FORUM Pflege Gesellschaft Landesarbeitsgemeinschaft der Verbände Privater Pflegeeinrichtungen in Schleswig-Holstein (LAGPSH)

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1 Kuratorium Deutsche Altershilfe Wilhelmine Lübke Stiftung e.v. FORUM Pflege Gesellschaft Landesarbeitsgemeinschaft der Verbände Privater Pflegeeinrichtungen in Schleswig-Holstein (LAGPSH) Qualität gemeinsam entwickeln Herausforderungen für die Pflege Fachgespräch Demenz und Biografiearbeit am 30. August 2012 in Kiel

2 Kuratorium Deutsche Altershilfe Wilhelmine Lübke Stiftung e.v. Zugänge finden und erhalten in der Förderung Pflege und Begleitung von Menschen mit Demenz Christine Sowinski Leitung Bereich Beratung von Einrichtungen und Diensten Kuratorium Deutsche Altershilfe An der Pauluskirche Köln Tel: 0221/ Internet:

3 GLIEDERUNG 1. Vorstellung des KDA 2. Wo kann man Gelder beantragen? 3. Eigene Erfahrungen im Umgang mit Demenz und Biografiearbeit 4. Fallbeispiel 5. Demenz und Biografiearbeit: Prinzip Leben in Privatheit 6. Demenz und Biografiearbeit: Prinzip Leben in der Gemeinschaft 7. Demenz und Biografiearbeit: Prinzip Leben in der Öffentlichkeit 8. Fazit

4 1. Vorstellung des KDA Gründer: Wilhelmine und Heinrich Lübke (1962) Die bisherigen Schirmherren des KDA (jeweilige Bundespräsidenten): Gustav Heinemann Walter Scheel Karl Carstens Richard von Weizäcker Roman Johannes Christian Joachim Horst Köhler Herzog Rau Wulff Gauck seit 2012

5 1. Vorstellung des KDA Das KDA versteht sich als führende Institution in Deutschland, die sich seit 1962 unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten dafür einsetzt, die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern. Ein interdisziplinäres Expertenteam erforscht, berät, informiert, führt Fortbildungen und Veranstaltungen durch. Das KDA gilt als Wegbereiter für eine moderne Altenhilfe.

6 1. Vorstellung des KDA Das KDA arbeitet u. a. im Auftrag für: - Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) - Bundesministerium für Gesundheit (BMG) - Landesministerien, wie z. B. Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW (MGEPA) - Stiftungen, wie z. B. Bertelsmann Stiftung, Robert Bosch Stiftung - Kommunen - Private und Träger der Wohlfahrtspflege im Bereich der Altenhilfe - Initiativen, Vereine, Privatpersonen

7 2. Wo kann man Gelder beantragen? KDA-Förderrichtlinien: Ein Platz an der Sonne Stiftung Deutsches Hilfswerk: Robert Bosch Hospitationsprogramm / Qualifizierung in den Gesundheitsberufen / Internationales Hospitationsprogramm Pflege und Gesundheit

8 3. Eigene Erfahrungen im Umgang mit Demenz und Biografiearbeit Erfolgreiche Wege in der Begleitung von Menschen mit Demenz Nach wie vor die international uneingeschränkten Klassiker: Tom Kitwood Naomi Feil

9 3. Eigene Erfahrungen im Umgang mit Demenz und Biografiearbeit Persönliche Zeitenwende mit Dementia Care Mapping Basic User Kurs nach Tom Kitwood Vor DCM Kein inneres Bild, wie Demenz funktioniert deshalb viel experimentiert mit Strengsein: So geht das jetzt hier nicht. Betroffenheit signalisieren: Frau X., wenn Sie jeden Morgen Arschloch zu mir sagen, macht mich das sehr traurig. Aushalten lernen: Frau Y. muss offensichtlich 30 mal nachfragen, dann kann sie sich etwas merken.

10 3. Eigene Erfahrungen im Umgang mit Demenz und Biografiearbeit Persönliche Zeitenwende mit Dementia Care Mapping Basic User Kurs nach Tom Kitwood Nach DCM Persönlichkeit des Menschen mit Demenz verschwindet nicht, sondern versinkt Persönlichkeit ist da trotz Krankheit, es gilt sie zum Klingen zu bringen (Christian Müller-Hergl) Wichtig ist, was aktuell für den Betroffenen für seine Persönlichkeit und Ich-Identität wichtig ist, deshalb Biografiekentnisse

11 4. Fallbeispiel 75-jähriger Mann: kleiner Mann, ganz groß Wissenschaftler vielseitig interessiert bis zur Besserwisserei liebte als Kriegskind Essen: Da hab ich wieder ein leckeres Käsebrötchen bekommen. wollte hofiert bzw. verwöhnt werden: Herr X. ich bin da, ich mache Ihnen alles.

12 4. Fallbeispiel Gesunde Persönlichkeit 75-jähriger Mann 75-jähriger Mann mit Demenz Nach Schulung nach Kitwood habe ich mich auf die gesunde Wolke über Herrn X. konzentriert und mit dieser kommuniziert und die Defizite durch die Krankheit nach Möglichkeit ignoriert bzw. in den Hintergrund treten lassen.

13 4. Fallbeispiel Gesunde Persönlichkeit 75-jähriger Mann Deshalb alles vermeiden, was ihn kleinmacht, nicht korrigieren keine Gespräche über Defizite, sondern ihn als Persönlichkeit und Wissenschaftler ernst nehmen: Herr X. hat heute einen schlechten Tag.

14 4. Fallbeispiel Gesunde Persönlichkeit 75-jähriger Mann Kriegskind: Ich hab Ihnen mal ein paar Schnitten gemacht, so wie immer. braucht gerade durch Demenz mehr Zuwendung: Ich bin da, ich kümmere mich um Sie.

15 4. Fallbeispiel Gesunde Persönlichkeit 75-jähriger Mann Fazit: Durch die Konzentration auf das aktuell biografisch relevante Personsein des Klienten, milderten sich die Demenz-Symptome.

16 5. Demenz und Biografiearbeit: Prinzip Leben in Privatheit

17 5. Demenz und Biografiearbeit: Prinzip Leben in Privatheit

18 5. Demenz und Biografiearbeit: Prinzip Leben in Privatheit

19 5. Demenz und Biografiearbeit: Prinzip Leben in Privatheit

20 5. Demenz und Biografiearbeit: Prinzip Leben in Privatheit Wichtige Fragen: Was kann ich vom Klienten erfahren? (Beobachtungen) Was können mir die Angehörigen sagen? (Meine Mutter/Mein Vater/Mein Partner ist eine Persönlichkeit, die.) Wie übertrage ich diese Informationen auf den Pflegeprozess?

21 5. Demenz und Biografiearbeit: Prinzip Leben in Privatheit Praxisbeispiele: Schmuck und Tierbabies

22 6. Demenz und Biografiearbeit: Prinzip Leben in Gemeinschaft Wichtige Fragen: Was bedeutet dem Menschen viel? Was macht Spaß? Durch Versuch und Irrtum herausfinden

23 6. Demenz und Biografiearbeit: Prinzip Leben in Gemeinschaft Praxisbeispiele: Hausfrau, Aufpasser und TV-Sendung Wir bekommen ein Baby

24 7. Demenz und Biografiearbeit: Prinzip Leben in der Öffentlichkeit Wichtige Fragen: Was bedeutet es dem Menschen, draußen zu sein? Wo möchte er hin? Praxisbeispiele: Friedhof, Ziegen füttern, am Meer sein

25 8. Fazit Es geht nicht darum, eine biografische Sammelwut zu entwickeln, ohne Bezug zum Pflegeprozess, sondern teilweise auch im Pflegebericht die Dinge dokumentieren, die relevant sind und funktionieren, z. B. Frau X. spricht gerne über den Bauernhof und hat gerne Tiere. Die relevanten Zugänge in Pflegeintervention packen und sich gemeinsam mit den KlientInnen daran erfreuen. Gelebte Biografiearbeit verbessert die Beziehung und stärkt die Ich-Identität des Betroffenen und führt zu mehr Gesundheit und Unabhängigkeit!!!

26 Kuratorium Deutsche Altershilfe Wilhelmine Lübke Stiftung e.v. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Christine Sowinski

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