hochschule. Dabei ist er nach Möglichkeit personell bzw. projektweise zu unterstützen (Aufgabe Präsident - ist bereits im Zuge der Wahl des neuen Vizepräsidenten erfolgt). Entwicklung eines Leitbildes für die FH Trier Auf Initiative des Hochschulrats hat eine dort verankerte Arbeitsgruppe Profil/Leitbild der FH Trier ein Projekt zur Entwicklung eines Leitbildes konzipiert und dessen Umsetzung dem Senat angeboten. Nachdem es dann nicht zur Beauftragung dieser Arbeitsgruppe zur Durchführung und Steuerung des Prozesses zur Leitbildentwicklung durch den Senat kam, wurde vom Vizepräsidenten Trier ein Team Leitbildentwicklung, bestehend aus sieben Professorinnen und Professoren aus den Fachbereichen (4 vom Standort Trier und 3 vom Standort Birkenfeld) plus dem Vizepräsidenten aus Trier, zur Planung und Durchführung eines Prozesses zur Leitbildentwicklung an der FH Trier zusammengestellt. Diese Arbeitsgruppe wurde im Herbst 2006vom Senat mit der Entwicklung eines Leitbildes für die FH Trier beauftragt. Für die inhaltliche und organisatorische Vorbereitung des für 2007 geplanten Prozesses zur Leitbildentwicklung an der FH Trier hat das Leitbildteam bis Ende 2006 die Ziele für und den zu erwartenden Nutzen durch ein Leitbild der FH Trier formuliert. Daneben wurden auch die erforderlichen Entwicklungsschritte für den Leitbildprozess in 2007 konzipiert. Hierbei wurden auch wesentliche Aspekte aus dem vorliegenden Projektantrag der Arbeitsgruppe des Hochschulrats berücksichtigt oder direkt übernommen. Hierzu zählen insbesondere die Individualität und Orientierungsfunktion des Leitbildes der FH Trier und die Beteiligung aller Hochschulmitglieder (z.b. virtueller Workshop) an dessen Entwicklung. Qualitätssicherung der Ausbildung Zusammen mit dem Arbeitsmarkt sind wir uns der hohen Erwartungen an Ausbildungstiefe (Fachwissen, Methodenkompetenz) und Ausbildungsbreite (Sprach-, Medien- und Sozialkompetenzen) bewusst unter der zwingenden Erfüllung von hoher Ausbildungsqualität, grosser Praxisnähe und kurzer Studienzeit. Zur internationalen Sicherung der Qualität hat die Fachhochschule Trier erste, Erfolg versprechende Schritte eingeleitet: Eine qualifizierte Mitarbeiterin der FH Trier beriet und unterstützte uns als sog. Bologna- Beraterin der HRK seit bei der Umstellung des Studienangebotes der FH Trier 10

13 auf die gestuften Bachelor- und Master- Studiengänge und deren Akkreditierung. Das Projekt Kompetenzzentrum Bologna endet am 31. März Anschließend soll diese Mitarbeiterin ihre besonderen Kompetenzen einbringen im Aufbau eines hochschulinternen Qualitätssicherungs- und Qualitätsmanagementsystems. Eine hochschulinterne QM-Tagung am brachte die systematische innere und auch von außen bewertete Qualitätssicherung in Studium, Forschung und Verwaltung verstärkt ins Bewusstsein der Professorenund Mitarbeiterschaft der Fachhochschule Trier. Die Aufgabe der Einführung eines hochschuladäquaten QM-Systems ist mittlerweile dem Geschäftsbereich des Vizepräsidenten Prof. Dr. T. Cosack zugeordnet, der im Laufe des Jahres 2007 verstärkt auf diesem Gebiet tätig werden wird. Die gesamte FH Trier unterzieht sich mit all ihren Gliederungen in den Jahren 2006/2007 einer externen Evaluation unter Begleitung des Hochschulevaluationsverbundes Südwest und erarbeitete dabei ein Stärken-/Schwächen-Profil. Das Projekt wird im Herbst 2007 abgeschlossen sein. Eines der vorrangigen Ziele dieser Evaluation ist die Implementierung eines eigenen Qualitätssicherungs- und Qualitätsmanagement-Systems. Insbesondere vor dem Hintergrund der in den Jahren 2007 bis 2013 anstehenden Reakkreditierungen ist das erklärte Ziel der Installation von qualitätssichernden Prozessen, Abläufen und Evaluierungen in der Hochschule, den Aufwand für die aufwändige und teure so genannte Programmakkreditierung und Reakkreditierung nach jeweils fünf Jahren eines jeden einzelnen Studiengangs zu vereinfachen und wenigstens teilweise zu ersetzen durch eine Prozessakkreditierung (wenn erforderlich) der ganzen Hochschule und ihres QS- und QM- Systems. Die Positionierung der FH Trier als familienfreundliche Hochschule Als Hochschule nehmen wir den gesetzlich verankerten Gleichstellungsauftrag sehr ernst. Zu unserem Bedauern müssen wir aber feststellen, dass es uns trotz vielfältiger Bemühungen noch immer nicht gelingt, eine größere Anzahl von Frauen für ein technisch ausgerichtetes Studium an der Fachhochschule zu motivieren. Bei den Berufungen von Frauen auf Professorenstellen sieht es ebenfalls noch immer nicht viel besser aus. Im Zusammenwirken mit den Frauenbeauftragten und im Bemühen, die Forderungen des Frauenförderplanes zu erfüllen, haben wir erhebliche Anstrengungen unternommen, der noch immer feststellbaren Unterrepräsentanz beizukommen. Dazu zählen Aktionen wie girl s days zur Information von jungen Frauen, die nach einer passenden Ausbildungsmöglichkeit suchen, und das Anschreiben besonderer Frauenportale bei Ausschreibungen von Professuren. Mit Ada-Lovelace-Projekten sind wir auf allen wesentlichen Messen und Ausstellungen präsent. Auf dem Campusgelände Schneidershof befindet sich ein Ganztageskindergarten mit privilegiertem Zugang für Studierende und Mitarbeiter/innen der FH Trier. Im Mensabereich befindet sich ein Wickel- und Stillraum. Für die Mitarbeiter/innen der Hochschule bietet das öffentliche Dienstrecht schon jetzt weit reichende Möglichkeiten, z. B. bei der flexiblen Arbeitszeitgestaltung oder der Aufteilung einer Stelle in zwei halbe Stellen. Die Arbeitszeiten 11

14 von Frauen mit Kindern werden möglichst flexibel gehandhabt, ihren Urlaubswünschen weitestgehend entsprochen. Bei der Suche nach Wegen zu einer besseren Vereinbarkeit von Studium und Lehre mit anderen Aufgaben in Familie und Beruf und zur Erhöhung des Frauenanteils bei den Studierenden und den Lehrenden haben wir einige weiterführende Ideen entwickelt und auch schon auf den Weg gebracht. Sie sollen aus dem entweder - oder ein sowohl - als auch machen. Beispielhaft soll die Förderung des e-learnings genannt werden als Angebot, sich Studieninhalte unabhängig von Ort, Zeit und Raum nach den individuellen Möglichkeiten anzueignen. Eine weitergehende Maßnahme ist die Positionierung und Selbstverpflichtung der Hochschule als so genannte Familiengerechte Hochschule. Auf eine regelrechte Auditierung verzichten wir derzeit aus Kostengründen zunächst, was uns - zusammen mit der eigens dafür berufenen Hochschulbeauftragten zur Vereinbarkeit für Studium und Familie Frau Prof. Dr. K. Giering nicht abhält, die dort vorgesehenen Maßnahmen dennoch durchzuführen: Entwicklung von Führungsgrundsätzen für Hochschulangehörige, die familienbewusstes Führungsverhalten beinhalten Flankierender Service für Familien Kinderbetreuung in verschiedenen Einrichtungen in Trier, Birkenfeld und Idar- Oberstein Betreuung durch den Sozialdienst Erprobung neuer Arbeitszeitmodelle Schaffung der Möglichkeit zur Tele- und Heimarbeit Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen für Studium und weitere wissenschaftliche Qualifizierung Finanzielle Unterstützung Informations- und Kommunikationspolitik. 12

15 Weiterbildung und Existenzgründungsaktivitäten Die Fachhochschule Trier bietet auch im Rahmen der Qualitätssicherung und Ausbildung mit unterschiedlichen Weiterbildungsmaßnahmen verschiedenen Zielgruppen die Möglichkeit zur Vervollkommnung ihrer Fach-, Methoden-, System- und Sozialkompetenz. Dabei gilt es, neben der Entwicklung fachlicher Fähigkeiten auf Markt-, Management-, Persönlichkeitsund Praxisorientierung und auf unternehmerisches Denken und Handeln zu achten. Es soll dadurch eine größere Wettbewerbsfähigkeit und Chancenvielfalt innerhalb des Berufslebens der Teilnehmer erreicht werden. Das GründungsBüro der Fachhochschule Trier bietet allen gründungsinteressierten Studierenden, Hochschulabsolventen und Mitarbeitern verschiedene Veranstaltungen zum Thema Existenzgründung und unternehmerisches Denken an. Das GründungsBüro gilt dabei als Informations- und Koordinationsstelle wurden im Sommer- und Wintersemester verschiedene Einzelveranstaltungen und Veranstaltungsreihen angeboten. Das Angebot bezieht sich dabei auf Informationsveranstaltungen, Seminare und Planspiele. Kooperationspartner des GründungsBüros sind dabei sowohl öffentliche Einrichtungen als auch private Unternehmensberatungen haben sich insgesamt etwa 150 Gründungsinteressierte im Rahmen des Veranstaltungsangebotes des GründungsBüros über die Thematik Existenzgründung informiert. Neben den genannten Angeboten ist die Fachhochschule Trier am interregionalen EU- Projekt COURAGE beteiligt. Dieses beinhaltet die Bereiche Unternehmensgründung, -übernahme und -entwicklung im Großherzogtum Luxemburg und in der Region Trier. Im Rahmen dieses Projektes wurde weiterhin der Interregionale Gründercup unter Schirmherrschaft der Fachhochschule Trier am Wissenschaftspark durchgeführt. Der Gründercup ist eine Kombination aus Gründungstraining und Unternehmensplanspiel. Machen Sie sich fit für den Chefsessel! hieß das Motto einer weiteren COURAGE-Veranstaltung in 2006: erstmalig ging die Summer School Entrepreneurship Interregional an den Start. Die Veranstaltung richtete sich an Gründer und Gründungsinteressierte aus den Hochschulregionen Trier, Saarbrücken und Luxemburg. Neben dem Gründercup Interregional und der Summer School Entrepreneurship Interregional wurde ein Nachdiplom in Unternehmensführung konzipiert, das im Herbst 2007 unter dem Namen Business Development startet. Es werden sich in Zukunft jedoch mit Hilfe des Wettbewerbes weitere Ausbaumöglichkeiten und steigende Anforderungen im Rahmen der Weiterbildung herausbilden. Deshalb wird die Fachhochschule Trier künftig an diesem Bildungsmarkt zum Nutzen der in der Berufspraxis stehenden Menschen durch verschiedenste Formen verstärkt teilnehmen. Unsere Zielgruppen in der Weiterbildung sind: Hochschulabsolventen, Existenzgründer, Bildungs- und Personalverantwortliche, Führungskräfte im mittleren und höheren Management, Nachwuchskräfte, Mitarbeiter/Innen in Entwicklungsabteilungen, Projektmanagement u.a., in Wirtschaft / Industrie, Handwerk, Behörden / Verwaltungen, im Bildungswesen sowie anderen Institutionen. Die Veranstaltungen werden in unseren Fachbereichen durchgeführt. Bei Bedarf kann sich dort oder direkt bei den Dozenten informiert werden. Außerdem finden Sie weitere Informationen auf den Internetseiten der FH Trier. 13

16 Die Entwicklung an der FH Trier Studierende und Absolventen An der FH Trier studierten im Jahre 2006 insgesamt 6073 junge Menschen. Zu Beginn des Jahres 2004 waren es und 2002 erst Studierende. Diese Steigerung der Studierendenzahl zeigt die stetige Weiterentwicklung und Vergrößerung unserer Hochschule. Allein im Berichtszeitraum stieg die Zahl der Studierenden um weitere 3,2% an. Die Zahl der Studienanfänger weist ebenso einen steigenden Verlauf auf. Im Wintersemester 2004/05 wurden an der FH Trier Studienanfänger eingeschrieben. Bis heute stieg die Zahl auf Anfänger. In der untenstehenden Übersicht wurden die Gesamtstudierendenzahlen zu den Anfängern und Absolventen im Berichtszeitraum ins Verhältnis gesetzt. Der kontinuierliche Anstieg der Studierendenzahlen wird hier grafisch dargestellt. Sichtbar wird auch, dass die Zahl der Studienanfänger im Berichtszeitraum ebenso kontinuierlich gestiegen ist. Unsere Zahl der Absolventen erhöhte sich ebenfalls in den Vorjahren stetig. Lediglich im Berichtszeitraum nahm die Anzahl leicht ab. Zurückzuführen ist das auf die Umstrukturierung der Fachbereiche und die damit verbundenen Wechsel einiger Studierender innerhalb der Hochschule, aber auch auf die Änderung einiger Prüfungsordnungen Studienanfänger Studierende Absolventen WS 04/05 WS 05/06 WS06/07 14

17 Studienanfänger und Studierende Seit dem Sommersemester 2002 werden zusätzlich zum Wintersemester auch im Sommersemester in allen Fachbereichen Bewerber zum Studium zugelassen und eingeschrieben. Während es im Sommersemester 2004 in Trier 176 Studienanfänger gab, in Birkenfeld 119 und in Idar- Oberstein 10 Studierende, änderte sich die Anzahl und Verteilung in den Folgejahren sehr (siehe unten stehende Statistik). Auffällig hierbei ist, dass die eigentliche Zielgruppe dieser Maßnahme (vorgezogenes Abitur) nur mit einem verschwindend geringen Anteil vertreten war. Im Sommersemester 2006 gab es eine signifikante Abnahme der Anfängerzahlen. In Trier wurden nur 169 Bewerber zum Studium zugelassen, dagegen waren es in Birkenfeld und in Idar-Oberstein sogar nur noch 5 Studienanfänger. Das resultierte aus der Tatsache, dass der Standort Birkenfeld aufgrund der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge Studierende nur noch zum jeweiligen Wintersemester aufgenommen werden. Standorte WS 03/04 SS 04 WS 04/05 SS 05 WS 05/06 SS 06 WS 06/07 Trier Idar- Oberstein Birkenfeld Gesamt Trier Idar- Oberstein Birkenfeld Gesamt WS 03/04 SS 04 WS 04/05 SS 05 WS 05/06 SS 06 WS 06/07 Studienanfänger (zum Sommer- und Wintersemester) 15

18 Die feststellbaren Schwankungen resultieren wahrscheinlich auch aus den entstandenen Unsicherheiten in Bezug auf die Weiterführung von Studienrichtungen und eventueller Standortveränderungen von einzelnen Fachbereichen. Außerdem hat sich die Zahl der Fachrichtungen, die Eignungsprüfungen mit Bewerbern durchführen, erhöht. Zulassungsbeschränkungen gab es in den Studiengängen Betriebswirtschaft, International Business (englisch, französisch und spanisch), Wirtschaftsinformatik und Lebensmitteltechnik, am Standort Birkenfeld in Wirtschafts- und Umweltrecht als auch bei Umwelt- und Betriebswirtschaft. Standorte WS 03/04 WS 04/05 WS 05/06 WS 06/07 Trier Idar- Oberstein Birkenfeld Gesamt Trier Idar- Oberstein Birkenfeld gesamt Studierende 88 gesamt 74 (zum Wintersemester) 61 WS 03/04 WS 04/05 WS 05/06 WS 06/07 16

19 Die Eignungsprüfungen für die Designstudiengänge und den Studiengang Innenarchitektur wurden jeweils für die Zulassungen im Sommersemester und im Wintersemester durchgeführt. Seit dem Wintersemester 2004/ 05 ist der Studiengang Baudenkmalpflege gebührenpflichtig. Trotz der Studienbeiträge von 650,00 gab es weiterhin viele Interessenten für diesen Aufbaustudiengang. Studierende mit Restguthaben auf ihrem Studienkonto können dieses hierfür nutzen. Absolventen Im Berichtszeitraum beendeten insgesamt 611 Absolventinnen und Absolventen an der Fachhochschule Trier erfolgreich ihr Studium. Standorte WS 2003/04 WS 2004/05 WS2005/06 WS 2006/07 Trier Idar-Oberstein Birkenfeld Gesamt Trier Idar-Oberstein Birkenfeld Gesamt WS 2003/04 WS 2004/05 WS2005/06 WS2006/07 Absolventen (zum Wintersemester) 17

20 Ausländische Studierende Die Anzahl der ausländischen Studierenden an der FH Trier ist im WS 2006/7 im Vergleich zum Vorjahr von 518 auf 563 Studierende angestiegen (um 8,7 %). Das sind 9,3 % aller Studierenden. Die ausländischen Studierenden kamen aus 74 Ländern, die meisten aus der VR China (96), Luxemburg (84), gefolgt von Marokko (38) der Türkei sowie Polen und Kamerun mit jeweils 23 (ausführliche Darstellung: siehe Anhang). Studienkonten Für alle Studierenden, die ab dem WS 2004/05 ein grundständiges Studium begonnen haben, wurde ein Studienkonto eingerichtet. Dies gilt auch für Studierende, die bereits einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss im herkömmlichen Graduierungssystem erworben haben und ein weiteres grundständiges Studium als Zweitstudium beginnen. Für diese Studierenden wurde eine Statusfeststellung durchgeführt. Dafür wird von einem Studienkonto mit einem Studienguthaben von in der Regel 200 Semesterwochenstunden ausgegangen; davon werden Regelabbuchungen in einer bestimmten Anzahl vorgenommen. Die Regelabbuchung ist dabei so festgelegt, dass den Studierenden ein gebührenfreies Erststudium bis zur 1,75-fachen Regelstudienzeit ermöglicht wird. Das jeweilige Studienkonto wird bis zu dem Semester eingerichtet und geführt, das sich an die Vollendung des 60. Lebensjahres des einzelnen Studierenden anschließt. Das Studienkonto wird in zwei Stufen eingeführt. In der ersten Stufe wird das Konto als Generalkonto mit 200 Semesterwochenstunden mit einer Regelabbuchung kombiniert. In einer zweiten Stufe, die sich drei Jahre nach Einführung der ersten Stufe anschließen soll, wird die Regelabbuchung durch die leistungsbezogene Abbuchung ersetzt. Das bedeutet, es erfolgt eine Modularisierung der Studiengänge zum Wintersemester 2007/08. Dann wird für jedes belegte Modul eine Abrechnung erfolgen. Promotionen von Absolventen der FH Trier In zunehmendem Maße qualifizieren sich Absolventen der FH Trier weiter und promovieren an befreundeten Universitäten im In- und Ausland. Im eigenen Bundesland werden Promotionen von FH-Absolventen an rheinland-pfälzischen Universitäten im Rahmen des Sonderprogramms Wissen schafft Zukunft besonders gefördert. In der Vergangenheit und im Berichtszeitraum konnten wir auf diese Art bereits zwei Absolventen der FH Trier durch ein Stipendium fördern, die an der Universität Trier und der Technischen Universität Kaiserslautern an ihren Dissertationen arbeiteten. Diese waren: Dr. Michael Wahl, Dipl.-Ing. (FH) Maschinenbau und Dipl.-Ing. (FH) Entsorgungstechnik; Abschluss am UCB 2001; Promotion 2005 an der TU Kaiserslautern, Dipl.-Ing. Patrik Kuhn, Dipl.-Ing. (FH) Entsorgungstechnik am UCB; Promotionsabschluss 2007 an der Universität des Saarlandes Saarbrücken, 18

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